Moin!
wir haben bei unserem ISP-Provider einen Volumentarif, für den uns
monatlich ein Vielfaches des Traffics berechnet wird, den ich pi mal
Daumen überschlagen habe. Deshalb möchte ich mit einem Tool wie Nagios
aufzeichnen, wieviel Traffic tatsächlich anfällt.
Folgendes Problem: Der Traffic innerhalb unseres Heimnetzwerks (ca. 500
GB/Monat) soll nicht mitgezählt werden, sondern nur der externe Traffic
(10-100 GB/Monat). Unsere 4 Rechner verbinden sich über den Router
unserer WG mit dem ISP-Provider. Der Router wurde von einem ehemaligen
Mitbewohner aufgesetzt, der keine Zugangsdaten zum Router herausrückt
und sich jede Hilfe teuer bezahlen lässt, so dass wir am Router faktisch
nichts ändern können.
Gibt es ein Tool, das wir auf jedem unserer 4 Rechner (aber nicht auf
dem Router) installieren können, um den Traffic zu protokollieren, wobei
Traffic ins Netzwerk 192.168.*.* ausgenommen wird?
Danke
Thomas
Thomas schrieb:> Der Router wurde von einem ehemaligen Mitbewohner aufgesetzt,> der keine Zugangsdaten zum Router herausrückt und sich jede> Hilfe teuer bezahlen lässt, so dass wir am Router faktisch> nichts ändern können.
Router rausschmeißen, durch anderen ersetzen. Eine einfache
Trafficprotokollierung macht schon eine Fritzbox.
Was Ihr dafür natürlich braucht, sind die Zugangsdaten Eures ISP, aber
ich will nicht annehmen, daß die auch nur dem ehemaligen Mitbewohner
bekannt sind.
Ehm, Router zurücksetzen. Fritzbox per Browser und Fritzboxadresse (IP)
oder bei den meisten Anderen per Knöppke am Router. Fertisch ist die
Laube. Nur noch die ISP-Daten neu eingeben.
Programme wären z.B. der T-DSL Manager (Freeware) oder Trafficmonitor
(30 Tage Testversion). Beide arbeiten in der Regel so das nur der
Traffic außerhalb des Netzwerkes aufgezeichnet wird.
Danke für die sicherlich gutgemeinten Antworten.
Die Frage ist aber:
>Gibt es ein Tool, das wir auf jedem unserer 4 Rechner (aber nicht auf>dem Router) installieren können, um den Traffic zu protokollieren, wobei>Traffic ins Netzwerk 192.168.*.* ausgenommen wird?
Dabei geht es nicht um T-DSL, und im übrigen benötigen wir eine Lösung,
die für Mac OS X, Windows und Linux verfügbar ist. Könnten wir den
Router auswechseln, hätten wir es sicher schon getan, und ich würde hier
nicht fragen.
Bei Antworten wie "Programme wären z.B. ... oder Trafficmonitor" bitte
einen Link angeben, denn dass ich einen Trafficmonitor benötige, ist
schon klar.
Danke
Thomas
Thomas schrieb:> Könnten wir den Router auswechseln, hätten wir es sicher schon getan
Und wieso könnt Ihr das nicht? Habt Ihr Euch da auch in eine
Abhängigkeit vom ehemaligen Mitbewohner begeben?
Was ist das für ein Router?
Aber auch in diesem Falle könntet Ihr einen anderen Router verwenden.
Zusätzlich. Der zwischen Eure Rechner und den vorhandenen Router gesetzt
wird, und halt kein PPOE-Modem anspricht, sondern für einen LAN-Zugang
konfiguriert wird.
Dann läuft all Euer Verkehr über diesen zusätzlichen Router, und der
kann, wenn er beispielsweise eine Fritzbox ist, seine eingebauten
Trafficstatistikfunktionen zur Verfügung stellen.
Eine Softwarelösung ist inpraktikabel, weil Ihr sie auf jedem im
Netzwerk vorhandenen Rechner nutzen müsstet, und die also für mindestens
drei unterschiedliche Betriebssysteme vorhanden sein muss.
Habt Ihr den Router"aufsetzer" im Verdacht, auf dem Router nur ihm
zugängliche Zusatzfunktionalität zu betreiben?
>Und wieso könnt Ihr das nicht? Habt Ihr Euch da auch in eine>Abhängigkeit vom ehemaligen Mitbewohner begeben?
