Hallo zusammen!
Ich bin kein Elektronik-Profi und benötige deshalb umsomehr eure Hilfe!
Folgendes Problem:
Im Datenblatt für einen Sensor ist die Schaltungsvorgabe für den "Test
Ciuruit" abgedruckt (Siehe Anhang).
Diese Schaltung würde ich nun gerne mit einem "einfachen" FET und einem
"normalen" OP realisieren (und natürlich mit Rs und Cs).
Die Steuerspannung von [0..2.5V] kann auch [0..3V] sein, sie soll später
über µC gesteuert werden. Gut finde ich auch, dass man über den 12k
Widerstand die Steuerspannung auch wieder am µC "einlesen" und somit
kontrollieren kann.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann handelt es sich bei dem
Sensor um einen elektrostatischen Antrieb (kapazitive Anordnung zweier
beweglicher Elektroden), womit keine riesigen Ströme nötig sind
(Datenblatt: electrostatic, 1nF load, <0.05µA leakage current).
Die Verstärkerschaltung mit dem OPA445 kann ich nachvollziehen, aber ich
bin leider mit Transistorschaltung nicht so fit.
Danke für eure Hilfe!!!
Grüße
Micha
> elektrostatischen Antrieb
Du hast also keinen Sensor, sondern einen Aktor.
Was stört dich jetzt am OPA445 ? Der Preis ? Daß er eine negative
Versorgungsspannung braucht ? Das trotz 70V rein nur 60V raus kommen ?
Stimmt fast ;)
Das ganze "Produkt" ist ein Sensor, der Teil der Bewegt wird ist
natürlich ein Aktor.
Mich stört eigentlich "nur", dass ich keine OPA445 habe und nicht
unbedingt einen ordern möchte (also Argument Preis, weil ich evtl. FETs
eher noch finden könnte). Außerdem ist es auch Interesse.
Grüße
Michael L. schrieb:> Mich stört eigentlich "nur", dass ich keine OPA445 habe und nicht> unbedingt einen ordern möchte
Klick mal auf "Get Free Samples"... kost nix
Man könnte schon einen Transistorverstärker aufbauen, um von 5 V auf
knapp 70 V zu kommen. Man hat da etwas die Wahl zwischen mehr Aufwand
und mehr Ruhestrom.
Und wenn ich sage, ich bekomm die +70V von außen und benötige den
Transistor nur als "Ventil". Nach dem Motto <<den Rest verbrate ich im
FET>> ? Geht sowas? Quasi an Drain +70 V, das Gate mit einem Opamp
ansteuern und den FET so mehr oder weniger leitfähig machen (Source an
Masse)?
Grüße
Wenn man sich um die Verluste nicht viel sorgen muß, könnte man einen
einefachen Klasse A Verstärker aufbauen: Ein Widerstand von den 70 V
zum Ausgang, und eine FET oder NPN-transistor zwischen Ausganag und GND.
Wenn es genau sein soll, dann halt eine "normaler" OP zur Rückkopplung.
Wenn es nicht so sehr drauf ankommt, dann geht es ggf. auch ohne
Rückkopplung.
Michael L. schrieb:> ? Ich dachte es sei ein nichtinvertierender Verstärker ?
die Schaltung mit dem eingezeichneten FET ist ein nichtinvertierender
Verstärker. Im "Test Ciuruit" nicht. Will Dich nicht Verwirren von
welcher Schaltung reden wir jetzt?
Ah, okay...hatte ich flasch verstanden.
Die Schaltung im "Test Circuit" (dachte ich) auch ein Verstärker.
Könnten die Kondensatoren in der Rückkopplung des Opamps nicht auch der
Entstörung dienen?
Soweit ich weiß, sollte diese Schaltung "nur" Verstärken, wenn da jetzt
ein Integrierer drin sitzt, hab ich kein Plan wozu das gut sein soll!?
Grüße
Michael L. schrieb:> Ah, okay...hatte ich flasch verstanden.> Die Schaltung im "Test Circuit" (dachte ich) auch ein Verstärker.> Könnten die Kondensatoren in der Rückkopplung des Opamps nicht auch der> Entstörung dienen?
Störungen werden immer nach Masse kurzgeschlossen.
> Soweit ich weiß, sollte diese Schaltung "nur" Verstärken, wenn da jetzt> ein Integrierer drin sitzt, hab ich kein Plan wozu das gut sein soll!?>> Grüße
Der Sitzt da nicht drin, die ganze Schaltung als System entspricht einem
Integrierer oder eben Tiefpass...ups hatte ich vorher Hochpass
geschrieben!.
Wenn ich es richtig Verstanden habe willst du eine Verstärkerschaltung
bauen mit der du den Aktor ansteuerst. Das könntest du mit der 2.
Schaltung machen.
Oder willst du das Sensorsignal auswerten ? Dazu kann unter anderem
auch ein Integrierer zu Einsatz kommen. Kommt auf das Eingangssignal
an....
Wenn im Datenblatt solch ein Test Circuit vorhanden ist bedeutet es das
damit Grenzfälle beschrieben werden, die dem Anwender die Möglichkeit
verschafft nicht alles selber rausfinden zu müssen.
Jepp, du hast das richtig verstanden. Eine Verstärkerschalung zur
Steuerung des Aktors.
Die Signalauswertung wird separat erledigt.
Danke für die beiden Hinweise mit der Entstörung und dem "Test Circuit".
Werd mir das nochmal genauer anschauen.
Solang die FET-Schaltung das macht, was ich gerne hätte g ist alles
gut ;)
Grüße!