Hoch kapazitive Keramikkondensatoren ändern Kapazität mit Spannung ?

Gast #1876456
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Hallo allerseits,
hier ein Zitat eines Betrags aus dem Forum :
"Bei den Kerkos sollte man auf jeden Fall beachten, dass die Kapazität
(je nach Dielektrikum) stark spannungsabhängig ist."
Es ging dabei um "hochkapazitive" Kerkos (10µF und größer).
Wenn das stimmt, warum ist das denn so ?
Würde mich um eine verständliche aber nicht (zu stark) vereinfachende 
Erklärung freuen.
Warum das ? - Einfach aus Neugier ;-)


MFG
   "Elektonik Bursche"
Gast #1877283
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> Das ist (vereinfacht) eine Art Sättigungeffekt...

Ich denke, so einfach darf man sich das nicht machen.

Wenn man z.B. an einem X7R-Kondensater die Kapazität mit sehr kleiner 
Wechselspannung misst, erhält man eine deutlich zu kleine Kapazität. 
Wenn man nur die Sättigung betrachtet, müsste man hier eigentlich einen 
zu großen Wert erhalten.

Die Ursache ist hier so eine Art Hysteresekurve bzw. ein Remanenzeffekt; 
beim Umpolen der Spannung muss sich die Polarisation im Dielektrikum 
umdrehen und dafür braucht man eine gewisse Mindestspannung.

Deshalb darf man solche Kondensatoren auch auf keinen Fall im 
Signal-Pfad bei Audio-Anwendungen bzw. analogen Signalen einsetzen, weil 
man da sehr starke Oberwellen erzeugt.

Es sind mehrere nichtlineare Effekte, die hier auftreten, je nachdem ob 
man den Trafo mit Wechselspannung oder mit pulsierender Gleichspannung 
betreibt und wie hoch diese Spannung ist.

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