Ja, haben wir. Bisher ist es sehr vorteilhaft, dass ein IT-Experte
(Exmitbewohner) verantwortlich dafür ist, unser Heimnetz zu warten. Nur
für Sonderwünsche verlangt er ein happiges Honorar, und deshalb frage
ich nach einer Lösung, ohne den Router anzufassen. Ist das so schwer zu
begreifen?
>Was ist das für ein Router?
Das ist ein Router, den wir nicht anfassen werden, denn ich fragte nach
einer Softwarelösung für die angeschlossenen PCs. Ist das so schwer zu
begreifen?
>Aber auch in diesem Falle könntet Ihr einen anderen Router verwenden.
Werden wir aber nicht. Ist das so schwer zu begreifen?
>Eine Softwarelösung ist inpraktikabel, weil Ihr sie auf jedem im>Netzwerk vorhandenen Rechner nutzen müsstet, und die also für mindestens>drei unterschiedliche Betriebssysteme vorhanden sein muss.
Aus deiner Sicht ist eine Softwarelösung nur deshalb nicht praktikabel,
weil du dann nicht recht behalten würdest.
>Habt Ihr den Router"aufsetzer" im Verdacht, auf dem Router nur ihm>zugängliche Zusatzfunktionalität zu betreiben?
Nein, haben wir nicht. Möchtest du ihm oder uns noch weitere Dinge
unterstellen?
Ich möchte einfach nur eine vernünftige Antwort auf meine Frage
bekommen. Ist das so schwer zu begreifen?
der router ist aber nun mal der Zentrale Punkt des netzen. Es macht
überhaupt keinen sinn bei den PC irgendetwas per software zu machen. Was
ist wenn jemand eine live-CD bootet dann wird auch nicht aufgezeichnet.
Oder es kommt mal jemand mit dem laptop vorbei willst du da erst die
software installieren?
Und fangt ihr dann jeden abend an von alles Computer die Werte zu
addiren, was ist wenn jemand mehre Betriebssystem hat?
wenn du den router nicht anfassen willst, dann stell vor den router noch
ein router.
Thomas schrieb:> Ich möchte einfach nur eine vernünftige Antwort auf meine Frage> bekommen. Ist das so schwer zu begreifen?Du begreifst das eigentliche Problem nicht.
Aber was soll man erwarten von jemandem, der seine eigenen Zugangsdaten
nicht wissen will. ;)
Deine Software findest du problemlos mit Google, im
Heise-Software-Verzeichnis, ...
Kann durchaus sein, dass ihr verschiedene Tools für Linux, Mac OS X und
Windows benötigt. Die Ergebnisse musst du sowieso an jedem Rechner
einzeln auswerten, ob das nun viermal ein Programm ist, oder mehrere
verschiedene ist egal, da alles sehr unpraktisch ist.
Ich hätte vorgeschlagen nach dem Router den du nicht angreifen
darfst/kannst deinen eigenen Router zu hängen (mit Traffic Log
Funktionalität) hinter diesen Router dann Eure 4 PCs. Deinen Router
musst du nur als "LAN Acess Point" (was weis ich wie das bei welchem
Router heist) konfigurieren und fertig ist die ganze Sache! keine
zusaätzliche Software und Ruhe is!
>Was ist wenn jemand eine live-CD bootet dann wird auch nicht aufgezeichnet.
Ok, ich hätte noch erwähnen sollen, dass alle Nutzer des Heimnetzes
kooperativ sind, denn wir wollen alle wissen, woher die Unmengen Traffic
kommen.
>Und fangt ihr dann jeden abend an von alles Computer die Werte zu>addiren
Ja genau, bzw. wir machen das am Ende des Monats.
>Aber was soll man erwarten von jemandem, der seine eigenen Zugangsdaten>nicht wissen will. ;)
Die Zugangsdaten zum ISP haben wir natürlich. Nur nicht die
Zugangsdaten, um den Router umzukonfigurieren.
Ich habe inzwischen http://bandwidthd.sourceforge.net für Linux und
Windows gefunden. Bleibt noch festzustellen, ob es auch für Mac OS X
geeignet ist.
Danke für die kompetenten Antworten. Vor allem der sogenannte Moderator
hat mich mit seiner seltenen Auffassungsgabe beeindruckt.
