Hallo,
mich würde interessieren wie hilfreich Theoriestoff für euch war und ob
ihr daraus was lernen konntet.
Ich müsste eigentlich nur noch dieses Semester und ein Praxissemester
abschließen und dann hätte ich den Bachelor. Momentan bin ich aber
wirklich am Überlegen das Studium hinzuschmeißen.
Bei Projektarbeiten gehts halbwegs aber sobald ich daran denke dass ich
einen theoretischen Test habe und versuche zu lernen bekomme ich
irgendwie Kopfschmerzen und es will und will nicht weitergehen.
Irgendwie blockiert mein Kopf und ich kann mir nichts merken.
Ich glaube dass ich vom Theoriestoff noch nie was gelernt habe. Während
der Stunde konnte ich nicht zuhören und für den Test habe ich das nur
gelernt und nach paar Tagen den Stoff wieder vergessen.
Kann mich nicht erinnern dass ich einen Nutzen davon hatte. Zum Test
konnte ich das Bsp. lösen aber der Sinn davon war mir nie wirklich klar.
Somit würde mich interessieren ob für euch der Theoriestoff der gelehrt
wird hilfreich ist.
MfG
Er war sehr hilfreich und ich habe viel daraus gelernt.
Warum Hinschmeißen, wenn du fast fertig bist?
>Kann mich nicht erinnern dass ich einen Nutzen davon hatte.
Jetzt vielleicht noch nicht, aber bald wirst du es brauchen, wenn es in
die Praxis geht. Da wirst du froh sein, es mal gehört zu haben.
Man lernt an der Hochschule Praxis ?
Welche ?
Alles ist Theorie, was einem dort vermittelt wird.
Und mit der Theorie sollte man in die Lage versetzt werden,
schon VORHER auszurechnen, ob die Praxis funktioniert.
Denn über den Stand des ausprobierens sind wir hinaus,
bei grossen Projekten kann man nicht ausprobieren.
Wenn du Praxis lernen willst, besuche eine Handwerkerklehre.
Und bei dem, was du später machst, solltest du aus der ganzen
Menge der gelernetn Theorie aus dem Vollen schöpfen können.
Wie ein Musiker, der erst mal viele Stile lernt, damit er danach
seinen eigenen Stil ausbilden kann.
viel hilfreicher als von vielen immer behauptet, zumindest im bereich
entwicklung, für den ich hier sprechen kann.
die dünnbrettbohrer, die das alles für brotlose theorie halten, sind
dann diejenigen die z.b. zu blöd sind einen schaltwandler vernünftig zu
realisieren, der vielleicht mal nicht schwingt und nicht durch den
nächsten EMV-test fällt. zumindest in der entwicklung trift man stets
auf probleme, bei denen einem die theorie aus dem studium hilfreich ist.
findet man diese zusammenhänge nicht (typischer aha-effekt: "da war doch
mal was mit..."), ist man schlicht ein mieser entwickler.
man kann zwar auch vieles zusammenschustern, sich schaltungen aus
datenblättern und internetforen zusammenkopieren, wird so aber kein
vernünftiges niveau erreichen.
Theoretisches Wissen ist für Akademiker unabdingbar und in vielen
Arbeitsfeldern notwendig.
Mal ein kurzes Beispiel meiner eigenen Erfahrung:
Bereits in jungen Jahren habe ich mich intensiv und ernsthaft mit der
Elektronik beschäftigt. Ich habe früh Schaltungen entwickelt und während
meiner Jugend häufig in Elektronikfirmen gearbeitet, teilweise auch in
der Entwicklung. Dann habe ich mein Studium begonnen und gedacht, ich
könne nichts mehr lernen. Ich wurde schnell eines besseren belehrt! Es
war faszinierend zu beobachten, wie durch Erfahrung des theoretischen
Wissens meine bisherigen "Entwicklungen" schnell zu einem primitiven
"Basteln und Probieren wurden" verblassten. Das theoretische Wissen hat
micht überhaupt erst in die Lage versetzt, ingenieurmäßig zu arbeiten.
Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen durfte. Aber nicht
dass hier ein falscher Eindruck entsteht: auch für mich waren die
besonders theoretischen Fächer manchmal ein Graus.
Aber wenn ich sehe, wie souverän ich jetzt z.B. mit elektromagnetischen
Feldern umgehe (obwohl das "theoretische" Wissen in meinem Studium aus
Sicht eines Physikers wohl auch wieder nur "Praxis" ist), dann hat sich
die Quälerei absolut gelohnt.
