Hallo liebe Gemeinde,
ich bin auf der Suche nach einer Website, da hat jemand mit ganz vielen
Allpässen eine Verzögerungsleitung gebaut, jedoch finde ich die gerade
nicht wieder.
Kennt das jemand?
Ich möchte für mein Auto eine analoge Verzögerungsleitung bauen, wegen
LZK.
Gruß,
Martin
Martin schrieb:> Ich möchte für mein Auto eine analoge Verzögerungsleitung bauen
Wie groß ist dein Auto?
Oder: welche Zeiten brauchst du?
Funktioniert das nur mit kupferfreien Oxidkabeln?
Ach jungs, ich bin nicht ein Hifi freak, welcher an irgendwelche voodoo
sachen glaubt. Ich möchte nur mal ausprobieren, wie es sich mit einer
LZK anhört, ob man da viel Unterschied hört. Auto ist
mittelklasselimosine, es geht vielleicht um 1-3ms Verzögerung.
Mir gings eigentlich auch nur um die Website, nicht um allgemeine
Diskussionen ob das was bringt.
Gruß, Martin
> Ich möchte nur mal ausprobieren
Und dazu baust du mit einem Schweineaufwand eine schlechte
Verzögerung mit fester und nicht veränderbarer Laufzeit ?
Ist doch Humbug.
Man nimmt eine (fertige) einstellbare Verzögerungsleitung in
perfekter Qualität bnei der die gewählte Verzögerung in
Mikrosekunden aufgelöst ablesbar ist,
damit man beim Ausprobieren sicher sein kann, daß es nicht
an minderwertiger Schaltungstechnik liegt wenn es nichts bringt.
Also eine einfache digtale Verzögerung mit A/D - D/A Wandler
und ein bischen RAM dazwischen, doer, wenn man so was alten
noch rumfliegen hat, mit Eimerkettenspeicher bucket brigade
device BBD die gleich analog verzögern.
Taugt das was, kann man immer noch die einfachst billigste
und kleinste Schaltung suchen, die bereits den Zweck erfüllt
und irgendwie hinter das Radio zu klemmen ist, vielleicht
also jenen Allpass.
Na ja, ich werds erstmal mit nem laptop und ac3filter machen, da kann
ich das delay einstellen.
Vielleicht findet einer noch die Seite, wenn nicht, muss ich halt noch
suchen.
Gruß, Martin
Martin schrieb:> es geht vielleicht um 1-3ms Verzögerung.
Das sind dann ca. 33cm bis 1m virtuelle Abstandsänderung zum
Lautsprecher. Das kannst du simulieren, indem du einfach deinen Kopf
hin- und herbewegst... ;-)
Gebrauchte Signalprozessoren von Yamaha oder Clarion aus den 90ern.
Die Clarion sind billig zu bekommen, weil schwer einzustellen, und der
gängige BUMBUM Fan blickt da nicht durch und schiebt das Zeug bei ebay
weiter...
Gruß
Achim
Wahnsinn.. hier wird eine ernste Frage gestellt und es kommen erst mal
blöde Kommentare, von Leuten die keine Ahnung haben..
Richtig eingestellt bringt's auf jeden Fall hörbare Unterschiede. Wobei
ich persönlich mir wohl den Aufwand einer Selbstbaulösung nicht antun
würde, für so etwas gibt's DSPs oder Radios mit eingebauten DSPs, die
bieten dann noch mehr nützliche Funktionen.
@ MaWin;
klingt interessant, hast du einen Link zu so einer "einfachen" mal
schnell aufgebauten Schaltung? Wie lässt sich so was einstellen?
Jochen schrieb:>> hast du einen Link zu so einer "einfachen" mal schnell>> aufgebauten Schaltung> AD-DA
Kauf dir für 25 Euro ein Stereo-Hallgerät bei EBAY. Das reicht zum
Testen allemal und hinterher kannst du es wieder verkaufen...
Jochen schrieb:> kommen erst mal blöde Kommentare,
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus.
> von Leuten die keine Ahnung haben..
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob du das Wissen hast, die Lage bezüglich
meines Wissens korrekt beurteilen zu können... :-/
Danke für die Links, an Hallgeräte hätte ich jetzt gar nicht gedacht.
@Lothar Miller;
Sorry, aber hier häuft es sich leider, dass statt erfragter Hilfe oft
blöde Kommentare kommen, was auf Dauer einfach nervig ist. Mal ein
witziges Kommentar ist ja nicht schlimm, aber hier kommt einfach viel
(was auch nicht wirklich lustig ist).
Bei Aussagen, wie;
"oh gott, und wofür braucht man das in einem Auto?"
"Funktioniert das nur mit kupferfreien Oxidkabeln?"
gehe ich nun mal davon aus, dass der Verfasser jener Aussagen von dem
Thema nicht wirklich Ahnung/ sich damit nicht auseinandergesetzt hat.
Ich denke mal, die Vorteile einer LZK (auch im Auto) sind relativ
unumstritten, wenn man sich mal damit befasst hat. Lässt sich auch
messtechnisch nachvollziehen. Ansonsten würden Hersteller wie Audi,
Jaguar, etc (bei denen ich noch keine Werbung bzgl. sauerstofffreier
Kabel oder induktivitätsarmer Sicherungen gesehen habe) so 'was nicht
verbauen.
Und man hört einen deutlichen Unterschied, das bewegen des Kopfes macht
da nicht so viel aus, außer man fährt nur headbangend durch die Gegend
;) Denn so stark bewegt man seinen Kopf im Normalfall nicht..
> Ich denke mal, die Vorteile einer LZK (auch im Auto)> sind relativ unumstritten,
Nö.
Man kann nur für 1 Hörposition korrigieren, die anderen
Leute im Auto hören es eh falsch.
MaWin schrieb:> Man kann nur für 1 Hörposition korrigieren, die anderen> Leute im Auto hören es eh falsch.
Eben, und zwar umso falscher je mehr für den Fahrer korrigiert wurde.
Als Highend Fan sollte man sich dann vieleicht eher in
Wellenfeldsynthese versuchen oder ein IOSONO System für PKWs
konstruieren.
Jochen schrieb:> Bei Aussagen, wie;> "oh gott, und wofür braucht man das in einem Auto?">> "Funktioniert das nur mit kupferfreien Oxidkabeln?">> gehe ich nun mal davon aus, dass der Verfasser jener Aussagen von dem> Thema nicht wirklich Ahnung/ sich damit nicht auseinandergesetzt hat.