Thomas
Hallo Thomas,
zunächst ist dein Ton unter aller Sau. Wir versuchen hier, dir zu helfen
und von dir kommen so unfreundliche Antworten wie
> Werden wir aber nicht. Ist das so schwer zu begreifen?
Da vergeht einem fast die Lust, dir zu helfen.
Es ist schon allein deshalb Schwachsinn, das auf PCs zu installieren
statt einen Router zu verwenden, da der besagte IT-Fachmann vielleicht
etwas auf dem Router installiert hat (OpenWRT etc. mit P2P-Software)
oder da eine andere Kiste noch mit dranhängt.
Nico
Ich bin wirklich beeindruckt. Da möchte jemand eine offensichtlich
unpraktikable Softwarelösung, und ihm wird --mit der Annahme, daß er
darüber einfach noch nicht nachgedacht hat-- eine Alternative zur
unpraktikablen Softwarelösung genannt, und er reagiert ausfallend.
"Löse mir mein Problem genauso wie ich es gelöst haben möchte, aber
belästige mich nicht mit Hinweisen, wie das Problem wesentlich eleganter
und zuverlässiger gelöst werden könnte, sonst wirst Du beschimpft."
Thomas schrieb:> Ok, ich hätte noch erwähnen sollen, dass alle Nutzer des Heimnetzes> kooperativ sind, denn wir wollen alle wissen, woher die Unmengen Traffic> kommen.
Und wenn diese nicht durch euch verursacht werden (sondern von dem
"IT-Experten") seid Ihr mit eurer Lösung genauso schlau wie vorher...
Ich tippe fast drauf, dass dieser sogenannte IT Experte da nen VPN
Gateway, Proxy oder Bittorrent Client oder irgendsowas installiert hat.
Schön inkognito Filesharing betreiben usw.
Achja, wenn es ein Router auf PC Basis ist, kannst du ihn sehr einfach
knacken.
Festplatte raus.
In einen PC rein, mit Linux Live CD booten.
Dann die Festplatte mounten und das Rootpasswort ersetzen. (passwd und
shadow Datei passend ändern oder mit chroot arbeiten)
Carlos schrieb:> Achja, wenn es ein Router auf PC Basis ist, kannst du ihn sehr einfach> knacken.> Festplatte raus.> In einen PC rein, mit Linux Live CD booten.> Dann die Festplatte mounten und das Rootpasswort ersetzen. (passwd und> shadow Datei passend ändern oder mit chroot arbeiten)
das ist bei dir einfach? Ich schreibe beim bootloader einfach
init=/bin/bash und bin drin.
Hmm ok, das geht auch :)
Bei meinem ALIX Router hab ich mal das Passwort vergessen. ich hab dann
die CF Karte entnommen und das PW wie beschrieben erneuert.
Achja, dass dieser "IT Experte" richtig Geld nimmt, deutet darauf hin,
dass ihr euch nicht grade in Freundschaft getrennt habt.
Entweder war die WG eine reine Zweckgemeinschaft oder es gab irgendwie
Probleme.
Bei Freunden nimmt man höchstens ein Trinkgeld für ein bisschen Hilfe.
Das Verhältnis scheint daher nicht so gut zu sein.
Das senkt natürlich auch die Hemmschwelle, da irgendwas zum eigenen
Vorteil schwarz zu installieren.
Das mit der Client-Software kannst kniggen. Hab ich auch schon
versucht... viel Zeit und Arbeitsaufwand für ein nicht aussagekräftiges
Ergebniss. Das einfachste ist wie oben schon beschrieben ein
"zusätzlicher" Router. Evtl. ist das nicht rübergekommen das man an der
ursprünglichen Anlage keinen (direkten) Eingriff machen muss. Man hängt
den Zusatzrouter einfach als Client an den Normalen router (Uplink als
DHCP). Und dann steckt man die Leitung(en) auf den Zusatzrouter. Der
wird praktisch nur eingeschleift. Geht zb. mit allen die DD-Wrt drauf
haben sehr schön. Man kann auch einen alten PC mit 2 Netzwerkkarten und
einer Routerdistri (IPCOP, IPFIRE, etc.) benutzen. Hat u.a. auch den
Vorteil das man alle Linuxtools für Netzwerkanalyse zur verfügung hat.
