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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Negative Versorgungsspannung und GND


Autor: Felix (Gast)
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Hallo.

Ich habe ein - Problem? Naja, könnte man so schon nennen.
SuFu wurde benutzt. Bringt aber manchmal einfach nichts. ;)
Und noch dazu bin ich kein ausgebildeter Elektroniker, nichtmal 
Informatiker, habe aber die meisten Grundlagen drauf.
Also bitte ich diejenigen von euch, die mit sowas Probleme haben, sich 
zurückzuhalten mit Kommentaren à la "lern erstmal wies funktioniert du 
hafensänger". Danke ;)

So weiß ich auch, dass man OP-Amps wie den TL084 mit einer negativen und 
einer positiven Versorgungsspannung betreiben muss, wenn man auch die 
negative Halbwelle eines Eingangssignals verstärken will.
Soweit, so gut.

Im Anhang ist ein Plan von einem Spannungsrichter, der aus einer 
Wechselspannung sowohl als auch macht.
Nun ist aber meine Frage, was mache ich mit den anderen IC's und 
Bauteilen, die auf GND verbunden sind?
Das kann ich ja nicht einfach als Erde rausschleifen und an nen 
Schuko-Stecker legen?!? Oder etwa doch?

Ich verstehs einfach nicht, dabei ist es wahrscheinlich ganz einfach und 
ich will es nur nicht wahrhaben oder so.

Vielen Dank für Eure Mühen.

Felix

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Felix schrieb:

> Im Anhang ist ein Plan von einem Spannungsrichter, der aus einer
> Wechselspannung sowohl als auch macht.
> Nun ist aber meine Frage, was mache ich mit den anderen IC's und
> Bauteilen, die auf GND verbunden sind?

Die verbindest du auch weiterhin mit GND
Bei dir ist das Pin 2 am jeweiligen Anschluss rechts

> Das kann ich ja nicht einfach als Erde rausschleifen und an nen
> Schuko-Stecker legen?!? Oder etwa doch?

Wieso willst du die an einen Schuko Stecker legen?

> Ich verstehs einfach nicht, dabei ist es wahrscheinlich ganz
> einfach und ich will es nur nicht wahrhaben oder so.

Kann es sein, dass hier wieder mal das Problem vorliegt, dass du mit 
Spannungen irgendetwas absolutes verbindest?

Eine Spannung ist eine Potentialdifferenz! So etwas wie eine absolute 
Spannung gibt es nicht. Das Konzept einer Spannung macht nur Sinn, wenn 
man sie als Potentiel-Differenz zwischen zwei 'Kabeln' ansieht.

Nimm deinen Ausgang unten rechts her, JP2

Du hast dort 3 Pins, die du mit +15V, GND, 15V bezeichnest.
Mit genau demselben Recht könntest du die aber auch mit +30V, +15V, GND 
bezeichnen. Oder mit GND, -15V, -30V. Oder +45V, +30V, +15V
Egal wie du es drehst und wendest, der entscheidende Punkt ist: Pin 1 
ist um 15V positiver als Pin 2 und Pin 2 ist um 15V positiver als Pin 3.
Ob das jetzt +15, 0, 15 oder 1015, 1000, 985 oder (setz andere Zahlen 
ein) sind, kann niemand sagen, weil es kein absolutes 0 gibt.

Daher muss man auch bei mehrteileigen Schaltungen immer GND 
durchverbinden, damit alle Schaltungen eine übereinstimmende Vorstellung 
davon haben, was denn nun 0 sein soll.

Autor: Franko Phil (sgssn)
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Hallo Felix

zu deinem Schaltplan: Der Elko C2 ist verpolt eingezeichnet.

Zum Gnd: Woher beziehst du die Wechsel-Spannung ? Doch nicht direkt aus 
der Steckdose, sonder aus einem Trafo, der optimalerweise auch eine 
galvanische Trennung von den 230 Vot hat. Die "Mittelanzapfung von 
deinem Trafo, den du zu deinem Ground gemacht hast, ist damit auch der 
Gnd, auf den sich deine restliche Schaltung bezieht. Eine Verbindung zum 
Schutzleiter brauchst dazu nicht.

Gerhard

Autor: Ralf (Gast)
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C2 sollte mal gedreht werden sonst BUM

Autor: Sebihepp (Gast)
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Ich weiss nicht ob 15VAC für 7815 ausreichen... Wären 18VAC nicht 
besser? Die Spannungsregler haben auch einen Spannungsabfall.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Sebihepp schrieb:
> Ich weiss nicht ob 15VAC für 7815 ausreichen... Wären 18VAC nicht
> besser? Die Spannungsregler haben auch einen Spannungsabfall.
Nach dem Gleichrichter gibt das etwa: 15V*1,41= 21V, das dürfte 
reichen...

Autor: Helmut -dc3yc (dc3yc)
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Und ausserdem solltest du die 100n-Cs an den Ein- und Ausgängen der 
Stabis nicht vergessen!

Autor: Felix (Gast)
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So. C gedreht, klar, nicht dran gedacht.

Das mit dem Potential ist mir an und für sich nichts neues, bin nur 
nicht drauf gekommen, dass ich vllt n trafo mit nem mittelabgriff nehmen 
sollte, das erklärt meine dummheit. :D
Problem gelöst.
Die 15V am Eingang sollten eigentlich reichen.
Und wofür noch Cs an den Stabis, reichen die großen nicht? ist das noch 
zu brummig?

