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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf 45h Woche ist doch schon längst Realität!


Autor: Ertl (Gast)
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Ist das nicht geil? Hier wird mal wieder über die Hintertür versucht, 
die ohnehin schon wenigen 35h-38h Verträge auszuhebeln. Jetzt packt man 
einfach ein paar Stunden rauf, dann arbeiten die Leute real 50-55h 
Woche. Ohne Lohnausgleich natürlich, man will ja den Aufschwung nicht 
gefährden.

Wenn das Ding durchgesetzt wird bin ich weg aus Deutschland, und zwar 
mit Frau und Kind !

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,7...

Autor: R. Freitag (rfr)
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Erst lesen, dann posten:
Zitat
"für eine Anhebung der tariflichen Arbeitszeiten von deutlich über 40 
Stunden bei entsprechendem Lohnausgleich starkmachen"

Ende Zitat

Gruss

Robert

Autor: Mine Fields (Gast)
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Naja die Argumentation klingt natürlich erst einmal logisch. Auf dem 
Markt bekommt man natürlich schwer Spezialisten, da will man die 
vorhandene Mannschaft soweit wie möglich ausquetschen. Das funktioniert 
aber nur begrenzt, da 40h effektives Arbeiten schon sehr viel ist. Im 
Endeffekt werden nur die Kaffeepausen und die Zeiten, in denen ein 
Ingenieur nicht mehr konzentriert arbeiet, länger.

In geistig nicht anspruchsvollen Bereichen geht das natürlich noch etwas 
besser. Aber auch nur bei Lohnausgleich (wie auch im Artikel 
ausdrücklich erwähnt), da sonst die Motivation natürlich in den Keller 
geht.

Autor: cbb (Gast)
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Keine Panik

Wenn eine Firma meint ihre Fachkräfte ausbeuten zu können, gibts nebenan 
sicher gleich ne andere Firma die einem mit Handkuss und besseren 
Bedingungen nimmt. Mangel heist ja das die Fachkräfte gesucht sind. Da 
kann es sich keine Firma erlauben die eigenen zu vergraulen.

Wenn schon Mehrarbeit, dann nur gegen gute Mehrbezahlung. Viele 
Ingenieure haben auch mal eine 50  oder 60 Stunden Woche wenn es das 
Projekt erfordert.  Natürlich alles mit Zeit/ Lohnausgleich.

Autor: T....... (Gast)
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Hallo,

habe eine 45 Stundenwoche. Und dass schon seit Jahren.

35 nach Tarif + 10 nach Zusatzvertrag.

zur Zeit wird durch die Auftragslage 55 Stunden gearbeitet, und das 
alles
bezahlt oder kann eben abgefeiert werden.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Ich kenne einen der arbeitet glatte 56h die Woche für 500Euro.
Rechnet mal selbst aus was das für ein Hungerlohn ist.

Autor: Rainer Unsinn (Gast)
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Leo ... schrieb:
> 56h die Woche für 500Euro

Da brauche ich keinen Rechner um festzustellen, dass diese Bezahlung 
eindeutig sittenwidrig ist. Wer das mit sich machen läßt, ist selber 
schuld und hilft fleißig mit, das ohnehin schon niedrige Lohnniveau 
weiter zu senken.

Autor: Ertl (Gast)
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In Frankreich haben se Flächendeckend ne 35h Woche. Jeder weiss was da 
gerade los ist, Renteneintrittsalter um 2 Jahre hoch und schon liegt das 
ganze Land lahm. In Deutschland ist sowas leider undenkbar, hier wird 
man verarscht nach STRICH UND FADEN !

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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T....... schrieb:

>habe eine 45 Stundenwoche. Und dass schon seit Jahren.

>35 nach Tarif + 10 nach Zusatzvertrag.

>zur Zeit wird durch die Auftragslage 55 Stunden
>gearbeitet, und das alles bezahlt oder kann eben
>abgefeiert werden.

Du Glückspilz! Bist nicht zufällig im ÖD? Sieht ja anständig geregelt 
aus.