Bei Deinen Aussagen komme ich nicht umhin anzunehmen, daß für dich das
Fahren Nebensache, und die Musik Hauptsache im Auto ist.
Bleibt nur zu hoffen, daß dadurch keine Unbeteiligten Schaden nehmen.
MaWin schrieb:> Man kann nur für 1 Hörposition korrigieren, die anderen> Leute im Auto hören es eh falsch.
Stell dich mal morgens an 'ne Kreuzung und schau Dir an, wie viele
Personen durchschnittlich in einem Auto sitzen. Wenn dann doch mal mehr
Leute im Auto sind, kann man das ganze auch ab/ umschalten. Es lässt
sich bei richtiger Abstimmung auch für mehrere (alle) Insassen
verbessern, auch wenn es dann links-/ rechtslastig bleibt.
U.R. Schmitt schrieb:> Bei Deinen Aussagen komme ich nicht umhin anzunehmen, daß für dich das> Fahren Nebensache, und die Musik Hauptsache im Auto ist.
... es geht hier um einen Aspekt, es war keine Diskussion über wichtige
Dinge beim Autofahren. Sicher ist das "Fahren" an sich das wichtigste,
trotzdem möchte ich nicht auf eine (gute) Klimaanlage, bequeme Sitze,
guten Klang, etc verzichten. Dennoch würde mir wohl keiner unterstellen,
dass ich nur wegen der Klimaanlage in meinem Auto sitze.
> Bleibt nur zu hoffen, daß dadurch keine Unbeteiligten Schaden nehmen.
Wie gesagt, wenn für dich das Fahren an sich das wichtigste ist, nimm
ein Fahrrad, es geht Dir doch hoffentlich nicht um Geschwindigkeit,
Fahrgastzelle, Komfort, etc? Schließlich kannst du auch mit dem Rad
"fahren".
Alexander Schmidt schrieb:> Nö!
Wow.. danke für diese tiefgründige Aussführung. Betrachten wir mal nur
den Unterschied der einzelnen Kanäle (damit meine ich jetzt VR, VL, HR,
HL, SUB - nicht Hoch und Tief). Wenn vorne zwei sitzen, dann wird also
es keine Verbesserung bringen, die hinteren Kanäle per LZK anzupassen?
Klingt logisch, denn beim Autofahren breitet sich Schall gewöhnlich von
hinten schneller aus als von vorne, daher würde man hier das Ergebnis
verschlechtern..
Komisch nur, dass sich so etwas bei verschiedenen DSP-Systemen
einstellen lässt, z.B. auch bei ab Werk verbauten;
"Sound focus (driver/front/rear/all)"
http://www.bang-olufsen.com/advanced-sound-system-audi-a8-s8
Was es nicht alles gibt...
Nur: hört man das? Und insbesondere im Auto, wo sowieso mindestens 60dB
Umgebungsgeräusche aller möglichen Art lauern?
Und dann: braucht man das? Ich würde auf jeden Fall dieses "Gimmick"
keinesfalls mit einer Klimaanlage im selben Satz nennen.
> Wenn vorne zwei sitzen, dann wird also es keine Verbesserung bringen,> die hinteren Kanäle per LZK anzupassen?
Ich würde sagen, dass dann von den Zweien mindestens 50% den
Klangvorteil nicht zu würdigen wissen. Aber da wäre ein
Double-Blind-Vergleich sicher interessant....
Es ist sicher, dass jeder einen Unterschied hört, wenn die
Verzögerung ein- und ausgeschaltet wird. Aber wenn einer (bzw. viele)
einfach so ins Auto mit ein- oder ausgeschalteter LZK gesetzt wird, sehe
ich gute Chancen, dass keine Signifikanz zugunsten der LZK herauskommt.
> Klingt logisch, denn beim Autofahren breitet sich Schall gewöhnlich von> hinten schneller aus als von vorne, daher würde man hier das Ergebnis> verschlechtern..
Welche physikalische Grundlage kann dafür hergenommen werden?
> Komisch nur, dass sich so etwas bei verschiedenen DSP-Systemen> einstellen lässt, z.B. auch bei ab Werk verbauten;
Komisch, dass eine solche Einstellung/Umschaltung nötig ist, wenn ein
Fahrzeug dieser Klasse heutzutage doch erkennt, welche Sitze belegt
sind...
> Wenn vorne zwei sitzen, dann wird also es keine Verbesserung bringen
Richtig.
Denn die vorderen Leute sitzen mit den Köpfen ziemlich in der Mitte des
Fahrgastraums, in genau gleichem Abstand von den vorderen und den
hinteren Lautsprechern. Schlisslich sind die meisten Autohersteller auch
nicht total doof.
Da braucht man so was also schon mal nicht.
Lothar Miller schrieb:> Was es nicht alles gibt...> Nur: hört man das? Und insbesondere im Auto, wo sowieso mindestens 60dB> Umgebungsgeräusche aller möglichen Art lauern?> Und dann: braucht man das? Ich würde auf jeden Fall dieses "Gimmick"> keinesfalls mit einer Klimaanlage im selben Satz nennen.
Sicher, darüber lässt sich streiten. braucht man beleuchtete
Bedienelemente (Fußräume), beheizbare Sitze, etc?.. Da gibt es einiges,
was sicher nicht nötig ist um von A nach B zu kommen. Angenehm finde ich
es dennoch ;) Und je besser der Klang ist, desto weniger muss man
aufdrehen, ebenso lassen sich durch die LZK auch Interferenzen umgehen,
es ist also für mehr gut, nur das "Stereo"-Gefühl.
>> Wenn vorne zwei sitzen, dann wird also es keine Verbesserung bringen,>> die hinteren Kanäle per LZK anzupassen?> Ich würde sagen, dass dann von den Zweien mindestens 50% den> Klangvorteil nicht zu würdigen wissen. Aber da wäre ein> Double-Blind-Vergleich sicher interessant....
Sicher, dass mag sein, jedoch wird es derjenige, der sein Auto
nachträglich mit einem DSP ausrüstet sicherlich zu schätzen wissen ;)
> Es ist sicher, dass jeder einen Unterschied hört, wenn die> Verzögerung ein- und ausgeschaltet wird. Aber wenn einer (bzw. viele)> einfach so ins Auto mit ein- oder ausgeschalteter LZK gesetzt wird, sehe> ich gute Chancen, dass keine Signifikanz zugunsten der LZK herauskommt.