MfG

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Felix schrieb:

> Und wofür noch Cs an den Stabis, reichen die großen nicht? ist das noch
> zu brummig?

Damit dir Regelung in den Stabis nicht zu schwingen anfängt.

Autor: Felix (Gast)
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So sollte es dann korrekt sein.
Hoffe ich.
Das mit dem Trafo ist mir jetzt auch aufgegangen. Ich danke euch für die 
geniale superschnelle Hilfe!!!

MfG

Autor: MaWin (Gast)
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> Spannungsrichter

Spannungsregler

> Die 15V am Eingang sollten eigentlich reichen.
> Und wofür noch Cs an den Stabis


Na du hast ja eine muntere Vorstellung vom Elektronikbasteln.
Einfach mal an sich glauben, dann funktioniert das schon.

MERKE:

So lange man nicht begründet weiß, warum man es anders machen
sollte, sollte man die Vorschläge aus Datenblättern einfach
mal übernehmen. Der Hersteller schreibt dass nicht ohne Grund.

Faulheit Bauteile zu kaufen, auf der Platine dafür Platz
vorzusehen und einzulöten ist KEIN ausreichender Grund
um etwas wegzulassen.

Die Dummheit nicht zu verstehen wozu sie gut sind auch nicht.

NATÜRLICH müssen 100nF an den Ausgang eines 7815 und 330nF an
den Ausgang eines 7915,

NATÜRLICH reichen 15V nicht wenn man hinten 15V rausbekommen
will 15*0.9*1.414-1-5-2.5 = 10.6V ist viel zu wenig.

(18V reichen auch nicht: 18*0.9*1.414-1-5-2.5=14.4
nur wenn du nicht mehr als 500mA entnimmst kommt das hin,
du solltest die Elkos auf 4700uF vergrössern).

http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9

und hoffentlich hast du deine Spannungsregler auf Kühlkörper
geschraubt (dafür ist nämlich die Lasche mit dem Schraubloch da)
wenn du mal 1A entnehmem willst, denn bei über 200mA würden
die sonst kochen.

Autor: Felix (Gast)
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Also mit Faulheit hats nichts zu tun.
Die Platine an sich besteht aus lass mich nicht lügen jenseits der 400 
Bohrungen, entsprechend viele Bauteile und n paar IC's. Da kommts auf n 
paar mehr nun wirklich nicht an.
Die Spannungsversorgung hat mir n Kollege so empfohlen, und da ich 
sicher sein wollte dass es korrekt ist habe ich hier nachgefragt.
Will mir nicht die restliche Platine grillen.

Lieben Gruß.

Autor: Felix (Gast)
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So. Tatsächlich, hab mal in die Datenblätter geschaut, müsste jetzt 
soweit passen, dass da eigentlich nichts mehr passieren kann.

Die 20V am Eingang sollten auch dicke reichen, zumal ich eigentlich 
nicht vorhabe, wesentlich mehr als 400mA da rauszuziehen. Die 
Spannungsregler haben jeder n kleines Kupferfähnchen angeschraubt, ca. 
15x20mm mit Wärmeleitpaste dazwischen. Wenn das bei der niedrigen 
Beanspruchung nicht reicht, weiß ich es auch nicht.

Autor: Felix (Gast)
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Hmhm Nja sicherheitshalber und in Ermangelung eines 20V-Trafos, steigen 
wir einfach auf 24V Eingangsspannung um :)

Autor: Felix (Gast)
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So.

So sollte das finale Layout der ganzen Angelegenheit aussehen.
Kann man das so absegnen?

Danke.

Felix

Autor: MaWin (Gast)
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> steigen wir einfach auf 24V Eingangsspannung um :)

Vorsicht, 24V wird schon viel:
24*1.1*1.414 = 37V und ein 7815 hält nur 35V aus
http://www.fairchildsemi.com/ds/LM/LM7805.pdf

Ich sach ja, Datenblätter lesen!

Zumal bei 400mA schon 7.6 Watt pro Regler in Wärme
umgesetzt werden müssten, was mit nem 1.5cm x 2cm
Blech nicht klappt ohne dass es zu heiss wird, eher
15 x 20cm oder ein V4330 Kühlkörper.

Bei 18V und 400mA wären es nur 3 Watt.

Autor: Felix (Gast)
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Naja wenn man jetzt die theoretischen Spannungsverluste durch die 
4700uF-Caps wegnimmt etc. dann passt das doch oder nicht?
Davon ab weiß ich nicht wie stark die Spannung einbricht, aber das 
sollte eigentlich vernachlässigbar sein, wenn der Trafo stark genug ist.
Naja dann werden die Regler über n dickes Stück Kupfer mit dem Gehäuse 
verbunden. Das muss doch reichen?!
Meine 10W-LED brennt auch nicht durch, obwohl sie auf nem kleinen 
Kupferkörper sitzt, kommt nicht mal über 30°...

Autor: MaWin (Gast)
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> Naja wenn man jetzt die theoretischen Spannungsverluste
> durch die 4700uF-Caps wegnimmt etc. dann passt das doch

Den hab' ich doch schon eingerechnet...

Aber gut daß du dran denkst, dann kannst du es mit den
Formeln der d.s.e FAQ demnächst selbst ausreechnen.

Autor: Felix (Gast)
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AAAch f***.
Wenn der so weit runterregeln muss wird der natürlich knallewarm....
Nachdenken, Felix.

Nja ich komm auf 19v die trafomäßig ausreichend wären.... Bin ich total 
daneben? ^^

Danke

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