In meiner letzten Firma war es eher so, daß man auch 45-50 Stunden 
machte, wo nur 40 bezahlt wurden. Man traute sich als Neuer auch gar 
nicht, früher zu gehen als die Alteingesessenen. Manche ganz alte oder 
PL hatten aber auch andere Verträge oder Gratifikationen, wo schon alles 
drin war... Im Vertrag stand auch drinne, daß nicht verordnete 
Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, und Überstunden im 
verträglichen Maß da geleistet werden müssen. Damit sind wohl die 
üblichen täglichen 1-2 Mehrstunden gemeint. Denn, gedrückt haben die 
Projektzeiten irgendwie immer...

Ein etwas frecherer neuer Kollege ging trotzdem nach knapp 8 Stunden. 
Wurde mindestens einmal die Woche vom PL am Arm gepackt, und vor der 
Ausgangstür zurück gezerrt. Ich hab noch nie PL so schnell laufen 
gesehen. Der Mann war aber arbeitsmäßig auch fix, und sagte, er hätte 
sein Soll heute getan. Morgen ginge es weiter. Und müsse jetzt seine 
Freundin am Bahnhof abholen, die könne da nicht noch eine oder zwei 
Stunden warten. Er arbeitete auch an ganz speziellen Dingen, wo es 
keinen Ersatz gibt, besonders keinen schnellen Ersatz...

Ehrlich gesagt, nach 8 Stunden konzentrierter Arbeit, überwiegend 
Software am PC, ist man aber auch reif für den Feierabend. Der Rest, ist 
nur noch unkonzentrierte Scheintätigkeit, und verursacht Fehler. Hab das 
bei mir selbst beobachtet. Dann ist man am nächsten Morgen die erste 
Stunde mit Korrekturen beschäftigt, und fragt sich, was man am vorigen 
Abend gemacht hat... Der 8-Stunden-Tag, hat sich nicht umsonst und ohne 
Hintergründe als vernünftiges Maß heraus gestellt.

Mehrstunden macht man natürlich gerne, weltweiter Inbetriebnehmer von 
Anlagen, da wo Tagesauslösungen von 600€ im Raume stehen. Da ist die 
Motivation auch ein klein wenig höher.

Autor: Hr. Witz (Gast)
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Im Osten gab es einen Witz.

Schicke Ökonomen in die Wüste und der Sand wird Rar.

Leut, einmal solle man bis 67 arbeiten, dann auf Urlaub verzichten,
dann 45h/Woche arbeiten, Dann Inder importieren, ......

Also, wir haben halt einen Fachkräftemangel.
Merkt ihr es nicht an eurem Lohn wie der sich gesteigert hat in den 
letzten Jahren? Daran erkennt man den Fachkräftemangel am besten.


Natürlich könnte man aber auch den Gedanken haben, ein Überangebot soll 
herbeigeführt werden, um den Preis zu drücken.

Die Richtung ist erkennbar.

Hohe Flexibilität zu null Kosten.
Und Hire and Fire und Take the Best and F-u-ck the Rest.

Wenn arbeit da ist, schnell abarbeiten lassen durch Zeitarbeiter und 
wenn keine da ist, die Zeitarbeiter wieder in den Schoß des Staates 
geben.
- Gewinne privatisieren und Verluste Sozialisieren -

Das ist assozial. --- Das Volk aus dem diese dekadenten Macher 
hervorgegangen sind, sollte sich diesen assozialen Packs entledigen 
Weltweit.


Leut, nach D Land kommt keine gebildete Sau. Alles was denken kann 
wandert gerade aus. Weil keine Arbeit, sichere Arbeit und kein guter 
Lohn.

D- Land entwickelt sich zum ausbeuterland und ist Niedriglohnland in 
Ingenieurleistungen.

Mit Speck fängt man Mäuse und nicht mit Wunschvorstellungen oder 
Parolen.

--> Wir haben einen Fachkräftemangel in Pflege aber nicht in den MINT 
Bereichen.

Wer Mangel hat, sollte den Lohn erhöhen. Schon am nächsten Tag ist der 
Mangel behoben.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Hr. Witz schrieb:

>Also, wir haben halt einen Fachkräftemangel.
>Merkt ihr es nicht an eurem Lohn wie der sich
>gesteigert hat in den letzten Jahren? Daran
>erkennt man den Fachkräftemangel am besten.