Hmm, du stellst dir das Arbeitsleben vermutlich etwas falsch vor:
Ingenieure sind (leider) Schreibtischtäter: nur die wenigsten haben mal
das Produkt in real auf dem Schreibtisch liegen, geschweige den einen
Tastkopf in der Hand.
In den größeren Firmen gibt es mehr PowerPoint-Helden, als Leute, die
arbeiten... :-(
Aber es hängt ja immernoch von einem selbst ab, in welche Richtung man
sich entwickelt. Also Fertig machen. Und ganz wichtig: später dann in
die Richtung bewegen, die einem Spaß macht. Sind ja immerhin 1/3 des
Tages - da sollte man zufrieden sein.
Eigentlich gibt es ehh keine Alternative zum fertigmachen: Ein
halbstudierter wird sich schwer tun sich zu rechtfertigen (zumindestens
so das es auch die Personalerin versteht).
Und als Entwickler, der bei größeren Projekten nur selten an der
Hardware messen kann, für den bleibt wohl nurnoch die Theorie, auf die
Verlass ist.
Glück Auf
Ich persönlich bin eher der Verstehenstyp "von der Praxis zur Theorie".
Mit der Vorlesung "Theoretische Informatik" konnte ich recht wenig
anfangen. Es wurde erwähnt, daß diese Veranstaltung "unabdingbar" sei,
damit man die darauf folgende Vorlesung "Compilerbau" verstehen und
bestehen würde. nach 1/2 Semester "Compilerbau war nur noch
Informations-Salat in meinem Kopf.
Ich habs halt grad anders rum gemacht: Zuerst Compilerbau besucht, und
anschließend die Theorien zu Touringmaschinen etc. angehört (und dann
war auf einmal alles wunderbar "einfach", denn ich "wußte ja nun, wofür
die tollen Theorien angewendet werden können ;-)
Ähnlich ging es mir auch mit Regelungstechnik: Ich hatte zuvor eine
Lehre in Meß- und Regeltechnik gemacht, und in der Hochschule gingen mir
de ganzen Theorien zu allem Möglichen ganz flott von der Hand, da ich ja
alles schon mal "in Praxis" erlebt habe.
und heute bin ich manchmal sogar ganz froh darüber, zu bestimmten Dingen
die theoretischen Hintergründe zu kennen, das erschließt mir wieder
bessere / andere praktische Sachen, auf die ich sonst vielleicht nicht
so direkt drauf gekommen wäre.
Ansonsten denk ich mir: Nur durch Lesen des Kamasutra (oder des Playboy)
wird man nicht zum guten Liebhaber ;-)
> Ich müsste eigentlich nur noch dieses Semester und ein Praxissemester> abschließen und dann hätte ich den Bachelor. Momentan bin ich aber> wirklich am Überlegen das Studium hinzuschmeißen.
Reinhängen und ordentlich abschließen!!!
Mag sein, dass dir die Theorie der Uni im Job nur sehr begrenzt hilft,
aber ohne einen akademischen Titel kommst du gar nicht erst in einen
ordentlichen Job!
> Das wichtigste ist wohl das dir während des Studiums ein systematisches> und ingenieurmäßiges Denken beigebracht wird , welches dich später in> die Lage versetzt die Probleme aus einer anderen perspektive zu sehen und> Lößungswege zu finden.
Dito. Der Job verengt den fachlichen Blickwingel dauerhaft auf wenige
Spezialthemen und Routine, da ist es gut sich in jungen Jahren breit
aufzustellen. Wer sich nie mit der Theorie beschäftigt hat, ist in der
Praxis nicht in der Lage über den Tellerrand zu schauen. Man kann dann
zwar die gängen Prozesse befolgen, neigt aber dazu Dinge nicht zu
hinterfragen und Probleme und Verbesserungspotenziale erst (zu) spät zu
sehen.
Hochschule = Theorie. Wenn man sich für ein Hochschulsstudium
entschieden hat, hat man sich auch für Theorie entschieden. Solches
Poltikergefasel FH=Praxis kann jeder, der eine FH schon mal von innen
gesehen hat, nur müde belächeln. Man kann eher sagen, man lernt dort
Theorie, die für die Berufsausübung als Ingenieur (Theoretiker)
notwendig ist, an er Uni die Theorie für eine Wissenschaftlerkarriere.