Kommt sicher auf den Hörer an. Als bei mir mal der DSP abgeschaltet war
hab' ich's recht schnell gemerkt, wobei ich ehrlicherweise zugeben muss,
dass hier auch EQ usw nicht mehr aktiv war. Denke aber auch, dass ich es
so bemerken würde, aber kann hier natürlich schlecht einen "Blindtest"
durchführen, außer ich frag ' mal wen, der dass dann bedient.
>> Klingt logisch, denn beim Autofahren breitet sich Schall gewöhnlich von>> hinten schneller aus als von vorne, daher würde man hier das Ergebnis>> verschlechtern..> Welche physikalische Grundlage kann dafür hergenommen werden?
Sorry, hatte gehofft, dass die Ironie zu erkennen ist. Das war an
Alexander Schmidts wahnsinnig geistreiches Statement "Nö" gerichtet.
>> Komisch nur, dass sich so etwas bei verschiedenen DSP-Systemen>> einstellen lässt, z.B. auch bei ab Werk verbauten;> Komisch, dass eine solche Einstellung/Umschaltung nötig ist, wenn ein> Fahrzeug dieser Klasse heutzutage doch erkennt, welche Sitze belegt> sind...
Ich denke mal, dass man hier auch die manuelle Einstellung haben möchte,
um das a) zu testen und b) bestimmte Personen zu "bevorteilen".
Eventuell möchte der Passagier hinten den Klang auf sich angepasst
haben, vll traut man es (wie du oben geschrieben hast) dem Beifahrer
nicht zu, den Unterschied zu erkennen. Wobei sich wohl die wenigsten
darum Gedanken machen werden, die in einem solchen Auto sitzen (vermute
ich jetzt mal ;))
Aber irgendwie sind wir hier wieder abgeschweift......
Scheinbar kann niemand die Frage zielfuehrend beantworten.
Schade
Haette es gerne auch gewusst...
Gruss
Michael
MaWin schrieb:> Richtig.>> Denn die vorderen Leute sitzen mit den Köpfen ziemlich in der Mitte des> Fahrgastraums, in genau gleichem Abstand von den vorderen und den> hinteren Lautsprechern. Schlisslich sind die meisten Autohersteller auch> nicht total doof.>> Da braucht man so was also schon mal nicht.
Nunja.. Wenn nur einer drin sitzt sind es zwischen rechts/ links schon
'mal ordentliche Unterschiede. Je nachdem, ob noch Subs oder
Lautsprecher in der Hutablage verbaut sind, macht es noch mal
Unterschiede, dazu kommen noch die Unterschiede der Lautsprecher
(Hoch+Tief) zueinander, sofern man diese Voll-aktiv ansteuert.
Siehe z.B.
http://i.auto-bild.de/ir_img/70913529_af0b28633a.jpg
Quelle:
http://www.autobild.de/mmg/mm_bildergalerie_1016390.html?bid=606868&m=AUDI%2C+&e=naias%3Bstartseite&i=AUB-MESSE-03
Übrigens gibt's das nicht nur bei Autos, auch bei anderen (z.B.
Zweiwegboxen mit aktiver Ansteuerung) wird so etwas eingesetzt -> und
hier erscheinen die Abstände im Vergleich zum Autoinnenraum wirklich
minimal im Vergleich zu der Entfernung. Bringt aber (auch messtechnisch
nachweisbar) einiges.
Michael Roek-ramirez schrieb:> Schade>> Haette es gerne auch gewusst...
Richtug und sorry, was mich angeht. Wollte eigentlich nicht groß
ausschweifen, aber so bleibt der Fred wenigstens auf der ersten Seite
Michael Roek-ramirez schrieb:> Scheinbar kann niemand die Frage zielfuehrend beantworten.
Die Frage nach den Allpässen kann offenbar keiner beantworten (wobei ich
die Einstellmöglichkeiten hart zusammengelöteter Filter auch als sehr
eingeschränkt empfinde).
Die Aufgabe dahinter war:
> Ich möchte nur mal ausprobieren, wie es sich mit einer> LZK anhört, ob man da viel Unterschied hört.
Zum Ausprobieren finde ich meinen Vorschlag mit dem Hallgerät (das
üblicherweise auch ein Delay enthält) nicht so abwegig. Sonst wäre da
ein ADC, ein uC mit ein paar Byte Speicher und ein anschliessender DAC
nicht abwegig...
BTW: Martin... Jochen... Hmmm...
Hat Jochen jetzt Martins Thread gekapert?
EDIT:
> aber so bleibt der Fred wenigstens auf der ersten Seite
Hier bleiben alle Freds auf der ersten Seite... ;-)
Was ich verstanden habe:
16 Eingänge die Impulsen unterschiedlicher Länge annehmen
1 Ausgang Piezolautsprecher
- die Impulse werden auf 500 ms verlängert/verkürzt
- getriggert wird auf die steigende Flanke
- jedem Eingang wird eine Frequenz zwischen 200 & 2000 Hz zugeordnet
- die max. 16 Frequenzen werden addiert und ausgegeben
- die einzelnen Frequenzen können abklinken (optional)
ATMega8 / ATMega16
Ein Allpassfilter über den gesamten Frequenzbereich braucht jede Menge
Stufen, sonst hat es nur uninteressant kurze Verzögerungszeiten - damit
kriegst Dus kaum hin, dass der Sub von hinten und der Kick vorne sich
optimal ergänzen, sondern spielst nur mit Phasenanpassungen bei der
Übergangsfrequenz...
Gruß
> Nunja.. Wenn nur einer drin sitzt
Mann Mann Mann, und wenn es ein Boot ist oder ein Flugzeug
ist es auch anders. Wenn du meinst, nur unter Veränderung
der Aufgabenstellung noch was beitragen zu können, dann laß
es doch einfach.
Es wurde gerade vorher festgestellt, daß das nur was taugt so
lange man nur eine drinsitzende Person betrachtet. Das tust
du nun. Heldenhaft.
Lothar Miller schrieb:> Extrem... :-o
genau.
