Hallo Zusammen
Ich möchte für meine Haustüre zusätzlich zum gängigen Hausschlüssel auch
elektronisch mit einem Codeschloss öffnen können.
Meine frage ist jetzt: Wie kann ich ein normales Türschloss elektrisch
betätigen, so dass ich die Türe auch noch mit dem Code öffnen kann, wenn
der Schlüssel 2-mal gedreht wurde? (die Türe doppelt geschlossen ist)
ich bin für jeden Rat dankbar.
danke schon im Voraus :)
von irgend einem Hersteller (ich glaue Abus) gibt es eine ganz nette
Sache: Schließzylinder als Austausch-Steckzylinder, und dann kommt in
Nähe auf die Wand ein Funk-Irgendwas mit einem Fingerprint-Sensor und
Tatstenfeld.
von "innen" ist ein Knauf, der das Abschließen des Schlosses auf
herkömmliche Art ermöglicht. Von außen ist dann die Türöffnung mit
Fingerabdruck oder Pin möglich.
Nachteil dieser Lösung insgesamt: es gibt keinen "normalen" Schlüssel
mehr.
Danke für die schnellen antworten
ich möchte den Hausschlüssel aber von innen und aussen weiterhin
benutzen können, die Elektronik soll zusätzlich sein.
Du wirst da rein mechanisch Probleme bekommen, schau dir mal an, wie ein
"simpler" Schließzylinder aussieht.
(http://de.wikipedia.org/wiki/Schlie%C3%9Fzylinder)
Du müsstest es also schaffen, das sich die Stifte im eigentlichen
Zylinder elektrisch in die richtige Position bewegen. Sonst wirst du die
Funktionalität des normalen Schlüssels einbüßen...
Also wenn du einen Weg findest, bin ich gespannt, aber ich glaube, du
musst Kompromisse eingehen. Wieso willst du das überhaupt "alternativ"
machen?
'Zusätzlich' wäre eine Steigerung der Sicherheit und wäre auch einfacher
zu realisieren.
P.S.: ein paar Stifte in der Reihe ist die simpelste Form eines
Haustürschlosses, frage mal den Hersteller oder einen Schlüsseldienst,
was für einen Profilzylinder du überhaupt hast.
Könnte man nicht so wie in Wohnblocks bei der Eingangstür was im
Türrahmen realisieren? mit dem surrenden Türöffner, ohne den halben
rahmen zu sabotieren?
Gruss
Diese "surrenden Türen" alias elektrische Türöffner, funktionieren aber
nur, solange die Tür zugefallen ist. Wenn sie verschlossen wird, kommst
du auch damit nicht weiter, da das elektrische Element im Schließblech
nur die Falle freigibt, nicht aber den Riegel.
Riegel UND Falle müssten dann freigegeben werden... kann man sicherlich,
nur musst du das in Eigenbau machen, denn so eine Schließanlage ist mir
nicht bekannt.
Aber überlege dir bitte genau, ob das das ist, was du willst, denn ich
kenne deine Tür nicht, aber bei gewönlichen Türen ist eigentlich eine
sog. 3-fach-Veriegelung eingebaut, so dass bei deiner Variante 3
elektrisch zu öffnende Schließsstücke von Nöten wären.
AUßERDEM: Der Riegel ist bei 2-fachem-Schließen ca 2 cm ausgefahren, um
diesen Abstand müsste dein variables Element klappen können.
Übriegens, die Strippen zum Schließblech zu verlegen wird mehr Arbeit
als die Veränderungen am Blendrahmen, sofern es sich um eine Tür als
Holz handelt und du nicht gänzlich unerfahren in der Holzbearbeitung
bist. (Bei Kunstoff wäre ich Vorsichtig, da es sich hier selten um
Vollmaterial handelt und du evtl. Wichtige Streben zum Festschrauben
verlierst.)
Schau mal bei Conrad oder ELV nach Homematic. Abus hat anscheinend das
gleiche unter eigenem Namen. Das sind Systeme die von innen auf das
Schloss gesetzt werden und dadurch die Türe sowohl auf- als auch
zusperren können. Bedienung via Funk oder Kabel.
Danke erstmals für die gute Auskunft.
