Hallo,
ich schraube seit geraumer Zeit an einem "Rennmofa". Momentaner stand
ist 70ccm Kit drauf, kaum noch was vom originalen Rahmen übrig usw usw.
(Vespa Ciao PX)
Nun will ich für das Teil eine elektronische Drossel bauen, da das Teil
aber mit einer Kontaktzündung funktioniert, kann ich keine fertigen
Drezahlbegrenzer/CDI-"Mods" usw verwenden.
Meine Idee war nun die Spannung der Lichtmaschine zu messen und wenn
eine bestimmte Spannung überschritten wird, soll der Zündfunke
unterbunden werden.
Ich weiss, dass ich mir damit die Hälfte vom Tank zum Auspuff rausjage
und ab und an mal mit Fehlzündungen rechnen muss, aber will so etwas
trotzdem haben. Man lässt ja nicht jedes mal einen draufsteigen, der
weiss, wie man mit so einem Teil umzugehen hat ;)
Beim messen kam raus: bei 25 Sachen ca. 6V, bei 70 dagegen schon 15V,
höher lasse ich noch nicht drehen, ist noch einiges zu tun, bis es das
aushält).
Dadurch, dass an einem Mofa keine ordentliche Gleichspannung anliegt,
würde ich gern ohne Controller auskommen.
Wie kann ich die Schwelle erkennen und die Drossel "auslösen" lassen?
Und wie steuer ich am besten den Zündfunken? (Transistor? Varistor?)
Und weiss jemand von euch wie hoch die Zündspannung ist (Vespa Ciao PX)?
Mein Billig-Multimeter hats gegrillt (250VAC max) und was anderes steht
mir eigentlich nicht zur Verfügung. Ich habe ein
"privat"-Reperaturhandbuch und auch zwei für Händler sowie die Anleitung
zum Mofa aber dort konnte ich nichts finden.
Ich hoffe dass ihr mir dabei helfen könnt!
So ich spiele hier mal wieder Spielverderber:
Was du vorhast ist illegal.
Mal abgesehn dass dein "Mofa" dann nicht mehr wie vorgeschrieben 25km/h
fährt: Durch fest angebrachte Umbauten (nicht ohne Werkzeug entfernbar)
oder Eingriffe in die Fahrzeugelektronik oder Fahrzeugaufbau erlischt
die Betriebserlaubnis. Dies hat zur Folge, dass damit der
Versicherungsschutz erlischt. Das Fahren ohne Versicherungsschutz stellt
desweiteren eine Straftat dar. Nur mal zur Erläuterung: Du kannst alles
selbst Zahlen - das geht vom Fremdschaden (deinen sowieso) bis zu
Zivilklageergebnissen. Nur mal zu deinem Vergleich: Vor ein paar Jahren
hat ein Motorradfahrer an einem Zebrastreifen einen Fußgänger erfaßt.
Der Geschädigte klagte auf 1,2 Mio. € Schadensersatz (Rollstuhl, etc).
Zugesprochen bekam er ca. 972.000€. Glücklicher Weise hatte der
Motorradfahrer eine Versicherung. Ansonsten hätte er dies aus eigener
Tasche bezahlen müssen. Nachdem du dann keinen Versicherungschutz mehr
hast musst du für solche Dinge selbst aufkommen. Jede Versicherung wird
sich in diesem Falle wehren zu bezahlen.
Es geht aber noch weiter: Nehmen wir mal an du hast Vorfahrt und ein
Wartepflichtiger erfasst dich. Glück gehabt nur Blechschaden. Dann hast
du defintiv eine Teilschuld (meist 50% und mehr) am Unfall. Egal ob
jetzt deine Anbauten den Unfall verursacht haben oder damit garnichts zu
tun haben. Dann bezahlst du mind. 50% eines Schadens. Nur zur Info - mir
hat neulich jemand an einem VW Pasat einen Seitenspielgel abgefahren und
ist mir die linke Seite entlang geschrammt. Kotflügel + Tür + B-Holm +
Tür + Seitenabdeckung hinten links. Unfallschaden -> Werkstatt ->
Kostenpunkt: 3782,73€. Ich bin mir nicht sicher, ob es dir das Wert ist
nur um mit einem Selbstbau 70 km/h zu fahren.
