ein klares Indiz, daß es wieder aufwärts geht und die Ingenieure wieder
gebraucht werden: Die Dienstleister gehen mir wieder deutlich mehr um
den Bart, zeigen sich nett, wünschen mir einen netten Tag, erkundigen
sich, wie es mir geht und möchten mich alle kennenlernen.
Da scheint wohl wieder irgend ein Hans bei Bosch oder Siemens ein paar
Projekte angeschoben zu haben, um die sich die Geier streiten und
Ingenieure anschleppen wollen.
Mein Gott, was ist das ein Gewürm.
Werden wohl doch die Fachkräfte knapp? Komisch nur, das entsprechende
Anzeigen nicht auftauchen. Allerdings bemerke ich, das wieder seit
langem überregional Anzeigen geschaltet werden. Vor allem aus dem
Süden der BRD. Wenn das man nicht nur eine Strohfeuer ist.
>Ist wohl die Konkurrenz unter den Dienstleistern härter geworden ...
Das ist definitiv richtig. Die haben schon schwer angefangen, zu sparen.
Die goldenen Zeiten sind vorbei. hehe
Und ja, ich habe auch den Eindruck, daß wieder Leute gesucht werden.
Habe seit ca 9Monaten das erste mal wieder Angebote jenseits der 60,-
Euro. Reine Hardwareentwicklung bringt (wieder) 65,- die Stunde,
allerdings nur bei Dienstleistern, die sehr schlank aufgestellt sind und
wenig Marche brauchen.
Das mit "nett werden" stimmt, es ist nur witzig wie arrogante
BWL-Schnösel plötzlich zum Schäfchen werden. Bleibt konsequent und
handelt euch angemessenes Gehalt aus wenn ihr in den Verhältnissen
arbeitet, kein Mitleid mit diesen Sklaventreibern. Ich habe mitgekriegt
dass ein Kollege sein Gehalat erheblich steigern konnt (+25%). Jetzt ist
es möglich: droht einfach mit Kündigung und basta.
Also, es bewegt sich auf jeden Fall was auf dem Arbeitsmarkt.
Ein Ex FH-Kolleg (bachelor), der seit 3J ohne Job und ohne Erfahrung
ist, fängt nächsten Monat an und für 40.000, nicht schlecht finde ich,
damals habe ich mit gerade mal 36000 angefagen, und nach 3j 42000.
Na es ist auch Zeit für mich was neues zu suchen.
Es geht wieder aufwärts:
-Die Stellenanzeigen in der Zeitung sind deutlich mehr geworden. Da
fangen die Preise bei um die 500EUR an. Ich gehe davon aus dass da auch
echter Bedarf dahinter steckt.
-Die Lieferzeiten für Halbleiterbauteile sind exorbitant hoch, z.T. sind
schon 26 Wochen angegeben.
-Wacker ist ausverkauft.
Die Bewerber haben jetzt mehr Auswahl, zu den Konditionen wie sie
letztes Jahr von den Verleihern geboten wurden wird kaum noch jemand
anheuern. Außerdem ist eine direkte Anstellung sicherer,
Stammbelegschaft wird in schlechten Zeiten wenn möglich gehalten.
Deshalb werden wohl auch einige Zeitarbeiter ihren Arbeitgeber
verlassen. Also müssen sie etwas bieten.
Ing. ET schrieb:>> Das mit "nett werden" stimmt, es ist nur witzig wie arrogante>> Zu mir waren alle bisher nett.> Ausnahme: Progressive
Bei mir eben nicht, die Progressive Jungs haben mir einen fetten Gehalt
geschafft, also, wie bei alles im Leben, braucht man ein bisschen Glück.
Allerdings bei DL ist in Moment so, dass die keine Spezialisten finden,
klar gibt es frische Ingenieure und vor allem Informatiker, die aber
keine Spezialisten sind. Man sucht in Moment Leute, die die
Technische-Leitung übernehmen können, und da gibt es eine
Fachkräftemangel heutzutage.
Sogar die Deutsche Sprache ist kein Problem mehr, ist Optional, schau
mal wie viele Ausländische Ingenieure in der Goethe Institut in der
Sonnenstrasse sind, sogar viele aus Nord Amerika!
Dann sind natürlich DL freundlicher nun, und versuchen die gute Leute
mit Mitarbeiter-Events, iPhones, Dienstfahrzeug u.ä. anzulocken (leider
aber nicht mit Gehalt!)
Also, ich sehe 2011 als ein gutes Jahr um Ingenieur zu sein, also, hab
nur ein bisschen Geduld.
Der ganze Dienstleister-Mist gehört abgeschafft, und die Unternehmen
müssten mal wieder selbst direkt Anwerben, ohne Dienstleister.
Schöne Scheiße, was der Herr Schröder da verbrochen hat!
Unverschämtheit, Leute so auszunutzen, wie's immer noch der Fall ist.
Leo ... schrieb:> Allerdings bemerke ich, das wieder seit> langem überregional Anzeigen geschaltet werden. Vor allem aus dem> Süden der BRD. Wenn das man nicht nur eine Strohfeuer ist.
Manche merken es eben erst wenn es schon wieder vorbei ist. Pass mal
lieber auf dass dir das nicht passiert.