> Aber ich finde die Begeisterungsfähigkeit der Amerikaner immer> beeindruckend:
In diesem Fall sinds Australier.
fchk
laut dem PDF (was übrigens wesentlich komplizierter auschschaut, als das
eröffnungspost vermüten ließ)
kann man ja nur in eine Richtung "verschieben" (also von vorne nach
hinten)
und nicht links/rechts...
sollte das überhaupt "hörbar" besser werden (trotz Umgebungslärm,
reflektierender und absorbierender Autoeinrichtung usw. )
dann wäre das ja immer noch nicht ideal (weil man eben zum Fahrer hin,
ja etwas nach links müsste...)
Robert L. schrieb:> kann man ja nur in eine Richtung "verschieben" (also von vorne nach> hinten)
Jeder Kanal der Anlage muß entsprechend der Laufzeit verschoben werden.
Nur der entfernteste braucht keine Verzögerung, von dort braucht der
Schall sowieso schon am längsten...
Jochen schrieb:> U.R. Schmitt schrieb:>> Bei Deinen Aussagen komme ich nicht umhin anzunehmen, daß für dich das>> Fahren Nebensache, und die Musik Hauptsache im Auto ist.> ... es geht hier um einen Aspekt, es war keine Diskussion über wichtige> Dinge beim Autofahren. Sicher ist das "Fahren" an sich das wichtigste,> trotzdem möchte ich nicht auf eine (gute) Klimaanlage, bequeme Sitze,> guten Klang, etc verzichten. Dennoch würde mir wohl keiner unterstellen,> dass ich nur wegen der Klimaanlage in meinem Auto sitze.>> Bleibt nur zu hoffen, daß dadurch keine Unbeteiligten Schaden nehmen.> Wie gesagt, wenn für dich das Fahren an sich das wichtigste ist, nimm> ein Fahrrad, es geht Dir doch hoffentlich nicht um Geschwindigkeit,> Fahrgastzelle, Komfort, etc? Schließlich kannst du auch mit dem Rad> "fahren".
Na ja Jochen, Du hast zumindest nachgewiesen, daß du überhaupt nicht
verstanden auf was ich rauswill.
Beim Fahren ist das Fahren deshalb das wichtigste, weil sich der Fahrer
eben aufs FAHREN konzentrieren sollte, ansonsten hat sichs ganz schnell
ausgefahren. Blöd nur wenn dann ein Unbeteiligter zu Schaden kommt.
Leider ist das einer ganz großen Teilmenge von Autofahrern nicht
bewusst, und diejenigen die sich mit 1000W plus und den ganzen
sinnfreien Gimmicks das Geld aus der Tasche ziehen lassen gehören
meistens zu dieser Teilmenge.
Aber eine weitere Diskussion dürfte genauso sinnlos sein wie mit Zeugen
Jehovas.
Lothar Miller schrieb:> Jeder Kanal der Anlage muß entsprechend der Laufzeit verschoben werden.
das meinte ich ja, er musst das ganze min. 3 mal bauen
da wäre ein Radio dass das kann (z.b.
http://www.pioneer.eu/de/products/25/121/61/DEH-P88RS-II/index.html)
wohl wesentlich einfacher..
(Automatische) Laufzeitkorrektur : Mit dem Feature Time Alignment
(Laufzeitkorrektur) kann man das Timing der Lautsprechersignale im
Innern des Fahrzeugs für jeden einzelnen Lautsprecher in
2-Millisekunden-Schritten justieren, so dass die Signale aus allen
Lautsprechern gleichzeitig ans Ohr gelangen. Die automatische
Laufzeitkorrektur berechnet automatisch die Verzögerung jedes
Lautsprechers zur Hörposition und korrigiert die Laufzeit entsprechend.
>Beim Fahren ist das Fahren deshalb das wichtigste, weil sich der Fahrer>eben aufs FAHREN konzentrieren sollte,
in dem (theoretischen) Fall, dass einem ohne diese "Verschiebung" der
sound "extrem stört", und man DESHALB vom Autofahren abgelenkt ist...
;-)
@Frank K.: Danke für den Link, genau das hatte ich gesucht.
@ Robert L.: Das Radio hatte ich auch schon gesehen, jedoch hat dieses
nur ein CD Laufwerk, kein USB Anschluss. Und es kostet :)
Gruß, Martin
Robert L. schrieb:> 2-Millisekunden-Schritten justieren
Korrigiert mich bitte falls ich falsch liege, aber 2 ms Schritte
bedeutet doch:
Der Schall hat eine Ausbreitungsgeschwindigkeit von ca. 300m/s. Das
heisst in 2 ms = 0,002s legt er eine Strecke von 300 * 0,002 = 0,6m
zurück.
Das heisst ich kann die unterschiedliche Lautsprecherentfernung in
Schritten von 0,6m einstellen?????
Oder anders herum: ein 1KHz Ton hat bei 300 m/s eine Wellenlänge von 0,3
m. Das heisst ich kann die Entfernung bei 1 KHz nur in Abständen von
vollen 2 Wellenlängen einstellen?
Bei einer halben Wellenlänge habe ich schon den maximalen Unterschied
zwischen Verstärkung oder Auslöschung!
Also entweder sind 2 Mikrosekunden statt Millisekunden gemeint, oder ich
habe hier einen maximalen Denkfehler oder das gehört vollkommen in die
Ecke Kupferfreie-Sauerstoffhohlleiter!
Gruß
Millisekunden sind schon richtig. Aber eigentlich dient die Verzögerung
dazu, den Lautsprecherabstand künstlich zu vergrößern. Und nicht um den
Schall zum gleichen Zeitpunkt auf den Hörer einprasseln zu lassen.
mhh schrieb:> Millisekunden sind schon richtig. Aber eigentlich dient die Verzögerung> dazu, den Lautsprecherabstand künstlich zu vergrößern. Und nicht um den> Schall zum gleichen Zeitpunkt auf den Hörer einprasseln zu lassen.
Wozu ist der virtuell größere Lautsprecherabstand gut, wenn nicht für
die Angleichung der Laufzeiten zum Hörer? Mir fällt da nichts ein.
@mhh
1. satz bitte erklären..
vorallem in Zusammenhang mit:
2. satz: siehe " so dass die Signale aus allen
Lautsprechern gleichzeitig ans Ohr gelangen."
> Aber eigentlich dient die Verzögerung> dazu, den Lautsprecherabstand künstlich zu vergrößern
Dann hör ich Radio über eine Satellitenverbindung mit Sekunden
Verzögerung und es hört sich an wie ein riesengrosser Saal als Zimmer ?