Darum für dich: Du musst ein Sachverständigen Gutachten machen lassen (
normalerweise ein paar hundert Euro), dass das der Selbstbau nichts
gefährdet, usw. (mit dem TÜV besprechen) dann damit zum TÜV und
Eintragen lassen. Bei 2-Rädern 40€/Teil. Ist dann allerdings kein Mofa
mehr sondern (wenn du es überhaupts eingetragen bekommst) Motorrad
Klasse A. Wichtig: Das reine Eintragen beim TÜV hat nichts zu bedeuten!
Das macht der dir einfach so das hat nichts mit techn. Abnahme zu tun.
Es ist leider sehr teuer selbst Anbauten zu machen (Kannst ja mal
zusammenrechen) darum machen das kaum Bastler. Überleg es dir einfach ob
es auch im Hinblick auf deine rechtl. Situation das der Wert ist.
Noch ein Nachtrag: Das Fahren ohne Versicherungsschutz stellt eine
Straftat dar. Bist du über 18 steht es im Führungszeugniss (>>
Arbeitgeber sieht das). Warum man heute abgelehnt wird steht hier
(sicher extrem) beschrieben: Beitrag "Bewerbung Abgelehnt! Notzizettel wurde in meiner Mappe vergessen. Frechheit was sich Firmen erlauben"
Bist du noch keine 18 so steht es bis zum 24. Lebensjahr im sog.
Jugendstrafregister (da gibt's Einträge ab dem 14. Lebensjahr).
Gruß
Wer sagt dass ich das Teil auf ner öffentlichen Strasse fahre? Ich
schrieb ja auch Rennmofa und nicht alltagsmofa, dafür hab ich ne 550er
Kawa ;)
Und ausserdem hab ich das nicht vor, es läuft bereits.
>Wie wäre es, wenn du die Zündung nicht auf der Hochspannungsseite der>Zündspule unterbrichst sondern auf der Niederspannungsseite?
Hmm das ist nicht so einfach, mein Multimeter hats VOR der Zündspule
gegrillt. Die ist auch nicht direkt an der Lichtmaschine angeschlossen,
sondern dafür hats extra Spulen, extra Anschluss am Motor.
Natürlich werden alle frisierten Mofas nur auf Rennstrecken gefahren:
Spazierwege und so...
Die Bastel Kids raffen einfach nicht, dass Drosseln nix nutzen:
Wenn einer Streife ein schnelles Mofa auffällt, hockt sich nicht der
Polizist drauf und probiert wie schnell es geht.
Das Ding geht zum Sachverständigen, der baut es auseinander und schaut
ob getuned oder nicht.
Wenn ja, testet er das Ding natürlich OHNE die Drossel. (Die finden auch
so Spielereinen, bei denen mit "verstecktem" Schalter auf langsam
gestellt ist).
Gruß
Wenn man keine Ahnung hat...
>Natürlich werden alle frisierten Mofas nur auf Rennstrecken gefahren:>Spazierwege und so...
Da is nix einfach nur frisiert, das is mindestens 50% Eigenbau - das
sieht man, das hört man und mit dem Teil kommst du auf keiner Strasse
auch nur nen Kilometer weit, ohne dass einer die Polizei ruft.
>Die Bastel Kids raffen einfach nicht, dass Drosseln nix nutzen:
... sollte man einfach mal die Klappe halten
>Wenn einer Streife ein schnelles Mofa auffällt, hockt sich nicht der>Polizist drauf und probiert wie schnell es geht.>Das Ding geht zum Sachverständigen, der baut es auseinander und schaut>ob getuned oder nicht.>Wenn ja, testet er das Ding natürlich OHNE die Drossel. (Die finden auch>so Spielereinen, bei denen mit "verstecktem" Schalter auf langsam>gestellt ist).
