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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Null Pikofarad Kondensator?


Autor: Jonas P. (jox)
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Ich analysiere gerade den Schaltplan eines Gitarrenverstärkers. Dort 
sind zwei "0p" Kondensatoren zu finden. Einer direkt oben links beim 
Eingang, der andere weiter rechts neben der ersten Triode. Weiß jemand 
wie die zu verstehen sind? Ist das ein Fehler im Plan?

Habe den Verstärker leider gerade nicht hier, um nachzuschauen was 
verlötet ist.

Auch noch merkwürdig ist das vereinsamte Massesymbol weiter unten unter 
der Triode der Endstufe.

Edit: sorry, ich hätte den Plan auch vorher drehen können. Kopf nach 
links kippen...

Autor: Michael_ (Gast)
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>"0p" Kondensatoren
Soll bestimmt optionale Bestückung heisen.

Autor: Flip B. (frickelfreak)
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Oh, ich seh nur schwarz! Geht das Bild irgendwie nicht?

Autor: Mike (Gast)
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Nee, er hat recht, an C2 z.B. steht 0p dran, die 0 ist klar als solche 
durch den schrägen Strich gekennzeichnet.

Ist wohl der "Kopierschutz" des Herstellers, auslöten und nachmessen.

Autor: mhh (Gast)
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Manchmal liegt es auch daran, daß zum Zeitpunkt der Schaltplanerstellung 
der Wert noch nicht bekannt war. Der ergab sich dann erst bei der 
Serienproduktion. Der Plan wurde dann einfach nicht korrigiert.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Oder er wird einfach weggelassen.

Autor: Lukas K. (carrotindustries)
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Philipp Bigott schrieb:
> Oh, ich seh nur schwarz! Geht das Bild irgendwie nicht?

Uraltbrowser (IE6 o.ä)?

Autor: Jonas P. (jox)
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Danke für eure Meinungen. Dann werde ich das bei nächster Gelegenheit 
mal am Gerät überprüfen. Der C2 am Eingang würde ja als Lowpass schon 
Sinn machen, schätze ich. So ein Gitarrenpickup fängt ja sicherlich 
einiges an HF ein.

Vielleicht fehlen auch Ziffern. Platz wäre. Der Plan ist ja an manchen 
Stellen etwas verblasst. Allerdings würde man dann in der Regel noch 
kleine Spuren (Pixel) entdecken. Und so schlimm ist die Qualität vom 
Plan auch nicht.

Autor: Sven (Gast)
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Das ist ein Brückenkondensator, so wie ein 0 ohm Widerstand, nur als 
Kondensator halt. Verbau ich auch oft, sind ganz praktisch, auch die 0 
mH Drosseln.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Sven schrieb:
> Das ist ein Brückenkondensator, so wie ein 0 ohm Widerstand, nur als
> Kondensator halt. Verbau ich auch oft, sind ganz praktisch,


Du beliebst zu scherzen.

Autor: Jonas P. (jox)
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Ich muss jedenfalls schmunzeln.

Autor: Markus ---- (mrmccrash)
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Simon K. schrieb:
> Oder er wird einfach weggelassen.

Gehe ich auch mal stark davon aus. Habe Den Schaltplan aus anderer 
Quelle gefunden, dort ist es genauso eingezeichnet. Und im Schaltplan 
vom großen Bruder (Tube50) ist die Eingangsbeschaltung genauso 
gezeichnet (inkl. 0p Kondensator). Es ist also anzunehmen, dass der 
Platz zwar vorbereitet ist, aber nicht bestückt.

_.-=: MFG :=-._

Autor: ET (Gast)
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Andrew Taylor schrieb:
> Sven schrieb:
>> Das ist ein Brückenkondensator, so wie ein 0 ohm Widerstand, nur als
>> Kondensator halt. Verbau ich auch oft, sind ganz praktisch,
>
>
> Du beliebst zu scherzen.

Naja der Scherz ist aber fehlerhaft! Ein 0pF Kondensator ist eben kein 
Brückenkondensator, sondern vielmehr ein Leerlaufkondensator! Die sind 
ohnehin viel billiger und einfacher zu bestücken.