Waaasss? Erhöhung??? Wenn der Lohn wenigstens so geblieben wäre. Bei mir 
gab es 2007 eine Lohnkürzung um 10% per Änderungskündigung, kurz vor 
meinem Rauswurf, nachdem sich eine AG in den Betrieb einkaufte, die 
Rendite sehen will. Und wehe, jemand hat das nicht angenommen, der stand 
dann an erster Stelle der Abschußliste. Das war selbst gemachte Krise, 
hat mit der Wirtschaftskrise 2008/2009 weniger zu tun. Koste alles, was 
es wolle... Der damalige GF ist auch schon lange nicht mehr da.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ehrlich gesagt, nach 8 Stunden konzentrierter Arbeit, überwiegend
> Software am PC, ist man aber auch reif für den Feierabend. Der Rest, ist
> nur noch unkonzentrierte Scheintätigkeit, und verursacht Fehler. Hab das
> bei mir selbst beobachtet. Dann ist man am nächsten Morgen die erste
> Stunde mit Korrekturen beschäftigt, und fragt sich, was man am vorigen
> Abend gemacht hat... Der 8-Stunden-Tag, hat sich nicht umsonst und ohne
> Hintergründe als vernünftiges Maß heraus gestellt.

Das gilt allerdings nur, wenn man effektiv und effizient arbeitet. Ich 
sehe das schon häufiger, dass Leute gerne 12h durchschnittlich arbeiten 
- allerdings könnte man die gleiche Arbeit locker auch in 8h erledigen. 
Und häufig kann man dann noch die Kaffeepausen und ähnliches wegrechnen. 
Aber hauptsache man kann sich beim Chef einschleimen, weil man ja den 
ganzen Tag arbeitet...

Hier ist häufig von "Sklavenarbeit" die Rede. Aber oft ist es so, dass 
sich die Arbeitnehmer gegenseitig versklaven. Den Arbeitgeber freut es.

Autor: Ebert (Gast)
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Und gleichzeitig leisten wir uns ein Bildungssystem welches die 
Selektion in den Vordergrund stellt anstatt möglichst viel aus dem 
Potential rauszuholen.

Autor: High Performer (Gast)
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>In Deutschland ist sowas leider undenkbar

Zum Glück! Warum finden es alle so toll hier, wenn für die Zukunft eines 
Landes absolut_ _notwendige Anpassungen im Rentensystem zu derart 
überzogenen Reaktionen im Volk mit wochenlangen Streiks, Gewalt und 
Blockaden führen? Also ich bin ja auch dafür, der Politik wenn nötig 
durch Demos die Grenzen aufzuzeigen. Aber das, was da in Frankreich 
gerade praktiziert wird, ist einfach nur unvernünftig! Ich erinnere mich 
an die Streiks in Griechenland und Spanien gerade zu der Zeit, als die 
Euro-Krise am kochen war. Diese Streiks waren IMO nicht nur völlig 
sinnlos, weil die entsprechenden Staaten keine andere Option mehr haben, 
als das Leben der Leute auf Kosten der Staatsfinanzen/Staatsschulden 
einzuschränken. Die Streiks waren außerdem unredlich in Bezug auf die 
anderen EU-Länder, da die Streiks die Glaubwürdigkeit der politischen 
Stabilität der EU massiv beschädigt haben.
Und es ist IMHO extrem unfair, trotz notwendiger massiver Unterstützung 
durch die Euro-Länder (im Fall Griechenlands) auf die Straße zu gehen 
und die Wirtschaft des Landes dadurch noch mehr zu schwächen, statt die 
Pobacken zusammenzukneifen, dankbar zu sein, Rettung von außen zu 
erhalten und alles zu versuchen, um die Wirtschaft des eigenen Landes 
wieder auf Kurs zu bringen.

>Also, wir haben halt einen Fachkräftemangel.
>Merkt ihr es nicht an eurem Lohn wie der sich gesteigert hat in den
>letzten Jahren? Daran erkennt man den Fachkräftemangel am besten.

