Gleichrichtung von Drehstrom

Gast #1903988
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Hallo Leute,

mal ne Frage:

ich habe hier einen Frequenzumrichter für 3x400V auf dem Tisch und 
zerlegt.
Die Beschlatung am Eingang führt die drei Phasen über diverse PTCs und 
Widerstände, die später über Relaiskontakte überbrückt werden auf den 
Gleichrichter -> soweit alles klar.

Der Ausgang des Gleichrichters geht auf die Kondensatorbank, hier sind 
mehrere Elkos parallel geschaltet um den Zwischenkreis zu stabilisieren.

Was mir jetzt nicht ganz klar ist:
Die Elkos sind 400V Typen und alle parallel. Wenn ich aber die Spannung 
des Zwischenkreises berechne, komme ich auf 230V*2,34=538,2V. Wieso sind 
die Elkos 400V Typen?

Vielleicht kann mir hier jemand nen Denkanstoß geben.

Viel Dank,
Gruß
Harald
Gast #1904012
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Dann zeichne doch mal die Schaltung auf und analysiere das Ergebnis.
Vermutlich gehen von jedem L je eine Diode mit Kathode an + und mit 
Anode an - des Zwischenkreises, da kommen durch die Phasenverschiebung 
keine 400V zum Tragen.

Die 400v sind nur dann relevant, wenn man zwischen 2 Außenleitern einen 
Einphasen Brückengleichrichter betreibt.
Gast #1904014
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Harald schrieb:
> Die Elkos sind 400V Typen und alle parallel. Wenn ich aber die Spannung
> des Zwischenkreises berechne, komme ich auf 230V*2,34=538,2V. Wieso sind
> die Elkos 400V Typen?

Die Rechnung ist schon nicht falsch. Sofern dort eine 
B6-Brückenschaltung verbaut ist. Es könnte aber auch eine M3 oder wie 
hier schon einige vermutteten einfach 3 B2 Brücken sein, Vllt siehst du 
dir den Gleichrichter mal genauer an. Bei 3 Phasen gibt es nunmal 
mehrere Wege diese Gleichzurichten. Wobei ich genauso wie du auch von 
einer B6-Brücke aus gegangen wäre, und dann auch bei 230V * 2,34 
gestockt hätte.

Ich bin ebenfalls auf eine Lösung gespannt.
Gast #1904114
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Der Gleichrichter ist ein SKD25 von Semikron, Schaltung B6U.

Nein, eben nicht. Die Kondensatoren sind alle parallel, 100pro!

Ich blicks nicht, vielleicht ist der Wert auf den Elkos der Eff.wert!? 
warum auch immer
#1904121
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Harald schrieb:
> Ich blicks nicht, vielleicht ist der Wert auf den Elkos der Eff.wert!?
> warum auch immer

Quatsch das ist der Spitzenwert den Elkos abkoennen.

Bei einer B6 Schaltung mit 400V Eingangsspannung liegt der Spitzenwert 
der Spannung am Ausgang bei  400Veff * sqrt(2) = 565Vs. Die 
Diodenschwellspannung vernachlaessigen wir hier einmal. Da bei gaengigen 
Elkos bei rund 450V Schluss ist muessten da zwei in Reihe geschaltet 
sein. Ansonsten koennte das nur ein Umrichter fuer ein 230V 
Drehstromsystem sein das es ja in einigen Laendern gibt (Japan zB.)

Schau mal genau nach was auf dem Typenschild steht und geht die 
Leiterbahnen zu den Elkos noch mal genau nach.
#1904131
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Harald schrieb:
> Was mir jetzt nicht ganz klar ist:
>
> Die Elkos sind 400V Typen und alle parallel.

Kaum.

Lass mich raten: Es ist eine geradzahlige Anzahl von Elkos, stimmt's?

 Was man in den FU öfters findet: Die Elkos sind in 2 Grupen, bestehend 
aus Serien- und Parallelschaltung gemischt, geschaltet. Somit fällt an 
jedem Elko die halbe Zwischenkreisspannung ab.

> Nein, eben nicht. Die Kondensatoren sind alle parallel, 100pro!

Leg das Gerät mal ans Netz und miss die Spannung über den Elkos. Und 
zwar jedem einzelnen.

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