Ich werde mir doch erstmal sowas wie bei Conrad überlegen, dies im
Eigenbau wäre ein zu grosses Gebastel. Die Elektronik würde ich dann
jedoch durch meine eigene tauschen.
Danke für die guten Tipps, habt ihr auch schon sowas Realisiert ? Wie ?
>Danke für die guten Tipps, habt ihr auch schon sowas Realisiert ? Wie ?>Die Elektronik würde ich dann>jedoch durch meine eigene tauschen.
Nein, wozu? Das sicherste ist ein Schlüssel. Der Rest ist
eine Einladung zum einbrechen bei einem Anfänger wie du es
bist.
Ich würde nicht mal auf die Idee kommen meine Wohnung
mit einem Codeschloss öffnen zu wollen.
sei dir da mal nicht so sicher..
diese zu 99,x% verbauten Bartschlösser sind mit sicherheit schneller
gecknackt als ein codeschloss.
Ich hätte gern noch nen link geliefert aber Google spuckt zum Thema
Schliesssport irgendwie weniger aus als vor ein paar Jahren.
Also statt dem Türöffner würde ich da eher ein Motorschloss empfehlen.
Dürfte dafür auch entsprechend teurer sein. Hier in der Firma sind
solche Teile mit Panikfuntion verbaut. Also von der Innenseite reicht
der Türgriff um das Schloss zu entriegeln.
Was passiert bei einem Stromausfall, lässt sich das Schloss noch öffnen?
Falls ein Akkubackup existiert, wie oft muss dieser getauscht werden.
Sind diese Codeschlösser gegen einen Elektroschocker immun?
Wie ist die Langzeiterfahrung (> 20 Jahre) mit solchen Schlössern?
Alles Fragen die man bei einem konventionellen Schloss positiv
beantworten kann, aber nicht weiß wie es bei einem elektronischen
aussieht.
Ein Motorschloss hat einen normalen Schließzylinder und kann
dadurch auch mit Schlüssel geöffnet werden.
Das Öffnen mit dem Schlüssel kann auch signalisiert werden.
Dafür ist ein Schaltkontakt vorhanden.
Es gibt ein Produkt, der Elostar von Kaba, der macht genau das.
http://www.kaba.ch/de/Produkte-Loesungen/Schliesssysteme/Mechatronisch/Kaba-elostar/9066_9066/kaba-elostar.html
Sowas wuerd ich aber fertig kaufen. Die haben an vieles denken muessen,
was du erst noch rausfinden musst. zB Entladung der Batterie, usw.
Du kannst dir nach gar nicht ausmalen was geschieht wenn die Familie
draussen uebernachten muss, resp die eigene Tuere einschlagen muss
wenn's mal nicht geht. Dann ist besser eine externe Firma die Schuldige.
hallo,
Oliver schrieb:> Danke für die guten Tipps, habt ihr auch schon sowas Realisiert ? Wie ?
verschieden.
die echte motorschlossvariante ist natürlich die geilste.
allerdings liegen motorschlösser im bereich zwischen 400 und 1200 euro
pro stück! dafür bleibt an der tür, außer dem anschlusskabel, alles wie
es ist.
hab ich für die haustür. die besten sind von dorma...
die keymatic variante ist an der hintertür. dazu muss man in den meisten
fällen den zylinder austauschen, da dieser eine "gefahrenfunktion"
braucht und innen min 6-12mm überstehen muss.
nachteil ist, dass da immer ein schlüssel steckt, den natürlich auch
jemand klauen/nachmachen kann... von innen drehknopf. außen der normale
schlüssel.
ist mit unter hundert euro aber die billigste version.
an der (außen)kellertür habe ich ein selbstverriegelndes schloss mit
klinke und fingerabdruck leser. wenn man die tür zuzieht, wird die falle
verriegelt und der riegel 2 mal vorgeschoben. durch den richtigen finger
wird die außenklinke für ein paar sekunden eingekoppelt, sodass man die
tür ganz normal öffnen kann. falls die batterie leer ist, sitzt hinter
einer blende ein schliesszylinder, den man mit einem speziellen
schlüssel öffnen kann.
das ganze ist allerdings ziemlich unförmig und es sind einige arbeiten
an der tür nötig. deshalb habe ich das nur meiner alten holzkellertür
angetan.