Du siehst, daß an deiner Schlussfolgerung was flashc ist.
Auto ist klein, Lautsprecher eng beieinander. Also soll "Raumgefühl"
erzeugt werden.
siehe den schon aufgeführten Link:
http://www.pioneer.eu/de/products/25/121/61/DEH-P88RS-II/index.htmlMaWin schrieb:> Dann hör ich Radio über eine Satellitenverbindung mit Sekunden> Verzögerung und es hört sich an wie ein riesengrosser Saal als Zimmer ?> Du siehst, daß an deiner Schlussfolgerung was flashc ist.
Wenn Du den Originalschall von vorn bekommst, ja. :)
Robert L. schrieb:> in dem (theoretischen) Fall, dass einem ohne diese "Verschiebung" der> sound "extrem stört"
Dann dürftest Du auf kein Konzert gehen, denn dort hast Du zum einen
mehr als 2 Lautsprecher und ausserdem wirst Du nicht immer genau in der
Mitte stehen oder sitzen können.
Der Logik nach würde das aber bedeuten, für mindestens 80% der Zuhörer
in einem Konzert wäre das Hörerlebnis so schlimm daß es weh tut :-))
Übrigens reicht aus diesem Grunde auch die weiter oben berechnete
Stufung von 0,6 Meter. Weil es eben um virtuelle Vergrößerung, und nicht
um die Anpassung Schallquelle zum Fahrer geht.
auf ein Konzert geht man ja nicht wegen der Musik ;-)
@mhh
das ist ein "technisches" Forum,
technisch "Begründungen" wäre fein, und nicht Werbegefasel..
(was stellt du ein? jeden Lautsprecher 1,2 meter weiter weg ? in dem du
alle 4 ms verzögerst ;-)
>Bei einer halben Wellenlänge habe ich schon den maximalen Unterschied>zwischen Verstärkung oder Auslöschung!
Ja, genau das hast du in jedem Auto, wenn der Schall aus mehreren
Lautsprechern kommt und 100fach an den Scheiben reflektiert wird.
Kammfiltereffekt pur eben, der typische muffige Autosound.
Das mit der Laufzeitkorrektur macht man bei Beschallungen von langen
Räumen, wenn man mit zusätzlichen Lautsprechern die von der Bühne weiter
entfernteren Bereiche füllen möchte. Alles was länger als 20msec
braucht, also mehr als rund 7m entfernt ist, wird dann nämlich als
störendes Echo wahrgenommen. Also verzögert man den Schall für die
Fülllautsprecher um genau die Zeit, die der Schall von der Bühne bis zu
den Fülllautsprechern zurücklegen muß.
Die Fülllautsprecher dürfen aber nur den weiter entfernteren Bereich
beschallen. Dazu werden relativ stark bündelnde PA-Lautsprecher
eingesetzt, die man zusätzlich direkt auf die Menge richtet, damit sich
der Schall dort totlaufen kann.
Im Auto hast du das aber nicht. Hier bekommt jeder den Schall aus allen
Lautsprechern, zusätzlich noch 100fach an den Scheiben reflektiert.
Durch die vermeindliche "Laufzeitkorrektur" ändert sich der
Schalleindruck tatsächlich. Man gibt dem Schall wie mit einem Hallgerät
eine zusätzliche räumliche Tiefe, wobei der Abhörraum des Autos größer
erscheint. Das kann ja ganz nett klingen, aber gehört zur Gruppe der
Klangeffekte. Korrigiert wird da garnichts, sondern einfach nur der
Klang manipuliert. Wem das gefällt, bitte schön.
Nur gut, daß unser Gehör so verdammt gutmütig ist und wirklich fast
jeden Scheiß verzeiht...
Kai Klaas
Robert L. schrieb:> (was stellt du ein? jeden Lautsprecher 1,2 meter weiter weg ? in dem du> alle 4 ms verzögerst ;-)
Eher Wohnzimmergröße. Verzögerung für Vergrößerung vorn/ hinten. Über
Basisbreitensteuerung den Abstand links/ rechts.
Kai Klaas schrieb:> Durch die vermeindliche "Laufzeitkorrektur" ändert sich der> Schalleindruck tatsächlich. Man gibt dem Schall wie mit einem Hallgerät> eine zusätzliche räumliche Tiefe, wobei der Abhörraum des Autos größer> erscheint. Das kann ja ganz nett klingen, aber gehört zur Gruppe der> Klangeffekte. Korrigiert wird da garnichts, sondern einfach nur der> Klang manipuliert. Wem das gefällt, bitte schön.>> Nur gut, daß unser Gehör so verdammt gutmütig ist und wirklich fast> jeden Scheiß verzeiht...
Jepp, genau das meine ich ja. Die Absicht des TE die Laufzeitdifferenz
der beiden Kanäle (bzw. eigentlich müsste er das für alle 8 (12, 16?)
Lautsprecher einzeln machen) auszugleichen und damit eine deutliche
'Verbesserung' zu erzielen bringt nichts oder nichts objektiv besseres.
MaWin schrieb:> Mann Mann Mann, und wenn es ein Boot ist oder ein Flugzeug> ist es auch anders. Wenn du meinst, nur unter Veränderung> der Aufgabenstellung noch was beitragen zu können, dann laß> es doch einfach.
Ich gehe vom Normalfall aus.
> Es wurde gerade vorher festgestellt,
Ich kann auch Feststellungen über deine Intelligenz anstellen. Nimmst du
die dann als Tatsache?
> daß das nur was taugt so> lange man nur eine drinsitzende Person betrachtet. Das tust> du nun. Heldenhaft.
Nein, ich habe auch erklärt, wie es sich mit mehreren Personen verhält.
Aber lesen scheint keine deiner Stärken zu sein..
U.R. Schmitt schrieb:> Beim Fahren ist das Fahren deshalb das wichtigste, weil sich der Fahrer> eben aufs FAHREN konzentrieren sollte, ansonsten hat sichs ganz schnell> ausgefahren.
Da Stimme ich Dir zu. Aber was ändert Komfort daran? Muss man sich Nägel
in den Sitz bauen, um noch konzentriertet zu sein? Ich dachte, ich hätte
es oben genug erklärt. Mir geht es nicht darum, dass die Musik das
wichtigste beim Fahren ist, aber gut-klingend ist sie mehr als angenehm
;)
Genauso wie anderer "Schnickschnack", verschiedene Radiosender (ein
Nachrichtenfunk reicht wohl?) etc.
