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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Projekt: Kugelschreiber-Morse


Autor: Der_Stift (Gast)
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Hallo Leute!

Ich habe nun mal wieder ein verrücktes Projekt.

Gestern saß ich in der Schule und klickte ständig mit dem Metallbügel 
meines Kugelschreibers (der etwa 1 mm vom Kugelschreiberkörper absteht) 
auf dessen Körper.
So kam mir die Idee, mittels Mikrocontroller, Funkmodul und LED ein 
kleines Spicker-Morsegerät zu bauen.
Das Ganze soll dann so ausschauen.
Man hat erstmal 2 Stifte, beide arbeiten bidirektional. Will X etwas an 
Y verschicken, so klickt er mit dem Kugelschreiberbügel dementsprechend 
oft (Morse-Alphabet), während der Empfänger-Y seine LED blinken sieht. 
Ein "Human-Protokoll" ist natürlich unabkömmlich, damit man einigermaßen 
sinnvoll kommunizieren kann.
;-)

Nun die Frage:

Welche Übertragungsmethode würde sich für oben genanntes Projekt 
empfehlen?
Bluetooth? WLAN? oder so ein RFM-Modul: 
http://www.pollin.de/shop/dt/MDU5OTgxOTk-/Bausaetz...
?

Bei Bluetooth müssten sich ja die beiden Geräte erstmal irgendwie 
gegenseitig initialisieren und "finden", wobei das RFM nach dem 
Einschalten direkt auf "Empfang steht"?!

Die Entfernung der beiden Stifte müsste nicht größer als 20 Meter sein. 
Ich denke bei Bluetooth Class 1 würde es noch hinhauen...


Das Ganze ist ein Spaßprojekt, soll also nicht die Absicht haben, 
Prüfungen zu manipulieren.


Vielen Dank!

Autor: Erich (Gast)
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Fasching ist erst am 11.11.

Autor: Der_Stift (Gast)
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Eben. Drum fange ich ja jetzt schon das Bauen an, damit ich dann zeitig 
fertig bin.

Autor: Entwickler (Gast)
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Hübsche Idee, aber alle kommerziellen Funkmodule sind zu groß dafür, 
denke ich. Leiterplatte muß sehr schmal sein. Wenn ich so etwas als 
Projekt bekäme, würde ich es wahrscheinlich aus Basis des CC2500 
versuchen, mit einer Keramikantenne in Chipform, als Controller entweder 
einen kleinen MSP430, oder Freescale HCS08... aber das 
Leiterplattendesign für HF ist nicht trivial. Man braucht ein paar 
Monate zur Serienreife.

Wenn eine Reichweite von ein oder zwei Metern ausreicht, kann man sich 
hingegen mal die Übertragungstechnik von Funk-Fahrradtachos oder 
Pulsuhren ansehen. Sollte so im 125 kHz-Bereich liegen, Spulen mit 
Ferritkern und so - erspart aber das HF-taugliche Layout.

Autor: Der_Stift (Gast)
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Danke für die erste sinnvolle Antwort :-)

Das habe ich mir nämlich auch gedacht, dass die Module verhältnismäßig 
groß sind.

Fahrradtachos, das stimmt, ist eine gute Idee. Wiegesagt, die Reichweite 
sollte etwas bei 10-20 Metern liegen.

Autor: thorstendb (Gast)
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wäre ich gemein, würde ich sagen: "Steckt die Zeit zum Lernen des 
Morse-Alphabets besser in die Prüfungsvorbereitung" :-)

...aber ich bin ja nicht gemein **lol**

Autor: Der_Stift (Gast)
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@ thorstendb :

Wiegesagt, es soll ja nicht im Geringsten eine nachhaltige Verwendung 
haben. Es geht einfach ums Basteln und Lernen im Sinne der E-Technik.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Der Haken ist: Morsezeichen muss man hören; wenn man sie nur optisch
an einer Anzeige verfolgen will, ist die erzielbare Geschwindigkeit
sehr viel geringer.  Aber der Kopfhörer im Ohr wäre wohl etwas
auffällig...

Automatisches Dekodieren geht zwar bei sauberer Gebeweise und
konstanter Geschwindigkeit, ist aber nicht gerade eine Anfängerübung.
Morsezeichen sind als Codierung nicht gerade sehr maschinenfreundlich
gestrickt.

Autor: Sebastian (Gast)
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Nur mal so als Anregung, HF-Sachen von TI, inklusive einer Uhr mit Funk:
http://www.ti.com/corp/docs/landing/mcu/index.htm?...
Vielleicht läßt sich ja ein solcher USB-Stick in einen verdächtig großen 
Füller basteln.
Die Technik von Fahrradtachos und Pulsuhren ist in der Reichweite  für 
10 Meter ungeeignet.

Ansonsten siehe B. Kainka's Bastelecke:
http://www.b-kainka.de/bastel118.htm

Autor: Der_Stift (Gast)
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Wiegesagt, was den Nutzen angeht, völlig irrelevant. Interessant wäre 
erstmal, wie man von einem Funkmodul-X eine LED am Funkmodul-Y ansteuert 
;-)

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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die Kodierung würde ich nicht so auffällig im Kugelschreiber machen.
man kann ja quasi überall eine kleine Sendevorrichtung verstecken (zB 
Stifttasche.
Das Morsen könnte man dann mit einem Reedkontakt oder Hal-Sensor machen, 
den man mit einem kleinen Magneten im Stift aktiviert.

bleibt nur das problem der Rückantwort.