Ich glaube, wenn Du die Theorie so haßt, bist Du mit einem
Hochschulstudium falsch beraten. Auch im späteren Berufsleben wirst Du
eher vorm Rechner sitzen, als praktische Dinge tun. An Deiner Stelle
würde ich jedoch den Bachelor zu Ende machen, das sieht im Lebenslauf
einfach runder aus. Kein Mensch nimmt Dir später Deine Enttäuschung über
die Theorielastigkeit als Grund Deines Abbruchs ab, sondern man vermutet
dann Blödheit.
Ich habe fast nichts von dem theoretischen Zeug je wirklich gebraucht.
Allerdings mag das anders sein bei Leuten, die in die entsprechenden
Jobs gehen, meinetwegen HF Entwicklung oder so. Wobei da meiner
Erfahrung auch eher die ist, dass man nachher mit viel Mühe die
empirisch gewonnen Ergebnisse auf die Theorie abbildet (und nicht
umgekehrt).
Das Entscheidende ist meiner Meinung nach, dass man eine gewisse
ingenieurmässige Denkweise lernt, die wichtig ist, um neue Projekte
anzugehen.
Mach das Studium jetzt zu Ende, und such Dir dann einen Job, bei dem man
diese Theorie nicht braucht. Habe ich auch so gemacht. Es gibt unendlich
viele Ingenieure, die nicht mal das Ohmsche Gesetz wirklich verstanden
haben und die trotzdem (oder sogar deswegen) erfolgreich sind.
Gruss
Axel
High Performer schrieb:> Theoretisches Wissen ist für Akademiker unabdingbar und in vielen> Arbeitsfeldern notwendig.
Volle Zustimmung.
Es hängt sehr stark vom konkreten Bereich ab in dem du arbeitest.
Rennst du wie Zuckerle auf Baustellen herum und musst den Leuten
beibiegen was sie bis Freitag machen sollen - hilft keine Theorie. Da
muss man verstehbare Lösungen kommunizieren.
Sitzt du aber an einem neuen technologischem Prinzip - wann immer du
willst, aber der Kunde will den Prototypen sehen und es müssen Modelle
entwickelt werden die mehr als Abiturniveau haben - was wir sicher alle
drauf haben, dann kriegt das nur ein Theoretiker hin der die Theorie
(Mathematik) gern frühstückt.
Es kommt ab und an vor das ein Prozess völlig zum liegen kommt weil man
prinzipiell etwas falsch macht. Das ist immer die große Stunde der
Theotetiker. Aber man macht das auch nie öffentlich - wäre zu peinlich.
Aber es ist sehr belustigend zu sehen wie 100 Mann darauf warten das du
etwas machst. Ich kanns empfehlen.
:-)
"ohne revolutionäre Theorie keine revolutionäre Praxis" (Lenin)
alles hat seine dialektischen zusammenhänge.
wenn du es nicht lebst, oder dich auf eins beschränkst geht es also
nicht.
Zuckerle schrieb im Beitrag #1901748:
> Auf den kann ich genauso verzichten wie auf den Östereicher mit dem> Schnurrbart !
mag ja sein, aber das ist philosophie, und da ist das eine position
neben denen von feuerbach und hegel. was da draus gemacht wurde ist
nicht philosophisch....
aber deine antwort ist typisch ( also nicht "dumm","doof")
@ Zuckerle (Gast)
>> "ohne revolutionäre Theorie keine revolutionäre Praxis" (Lenin)>Auf den kann ich genauso verzichten wie auf den Östereicher mit dem>Schnurrbart !
Geschichtsallergie? Der olle Lenin war sicher aucch kein Waisenknabe,
aber von den historischen Figuren seiner Zeit noch der Harmloseste. Und
wie man auch immer zu bestimmten Leuten stehen mag, machmal hat auch der
Gegner recht.
MFG
Falk
Falk Brunner schrieb:> Geschichtsallergie? Der olle Lenin war sicher aucch kein Waisenknabe,> aber von den historischen Figuren seiner Zeit noch der Harmloseste. Und> wie man auch immer zu bestimmten Leuten stehen mag, machmal hat auch der> Gegner recht.
oh ja!