> Blöd nur wenn dann ein Unbeteiligter zu Schaden kommt.> Leider ist das einer ganz großen Teilmenge von Autofahrern nicht> bewusst, und diejenigen die sich mit 1000W plus
Mir war nicht bewusst, dass guter Klang 1000W braucht, oder dass solche
Leistungen für eine funktionierende LZK von Nöten sind. Wobei sich
vermutlich die meisten, die mit so viel "Leistung" (ob PMPO oder echte)
darüber wohl auch keine Gedanken machen, bzw der einzige Kritikpunkt
"laut" ist. Aber das ist ein anderes Thema...
> und den ganzen sinnfreien Gimmicks da,s Geld aus der Tasche ziehen lassen >
gehören meistens zu dieser Teilmenge.
Ich denke mal jedem sind andere Dinge wichtig und das entsprechende Geld
wert. Es gibt Leute, denen el. Fensterheber Zentralveriegelung, etc
unwichtig sind. Trotzdem sollte man nicht alles, was man selber nicht
"braucht" gleich verpöhnen ohne sich mal damit befasst zu haben.
>>> LZK == Laufzeitkorrektur, kommt ausm Car-Hifi Bereich> Aber eigentlich dient die Verzögerung> dazu, den Lautsprecherabstand künstlich zu vergrößern.
LZK heißt also an sich nicht Laufzeitkorrektur, sondern (auf gut
deutsch) eher Laufzeitkontrolle. Denn da wird ja nichts (Fehlerhaftes)
korrigiert, sondern durch gezieltes Eingreifen (=Kontrolle) ein
Pseudo-Klangerlebnis geschaffen. Korrektur heißt für mich aber
eigentlich, dass in meinem Auto (das eine solche LZK nicht hat) der
Klang irgendwie korrekturbedürftig wäre... :-o
Lothar Miller schrieb:>>>> LZK == Laufzeitkorrektur, kommt ausm Car-Hifi Bereich>> Aber eigentlich dient die Verzögerung>> dazu, den Lautsprecherabstand künstlich zu vergrößern.> LZK heißt also an sich nicht Laufzeitkorrektur, sondern (auf gut> deutsch) eher Laufzeitkontrolle.
Du kannst es nennen wie du willst, wir leben in einem freien Land. Du
kannst auch so viele Wiederstände verbauen wie du willst. Wenn du aber
beispielsweise einen DSP/ Radio kaufen willst, der das bietet und nach
"Laufzeitkontrolle" fragst, brauchst du dich nicht wundern, wenn die
Frage "Meinten Sie Laufzeitkorrektur?" zurückkommt. Das ist nun mal der
Begriff, den du in Büchern, auf Wikipedia und in den
Bedienungsanleitungen der Radios finden wirst. z.B.:
Wiki: Laufzeitverzögerung -> "die Verzögerung von Schallsignalen zum
Zweck der Laufzeitkorrektur"
> Denn da wird ja nichts (Fehlerhaftes)> korrigiert, sondern durch gezieltes Eingreifen (=Kontrolle)
Du sitzt direkt neben einem Lautsprecher, der andere ist über 'nen Meter
entfernt. Nein, da fällt nichts auf, was man korrigieren könnte.
> ein Pseudo-Klangerlebnis geschaffen.
Das sagst du natürlich, weil du Hörversuche gemacht hast und keinen
Unterschied bemerkt hast? Oder nur pauschal "ich hab' mich damit noch
nicht befasst, nie probiert, is' also Unfug". Was der Bauer nicht
kennt..
>Du sitzt direkt neben einem Lautsprecher, der andere ist über 'nen Meter>entfernt. Nein, da fällt nichts auf, was man korrigieren könnte.
d.h. wenn ich mich heute ins auto setzte (mal im stehenden auto), und
meinen kopf um 30 cm nach rechts bewege, müsste sich das (deutlich)
ändern??
auf was soll ich achten ? auch bei den nachrichten , oder nur bei musik
;-)
wenn nicht, hab ich glück gehabt, bin nicht so audiophil wie du, und mal
wieder viel geld und zeit gespart. ;-)
Robert L. schrieb:> d.h. wenn ich mich heute ins auto setzte (mal im stehenden auto), und> meinen kopf um 30 cm nach rechts bewege, müsste sich das (deutlich)> ändern??> wenn nicht, hab ich glück gehabt, bin nicht so audiophil wie du, und mal> wieder viel geld und zeit gespart. ;-)
Gut, im Auto habe ich auch besseres zu tun. Aber wenn du dich
konzentrierst, solltest du das wahrnehmen. Zumindest zuhause leicht
nachzuvollziehen.
So nach der ganzen Argumentationskette hier, wäre Mono mit nur einem
Lautsprecher fast das Optimum.
Abdul K. schrieb:> So nach der ganzen Argumentationskette hier, wäre Mono mit nur einem> Lautsprecher fast das Optimum.
Nicht "wäre", sondern "ist". :D
>Nicht "wäre", sondern "ist".
Nein, das ist natürlich unsinnig. Der Stereoeffekt ist ja auch im Auto
ganz sinnvoll, auch wenn er oft nicht so optimal rüber kommt, wie bei
einer Hifi-Anlage im Wohnzimmer und man auch nie wirklich (Egoisten
ausgenommen...) in der Stereomitte sitzt.
Kai Klaas
Auf jeden fall krieg ich es mit, dass der bass im Kofferraum etwas
hinterherhinkt. Und das sind ja nun wirklich 3 Meter oder so. Man müsste
das Frontsystem im gesamten verzögern, und dann noch links etwas.
Martin schrieb:> Auf jeden fall krieg ich es mit, dass der bass im Kofferraum etwas> hinterherhinkt.
Nur beim beschleunigen oder generell? Da würde nämlich bremsen im
Basstakt helfen.
Du solltest die anderen Lautsprecher im Vollweg betreiben und den
Bass-LS nur als Unterstützung. Dann würde das ohne Probleme laufen.
Und wenn Du dann immer noch eine Verzögerung bemerkst, müssen Dich die
normalen Umweltgeräuche ja vollkommen irre machen bei Deinem Gehör.
>Auf jeden fall krieg ich es mit, dass der bass im Kofferraum etwas>hinterherhinkt. Und das sind ja nun wirklich 3 Meter oder so.
