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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik µC ab 500MHz + EvaBoard


Autor: Toemmings (Gast)
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Hallo,

ich mache gerade meine Diplomarbeit (EI) und brauche dafür einen µC.

Dieser soll(te) folgende Eigenschaften mitbringen:

* > 500MHz (gern auch 1GHz und mehr)
* benutzerfreundliches Eva-Board
* gut zu bedienender Compiler und evtl. schon code-technische Erfahrung 
Euererseits / Doku (bei Fragen ;) )
* Preislich < 50 Euro (ohne Board? kA, was so ein Board dazu kostet)
* CAN-Schnittstelle (kein Muss, wär schön)
* PWM-Register (auch kein Muss, is ja programmierbar)
* ein paar I/O sollte er auch besitzen ^^

Im Studium haben wir den XC167 (Infinion) recht ausführlich 
durchgenommen. Also eine ähnliche Software-Architektur wäre gut.

Da ich keine Erfahrung mit dem Aussuchen eines µC habe, wollte ich Euch 
um Eure Hilfe bitten.
Ein paar Vorschläge oder auch Tipps zum Selbst-Suchen wären super.

Danke $ Grüße

Toem

PS. sollten wichtige Angaben fehlen: Sorry & werden nachgeliefert, falls 
bekannt

Autor: hanz (Gast)
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soweit ich lese, hat dein XC167 maximal 40 mhz. vielleicht solltest du 
dich erstmal in HF Leiterplattendesign einarbeiten, bevor du nur dran 
denkst, ein board selber zu machen mit Komponenten > 500 mhz ! 
vielleicht schaust du mal nach einem ARM oder DSP kit / board

Autor: Thomas Burkhart (escamoteur)
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Was willst Du mit so einem µC denn machen? Bei den DSPs gibs von Analog 
die BlackFin Serie bis 700Mhz, mit sehr interessanten IOs

Gruß
Tom

Autor: Toemmings (Gast)
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Meine Signal- und Lastplatinen werden nur mit 100 kHz PWM beansprucht. 
Die >500 MHz brauche ich lediglich zum schnellen Berchnen der Regelung.

Autor: Christoph Budelmann (Firma: Budelmann Elektronik GmbH) (christophbudelmann) Benutzerseite
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Toemmings schrieb:
> Die >500 MHz brauche ich lediglich zum schnellen Berchnen der Regelung.

Aus Erfahrung würde ich sagen, dass du diese nicht brauchst für ~95% der 
Regelungsanwendungen. Was für eine aufwendige Regelung soll denn das 
werden?

Autor: hanz (Gast)
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das ding ist, das meistens solche controller nicht einfach i/os haben, 
die du an und ausschalten kannst, sondern irgendeine Schnittstelle zB 
pci dazwischen, von daher, wieso nimmst du nicht gleich einen 
http://ahsoftware.de/dockstar/, packst linux drauf und machst das pwm 
mit einem usb microcontroller ~ 20 mhz ?

Autor: Oliver Heinrichs (Firma: OliverHeinrichs.de) (dobson)
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ist doch egal, was er damit regeln will.
Das einzige was ich in der näheren Umgebung der Taktfrequenz alleine 
gefunden habe war der
AT91SAM9G20B-CU
in BGA-Gehäuse.
Der läuft nach Farnell mit 400MHz.

Gruß, Olli

Autor: Christoph Budelmann (Firma: Budelmann Elektronik GmbH) (christophbudelmann) Benutzerseite
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Oliver Heinrichs schrieb:
> ist doch egal, was er damit regeln will.

Nein, die Zielapplikation ist nicht irrelevant für die Auswahl eines 
geeigneten Mikrocontrollers.

Er schreibt selber, dass er nicht viel Erfahrungen in dem Bereich hat 
und  untermauert dies noch mit der Aussage, einen Controller jenseits 
der 500MHz zu suchen, der aber idealerweise einem XC167 ähnlich sein 
sollte.

Es ist einfacher, ihm mögliche Typen zu nennen, wenn man weiß, was er 
gerne damit realisieren will.

Autor: Toemmings (Gast)
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Ich stehe erst am Anfang meiner Arbeit, deswegen kann ich noch nicht so 
viel darüber sagen.

Grundsätzlich wird es auf Einlesen 6 verschiedener ADC-Signale 
rauslaufen. Über diese soll die "Höhe" (in %) der PWM nachgeregelt 
werden. Es soll eine R-L-Last nachgebildet werden. Hierbei gilt es die 
ganzen Zeitfunktionen des Systems über eine digitale PID-Regelung 
aufzufangen.
Die Regelung sollte möglichst schnell und genau sein.

Da ich auch noch nicht abschätzen kann, wieviel Lines of Code es mal 
werden ->  lieber zu schnellen µC als einen zu langsamen :)
Vielleicht sind 100 MHz auch ausreichend...

