Mit Trimmer einen Quarz am Kontroller genau einzustellen macht man
nicht.
Beim Verstellen des Trimmers ändert man die Rückkopplung der
Oszillatorschaltung, das kann zu Problemen führen.
Den kleinen Fehler, der durch den Festkondensator erzeugt wird, behebt
man in der Software, gerade wenn es sich um eine Uhr handelt.
Da kann man z.B. wenn die Uhr 24 Sekunden je Tag zu langsam ist, jede
Stunde eine zusätzliche Sekunde einfügen.
Hey Leute,
danke schon mal für die Antworten!
Peter R. schrieb:> Da kann man z.B. wenn die Uhr 24 Sekunden je Tag zu langsam ist, jede> Stunde eine zusätzliche Sekunde einfügen.
Du hast ja eigentlich recht Peter, aber ich wette das die Rechnung nicht
so einfach aufgehen wird. Da wird mit Sicherheit irgendetwas krummes
heraus kommen. Aber ich werds einfach mal ausprobieren.
Peter R. schrieb:> Beim Verstellen des Trimmers ändert man die Rückkopplung der> Oszillatorschaltung, das kann zu Problemen führen.
Kannst du mir erklären zu welchen Problemen das führen kann?
Gruß
Martin
@ Martin (Gast)
>so einfach aufgehen wird. Da wird mit Sicherheit irgendetwas krummes>heraus kommen. Aber ich werds einfach mal ausprobieren.
Das "Krumme" löst man mit etwas Mathematik.
AVR - Die genaue Sekunde / RTC>> Beim Verstellen des Trimmers ändert man die Rückkopplung der>> Oszillatorschaltung, das kann zu Problemen führen.>Kannst du mir erklären zu welchen Problemen das führen kann?
Naja, der Peter übertreibt ein wenig. Er meint, dass wenn man den
Trimmer mit einem Schraubendreher berührt, verstimmt man dan Oszillator
ein wenig. Wenn man dann wieder weg geht, ebenso. Das wird ne Fummelei
beim Abgleich.
Ein zweites Problem ist die Messung, man kann nicht direkt am Quarz
messen, das verstimmt den erst recht (ein typischer 10:1 Tastkopf hat
10-15pF Eingangskapazität). Man braucht einen zweiten Taktausgang, z.B.
CLKOUT bei einigen neueren AVRs, dort kann man messen.
MfG
Falk
>Er meint, dass wenn man den>Trimmer mit einem Schraubendreher berührt, verstimmt man dan Oszillator>ein wenig.
Dann nimmt man halt ein Stück dünnes Plastik.
>Man braucht einen zweiten Taktausgang, z.B.>CLKOUT bei einigen neueren AVRs, dort kann man messen.
Kleines Programm schreiben das einen genauen Takt
von aussen misst könnte auch gehen. Oder gleich ne DCF77
Uhr bauen;)
@ holger (Gast)
>>Trimmer mit einem Schraubendreher berührt, verstimmt man dan Oszillator>>ein wenig.>Dann nimmt man halt ein Stück dünnes Plastik.
Dann ist der Effekt kleiner, aber nicht Null.
>>Man braucht einen zweiten Taktausgang, z.B.>>CLKOUT bei einigen neueren AVRs, dort kann man messen.>Kleines Programm schreiben das einen genauen Takt>von aussen misst könnte auch gehen. Oder gleich ne DCF77>Uhr bauen;)
Man kann auch einfach per Timer und Output Compare einen geteilten Takt
ausgeben, das geht auch. Steht alles im Artikel oben.
MFG
Falk
Falk Brunner schrieb:> Er meint, dass wenn man den> Trimmer mit einem Schraubendreher berührt, verstimmt man dan Oszillator> ein wenig.
Selbstverständlich ist auch dabei wie immer edles Werkzeug nur von
Nutzen.
Verwendet man beispielsweise zur Timmer-Justage einen langstieligen,
monolithisch aus einem einzigen Rohling gefertigten und
handgeschliffenen Qualitätsschraubendreher aus Diamant, dürften einem
solche Sorgen völlig fremd sein...
;-)
MfG
>Verwendet man beispielsweise zur Timmer-Justage einen langstieligen,>monolithisch aus einem einzigen Rohling gefertigten und>handgeschliffenen Qualitätsschraubendreher aus Diamant,
Oder ein HF Abgleichbesteck. Schraubendreher komplett
aus Plastik.
>Man kann auch einfach per Timer und Output Compare einen geteilten Takt>ausgeben, das geht auch. Steht alles im Artikel oben.
Läuft doch alles aufs gleiche hinaus. Wenn man den Quarz abgleichen
will braucht man eine genaue Referenz, einen Frequenzzähler (natürlich
nicht direkt am Quarz messen) oder viel Zeit;)
OK, damit ist meine Frage beantwortet:)
Ich merke schon, wahrscheinlich gibt es keine optimale Lösung.
@ Falk Brunner
danke für den Link. Wenn ich den durchgearbeitet habe bin ich mit
Sicherheit ein wenig schlauer!
Danke an ALLE!
Martin
@ Martin (Gast)
>Ich merke schon, wahrscheinlich gibt es keine optimale Lösung.
????
Was ist an den Lösungen "nicht optimal"? Aha, es ist keine "ich krieg
noch was raus und ist am Ende genauer als ne Atomuhr"-Lösung. Ja dann .
. .
MfG
Falk
Mit den Problemen meinte ich zunächst, dass die Oszillatorschaltung
verändert wird und es zum Aussetzen des Oszillators kommen kann. Die
Schwingreserve ist von der Größe der Kondensatoren abhängig, je größer
C1 oder C2 desto geringer ist die Schwingneigung.
Auch das Verhältnis C1/C2 ist für die Rückkopplung verantwortlich, wenn
man dieses durch Trimmen zu weit verstellt, bekommt man Probleme.
Die Berührempfindlichkeit des Trimmers sehe ich nicht als Problem. Wenn
man die Rotorachse als geerdeten Anschluss des Trimmers nimmt und keine
extremen Fehler in der Masseführung hat, bringt die Berührung mit dem
Trimmer weniger als 1 ppm Fehler.
Die Temperaturempfindlichkeit eines Quarzes (etwa +-20ppm) bringt etwa
2sec je Tag Fehler. Wenn durch Software auf diese Genauigkeit korrigiert
ist, hat man eine vernünftige Lösung, da der Quarz eh' nicht genauer
kann.
Bei höheren Ansprüchen bringt Quarz mit Thermostat, DCF77 oder ein
GPS-Modul mit Sekundentakt die passende Lösung.