Blablablablubb, wer nicht auf der Strasse fährt, kann fahren was und wie
er will.
Ich bitte darum, die Beiträge, die nichts mit dem Thema hier zu tun
haben zu löschen, den hier ebenfalls.
>Und auf der Rennstrecke muss das Ding auf 25 umschaltbar sein.
Hat einer von euch eigentlich auch gelesen was ich geschrieben habe?
Ich hab nämlich nirgendwo was von 25 geschrieben, mir gehts dabei eher
um ca. 40-45, denn jedesmal wenn ich jemanden das erste mal fahren
lasse, habe ich Angst, dass es demjenigen die Maschine unterm Hintern
rauszieht.
Nachdem sich hier die Superklugen beim In-die-Hose-machen überbieten,
schreibe ich mal was zum Thema.
Selbstverständlich kann man eine Drehzahlbegrenzung ohne µC bauen,
früher gab's µC auch nicht in KFZ. Allerdings würde ich die
LiMa-Spannung als Eingangssignal ganz schnell vergessen. Nimm eine
analoge Drehzahlmesserschaltung, das Ausgangssignal kannst Du mit einer
einstellbaren Festspannung vergleichen und damit die
Niederspannungsseite der Zündung unterbrechen. Im einfachsten Fall würde
ich den Unterbrecher auf Masse kurzschließen. Die zusätzliche Belastung
der Zündspule durch "Dauerstrom" dürfte minimal sein, da die Begrenzung
nur kurz und selten auftritt.
Du suchst Dir also im Netz die Schaltungen für einen analogen
Drehzahlmesser, einen Komparator und evtl. eine elektronische Zündung.
Letzteres wegen der hohen Spannungen, wie Du bereits festgestellt hast
treten auf der "Niederspannungsseite" der Zündung bereits etliche
hundert Volt an.
Hmmm.... Ich weiss nicht so recht, ob das den Aufwand auch wert ist, ich
glaube ich mach das doch mit nem Controller. Müsste die meisten Teile
bestellen, habe von analoger Elektronik so gut wie gar keine Ahnung und
funktionieren soll es ja auch...
Habe mal zum ausprobieren einen Tiny2313 genommen, Batterie dran und ein
Kabel um das Zündkabel gewickelt. 22pF Kondensator dran und ab an einen
Interrupt-Pin. Der wird auch ziemlich oft ausgelöst :P Mal gucken ob ich
damit brauchbare Ergebnisse bekomme.
Da ich ja dann wahrscheinlich sowieso mit einem Controller arbeiten
werde, habe ich mir gedacht ich nehme eine fertige Schaltung, die ich
hier habe um mir auch noch die Drehzahl anzeigen zu lassen.
Das ist ein tiny2313 mit 4-stelligem 7-Segment Display dran, welches
über High-Power Shift Register (TPIC6595) angesteuert wird. Wenn
sämtliche Digits leuchten, braucht die Schaltung bei 3,3V etwa 220mA
(mit multiplexing) bzw 880mA wenn ich die alle Digits ohne Multiplexing
anschalte.
Nun würde ich einen LF33CV Spannungsregler (packt 1A) verwenden. Dessen
Eingangspannung ist aber max. 16V laut Datenblatt.
3.5VAC (Standgas) == 4.9VDC
angenommen 25VAC (Vollgas) == 35VDC
Kann ich da einfach so einen 7812 davorpacken? Der könnte (gut gekühlt)
auch mit dieser hohen Eingangsspannung umgehen.
Laut Datenblatt braucht der LF33CV nur einen 0.1µ Eingangsseitig und
einen 2.2µ Ausgangsseitig. Ich denke mal nicht, dass da dann eine
ordentliche Gleichspannung bei rauskommt.
Würde das so ungefähr funktionieren? :
LIMA -> Gleichrichter -> 1000µF+100nF -> 7812 -> 220µF+100nF -> LF33CV
-> 1000µ+100n