Die Sache mit der Brückeninduktivität ist auch nicht ganz einfach zu 
realisieren, man sollte ja möglichst jede Windung des Drahtes vermeiden, 
leider ist das praktisch nicht so einfach möglich, deshalb werden diese 
Brückeninduktivitäten ja auch so selten eingesetzt.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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ET schrieb:
> deshalb werden diese
>
> Brückeninduktivitäten ja auch so selten eingesetzt.

Getreu dem alten Hf-Motto:

"every nanohenry has a picofarad of it's own"

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Vielleicht ist es ja einfach so das dieser besagte Kondensator bei der 
Inbetriebnahme und Abgleich durch probieren bestimmt wird. Will damit 
sagen das der benötigte Wert von Gerät zu Gerät verschieden ist.
Bei kleinen Serien ist das ja durchaus üblich.

In der HF Technik findet man das mitunter auch. Wenn der Wert klein 
genug ist verwendet man dann einen Abgleichtrimmer, wenn der Wert im 
Nanofaradbreich liegt, probiert man den optimalen Wert einfach aus.

Sonderlich groß ist die Serienfertigung bei H+K ja nicht. Die Firma 
könnte man ja noch zur Manufaktur zählen.

Ralph Berres

Autor: aaaaa (Gast)
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konntest du mittlerweile schon in die schaltung direkt reinschaun?

Autor: Jonas P. (jox)
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aaaaa schrieb:
> konntest du mittlerweile schon in die schaltung direkt reinschaun?

Leider noch nicht. Aber ich brenne mittlerweile auch darauf und werde 
berichten sobald ich etwas herausgefunden habe. (Das Teil steht im 
Übungsraum.)

Autor: Jonas P. (jox)
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Am FX Return ist noch ein dritter 0p (C56).

Werde heute noch nachsehen können.

Autor: Jonas P. (jox)
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Ahhh. Es handelt sich um Luftbrückenkondensatoren. Ist doch super, in 
dieser Bauweise kommt man den 0 Pikofarad noch am nächsten. Ein weiterer 
Vorteil ist die äußerst geringe parasitäre Induktivität! Ein Nachteil 
ist allerdings, dass sie leicht verloren gehen, da sie bauartbedingt nur 
über verschwindend geringe Opazität verfügen.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Hätten wir das auch geklärt. ;-)

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Ralph Berres schrieb:
> Vielleicht ist es ja einfach so das dieser besagte Kondensator bei der
> Inbetriebnahme und Abgleich durch probieren bestimmt wird. Will damit
> sagen das der benötigte Wert von Gerät zu Gerät verschieden ist.
> Bei kleinen Serien ist das ja durchaus üblich.
Ganz genau so und nicht anders ist es.
Um bei der Bestückung keine Lagerbuchung von falschen Teilen zu haben, 
ist sowas durchaus geläufig.

Autor: Jonas P. (jox)
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> Ralph Berres schrieb:
> [...] durch probieren bestimmt wird. [...]

> Michael H. schrieb:
> Ganz genau so und nicht anders ist es.

Hmm, wenns ganz genau so und nicht anders wäre, würden sie doch bestückt 
sein, oder?

Es sein denn, bei dem Gerät wurde geschlampt. Oder 0p-Luft wurde als 
optimaler Wert ermittelt.

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Muss nicht sein.
Trimmung kann auch wegen Bauteilwechsel oder altersbedingt notwendig 
sein. Oder eben wie du sagst, weil 0 gerade wirklich passt.

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Der Platzhalter ist der Weitsicht des Entwicklers zu verdanken. Man weiß 
ja im voraus nicht ob man Probleme mit Einstrahlung von Sendern haben 
wird. Da ist es sehr vernünfig am Eingang einen Kondensator(Tiefpass) 
vorzusehen. Wahrscheinlich gab es dann beim Test keine Probleme und 
somit konnte man die Bestückung sparen. Lieber so als ein nachträglich 
reingepfuschter C.

Autor: Jonas P. (jox)
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Danke euch, das klingt alles vernünftig.

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