Ich kann mich an eine klitzekleine Weltwirtschaftskrise erinnern mit 
steigender Arbeitslosigkeit, massiver Neuverschuldung der Staaten und in 
Deutschland Millionen von Arbeitnehmern in der Kurzarbeit. Ich denke, 
die Arbeitnehmerseite sollte trotz des Aufschwungs Vernunft bei den 
Tarifverhandlungen zeigen und statt kurzfristiger "Bonbons" für die 
Leute an der Stabilisierung des Arbeitsmarktes und er Konsolidierung des 
Staatshaushalts arbeiten, denn das sind doch enorme Herausforderungen.
Allerdings bietet sich im Zuge der wirtschaftlichen Erholung die Chance, 
sich einmal Gedanken über die Einkommen von Vorständen großer Konzerne 
auf der einen Seite und den Einkommen der untersten Einkommensschichten 
Gedanken zu machen, denn ich bin der Meinung, dass die "Mittelschicht" 
mit ihren Einkommen noch immer relativ gut aufgestellt ist.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Stefan L. schrieb:

>Das gilt allerdings nur, wenn man effektiv und
>effizient arbeitet.

Richtig. So sollte es auch sein. Mit den 8 Stunden der besten 
Leistungsfähigkeit, sollte alles gehen, was gehen muß/soll.

An abendlicher Unkonzentriertheit nach Mehrarbeit, arbeitet man am 
Folgetag zuerst wieder, das ist damit kontraproduktiv. Die erste Stunde 
des Folgetages geht oft für Korrekturen aus der späten 
Unkonzentriertheit des Vortages drauf.

Autor: Videoprofessor (Gast)
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Sag das nicht laut, Willem, sonst liest es dein Chef:-)

Bei mir ist es so, daß oft TAGE zur Korrektur dessen draufgeht, was ich 
infolge von Fehlabsprachen, falschen oder unvollständigen Informationen 
von Kollegen oder schlampigen Darstellungen in Konzepten so alles 
"falsch" gemacht habe.

30% ist totaler Leerlauf.

Und das zu einem gigantischen Stundensatz, den die Entwicklung kostet.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Ertl schrieb:
> Ist das nicht geil? Hier wird mal wieder über die Hintertür versucht,
> die ohnehin schon wenigen 35h-38h Verträge auszuhebeln. Jetzt packt man
> einfach ein paar Stunden rauf, dann arbeiten die Leute real 50-55h
> Woche. Ohne Lohnausgleich natürlich, man will ja den Aufschwung nicht
> gefährden.
>
> Wenn das Ding durchgesetzt wird bin ich weg aus Deutschland, und zwar
> mit Frau und Kind !

Lern bitte richtig zu lesen. Was ist so schlimm daran, wenn jemand bei 
Lohnausgleich einen 40-Stunden-Vertrag hat anstelle eines 
35-Stunden-Vertrags? 5 Stunden mehr Arbeit pro Woche bei mehr Gehalt 
bringen sicher keinen um. Und sein wir doch mal ehrlich: Die 
35-Stunden-Verträge sind inzwischen eh ein Witz, sie stammen aus einer 
Zeit als die internationale Konkurrenz nicht so groß war wie sie heute 
aber nun einmal ist.

Autor: Kasler L. (kasler_k)
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also ich hab als hartzer ne 0 stundenwoche und mir gehts auch ganz gut

Autor: Low Performer (Gast)
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High Performer schrieb:
> Zum Glück! Warum finden es alle so toll hier, wenn für die Zukunft eines
> Landes absolut_ _notwendige Anpassungen im Rentensystem zu derart
> überzogenen Reaktionen im Volk mit wochenlangen Streiks, Gewalt und
> Blockaden führen?

Schon mal auf die Idee gekommen das die Leute die Schnauze voll davon 
haben das Banken und deren völlig unfähigen Investmentbankern die Kohle 
in den Arsch geblasen wird und keine wirkungsvollen Maßnahmen dagegen 
unternommen werden damit das in Zukunft nicht mehr passiert.