Rosa Luxemburg:
„Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.“ – und sie sieht
in Lenins Weg die Herrschaft einer politischen Clique voraus.
ps.: technik hat da auch was mit zu tun
Für mich ist die Theorie ein großer Schatz. Meiner Erfahrung ist aber:
Wer Theorie mag, sollte damit nicht hausieren gehen. Es gibt da draußen
genug Umstandskrämer die Theorie hassen. Ich habe mal gehört, was
ingenieursmäßiges Vorgehen ist: "All should be done systematically." -
In der Berufspraxis erlebe ich davon nicht viel. Die Leute programmieren
einfach drauf los und der Chef findet es gut. Es geht soweit, dass
manche Leute fast nie Notizen machen, sich keine Grafiken erstellen, das
Problem schriftlich/bildlich erörtern, welches es zu lösen gilt. Man
darf bezweifeln, dass das alles Genies sind, die die komplette Lösung
schon im Kopf haben. Ich schätze, 8 von 10 Softwareentwicklern, die ich
kenne, schreiben sich nichts auf. Für den Cheffe ist "Theorie" schon ein
Schimpfwort. Wehedem, man erwähnt das Wort Quicksort oder
Strategiemuster, auch wenn man es verwendet, weil es bei Java
standardmäßig dabei ist.
Ich falle mit meiner Arbeitsweise etwas aus der Rolle und deswegen fällt
mir die Arbeitsweise der anderen so auf. Ich habe einen Kollegen im
Büro, der erst kürzlich bei uns angefangen hat. Er muss sich Themen
erarbeiten. Er schreibt sich auch nichts auf. Von Mindmaps, einer
Notationsmöglichkeit um sich neue Dinge strukturiert zu erarbeiten, hat
er auch noch nie was gehört. Ich bezweifle auch schon, dass er UML kann.
Informatiker halt.
Karl Martell schrieb:> Ich falle mit meiner Arbeitsweise etwas aus der Rolle und deswegen fällt> mir die Arbeitsweise der anderen so auf. Ich habe einen Kollegen im> Büro, der erst kürzlich bei uns angefangen hat. Er muss sich Themen> erarbeiten. Er schreibt sich auch nichts auf. Von Mindmaps, einer> Notationsmöglichkeit um sich neue Dinge strukturiert zu erarbeiten, hat> er auch noch nie was gehört. Ich bezweifle auch schon, dass er UML kann.> Informatiker halt.>>>> Beitrag melden | Bearbeiten | Löschen |
damit triffst du einen kernpunkt die ich nur bestätigen kann.
mir fehlt immer wieder der eigene anspruch/philosophische ansatz der
artiger kollegen.
ist arbeit immer nur = energie+zeit? und multipliziert sich das ganze
für das einkommen nur mit der (leidens)zeit.
es ist erschreckend wie das gerade bei anfängern verinnerlicht ist.
Veni, vidi, vici
nur ohne gekämpft zu haben...
@ xx² (Gast)
>„Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.“ – und sie sieht>in Lenins Weg die Herrschaft einer politischen Clique voraus.
Naja, um jetzt mal schön OT zu werden. Welches Gesellschaftsmodell ist
den WIRKLICH realistisch machbar? Das "wir sind alle gleich im
Kommunismus" ist in der Theorie schon Unsinn, erst Recht in der Praxis.
Einer muss die Hosen anhaben, allein schon deshalb, weil die "Masse"
nicht das intellektuelle Potential zur Führung hat, selbst bei
sozialistischer Chancengleichheit und Bildungspolitik. Nein, ich will
nicht dem Status Quo die Stange halten, aber es ist nun mal so. Dass
dieses Führungsmanschaft möglichst nicht isoliert und abgehoben die
Dinge leitet und sich die Kohle unter den Nagel rafft ist das hohe Ziel.
Demokratie ein mehr oder minder funktionierender Kompromiss dafür.
>ps.: technik hat da auch was mit zu tun
In wie fern?
"Die beste Staatsform ist nach Popper die Demokratie, die Popper neu
definiert als eine Herrschaftsform, in der es möglich ist, die
Herrschenden ohne Blutvergießen auszutauschen. Dies, und nicht etwa die
Behauptung, dass die Mehrheit recht habe, sei der größte Vorzug der
Demokratie."
Da scheint das suedamerikanische Modell : Lasst uns den Praesidenten
abknallen um selbst Praesident zu werden etwas aus der Mode geraten zu
sein. Nein. Das ist der Vorlaeufer der Demokratie. Wenn sich dann mal
keiner mehr getraut Praesident zu werden.