Wie willst du denn das hören? Am Kickbaß? Der eigentliche Kick besteht
ja gerade aus höheren Frequenzen, die nicht vom Tieftöner abgestrahlt
werden. Wieviele Perioden braucht das Gehör, um einen Ton als solchen
wahrzunehmen? Nur zur Erinnerung, die Wellenlänge eines 80Hz Tons
beträgt gute 4m.
Ich glaube nicht, daß man eine Verzögerung von tiefen Frequenzen in
diesem Entfernungsbereich überhaupt hören kann, sofern man überhaupt von
einer Verzögerung sprechen kann. 10...20msec Verzögerung ist das, was
man im empfindlichsten Frequenzbereich gerade wahrnehmen kann. Bei einem
2kHz Ton sind das über 20 volle Perioden...
Kai Klaas
Kai Klaas schrieb:> Ich glaube nicht, daß man eine Verzögerung von tiefen Frequenzen in> diesem Entfernungsbereich überhaupt hören kann, sofern man überhaupt von> einer Verzögerung sprechen kann.
Eben, daraus resultiert ja das 2.1, 4.1, 5.1, ... Verfahren. Verzögerung
ist überhaupt nicht zu bemerken und Richtung durch die tiefen Frequenzen
auch nicht sonderlich. Wenn doch die Richtung ortbar ist, liegt die
Trennfrequenz zu hoch.
Richtig, um ganze 1,8% bei 10 Grad Temperaturänderung (von 20°) und
enorme o,o4% bei 10% Luftfeuchtigkeitsänderung (von 50%). Nachdem sich
die Feuchtigkeit und Temperatur im Auto ständig enorm ändert, muss man
einen eingestellten Wert wohl vor jeder Fahrt anpassen.
Hockt euch mit einem Bass im Kofferraum, Kickbässen in den Türen und nem
einstellbaren DSP mal ins Auto und verstellt die Verzögerungszeiten -
der einzige Bereich wo Phasenverzögerung auffällt IST der Bass, sonst
merkt man falsche Phase nur wenn es dadurch zu Auslöschung bei 2 Quellen
kommt oder künstlich generierte Spezialsignale abgehört werden.
Etrick schrieb:> der einzige Bereich wo Phasenverzögerung auffällt IST der Bass,
Nieder mit Dolby Digital 5.1! Alles Blendwerk!
Vote für Basslautsprecher unterm Fahrersitz!
Nieder mit der Phasenverschiebubng!
Etrick schrieb:> Hockt euch mit einem Bass im Kofferraum, Kickbässen in den Türen und nem> einstellbaren DSP mal ins Auto und verstellt die Verzögerungszeiten -> der einzige Bereich wo Phasenverzögerung auffällt IST der Bass
In welchem Bereich verstellst du da die Verzögerung?
Etrick schrieb:> Hockt euch mit einem Bass im Kofferraum, Kickbässen in den Türen und nem> einstellbaren DSP mal ins Auto und verstellt die Verzögerungszeiten -> der einzige Bereich wo Phasenverzögerung auffällt IST der Bass, sonst> merkt man falsche Phase nur wenn es dadurch zu Auslöschung bei 2 Quellen> kommt oder künstlich generierte Spezialsignale abgehört werden.
Nein. Das Gehör ist, was dass angeht, sehr genau. Lies Dir mal durch wie
räumliches Hören funktioniert;
http://www.musikerwiki.de/index.php/Lokalisation
Wenn man ausprobieren will, wie ausgeprägt das Ganze funktioniert,
empfehle ich die Suche nach "Virtual barber shop", bitte mit Kopfhörern
probieren. Gibt einen guten Eindruck, wozu das menschliche Gehör fähig
ist.
Erzürnter schrieb:> Nieder mit Dolby Digital 5.1! Alles Blendwerk!> Vote für Basslautsprecher unterm Fahrersitz!> Nieder mit der Phasenverschiebubng!
Dir ist aber schon klar, dass 5.1 (usw) eine LZK genauso wenig aus- wie
einschließt? So wie auch bei KFZ-Lautsprechern..
Wenn Du Dir heute einen besseren Receiver kaufst, bietet der auch eine
LZK. Ebenso wie so etwas z.B. im IMAX, etc eingesetzt wird.
Robert L. schrieb:> wie geht das ?>> immerhin sitzt man da gleich mal 5 Meter weg vom Zentrum?
Die Hörposition ist sicher nicht überall optimal, aber "etwas"
Verbesserung bringt es sicherlich. Ansonsten ist die Sitzposition kaum
optimal. Der, der an der Seite sitzt, wird natürlich ein weniger gutes
Erlebnis haben (was Bild und Ton angeht), als derjenige, der in der
Mitte sitzt.
Jochen schrieb:> Erzürnter schrieb:>> Nieder mit Dolby Digital 5.1! Alles Blendwerk!>> Vote für Basslautsprecher unterm Fahrersitz!>> Nieder mit der Phasenverschiebubng!>> Dir ist aber schon klar, dass 5.1 (usw) eine LZK genauso wenig aus- wie> einschließt? So wie auch bei KFZ-Lautsprechern..http://de.wikipedia.org/wiki/Sarkasmus
Jedwede Einflussnahmen auf das Signal bringen Verfälschungen, welche
dann natürlich hörbar sind wenn man an den Einstellungen rumspielt und
was falsch einstellt. Das ist Kunstklang woran du dich ergötzt. Also
lasse es sein, andere zu bekehren. Wenn der Bass unterhalb der richtig
eingestellten Trennfrequenz angesteuert wird, bemerkst du eine Änderung
des Standortes von selbigem nicht.
Erzürnter schrieb:> Jochen schrieb:>> Erzürnter schrieb:>>> Nieder mit Dolby Digital 5.1! Alles Blendwerk!>>> Vote für Basslautsprecher unterm Fahrersitz!>>> Nieder mit der Phasenverschiebubng!>>>> Dir ist aber schon klar, dass 5.1 (usw) eine LZK genauso wenig aus- wie>> einschließt? So wie auch bei KFZ-Lautsprechern..>> http://de.wikipedia.org/wiki/Sarkasmus
Ich habe verstanden, dass dies sarkastisch gemeint war. Dennoch schien
dein Post in die Richtung zu gehen "dann würde 5.1 nicht
funktionieren...". Daher das, was ich geschrieben habe.