Wie würde wohl eine Rentenanpassung aussehen wenn man Banker mal richtig 
an die Kette legen würde.

Das sind die Fragen um die es geht.

P.S.: Es sind auch die vermeintlichen tollen Privatrenten die von den 
Banken in den letzten 2 Jahren verbrannt worden sind.

Autor: Haha (Gast)
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Ertl schrieb:
> Wenn das Ding durchgesetzt wird bin ich weg aus Deutschland, und zwar
> mit Frau und Kind !
>
> http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,7...

Hehe. Sie probieren wie weit sie gehen können. Sie loten die Grenzen 
aus, welche ihr akzeptiert. Ziel der Operation: Gewinnmaximierung. Den 
Saft aus dem Volke pressen. Schneller maximaler Profit um jeden Preis. 
Das ist momentan so offensichtlich wie nie. Total krank.

Autor: MaWin (Gast)
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> In Frankreich haben se Flächendeckend ne 35h Woche. Jeder weiss was da
> gerade los ist, Renteneintrittsalter um 2 Jahre hoch und schon liegt das
> ganze Land lahm. In Deutschland ist sowas leider undenkbar, hier wird
> man verarscht nach STRICH UND FADEN !

In Deutschland wird gearbeitet, in Frankreich GELEBT .

Schau dir doch T.......... a: "zur Zeit wird durch die Auftragslage 55 
Stunden gearbeitet, und das alles bezahlt" da wird nicht mehr gelebt.

Irgendwo stand mal: Zur Zeit der Jäger und Sammler musste man ca. 2,5 
Stunden am Tag aufwenden um das zum Leben notwendige zusammenzubekommen.

Als Bauer auf eigener Scholle in den letzten Jahrhunderten waren es 4 
Stunden am Tag.

Heute ist die Wirtschaft so effizient, daß schon 8 reichen :-))

Denmächst wird die Freizeit- und Spüassgesellschaft wohl 12 Stunden 
arbeiten für den Spass.

Sicher, von den 8 Stunden die wir heute arbeiten haben wir die 
Lebensmittel vermutlich in nur 1 Stunde verdient und arbeiten des Rest 
für Luxus den es vor 1000 Jahren nicht gab.

Autor: Ein Ing (Gast)
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Das mit dem Lohnausgleich glaube ich nicht. Wenn jeder mehr arbeitet, 
muss man auch nicht jedem mehr Geld geben, da die Relation dann fehlt 
vorher-nachher. Am Anfang nach der Umstellung wirds sicher rauf mit den 
Löhnen gehn, dann aber lange Zeit nicht mehr, bis die Inflation das 
ursprüngliche Lohnniveau hergestellt hat. Dann vielleicht noch ein 
Kris'chen und die 45h Woche zum Minilohn für JEDEN ist komplett. Danke 
Deutschland.

Autor: hanswurst (Gast)
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bei uns gibts elektronische Zeiterfassung bzw. minutengenaue Tätigkeiten 
erfassung: er was in welchem Projekt von wann bis wann gemacht hat. 
Damit komme ich in der Regel, wenn ich das ehrlich ausfülle, auf knapp 
41~43h pro Woche. Man findet aber auch Leerlaufzeiten dazwischen.

Überstunden gibt es nicht, werden also weder ausgezahlt noch kann man 
sie abfeiern, und auch die Zeiterfassung ist nicht ganz legtim.

Regulär werde ich für 40h pro Woche fix bezahlt. Aber Termindruck und 
eben der Faktor, dass man Kreatitivät nur schwer zu einem ganz bestimmen 
Zeitpunkt entfalten oder gar erzwingen kann, sorgen hier für die ein 
oder andere Überstunde. Forschungsarbeit - die Suche nach Lösungen 
anstatt erstmal runterzuprogrammieren (ich bin Softwareentwickler für 
JavaEE) - macht ein mulmiges Gefühl der Unproduktivität.