:-)
Falk Brunner schrieb:> Naja, um jetzt mal schön OT zu werden. Welches Gesellschaftsmodell ist> den WIRKLICH realistisch machbar? Das "wir sind alle gleich im> Kommunismus" ist in der Theorie schon Unsinn, erst Recht in der Praxis.> Einer muss die Hosen anhaben, allein schon deshalb, weil die "Masse"> nicht das intellektuelle Potential zur Führung hat, selbst bei> sozialistischer Chancengleichheit und Bildungspolitik. Nein, ich will> nicht dem Status Quo die Stange halten, aber es ist nun mal so. Dass> dieses Führungsmanschaft möglichst nicht isoliert und abgehoben die> Dinge leitet und sich die Kohle unter den Nagel rafft ist das hohe Ziel.> Demokratie ein mehr oder minder funktionierender Kompromiss dafür.>>>ps.: technik hat da auch was mit zu tun>> In wie fern?
du verwechselst politik mit philosohie.
politik besteht aus macht fragen
philosohie aus wissensfragen
leider werden /wurden viele durch macht von ihrem wissen korrumpiert
obwohl sie philosophisch integer sind
so gibts es also menschen, die in unserem historischem verständnis sich
politisch falsch verhalten haben/können,
aber sich in einem philosophisch relevanten kontext bewegt haben.
hierzu gehören unter garantie keine rassisitischen aussagen, weil die
den basis anspruch nicht erheben können.
weil philosophisch betrachtet ist alles leben gleich zu behandeln.
( sokrates : "störe meine kreise nicht" schwupps, war er tot)
vielleicht fehlt das einigen perfekten technikern
@ääähhhmm (Gast)
>>>ps.: technik hat da auch was mit zu tun>>>> In wie fern?>du verwechselst politik mit philosohie.
Ich?
>politik besteht aus macht fragen>philosohie aus wissensfragen
Schon klar.
>leider werden /wurden viele durch macht von ihrem wissen korrumpiert
Hmm.
>hierzu gehören unter garantie keine rassisitischen aussagen, weil die>den basis anspruch nicht erheben können.>weil philosophisch betrachtet ist alles leben gleich zu behandeln.
Schwingt da sozialistische Gleichmacherei mit? Fakt ist, es GIBT viele
Unterschiede zwischen den Wesen dieses Planeten. Wie man die zu bewerten
hat ist eine andere Frage.
>( sokrates : "störe meine kreise nicht" schwupps, war er tot)
Das war Archimedes.
>vielleicht fehlt das einigen perfekten technikern
Ich haben nicht wirklich verstanden, was du mir sagen willst.
Mir hat die viele viele Thorie so gut wie nichts gebracht. Natürlich ist
es schön, ein Netzwerk systematisch berechnen zu können. Aber allein die
ganze Quälerei mit Mathe. Sicher, ein Ing, sollte schon Standard-DGLs
lösen können. Aber die ganzen Sachen mit Metrik, n-dim Vektorräuen, auf
die man irgendwelche Sätze anwenden musste, usw. helfen mir bei meiner
Arbeit überhaupt nicht.
Oft wird behauptet, im Haupstudium wird es interessanter. Kann ich nicht
bestätigen. Bei elektronischen Bauteilen solche Dinge wie
Bänderaufbiegungen fand ich schon sehr abstrakt. Ist halt eher Physik
bzw. Chemie. OPV verstehen ist sinnvoll. Aber ganz viele Dinge waren
rückblickend absolute Zeitverschwendung. Besonders Dinge wie
Modellbildung. Ein Mega kompliziertes Modell, das locker für eine
Diplomarbeit gereicht hätte, mit Matlab analysieren und so weiter, hat
mich total genervt. Ganze Wochenenden hab ich gesessen um am Ende einen
extrem speziellen Sachverhalt zu verstehen. TET ist natürlich der
Klassiker, und hat wohl auch seinen Sinn. Trotzdem waren viele
Übungsaufgaben viel zu umfangreich und wurden auch in der Übung z.T. gar
nicht besprochen.
Wozu muss man sich trainieren, um mit Papier und Stift Gleichungen zu
lösen? Fakt ist, dass genau solche Dinge sehr oft den Erfolg in
Klausuren ausgemacht haben. Was nützt Verständnis, wenn man nix
ausrechnen kann. 80% der Klausurvorbereitung war bei mir Rechentraining.
Mein Fazit, 95% brauch ich nicht und war sinnlos.
Nachtrag: Auch der ganze Matrix Kram wie regulär, obere Dreiecksform,
Transformationsmatrix, Singulärwertzuerlegung, usw. usw. usw. ist nur
sinnvoll, wenn man genau auf diesem Gebeit forscht. Vor allen Dingen,
wenn man die ganzen Eigenschaften kennen musste, z.B. weil sich eine
Trafo-Matrix mit den Eigenschaften bla finden lässt, lässt sich über die
Sinulärwerte das und das sagen. Werde ich mein Leben lang nicht mehr
brauchen den Kram.