das ganze hat mal komplett um die 200e gekostet.
an einer innentür habe ich irgend so ein schweizer "knauppatent"
eingebaut.
dieses entriegelt über einen elektromagneten mittels federkraft. die
feder wird beim zumachen der tür wieder vorgespannt.
mit ca 40 euro das billigste, aber nur für schwerere türen geeignet.
umbauarbeiten an tür und rahmen nötig. außerdem hat das ding eine design
schwachstelle, sodass man durch ansehn der geöffneten tür schon auf eine
idee zum "knacken" kommen kann.
außerdem ist es die einzige version, bei der man NICHT zusätzlich per
schlüssel öffnen kann. sollte also nur für räume mit mehreren eingängen
benutzt werden.
als letztes habe ich (wieder in einer andren etage) burg wächter tse5000
mit selbstverriegelndem panikschloss im einsatz. das ist ein
doppelknaufzylinder, der ohne jede änderung der tür eingebaut werden
kann.
durch ein funksignal wird für eine gewisse zeit der außenknauf
eingekoppelt und man kann durch drehen, das schloss entriegeln und
öffnen.
auch hier gibt es einen notöffnungsschlüssel, der aber nicht für den
täglichen einsatz geeignet ist.
das system kostet etwa 250e pro tür (ohne panikschloss).
mit tse3000 gibt es auch das alte system für ca 150e pro tür. die
funktion und ausstattung ist dieselbe. der unterschied ist, dass der
zylinder über ein kabel mit der steuereinheit verbunden wird und somit
wieder mindestens ein loch ins türblatt gebohrt werden muss...
es gibt dann auch noch pseudo-motorschlösser, welche zwar den ganz
normalen zylinder weiter benutzen lassen, aber elektrisch lediglich eine
außenklinke/drehknauf einkoppeln. zb dorma SVP 2719 im bereich von so
800 euro rum...
jay
Jay B. schrieb:> die echte motorschlossvariante [...] hab ich für die haustür.> die keymatic variante ist an der hintertür.> an der (außen)kellertür habe ich ein selbstverriegelndes schloss mit> an einer innentür habe ich irgend so ein schweizer "knauppatent"> einer andren etage) burg wächter tse5000 mit selbstverriegelndem
Du wirst meine Frage vielleicht dumm finden, aber dennoch, wofür braucht
man elektrische Türöffnung an einem Wohnhaus außen und innen ?
Ich war vor kurzem in der Klinik Niederrhein in Bad Neuenahr - Ahrweiler
(Reha-Klink) und dort hatten sie ebenfalls Doppelknaufzylinder wo der
außenliegende durch einen kleinen Funksender für 10sec. angekoppelt
wurde. So wie es schien konnten die Sender individuell programmiert
werden und so auch mehrere Türen öffnen. So konnten zB die Ärzte in die
Arztzimmer und alle Patientenzimmer, das Putzpersonal in alle
Patientenzimmer, der Patient nur in sein Zimmer (außer er hatte einen
Tiefgaragenplatz gebucht, dann auch dort hinein), ...
Leider hab ich vergessen von welcher Firma das System war :/
hi,
Alexander Schmidt schrieb:> Jay B. schrieb:>> die echte motorschlossvariante [...] hab ich für die haustür.>> die keymatic variante ist an der hintertür.>> an der (außen)kellertür habe ich ein selbstverriegelndes schloss mit>> an einer innentür habe ich irgend so ein schweizer "knauppatent">> einer andren etage) burg wächter tse5000 mit selbstverriegelndem>> Du wirst meine Frage vielleicht dumm finden, aber dennoch, wofür braucht> man elektrische Türöffnung an einem Wohnhaus außen und innen ?
es gibt keine dummen fragen, nur dumme antworten ;-)
erstmal ist es kein reines wohnhaus.
an der haustür ist das schloss, weil dann immer doppeltgesperrt ist, ich
aber trotzdem per türdrücker die tür aufmachen kann.
an der hintertür ist es, weil ich die meistens benutze und dort per funk
nicht nur auf und zu sperren, sondern auch "die klinke drücken" kann.