Autor: Markus (Gast)
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>Ehrlich gesagt, nach 8 Stunden konzentrierter Arbeit, überwiegend
>Software am PC, ist man aber auch reif für den Feierabend. Der Rest, ist
>nur noch unkonzentrierte Scheintätigkeit, und verursacht Fehler. Hab das
>bei mir selbst beobachtet

Meiner Meinung nach hat sich die 40h Woche ohnehin nicht aus Wohltat 
gegenüber dem Arbeitnehmer durchgesetzt.
Ich behaupte, die 40Stunden Woche hat sich deshalb etabliert, weil mit 
dieser Arbeitszeit die Arbeitnehmer die optimale Leistung bringen.
Die 5 Tage Woche war ja auch nicht immer geben, früher wurde auch 
Samstags gearbeitet.

Aber: die 5 Tage Woche, 5 Tage a 8 Stunden arbeiten, 1 Tag Hausputz, 1 
Tag Erholung das brachte die Menschen zu optimaler Leistungsfähigkeit.

Wenn jetzt versucht wird, diese Arbeitszeit wieder zu erhöhen, wird man 
damit langfristig die Effizienz des Systems senken. Kurzfristig wird der 
ein oder andere Arbeitgeber gewinnen ( auf Kosten der Gesundheit der 
Angestellten )

Was auch gerne vergessen wird: kein Arbeitsplatz ist gleich. 8 Stunden 5 
Tage die Woche, 30 Jahre lang vor dem Bildschirm sitzend wird mit 
Sicherheit der Gesundheit nicht förderlich sein.

Autor: Mitleser (Gast)
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>Die Wirtschaft wächst, jetzt klagen immer mehr Firmen über >Fachkräftemangel. 
Experten warnen: Weil nicht genug gut ausgebildetes >Personal zur Verfügung steht, 
müssen die Deutschen bald länger arbeiten.
Haha.

Autor: Haha (Gast)
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Mitleser schrieb:
ich korrigiere mal:

Experten warnen: Weil nicht genug gut BILLIGES ausgebildetes
Personal zurVerfügung steht,
müssen die Deutschen bald länger arbeiten.

Es geht bei der ganzen Diskussion nur ums Geld.

Autor: Faktenschreiber (Gast)
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Nun , ich hatte schon 80-100 Std Woche und das toujours ....


Was ich übrigens mal in den Ringwerfen möchte ist eine Äusserung von
Frau v .d. Leyen bzgl Fachkräftemangel ( FKM )

man redet HEUTE von FKM  es geht aber um den FKM in rund 3 Jahren.

Also heute haben wir überhaupt keinen Mangel - das zeigen ja auch die
Stellenanzeigen

Nur was in 3 Jahren wirklich los ist, das kann natürlich kaum einer
sagen . So werden Unmengen der CDOs fällig die man weggeparkt hat, also
Krise 2008 Reloaded ?!?

Autor: Haha (Gast)
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Faktenschreiber schrieb:
> man redet HEUTE von FKM  es geht aber um den FKM in rund 3 Jahren.

Nene, die quatschen auch davon das HEUTE Mangel besteht, zB. BITKOM
28.000 Stellen für IT-Spezialisten sind aktuell unbesetzt 
http://www.computerwoche.de/karriere/2355765/

Lol. Wers glaubt. Naja wie gesagt, Mangel wirds im Kapitalismus immer 
geben, der Mangel nach einem billigeren Arbeiter.
Das sie den 5 Euro/h Zeitarbeitssklaven in Deutschland nicht so einfach 
finden, ist ihnen auch klar, deswegen das rumgeseiere nach Ausländern.

Ist voll verständlich, wenn ich als Unternehmer 10 Inder für den Preis 
von 3 Deutschen bekäme, würde ich die Deutschen auch rausschmeissen und 
mir vom Gewinn nen BMW kaufen. Drecksbande! (also unsere Industrie + 
Politiker)

