Den durchschnittlichen Pro-7 Zuschauer dürfte auch diese Erklärung schon
einigermassen überfordert haben. Wenn jetzt die Polkappen schmelzen,
dann fängt das Eisen doch an zu rosten und irgendwann geht das
Magnetfeld verloren und kein Kompass funktionier mehr. Klimaschutz ist
sozusagen auch Magnetfeldschutz?
Der Fairness halber: Ich kann mich nicht dran erinnern, in meiner
Grundschulzeit (lang, lang her) jemals etwas von einem Geodynamo gehört
zu haben. Das entschuldigt natürlich trotzdem nicht, stattdessen einfach
Quatsch zu erzählen.
Joerg Wolfram schrieb:> Wenn jetzt die Polkappen schmelzen,> dann fängt das Eisen doch an zu rosten und irgendwann geht das> Magnetfeld verloren und kein Kompass funktionier mehr.
Womit mit sich damit immerhin die eine Hälfte der mehr oder weniger
regelmässigen Polumkehr erklärt. Offen bleibt aber, wer genau zu diesem
Zeitpunkt den ganzen frischen Eisenschrott am Südpol ablagert.
Matthias S. schrieb:> Der Fairness halber: Ich kann mich nicht dran erinnern, in meiner> Grundschulzeit (lang, lang her) jemals etwas von einem Geodynamo gehört> zu haben.
Macht ja nichts.
Den Unsinn mit dem Eisen hätten sie ja auch weglassen können. Die Erde
hat ein Magnetfeld. Punkt. Wo das Magnetfeld herkommt und wie es
entsteht, muss man nicht wissen um einen Kompass bauen zu können.
Karl heinz Buchegger schrieb:> Macht ja nichts.> Den Unsinn mit dem Eisen hätten sie ja auch weglassen können. Die Erde> hat ein Magnetfeld. Punkt. Wo das Magnetfeld herkommt und wie es> entsteht, muss man nicht wissen um einen Kompass bauen zu können.
Dieses Wissen hilft mir aber auch nicht einen zu konstruieren...
Florian *.* schrieb:> Vorgegebene Materialien.>> Ein Korken, Ein Eimer mit Wasser, eine Eisennadel und ein> Permanentmagnet.>> Das reicht fuer einen Kompass.
jo, mit dem Magneten macht man den Eimer magnetisch der dann an einer
Stelle die Nadel im Korken anzieht, das ist dann Norden oder so ggg
Das Wasser brauch man zur Kühlung der Komponenten.
p.s.: Es sollte aber wirklich keine Mühe bereiten aus diesen Materialien
einen Kompaß zu bauen und ein entsprechendes Experiment ist zumindest
mir auch aus Schulzeiten noch sehr dunkel in Erinnerung
Läubi .. schrieb:> Karl heinz Buchegger schrieb:>> Macht ja nichts.>> Den Unsinn mit dem Eisen hätten sie ja auch weglassen können. Die Erde>> hat ein Magnetfeld. Punkt. Wo das Magnetfeld herkommt und wie es>> entsteht, muss man nicht wissen um einen Kompass bauen zu können.> Dieses Wissen hilft mir aber auch nicht einen zu konstruieren...
Eigentlich schon.
Man muss nur wissen, dass sich gleichnamige Pole abstossen und
ungleichnamige Pole anziehen.
Das Erdmagnetfeld (und mit ihm die Pole) ist schon da, als muss man
'nur' noch die Nadel magnetisch machen.
Ich hab mir die Stelle im Video gesucht.
Die Leute hatten zur Verfügung:
Teller
Wasser
Korken
Nähnadel
Magnet
Der Junge hat das schon richtig gemacht, wenn er nur die Nadel anders
über den Magneten gezogen hätte (in Längsrichtung) dann hätte es
funktioniert. Ich hab hier keinen Ton, daher kann ich nicht sagen, was
die anderen als Ausrede benutzt haben.
(Auch interessant: die Matheaufgabe)
Karl heinz Buchegger schrieb:> Eigentlich schon.
Aufgabe ist doch eine Kompass (oder genauer einen Magnetkompass)
herzustellen.
Den kannst du aber auch auf einem Planeten ohne Magnetfeld herstellen,
das Wissen über ein Erdmagnetfeld hilft dir da nicht weiter.
Das kommt erst ins Spiel wenn die Frage lauteten würde: Warum zeigt ein
(Magnetfeld)-Kompass (fast) immer in richtung des (Magnetischen)
Nordpols.
Wobei bei einer solchen Konstruktion eigentlich die "Nordspitze" ja auch
noch irgendwie markiert werden müsste... hm...