Aber wie gesagt, soweit der grobe Plan. Kann gut sein, dass ich noch 
Sachen übersehe.

Autor: hanz (Gast)
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aha, von ADCs hast du vorher garnichts geschrieben. Also überleg dir 
erstmal was du genau brauchst und suche am besten selbst nach 
"Development boards/kits", da gibts ja tausend verschiedene

wie wärs mit dem Propeller? Der hat eine interessante Architektur, er 
liegt bei 80 mhz und er hat 8 Kerne

Autor: nicht "Gast" (Gast)
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Also für den Fall tut es jeder Wald und Wiesen µC mit 4MHz auch... So 
schnell wie du rechnest kannst du im normalfall gar nicht auf das System 
einwirken!

Autor: Christoph Budelmann (Firma: Budelmann Elektronik GmbH) (christophbudelmann) Benutzerseite
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Toemmings schrieb:
> Ich stehe erst am Anfang meiner Arbeit, deswegen kann ich noch nicht so
> viel darüber sagen.

Bevor du dann einen Controller auswählst, solltest du aber erst einmal 
ein Pflichtenheft erstellen und festlegen, welche Abtastfrequenzen du 
brauchst, welche PWM-Frequenz nötig ist und welche Latenzen erlaubt 
sind.

> Grundsätzlich wird es auf Einlesen 6 verschiedener ADC-Signale
> rauslaufen. Über diese soll die "Höhe" (in %) der PWM nachgeregelt
> werden. Es soll eine R-L-Last nachgebildet werden. Hierbei gilt es die
> ganzen Zeitfunktionen des Systems über eine digitale PID-Regelung
> aufzufangen.
> Die Regelung sollte möglichst schnell und genau sein.

Dafür reicht wahrscheinlich schon ein einfacher 8bit-Controller aus, die 
beispielsweise häufig in BLDC-Reglern verbaut sind. Wenn du etwas mehr 
Reserven haben willst, ist auch ein ARM (Cortex-M3 wäre meine 
Empfehlung) sicherlich nicht verkehrt. In einem meiner Projekte arbeitet 
beispielsweise ein STM32F103, der zwei BLDC-Motoren mit Lageerkennung 
(über sechs Hall-Sensorsignale) sehr feinfühlig regelt, da es sich um 
eine haptische Anwendung handelt. Nebenbei läuft noch die 
USB-Kommunikation und das Einlesen und Ansteuern externer ADCs und DACs.

> Da ich auch noch nicht abschätzen kann, wieviel Lines of Code es mal
> werden ->  lieber zu schnellen µC als einen zu langsamen :)
> Vielleicht sind 100 MHz auch ausreichend...

Die schnelleren Controller haben aber andere Nachteile: Einarbeitung ist 
oft komplizierter, externer RAM wird irgendwann nötig, kompliziertere 
Spannungsversorgungen mit mehreren Spannungen, BGA-Gehäuse, 
EMV-Probleme, etc.

Die Performance eines Mikrocontrollers ist maßgeblich davon abhängig, 
wie du ihn einsetzt. Höhere Taktfrequenz heißt noch lange nicht, dass du 
später auch eine höhere Performance hast.

Autor: Toemmings (Gast)
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ADCs sind extern - Controller bekommt nur 16 Bit mind. alle 200KHz 
(Abtasttheorem).

Schau mir grad den Cortex-M3 etwas genauer an. Vielleicht langt mir der.

Autor: Michael Lehrmann (Gast)
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cool =)
irgendwie riecht mir das nach einem Versuch mit Modellbau so à la 
Quadrocopter. Wenn du mir noch erzählst, dass du damit Bilderkennung 
machen willst sag ich ja dazu. Ansonsten dürften die 700 MHz um den 
Statustor 10 zu viel sein. Erzähl uns doch einfach mal was du vor hast. 
Interessiert uns alle. Prinzipiell solltest du mal nach Blackfingoogln 
-Sind 1 a Produkte. % Design sollte mannichts desto trotz bei solchen 
Ansprüchen beherrschen. Viel Erfolg & Gruß

Autor: Simon L. (simon_l)
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Hi,

bei der Beschreibung würde ich erstmal ein DS-Pic antesten. Es gibt 
spezielle Serien die genau für diesen Einsatzzweck gemacht sind.

http://www.microchip.com/stellent/idcplg?IdcServic...
und
http://www.microchip.com/smps

sollten dir schonmal weiter helfen.

Gruß Simon

P.S. Ist in der Aufgabenstellung festgelegt wieviele µC du verwenden 
musst?

Autor: Toemmings (Gast)
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So,

erstmal vielen Dank für die schnellen Beiträge.

Ich bin auf jeden Fall schon mal schlauer geworden und werde mir Euere 
Empfehlungen mal näher anschauen.

Grüße

Toem

PS. Nein Bilderkennung macht dann der Diplomant neben mir :-D

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