Bei uns wahr es in Klausuren immer erlaubt eine Uhr oder (digitalen - 
also kein Krachmacher) Wecker sich hinzustellen.
da Könnte man ein besseres LCD reinbauen und Text anzeigen lassen.
zB auch durch Schaltung eines Magnetschalters mit dem selben Stift

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Vlad Tepesch schrieb:

> Das Morsen könnte man dann mit einem Reedkontakt oder Hal-Sensor machen,
> den man mit einem kleinen Magneten im Stift aktiviert.

Sind zum Morsen beide schlecht geeignet.  Der Reed-Kontakt hat zu
viel Hysterese, und dem Hallsensor fehlt die taktile Rückkopplung.
Die braucht man bei einer Morsetaste (insbesondere, wenn man keinen
Mithörton hat).

> da Könnte man ein besseres LCD reinbauen und Text anzeigen lassen.

Uhr mit Grafik-LCD. ;-)

Autor: Timo E. (tien)
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Genau, die Uhr mit DotMatrix Display. Bei diesem wird dann der Polfilter 
entfernt und in die Brille eingebaut. Somit ist der Text nicht von 
dritten zu lesen. Texteingabe mit einem Eintasten System (kurzes Klicken 
ändert den Buchstaben langes den Cursor). Der eigegebene Text erscheint 
gleichzeitig auf dem zweiten baugleichen Wecker, wie bei einem Chat.

Fast schon schade, dass ich nicht mehr in der Schule bin :-)

Autor: Naseweiss (Gast)
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Und was ist aus dem Projekt geworden?
kann mich meinem Vorredner nur anschliessen, schade dass ich nicht mehr 
in der Schule bin.
Grafikdisplay Ts ts ts ... ;-)
Coole Idee

Autor: Marcel Och (rbecode)
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ist zwar schon alt aber was wäre wenn man eine kleine spule in das 
hintere ende des stiftes macht die das stiftene zum "tocken" bringt (wie 
bei der apple aptic engine) das wäre besser als das sehen des codes

Autor: Besenwagen (Gast)
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Dafür braucht's nicht unbedingt uC + IT-Protokolle: siehe z.B. xbm80 
resp. EDUTRX & ähnliches
- http://edutrx.uska.ch/

Autor: Sebastian D. (sebastian_d)
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Wenn du noch Schüler bist, bist du ja wahrscheinlich noch relativ jung. 
Daher wäre eventuell akustisches Morsen doch möglich. Mit steigendem 
Alter wird das Ohr für hohe Frequenzen immer unempfindlicher. Daher 
müsstest du nur eine Frequenz finden (25kHz Mal zum Anfang), die ihr 
noch hört, aber euer Lehrer nicht mehr.je älter der Lehrer, desto 
einfacher.
Mit piezo Schallwandler ist das auch klein hinzubekommen.
Die Übertragung könnt ihr ja dann trotzdem per Funk machen, zum Beispiel 
FM-moduliert. Dann reicht im Zweifelsfall sogar ein Radio zum Empfang.

Autor: Sven D. (sven_la)
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Sebastian D. schrieb:
> Wenn du noch Schüler bist, bist du ja wahrscheinlich noch relativ jung.

Nach 7 Jahren?

Autor: Markus Müller (mmvisual)
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Falls heute noch jmd eine Kuli-Morse bauen möche ... (nach 7 Jahren...)

Als Chip würde ich den empfehlen: nRF24LE1

- Ultra-low Power Wireless System On-Chip Solution
- incl 8051 MCU
- 4x4mm klein
- benötigt nur noch einen Quarz und ein paar wenige Bauteile 
(1-IC-Lösung)
- sollte in ein Kuli passen

Zudem unterstützt er eine Adressierung, somit können auch mehrere Kulis 
in der Umgebung sein, die sich nicht gegenseitig stören.

Autor: Patrick J. (ho-bit-hun-ter)
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Hi

Und die ganze Klasse (ok, nur die drei Nerds) rasseln an Ihren Kullis 
rum und bestaunen die Blinke-LED - sicher, daß der Lehrer da 'keinen 
Wind davon bekommt'?

Wenn, dann der Empfänger HINTER dem Lehrer und von der Klasse aus 
sichtbar.
Fuddeln eh nur, wenn der Lehrer sich nicht hinter Einem befindet und 
somit eben nicht Richtung Pult schaut (wie beim, zumindest zu meiner 
Zeit, üblichen Rundgang durch die Klasse).

Trotzdem eine nette Idee, wobei mir eine 'Restarbeitszeit-Uhr' (Sekunden 
bis zur Rente) besser gefällt ;)
(kann man aber auch 'bis zu den Ferien' machen - 'bis zum 
Schulschluß/zur nächsten Pause' könnte aber Argwohn auslösen)

MfG

Autor: Dieter F. (jim_quakenbush)
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Marcel O. schrieb:
> ist zwar schon alt aber was wäre wenn man eine kleine spule in das
> hintere ende des stiftes macht die das stiftene zum "tocken" bringt (wie
> bei der apple aptic engine) das wäre besser als das sehen des codes

Ja - "tocken" das mal - "ist besser als das sehen des codes"

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