Läubi .. schrieb:> Karl heinz Buchegger schrieb:>> Eigentlich schon.> Aufgabe ist doch eine Kompass (oder genauer einen Magnetkompass)> herzustellen.> Den kannst du aber auch auf einem Planeten ohne Magnetfeld herstellen,> das Wissen über ein Erdmagnetfeld hilft dir da nicht weiter.
ROFL
Ok. Du hast recht.
> Das kommt erst ins Spiel wenn die Frage lauteten würde: Warum zeigt ein> (Magnetfeld)-Kompass (fast) immer in richtung des (Magnetischen)> Nordpols.
(Aber jetzt musst du mir zugestehen, dass du Haare spaltest)
> Wobei bei einer solchen Konstruktion eigentlich die "Nordspitze"> ja auch noch irgendwie markiert werden müsste... hm...
Oh. das hab ich im Video gesehen. Die 'Mädchen' haben ihren Korken eine
schöne Rosette verpasst. Nur hilft das nichts, wenn die nicht
magnetisierte Nadel den Korken nicht dreht :-)
Läubi .. schrieb:> Das kommt erst ins Spiel wenn die Frage lauteten würde: Warum zeigt ein> (Magnetfeld)-Kompass (fast) immer in richtung des (Magnetischen)> Nordpols.
Macht er doch gar nicht. Er zeigt zum magnetischen Südpol. ;-)
Jörg Wunsch schrieb:> Läubi .. schrieb:>> Das kommt erst ins Spiel wenn die Frage lauteten würde: Warum zeigt ein>> (Magnetfeld)-Kompass (fast) immer in richtung des (Magnetischen)>> Nordpols.>> Macht er doch gar nicht. Er zeigt zum magnetischen Südpol. ;-)
Eigentlich zeigt er Parrallel zu den Feldlinien/Achse oder wie auch
immer man das sagt :D
Aber das geht natürlich auch ohne Permanentmagnet.
Alter Schlossertrick: Eine Eisenstange ( Ca. 1 Meter lang )
in Nord- Südrichtung halten und dann ein kräftiger Schlag mit
dem Hammer auf ein Ende.
Schon ist der Stab magnetisch.
Jetzt könnte man den in 43000 Einzelstücke zersägen.
( aber nicht nur längs, sonder auch quer )
Und den Weltmarkt mit selbstgebauten Einfachkompassen über-
schwemmen. :)
Muessen wir halt die Liste aendern.
Statt:
Teller
Wasser
Korken
Nähnadel
Magnet
Brauchen wir:
Teller
Wasser
Korken
Eisenstange
Hammer
Schlosser
Bandsaege
Hobel
Feinfeile
Schraubzwinge
....
Ohja, ist gleich viel leichter geworden.
Florian *.* schrieb:> Ein Korken, Ein Eimer mit Wasser, eine Eisennadel und ein> Permanentmagnet.
Danke für die Erinnerung! Es war Weihnachten 1963: Ich und mein Kosmos
Elektromann...
Bernd Funk schrieb:> Aber das geht natürlich auch ohne Permanentmagnet.>> Alter Schlossertrick: Eine Eisenstange ( Ca. 1 Meter lang )> in Nord- Südrichtung halten und dann ein kräftiger Schlag mit> dem Hammer auf ein Ende.>> Schon ist der Stab magnetisch.
das hat Mc Gyver mal gemacht, wir haben das dann damals in Physik mal
durchgesprochen. Heraus kam, daß sich der Stab magnetisiert wenn man an
dem Punkt, wo man steht genau die Feldlinien trifft (Was aber ohne
genaue Kenntnis deren Verlaufs nahezu unmöglich scheint, sodaß man ohne
Ahnung der aktuellen Position und Blickrichtung nur eine minimale Chance
hat da was zu erreichen). Ausserdem ist die Wirkung vermutlich zu
schwach für einen Kompaß.
Allerdings musst du mir noch erklären, wie du ohne Kompaß die Nord Süd
Richtung bestimmen kannst. bzw. wozu dann ein Kompaß gebraucht würde.
Es gibt zugegebenermaßen ja noch andere Verfahren, mit einer Zeigeruhr
kann man Süden ermitteln, jedenfalls ca. von 9 bis 15 Uhr wenn man die
Sonne sieht und damit umgehen kann. Nachts muss man nur den
charakteristischen großen Wagen finden, die 5 fache Verlängerung der
beiden letzten Sterne die den Wagen bilden trifft dann den
Nordpolarstern...
Die Möglichkeiten sind vielfältig, die ein oder andere zu kennen schadet
sicher nicht, gebraucht hab ich das Wissen darum bisher aber noch nie.