Null Pikofarad Kondensator?

OP #1896636
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Ich analysiere gerade den Schaltplan eines Gitarrenverstärkers. Dort 
sind zwei "0p" Kondensatoren zu finden. Einer direkt oben links beim 
Eingang, der andere weiter rechts neben der ersten Triode. Weiß jemand 
wie die zu verstehen sind? Ist das ein Fehler im Plan?

Habe den Verstärker leider gerade nicht hier, um nachzuschauen was 
verlötet ist.

Auch noch merkwürdig ist das vereinsamte Massesymbol weiter unten unter 
der Triode der Endstufe.

Edit: sorry, ich hätte den Plan auch vorher drehen können. Kopf nach 
links kippen...
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Gast #1896665
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Manchmal liegt es auch daran, daß zum Zeitpunkt der Schaltplanerstellung 
der Wert noch nicht bekannt war. Der ergab sich dann erst bei der 
Serienproduktion. Der Plan wurde dann einfach nicht korrigiert.
OP #1896736
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Danke für eure Meinungen. Dann werde ich das bei nächster Gelegenheit 
mal am Gerät überprüfen. Der C2 am Eingang würde ja als Lowpass schon 
Sinn machen, schätze ich. So ein Gitarrenpickup fängt ja sicherlich 
einiges an HF ein.

Vielleicht fehlen auch Ziffern. Platz wäre. Der Plan ist ja an manchen 
Stellen etwas verblasst. Allerdings würde man dann in der Regel noch 
kleine Spuren (Pixel) entdecken. Und so schlimm ist die Qualität vom 
Plan auch nicht.
#1896782
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Simon K. schrieb:
> Oder er wird einfach weggelassen.

Gehe ich auch mal stark davon aus. Habe Den Schaltplan aus anderer 
Quelle gefunden, dort ist es genauso eingezeichnet. Und im Schaltplan 
vom großen Bruder (Tube50) ist die Eingangsbeschaltung genauso 
gezeichnet (inkl. 0p Kondensator). Es ist also anzunehmen, dass der 
Platz zwar vorbereitet ist, aber nicht bestückt.

_.-=: MFG :=-._
Gast #1896808
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Andrew Taylor schrieb:
> Sven schrieb:
>> Das ist ein Brückenkondensator, so wie ein 0 ohm Widerstand, nur als
>> Kondensator halt. Verbau ich auch oft, sind ganz praktisch,
>
>
> Du beliebst zu scherzen.

Naja der Scherz ist aber fehlerhaft! Ein 0pF Kondensator ist eben kein 
Brückenkondensator, sondern vielmehr ein Leerlaufkondensator! Die sind 
ohnehin viel billiger und einfacher zu bestücken.

Die Sache mit der Brückeninduktivität ist auch nicht ganz einfach zu 
realisieren, man sollte ja möglichst jede Windung des Drahtes vermeiden, 
leider ist das praktisch nicht so einfach möglich, deshalb werden diese 
Brückeninduktivitäten ja auch so selten eingesetzt.
#1897064
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Vielleicht ist es ja einfach so das dieser besagte Kondensator bei der 
Inbetriebnahme und Abgleich durch probieren bestimmt wird. Will damit 
sagen das der benötigte Wert von Gerät zu Gerät verschieden ist.
Bei kleinen Serien ist das ja durchaus üblich.

In der HF Technik findet man das mitunter auch. Wenn der Wert klein 
genug ist verwendet man dann einen Abgleichtrimmer, wenn der Wert im 
Nanofaradbreich liegt, probiert man den optimalen Wert einfach aus.

Sonderlich groß ist die Serienfertigung bei H+K ja nicht. Die Firma 
könnte man ja noch zur Manufaktur zählen.

Ralph Berres
OP #1898287
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Ahhh. Es handelt sich um Luftbrückenkondensatoren. Ist doch super, in 
dieser Bauweise kommt man den 0 Pikofarad noch am nächsten. Ein weiterer 
Vorteil ist die äußerst geringe parasitäre Induktivität! Ein Nachteil 
ist allerdings, dass sie leicht verloren gehen, da sie bauartbedingt nur 
über verschwindend geringe Opazität verfügen.
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#1898359
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Ralph Berres schrieb:
> Vielleicht ist es ja einfach so das dieser besagte Kondensator bei der
> Inbetriebnahme und Abgleich durch probieren bestimmt wird. Will damit
> sagen das der benötigte Wert von Gerät zu Gerät verschieden ist.
> Bei kleinen Serien ist das ja durchaus üblich.
Ganz genau so und nicht anders ist es.
Um bei der Bestückung keine Lagerbuchung von falschen Teilen zu haben, 
ist sowas durchaus geläufig.
#1898629
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Der Platzhalter ist der Weitsicht des Entwicklers zu verdanken. Man weiß 
ja im voraus nicht ob man Probleme mit Einstrahlung von Sendern haben 
wird. Da ist es sehr vernünfig am Eingang einen Kondensator(Tiefpass) 
vorzusehen. Wahrscheinlich gab es dann beim Test keine Probleme und 
somit konnte man die Bestückung sparen. Lieber so als ein nachträglich 
reingepfuschter C.

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