Hallo zusammen!
Ich habe hier einen AD-Wandler, welcher keine getrennte AVcc und DVcc
und ebenso kein getrenntes AGNG und DGND hat.
Wie verbinde ich diesen nun am besten?
Vref klar aus Referenzspannungsquelle. Aber seine Versorgung aus der
normalen Versorgungsspannung? Oder auch aus der Ref?
Hans schrieb:> Aber seine Versorgung aus der normalen Versorgungsspannung
Ja. Denn damit werden dann irgendwelche internen Logikfunktionen und
Schalter betrieben. Diese Versorgungsströme willst du nicht auf der
Referenspannung. Am wichtigsten: beim Layout aufpassen, dass nicht
irgendein Laststrom mit über die Zuleitung zur ADC-Versorgung fliesst...
Die genaue Beschaltung wird im Datenblatt stehen.
An sich widerspricht es der Idee der Referenzspannung, den ADC daraus zu
versorgen .
Die Versorgungsspannung gibt die Energie um die Arbeit zu tun.
Die Referenzspannung aber ist unser Urmeter. Damit geht man keine
Wohnungen ausmessen.
Sie wird so wenig wie möglich und so statisch wie möglich belastet.
Alles ander wird sie stören, d.h. verfälschen.
Ok, hab ich mir gedacht, danke!
Jetzt noch was ;-) Ich bereite das analoge Signal mit zwei OPs auf. Das
ist ein vollkommen ruhiges Signal, von einem Temperatursensor, was
verstärkt wird.
Diese OPs würde ich aber doch eher aus Vref versorgen, oder nicht? Sonst
hab ich evtl. Spitzen im OP-Ausgang, wenn auf der eitung was los ist?
Oder auch falsch?
Hans schrieb:>> Diese OPs würde ich aber doch eher aus Vref versorgen, oder nicht? Sonst> hab ich evtl. Spitzen im OP-Ausgang, wenn auf der eitung was los ist?>> Oder auch falsch?
Ja.
Wie ich schon schrieb. Die Referenzspannung ist unser Urmeter. Damit
stützt man keine Tische ab oder öffnet Bierflaschen. Das Ding wird nur
mit angehaltenem Atem, im Sommer, bei absolut trockener Luft und nach
einem Gebet zu wem auch immer aus dem Koffer geholt.
Es gibt natürlich gewisse Rückwirkungen von der Versorgungsspannung auf
den OP. Aber das müsste man jetzt mal genau klären, was Du für Störungen
erwartest, bzw. welche Störungen Du nicht brauchen kannst und warum
nicht.
Nach Deiner Art zu fragen aber, nehme ich an, das ist die Vorsicht des
Anfängers. Falls dem so ist, ignorier es.
Später mal, kannst Du die Vcc bei nem Wandler bei CERN oder so mit nem
Filter glätten, oder einen extra Wandler nehmen oder sogar ne Batterie.
Die Referenzspannung, das ist das letzte Foto von der Person auf der
Welt die Dir am liebsten ist, aber nicht mehr bei Dir. Das nimmst Du
nicht als Lesezeichen. Das ist der letzte halbe Liter Blut wenn Du
gerade auf dem OP-Tisch liegst. Das ist Dein einziges Daten-Backup. Nach
dem Leben selbst, das schönste und Beste was Du hast.
Huch schrieb:> nehme ich an, das ist die Vorsicht des> Anfängers. Falls dem so ist
So ist es! Störungen erwarte ich nur vom Mikrocontroller, welcher evtl.
Spikes auf die Leitung schickt.
Hans schrieb:> Huch schrieb:>> nehme ich an, das ist die Vorsicht des>> Anfängers. Falls dem so ist>> So ist es! Störungen erwarte ich nur vom Mikrocontroller, welcher evtl.> Spikes auf die Leitung schickt.
Was man machen kann, ist die Zweige die zum uC und zum Analogteil gehen,
jeweils mit einer kleinen Induktivität (so im 5uH Bereich, denke ich)
abzufedern.
Aber wiegesagt, dazu ist nicht allein ausschlagebend wer gestört werden
kann, sondern wie sich das auswirkt. Wenn Du mal die Lichtstärke für
Deine Lampensteuerung misst, dann ist das letztlich irrelevant. Wenn Du
den pH-Wert an einer Blutwaschanlage messen willst, dann würde ich da
schon eher Gehirnschmalz reinstecken.
Im übrigen gibt das bei OPs sowieso noch einen anderen Aspekt.
An sich verstärkt ein OP Spannungsdifferenzen und ist damit per se
unabhängig von seiner Versorgungsspannung.
Nur weil es eben auch keine idealen OPs gibt, ist da eine gewisse
Rückwirkung. Die kann man eineseits über die Auswahl des OPs minimieren
und andererseits und zusätzlich über die genannten Maßnahmen.
Aber, wie ich schon schrieb:
Nach Deiner Art zu fragen aber, nehme ich an, das ist die Vorsicht des
Anfängers. Falls dem so ist, ignorier es.