> Jedwede Einflussnahmen auf das Signal bringen Verfälschungen, welche> dann natürlich hörbar sind wenn man an den Einstellungen rumspielt und> was falsch einstellt.
Die Option, dass man etwas richtig einstellt gibt es also nicht? Wobei
ich das Ganze bei mir persönlich auch nicht selbst eingestellt habe,
sondern die automatische Einstellfunktion genutzt habe. Da kann man dann
(leider) nicht mehr viel selbst einstellen..
> Das ist Kunstklang woran du dich ergötzt.
Worin liegt das Problem, das System an die gegebenen Umstände
anzupassen? Auf der CD ist die Musik so, wie sie aufgenommen ist - so
wie sie sein soll. Wenn nun der Lautsprecher bei bestimmten Frequenzen
lauter oder leiser ist, kann man das korrigieren, da das Signal durch
den Frequenzgang bereits verfälscht wird. Ebenso sieht es mit den
Abständen aus, die ich "virtuell" ändere. Es ist also eine Annäherung an
den Optimalzustand, somit eine Korrektur und keine Verfälschung (richtig
eingestellt).
> lasse es sein, andere zu bekehren.
Ich bekehre niemanden. Soll jeder machen was er will - und die anderen
das machen lassen, was sie wollen, anstatt (ohne Ahnung) rumzumeckern.
Das war von Anfang an mein Standpunkt.
> Wenn der Bass unterhalb der richtig> eingestellten Trennfrequenz angesteuert wird, bemerkst du eine Änderung> des Standortes von selbigem nicht.
Lies noch mal nach, worum es mir ging. Ich habe nicht nur vom Bass
gesprochen - und beim Bass auch nicht von der räumlichen Wahrnehmung.
Wenn ich den eigentlichen Wunsch des TE richtig verstehe, geht es um die
Optimierung der Musik-/Schallwiedergabe im Auto.
Ich finde die Diskussion hat sich doch erheblich unter die Gürtellinie
verschoben und ist in einen kleinen verbalen Stellungskrieg ausgeartet.
Aus der technischen Sicht trage ich gerne dazu bei, ob die Vorschläge
"Sinnvoll" und ein hörbar besseres Klangerlebnis bringen mag jeder
selbst entscheiden.
Bei einer idealen Stereo Klangreproduktion benötigt man einen
symmetrischen Aufbau mit zwei den Klang nicht verfärbenden
Signalquellen. Bezogen auf die Situation im Auto lassen sich damit
einige Schlüsse ziehen:
1. Der Abstand der Lautsprecher zur Abhörposition ist in aller Regel
nicht symmetrisch. Für den Fahrer im Rechtsverkehr ist der Abstand zum
linken Lautsprecher kleiner als zum rechten.
1a. Damit ist die Signallaufzeit unterschiedlich.
1b. Der Schalldruckpegel (nach dem Abstandsgesetz) des rechten
Lautsprechers kleiner als der des linken.
1c. Die Übertragungsfunktion (Frequenzgang) aufgrund unterschiedlicher
Richtcharakteristiken der Lautsprecher völlig verschieden.
2. Alle nicht bedämmten Teile im Auto können bei entsprechender
akustischen Anregung mit vibrieren und erheblichen "Klirr" erzeugen.
3. Das Umgebungsgeräusch des Verkehrs führt zu einer nicht unerheblichen
"Maskierung" von Klanginhalten die eine Mindestlautstärke nicht
überschreiten. -> die Verdeckung wird z.B. beim MP3 Verfahren genutzt.
4. Alle schallharten Flächen (Glasscheiben) führen zu nahezu
verlustfreier Reflektionen und zu dem oben beschriebenem Kammeffekt.
Was also tun, um den Klang zu verbessern?
Eine reine Laufzeitkompensation hilft nicht die Pegeldifferenz und vor
allen Dingen die unterschiedlichen Abstrahlcharakteristiken
auszugleichen.
Es wäre ein Schritt in die richtige Richtung aber leider nur ein
kleiner.
Besser wäre schon im Bereich der Mittelkonsole einen weiteren Satz
Lautsprecher zu installieren (wenn denn da Platz wäre).
(z.B. die Bose Akustimass haben ganz kompakte Mittel-Hochton Einheiten.
Davon je eine links, mittig und rechts installiert würde sowohl für
Fahrer als auch Beifahrer jeweils ein relativ sauberes Stereodreieck
erzeugen. Wo Du die Lautsprecher allerdings befestigen kannst wäre dein
Problem :) )
Den besten Klang wirst Du vermutlich mit Kopfhörern erzielen. Oder
vielleicht kannst Du an deiner Kopfstütze links und rechts jeweils einen
kleinen Lautsprecher installieren (wenn da nicht der Seitenairbag heraus
kommt).
Alle weiteren Lösungen werden in einer Materialschlacht enden. Dann
benötigst Du ein mehrkanaliges DSP-System, musst die
Übertragungsfunktionen aller Lautsprecher zu deiner Wunschposition
ausmessen und kompensieren (FIR-Filter). Allein die Messung so
anzupassen, dass die Kammfiltereffekte rausfallen ist eine mühselige
Angelegenheit. Mal abgesehen davon dass solche Systeme einen Haufen Geld
kosten.
Naja. Im Allgemeinen ist die Karre bis zur Vollendung dann schon
weggerostet bzw. der Wert der Stereoanlage übersteigt den Autowert um
ein Vielfaches ;-)
@Michael; gut erklärt!
Ich denke, dass Martin sicher auch eine Pegelanpassung vornehmen will.
Ich würde sagen, dass das zusammen mit der LZK schon mal einiges bringt.
Sicher gibt es noch vieles, was man mehr machen kann, aber man muss
immer den richtigen Kompromiss zwischen Ästhetik/ Preis/ Soundqualität
für sich finden. Lautsprecher nachträglich in die Mitte zu setzten, wird
hier sicher für viele rausfallen, aber wie gesagt, ich denke, dass man
mit Pegelanpassung+LZK und ggf. einem EQ schon einiges ausbügeln kann.
Wem das Ganze mehr wert ist wird wohl gleich einen größeren DSP
einsetzen (ein Radio welches einen DSP mit FIR Filter, LZK, etc mit
autom. Einmessung mitbringt ist für ca. 500€ +200€ für die Messbox zu
haben). Wobei man sich natürlich bewusst sein muss, dass man einen
"perfekten" Klang nie erreichen wird.