@Robert (Gast)
>lösen können. Aber die ganzen Sachen mit Metrik, n-dim Vektorräuen, auf>die man irgendwelche Sätze anwenden musste, usw. helfen mir bei meiner>Arbeit überhaupt nicht.
Da hast du den Sinn von Grundlagen(studium) nicht verstanden. Es ght
darum, dir a) ein breite Palette von Lösungsmöglichkeiten an die hand zu
geben und b) dein Hirn im logisch-analytischen Denken zu schulen.
>Oft wird behauptet, im Haupstudium wird es interessanter. Kann ich nicht>bestätigen.
Dann hast du wohl das für dich falsche studiert.
> Bei elektronischen Bauteilen solche Dinge wie>Bänderaufbiegungen fand ich schon sehr abstrakt. Ist halt eher Physik>bzw. Chemie.
Wer in die Halbleiterschiene gehen will, braucht das. Und ein wenig über
den Telelrrand blicken ist nicht nur nützlich, es ist am Ende notwendig.
> OPV verstehen ist sinnvoll. Aber ganz viele Dinge waren>rückblickend absolute Zeitverschwendung. Besonders Dinge wie>Modellbildung.
Nö. Wenn gleich man in der Praxis immer abwägen muss ob man nur ewig und
drei Tage an einer Modellbildung arbeitet oder einfach die Ergebnisse in
einer Messung findet.
> Ein Mega kompliziertes Modell, das locker für eine>Diplomarbeit gereicht hätte, mit Matlab analysieren und so weiter, hat>mich total genervt.
Tja.
> Ganze Wochenenden hab ich gesessen um am Ende einen>extrem speziellen Sachverhalt zu verstehen.
Nennt man Studium, ist halt kein Infotainment.
>Wozu muss man sich trainieren, um mit Papier und Stift Gleichungen zu>lösen?
Weil du die Sache verstehen sollst und nicht hirnlos Knöpfchen drücken
und zum Schmalspur "Experten" erden sollst.
Warum ist im Zeitalter der Taschenrechner Kopfrechnen notwendig? Eben
darum!
Und warum wird das immer mehr vernachlässigt? Damit man dumme, leicht
beeinflußbare Menschen produziert!
> Fakt ist, dass genau solche Dinge sehr oft den Erfolg in>Klausuren ausgemacht haben. Was nützt Verständnis, wenn man nix>ausrechnen kann.
Dann hast du es nicht verstanden ;-)
>Mein Fazit, 95% brauch ich nicht und war sinnlos.
Wenn amn hinterher Powerpoint Produzent wird ist das klar. Und niemand
hat jemans behauptet, dass jeglicher Lernstoff zu 100% für jeden direkt
notwendig ist. Aber darum geht es nicht. Es geht umd die breite
Bildungsgrundlage und den Trainingseffekt!
>Nachtrag: Auch der ganze Matrix Kram wie regulär, obere Dreiecksform,>Transformationsmatrix, Singulärwertzuerlegung, usw. usw. usw. ist nur>sinnvoll, wenn man genau auf diesem Gebeit forscht.
Falsch. Siehe oben.
MFG
Falk
>oh ja!>Rosa Luxemburg:
Interessant und auch unverschämt empfinde ich ja die Vorgehensweise
unserer heutiger "herrschenden Klasse", alle unbequemen Leute von früher
in einen Topf zu werfen. Da wird Lenin Hitler gleich gestellt. Am Grab
Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts dürfen offiziell keine Blumen
nierdergelegt werden. Wenn es die Linken tun, wird ihnen das negativ
angerechnet. Ernst Thälmann wird aus der Erinnerung verbannt, obwohl er
von den Nazis ermordet wurde und als Antifaschist tätig war. Andere mit
ähnlichem Schicksal werden verehrt.
Man muß doch mal Relationen einführen, ob jemand Ideologie vertreten
hat, die nicht ins heutige Konzept paßt oder ob jemand 50 Mio.
Menschenleben zu verantworten hat. Ähnlich nervend sind Vergleiche der
DDR mit dem 3. Reich. Da stimmen auch bei weitem nicht die Relationen.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist seine Grenzen zu erkennen. Wenn der
Robert mal sowas braucht, aber nicht mehr kann, soll er einen Physiker
kommen lassen.