Bin kein Dienstleistungsing. schrieb:> Der ganze Dienstleister-Mist gehört abgeschafft, und die Unternehmen> müssten mal wieder selbst direkt Anwerben, ohne Dienstleister.
Bin ich ganz bei dir. In meinem Umfeld sehen das mittlerweile auch die
Personaler ein.
Viel Glück und Erfolg wünsche ich euch Allen!
Diese Branche hat aus Arbeitnehmersicht einen schlechten Ruf und etliche
Nachteile (niedrigere Entlohnung, höheres Risiko für eine Kündigung,
...). Die Zeiten werden besser, ich würde mich falls ich in dieser
Branche angestellt wäre wohl auch nach etwas anderem umsehen. All dies
führt dazu dass sie etwas unternehmen müssen um ihre Leute zu halten
oder neue zu bekommen.
Falls der Tarifvertrag der Stahlbranche (gleiche Entlohnung für die
Leiharbeitmehmer) Schule macht kommen aber noch ganz andere Probleme auf
die Zeitarbeitsfirmen zu... Ev. ist die Zeitarbeit in Zukunft nur noch
ein Instrument für kurzfristige Auftragsspitzen und Spezialisten, die
man nicht auf Dauer benötigt.
Ob hochqualifizierte Fachkräfte aus Indien etc. sich auch von Ferchau &
Co. rekrutieren lassen?
"Kommen Sie mal zu einem Vorstellungsgespräch auf eigene Kosten vorbei
oder reichen Sie die Kosten bei Ihrer Arbeitsagentur ein."
@Gregor Wetzel
Zeitarbeit wird für kurz-/mittelfristige Aufträge immer gebraucht, egal
ob Spezialisten oder andere Arbeitskräfte.
Für diese höhere Flexibilität muss dann auch höhere Löhne gezahlt
werden, sogar mehr als "Equal Pay".
Ich schrieb:> Ob hochqualifizierte Fachkräfte aus Indien etc. sich auch von Ferchau &>> Co. rekrutieren lassen?
Ja, und zwar von Ferchau & Co in India! Darüberhinaus mietet die
Zeitarbeitsfirma einen Wohnblock aus Container zur nahen Unterbringung
am Einsatzort auch gleich an. Miete wird vom Gehalt abgezogen! Zum
Schutz vor bösen Deutschen kommt noch Stacheldraht drumm (wg.
Molotov-cocktails & Co) und besseren Kontrolle der ind. Fachkräfte
(sollen sich nicht in der Stadt rumtreiben, sondern gut ausgeschlafen
ihren 12-Stunden Arbeit verrichten)!
Arthur schrieb:>Ein Ex FH-Kolleg (bachelor), der seit 3J ohne Job und>ohne Erfahrung ist, fängt nächsten Monat an und für>40.000, nicht schlecht finde ich, damals habe ich mit>gerade mal 36000 angefagen, und nach 3j 42000.>> Na es ist auch Zeit für mich was neues zu suchen.
Seit 2 Monaten, habe ich meine Suchprofile in den Suchmaschinen (z.B.
Monster, XING) nicht mehr geupdatet. Einfach um zu sehen, was passiert.
Die Personaler filtern nämlich gelegentlich nach Aktualisierungsdatum,
oft nur neueres als eine Woche, was allerdings keine Qualitätsgarantie
ist, und da muß man jede Woche das Profil aktualisieren (z.B. ein
einzelnes Zeichen ändern, wieder rückgängig machen, und speichern).
Ja, und die letzten Tage kam trotzdem verstärkt wieder was herein.
Bin nicht Absolvent, aber mit einiger Hobby- und Berufserfahrung. Jedoch
gerade die 50 überschritten. Und langzeitarbeitslos. Beschäftige mich
aber gerade zu Hause mit Eval-Boards und sinnvollen Anwendungen.
Elektronik und Software. Um für mich persönlich weiter zu lernen. Da
gibt es immer und an allen Ecken Mankos. Kurse sind mir ziemlich
schnuppe: Meist oberflächlich und im Schweinegalopp, und dann braucht
man ja hinterher in angemessener Zeit auch Anknüpfungspunkte. Was ich
aber selbst mache, gestalte, bleibt mir viel besser in Erinnerung. Bin
mal gespannt, was da noch kommt, und ob überhaupt...
Straße fegen, muß aber glaube ich nicht sein, wo sie gerade auch
verstärkt über Zuwanderer aus dem Ausland reden... Ich soll ja bis 67,
und bis meine Rente dran ist, sind die sicher beim Renteneintrittsalter
von 72 oder 75 angelangt...
Ich gehe ja auch gerne zum Dienstleister, und reise, wenn die
Konditionen stimmen.
Es mag sein. dass die Sklavenhändler zur Zeit vordergründig einige
Zugeständnisse machen. Aber sobald der Vertrag unterschrieben ist, läßt
die "gute" Behandlung schlagartig nach und mutiert wieder zum
Herren-Sklaven-Verhältnis. BWL-Denken hat viele Facetten und beherrscht
Tarnen und Täuschen aus den FF. Im Vordergrund steht immer die
Gewinnmaximierung zu Lasten des Sklaven. In dieser Hinsicht übertrifft
der Schüler Deutschland sogar seinen Lehrmeister USA.