Autor: Gästchen (Gast)
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In Frankreich hätte man diese "Ökonomen" ausfindig gemacht und alleine 
für diese Schlagzeile gelincht. Diese Krähen der Basarwirtschaft sind 
tatsächlich dumm und glauben wirklich dass man mit ein Paar Stunden mehr 
das Problem löst. Vor allem gehen sie sich selbst auf den Leim in dem 
sie glauben dass wir tatsächlich Fachkräftemangel haben wenn sie 
zahlreiche Zeitarbeitsanzeigen bei monster.de sehen.
Ein Beispiel der Denkweise dieser "Ökonomen" ist dies:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,72...
Anstatt langfristig und strategisch zu planen sind die Deppen nur auf 
den kurzfristigen maximalen Gewinn aus.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Haha schrieb:
> Ist voll verständlich, wenn ich als Unternehmer 10 Inder für den Preis
> von 3 Deutschen bekäme, würde ich die Deutschen auch rausschmeissen

Solche Rechnungen gehen auf Dauer(!) nicht auf. Nach WW2 waren es erst 
die Japaner, die billig Technologie fabriziert haben, dann die 
Süd-Koreaner und jetzt sind es die Festland-Chinesen. Japanische und 
koreanische Ingenieure kosten nämlich inzwischen genauso viel wie 
europäische/us-amerikanische. Mittelfristig wird das sicher auch für 
Chinesen und Inder gelten.

Sicher sind politische Entscheidungen da nicht ganz unwichtig. Da wird 
eine old-fashioned Industrie wie der Automobilbau mit der "Umweltprämie" 
und 5 Milliarden Euro subventioniert, bei neuen Energie-Technologien 
wird aber gekürzt. Dabei ist absehbar, dass wegen der begrenzten 
Resourcen an fossilen Brennstoffen und Uran das auf längere Sicht 
weltweit in großem Umfang benötigt werden wird. Verlängerung von 
Restlaufzeiten und Tiefseebohrungen ändern daran nichts.

Auch muss die Ausbildung verbessert werden, in Quantität und Qualität. 
Da werden mögliche Ingenieursstudenten mit Studiengebühren abgeschreckt 
- und dann will man diese Fachkräfte aus dem Ausland holen. Was ist das 
denn für ein Unsinn? Die da kommen, sind zwangsläufig hochmobil. Die 
werden, wenn sie etwas können, ganz schnell wieder abgeworben. Wer 
ernten will, muss auch säen.

Autor: Gästchen (Gast)
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Vor allem ist es noch mehr Schwachsinn dass es derzeit Gegenwehr der 
Arbeitgeberverbände gegen höhere Löhne gibt. Wenn es der Wirtschaft 
schlecht geht, darft man die Löhne nicht erhöhen, sogar Kurzarbeit wird 
gemacht. Nun geht es der Wirtschaft prächtig, die Löhne darf man wieder 
nicht anheben. Für wie dumm halten sie die Menschen?
Ich denke hier muss der Staat ran und für gerechte Löhne sorgen. Die 
"Geiz-ist-geil"-Mentalität ist auf Dauer perspektivlos.

Autor: Juppi J. (juppiii)
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Wie ich immer sagte  und was nicht gelehrt wurde.
Das höchste des Kapitalismus ist der Staatsmonopolismus,wie auch Vater 
Marx schrieb.
Keine  Produktionsmittel in privater Hand,also "Sozialismus"

Das kam bei unseren Parteifreunden, vor über 40J nicht gut an,wenn ich 
behauptete das der Kapitalismus friedlich in den Sozialismus hinein
wächst.
Wenn es auch stimmt,nicht zu ernst nehmen, denn jetzt ist D soweit.
;-))

Autor: Lois (Gast)
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MaWin schrieb:
>
> In Deutschland wird gearbeitet, in Frankreich GELEBT .
>

Ich weiss nicht wo du wohnst - aber wenn du in Deutschland wohnst, ist 
es nicht weit bis nach Frankreich. Da kannst du dir die Sache ja mal 
anschauen und überlegen, ob das Leben in Frankreich so viel lebenswerter 
ist als hier im arbeitswütigen Deutschland.