das ist praktisch, wenn man mit einkäufen im arm nachhause kommt ;-)
die innentüren gehören quasi zu verschiedenen wohnungen.
außerdem sieht man wohl auch an den verschiedenen bauarten, dass sowas
eins meiner hobbys ist...
jay
Dominique Görsch schrieb:> Ich war vor kurzem in der Klinik Niederrhein in Bad Neuenahr - Ahrweiler> (Reha-Klink) und dort hatten sie ebenfalls Doppelknaufzylinder wo der> außenliegende durch einen kleinen Funksender für 10sec. angekoppelt> wurde. So wie es schien konnten die Sender individuell programmiert> werden und so auch mehrere Türen öffnen. So konnten zB die Ärzte in die> Arztzimmer und alle Patientenzimmer, das Putzpersonal in alle> Patientenzimmer, der Patient nur in sein Zimmer (außer er hatte einen> Tiefgaragenplatz gebucht, dann auch dort hinein), ...>> Leider hab ich vergessen von welcher Firma das System war :/
klingt nach burg wächter system5000 das von mir oben beschriebene system
kann man natürlich in jeder erdenklichen weise erweitern und
programmieren.
zu den zylindern gibt es funksender (des verschlüsselte 2.4ghz!),
tastencode felder, fingerabdruck sensoren etc pp. kann man alles zentral
mit einer software beliebig zu einer schließanlage zusammenschalten.
ideal für hotels, kliniken etc. men muss bei verlorenen schlüsseln keine
anlagenteile teuer austauschen und es ist nur unwesentlich teurer, als
ein gutes schließanlagenschloss...
jay
Hallo,
ich habe mir Genius EB einbauen lassen.
http://www.kfv.de/kfvmdb/Download/FIESG/01_genius_verarbeiterfolder_de.pdf
Der Vorteil aus meiner Sicht:
- Ich kann jederzeit die Tür von Innen durch Druck auf die Türklinke
öffnen.
Somit kann man zwar niemenden mehr einsperren, aber eine verschlossene
Tür lässt sich z.B. im Brandfall einfach ohne Schlüßel öffnen.
- Die Tür ist immer komplett verschlossen, also auch die zusätzlichen
Riegel. Wobei man dies im sogenannten Tagmodus auch abschalten kann.
Denoch lässt sich die Tür durch den Transponder von aussen öffnen.
- Die Tür lässt sich immer auch mit einem normalen Schlüßel öffnen.
Dieser liegt für den Fall der Fälle an einem sicheren Ort ;-)
hi,
Timo E. schrieb:> Hallo,>> ich habe mir Genius EB einbauen lassen.
schreibt doch bitte alle mal auch die preise und kosten eurer systeme
dazu.
was nutzt denn der hinweis auf ein tolles system, wenn es 5000euro
kostet?
genauso entgeht einem dann auch ein system mit vernünftigem preis.
dann ist ja jeder hinweis nutzlos...
jay
Hi, mich interessiert, wie sicher der Zugang mittels Chip/Karte dann
ist.
Kann ein Einbrecher über einen guten Empfänger aus einiger Entfernung
einen Öffnungsvorgang "mitlesen" und dann mit den aufgenommenen Daten
die Öffnung wiederholen, wenn der Eigentümer aus dem Haus ist?
Die Preise des letztgenannten "Genius" Systems würden mich auch
interessieren.
Hallo Oliver,
es gibt eventuell noch eine weitere Alternative für Dich.
von SOREX gibt es ein batteriebetriebenes Motorschloss zum Nachrüsten.
http://www.sorex.eu/74.html
LG
Christian
es ist nie zu spät :-)
allerdings scheint mir das ding lediglich eine gehäusemäßige abwandlung
des elv systems zu sein.
was mich bei solchen sachen immer besonders ärgert, ist die fehlende
angabe jeglichen preisanhaltspunktes.
da findet man das konzept ganz gut, muß dann aber stundenlang zeit
investieren um einen preis rauszukriegen, bzw einen preisvergleich
durchzuführen, nur um dann festzustellen, daß die preisvorstellungen
jenseits von gut und böse liegen.
wenn so ein nachbau im preis 1-2-300% über dem original liegt, kann mir
das design doch gestohlen bleiben...
jay