Carlos schrieb:> Ich tippe fast drauf, dass dieser sogenannte IT Experte da nen VPN> Gateway, Proxy oder Bittorrent Client oder irgendsowas installiert hat.> Schön inkognito Filesharing betreiben usw.
Das war auch mein erster Gedanke. Der linkt euch! Und du machst dich
strafbar.
Hallo?!? Ich würde den Ex-Bewohner ganz schnell zum Teufel jagen! Der
gibt euch die Zugangs-Daten für euren eigenen Router nicht? Und das
nehmt ihr einfach so hin?
Und habt ihr zuviel Geld dass ihr euer Netzwerk gegen Bezahlung von
jemandem Administrieren (was gibts da überhaupt zu Administrieren?!?
Einmal einstellen und gut ist!)?
Pack den Router in ne Kiste.
Kauf dir nen neuen irgendwo.
Internet Zugangsdaten eingeben, Routerpasswort ändern, feddich.
Idealerweise sollte man noch das Wlan verschlüsseln.
Wenn du es nicht hinbekommst, jeder 0815 PC Service macht das. Ihr
werdet von eurem Ex Bewohner verarscht. Packt seinen Router einfach in
ne Kiste und schick ihm das ding oder lass es abholen.
Was meinste wo der viele Traffic her kommt?
Ich würde diesem IT Experten nicht mehr vertrauen, wenn er euch schon
versucht, auszunehmen.
Vielleicht solltest du die Kiste doch knacken, um zu sehen, was er
eigenentlich so treibt. Vielleicht spioniert er euch aus? Es soll ja
Leute geben, die klinken sich im Leben von anderen als Vojeur mit ein,
weil sie kein eigenes haben
Ein Gentleman knackt keine fremden Kisten! Man stellt sie besser in eine
Ecke und wartet ganz ruhig ab. In der Zwischenzeit sollte natürlich der
eigene Router anderen Typs laufen. Falls was faul war, wird sich der
"Spezialist" bald melden.... :-)
oszi40 schrieb:> Ein Gentleman knackt keine fremden Kisten! Man stellt sie besser in eine> Ecke und wartet ganz ruhig ab. In der Zwischenzeit sollte natürlich der> eigene Router anderen Typs laufen. Falls was faul war, wird sich der> "Spezialist" bald melden.... :-)
Falls er nicht gerade hier mitliest :-)
Verrate uns doch mal, was für ein Router da überhaupt läuft.
Wenn ihr z.B. einen IPCop laufen habt, kann ich dieses Tool empfehlen:
http://blockouttraffic.de/nt_index.php
Das läuft bei mir und zeichnet für jeden Tag die Traffic-Werte pro
Netzwerkschnittstelle auf.
So kann sogar unterschieden werden, ob jemand im WLAN, LAN, DMZ etc. den
"Schaden" verursacht.
Etwas tiefer kannst du z.B. damit einsteigen:
http://www.sischmitz.de/de/xtgraphs.php
Dieses Addon kann dir je nach Einstellung z.B. für einen einzelnen
Client den Traffic im Diagramm darstellen.
Überhaupt würde ich empfehlen, der Sache nachzugehen! Einen derart
abgeriegelten Router zu betreiben sehe ich persönlich als absolutes
Sicherheitsrisiko.
Zwar muss nicht jeder das Passwort kennen und dort lustig herumspielen
können, aber dennoch sollte z.B. der "WG-Chef" die Daten irgendwo haben.
Falls mal etwas ist, und z.B. per Forum geholfen werden soll.
Wenn z.B. mal eine Netzwerkkarte abraucht muss jedes mal euer
Ex-Mitbewohner kommen. Vielfach ist das unnötig, bei den meisten
Linux-Routern lässt sich das sogar per Web-GUI neu einrichten (auch vom
Laien!)
Habt ihr ein externes DSL-Modem vor dem Router?
Stöpsele doch mal zwischen Modem und Router einen billigen Switch, falls
vorhanden.
Gegen Abend schicken dann mal alle für 10 Minuten ihren Rechner in den
Standby. Wenn es am Switch noch nennenswert blinkt, ist irgendwas
faul...
wenn er so auf eine softwarelösung besteht, bekomme ich zweifel an dem
gescjilderten szenario. ich denke, der sitzt inner firma und will da
irgendwas ermitteln, oder so. der kann/darf gar nicht ans netzwerk.
sonst würde er den alten router rausschmeißen, oder den zusätzlichen
nehmen.