Natürlich klingt 35 Stunden Woche super - was viele aber vergessen: In 
Frankreich ist es nicht ungewöhnlich, neben einem 35 Stunden Job noch 
einen Zweitjob zu haben. Das gilt auch für (Jung-) Ingenieure und sogar 
Lehrer. Es gibt aufgrund der extremen Mietsituation v.a. in Paris viele 
Menschen, die ihr Leben lang in einer WG leben müssen - auch wenn sie 
Mann/Frau und Kind haben. Die Arbeitslosigkeit von Absolventen ist 
erschreckend hoch. Eigentumswohnungen sind in Ballungsräumen mit 
mittleren Einkommen nicht zu realisieren. Die Infrastruktur in 
ländlicheren Gebieten ist teilweise katastrophal. Ein paar Wohngebiete 
erinnern eher an die 3. Welt als an Westeuropa (Banlieue Paris oder 
Marseille). Die politische Führung - naja denke seit Sarko braucht man 
darüber nicht reden ;).
Das was die Franozosen uns wirklich voraus haben - und worum ich die 
Gesellschaft auch wirklich beneide - ist der Umgang mit Kindern bzw. die 
Kinderfreundlichkeit allgemein.

Aber ansonsten wüsste ich nicht, wieso man pauschal sagen könnten, dass 
in Frankreich gelebt wird und in Deutschland gearbeitet. Ich würde sogar 
soweit gehen und sagen, in Frankreich müsste man für den selben 
Lebensstandard wesentlich länger arbeiten als in Deutschland.

All das sind natürlich meine subjektiven Erfahrungen - aber die habe ich 
mir ja auch nicht zusammenfantasiert.

Autor: MaWin (Gast)
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> kannst du dir die Sache ja mal anschauen

Hab ich gemacht (in dem ich jemanden dort besucht habe der aus 
Deutschland ausgewandert ist). Das sind 2 Welten.
Nicht Paris, sondern Capbreton, die Häuser sind nicht so aufwändig wie 
hier, der Gehweg wird nicht jeden Tag gefegt, der Garten nicht jeden Tag 
umgegraben, gearbeitet wird wenn mal was anliegt und man Geld braucht, 
ansonsten macht man sich einen schönen Tag mit gutem Essen und in der 
Gegend viel surfen.

Autor: Ländle (Gast)
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Für die meisten Ingenieure ist eine 35-Std-Woche doch trotz eines 
entsprechenden Vertrags nicht die Realität. Die 45- bis 50-Std-Woche 
ohne Gehaltsausgleich hat sich inoffiziell längst etabliert. Wer muckt 
verliert seine Beschäftigung. Die offizielle Verlängerung bringt 
bestimmt auch einen gewissen finanziellen Ausgleich, aber als Folge wird 
weitere unbezahlte Mehrarbeit inoffiziell gefordert. So beginnt das 
gleiche Spiel, aber auf einem noch höheren Forderungsniveau und höheren 
Profit für die AG. Die Gesundheit und das Familienleben des AN ist für 
den AG völlig uninteressant. Der AN wird zunehmend zum 
Verbrauchsmaterial, wie eine Zitrone, bis wieder neuer Nachschub an 
neuen Zitronen kommt. Die Politik und die AG schleudern Deutschland 
zurück in den Feudalismus. Die französischen Arbeitnehmer zeigen bei der 
Rentendiskussion geschlossen Profil. Die deutschen AN schweigen und 
freuen sich, wenn es dem anderen schlecht geht, bis es einen selbst 
trifft. Schadenfreude und Sozialneid arbeiten den AGs in die Hände.

Autor: -Gast_XIV (Gast)
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Ertl schrieb:
> In Frankreich haben se Flächendeckend ne 35h Woche. Jeder weiss was da
> gerade los ist, Renteneintrittsalter um 2 Jahre hoch und schon liegt das
> ganze Land lahm.

Das berichten Sie hier in den Mainstreammedien aber nur wenn es nicht 
anders geht und selbst dann nur wenn es um eine Erhöhung geht die hier 
auch ansteht (das die Differenz 5 Jahre beträgt wird dann auch gern 
unterschlagen). Sonst wird dir lieber Somalia oder die 14 Tage 
gesetzlicher Mindesturlaub in den USA aufgetischt.

> In Deutschland ist sowas leider undenkbar, hier wird
> man verarscht nach STRICH UND FADEN !

Mehr, viel mehr als du denkst.

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