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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATMega16 - 2 mal GND


Autor: Lukas -- (lukas)
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Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage:
Ich habe in meiner Schaltung einen Digital-Ground und einen 
Analog-Ground.
Wenn ich nun mit den ADCs des AtMega16 arbeite, muss ich dann den 
Analog-Ground an Pin 31 und den DIgital-Ground an Pin 11 anschließen?
Im Datenblatt des µCs habe ich nämlich keine genaue beschreibung zu den 
beiden GND-Pins gefunden.

Liebe Grüße, und danke im vorraus, Lui.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Du solltest immer alle Spannungsanschlüsse verwenden und anschließen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Du solltest die beiden direkt am/unterm uC verbinden, und von dort aus 
das Layout so gestelten, dass die beiden Massen entkoppelt sind.

Autor: Jasowas (Gast)
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Lothar Miller schrieb:
> die beiden Massen entkoppelt sind.

Es gibt keine verschiedenen Massen. Falls doch, ist beim Design/Layout 
was schief gelaufen.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Jasowas schrieb:
> Lothar Miller schrieb:
>> die beiden Massen entkoppelt sind.
>
> Es gibt keine verschiedenen Massen. Falls doch, ist beim Design/Layout
> was schief gelaufen.

Wasn das für ne komische Ansicht?

Autor: Lukas -- (lukas)
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Lothar Miller schrieb:
> Du solltest die beiden direkt am/unterm uC verbinden, und von dort aus
> das Layout so gestelten, dass die beiden Massen entkoppelt sind.

Sorry, das verstehe ich nicht so ganz.

Alle OPs auf meine Platine beziehen ihren eigenen GND (den Analog-GND).
Der µC ist bisher nur mit PIN 11 am Digital-GND angeschlossen.
Nun möchte ich die ADCs benutzen. Bisher dachte ich immer, der GND an 
Pin 31 sei extra für die ADCs und somit an den Analog-GND anzuschließen.

Laut deiner Aussage sind die beiden GNDs am µC aber identisch und 
sollten daher am besten miteinander verbunden und an den Digital-GND 
angeschlossen werden?

Gruß, Lui.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
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Die Massen sind nicht identisch. Sie müssen aber miteinander verbunden 
werden. Die Frage ist nur, wo man das am geschicktesten macht, damit 
durch den Analogteil keine "digitalen" Ströme fließen (steilflankig und 
hochfrequent) und so den Analogteil stören.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Simon K. schrieb:
> Die Massen sind nicht identisch. Sie müssen aber miteinander verbunden
> werden.

Analogmasse und Digitalmasse liegen auf einem Potential, sind also 
elektrisch miteinander verbunden (nicht im Prozessor, sondern in der 
Schaltung). Jedoch verbindet man diese nicht willkürlich, sondern nur an 
einem definierten Punkt; ich würde mal so salopp sagen an der 
Einspeisung.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Jasowas schrieb:
> Lothar Miller schrieb:
>> die beiden Massen entkoppelt sind.
>
> Es gibt keine verschiedenen Massen. Falls doch, ist beim Design/Layout
> was schief gelaufen.

Ja sag mal - wer keine Ahnung hat sollte einfach mal still sein.

kuck mal da: http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsbezeichnung
Abschnitt Allgemeine Bezeichnungen.

Alle Massen (GND) sind allerdings untereinander Verbunden aber eben nur 
an wohlbestimmten Orten. Darum sind sie nicht identisch!

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Jasowas schrieb:
> Es gibt keine verschiedenen Massen.
Es gibt sogar verschiedene Symbole für unterschiedliche Bezugspotentiale 
(=Masse). Wo die Bezugspotentiale verbunden werden, ist oft ein 
Kompromiss, denn es sollte nicht der AGND eines uC über eine Leitung an 
einem Sternpunkt mit der Digitalmasse und von dort aus mit dem DGND 
eines uC verbunden werden. Denn dann bekommt man u.U. 
Potentialverschiebungen zwischen den beiden Pins uns es fließen 
Ausgleichströme über den Chip...

> Falls doch, ist beim Design/Layout was schief gelaufen.
Oder jemand hat sich was dabei gedacht...

Der ATmega16 hat nämlich keinen AGND und/oder DGND. Er hat nur zwei GND, 
und diese beiden Pins gehören wie gesagt auf dem kürzesten Weg 
verbunden. Und dann ist es Sache des Layouts, dass keine Lastströme quer 
über den Analogteil fließen.

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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Richtig, der ATmega 8 /16 /32 und auch einige andere haben keinen 
analogen gnd. Der Fehler war auch teilweise in den Datenblättern wie 
Atmel mir bestätigte. Das war vor ca. 2 Jahren. Man sollte sich deshalb 
das neueste Datenblatt runterladen, auch wenn man schon ältere DBs hat.
Ob der Fehler inzwischen korrigiert ist hab ich noch nicht überprüft.
Viele eagle user verwenden alte Bibliotheken, deshalb wird die Frage 
wohl noch jahrelang auftauchen.

Autor: pedro (Gast)
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ps: die massen können auch durch eine spule getrennt sein (lässt dc 
problemlos durch, blockt "einigermassen" hochfrequente ac)

Autor: Lukas -- (lukas)
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Jörn Paschedag schrieb:
> Richtig, der ATmega 8 /16 /32 und auch einige andere haben keinen
> analogen gnd.

Ok, diese Aussage passt auch zu dem aktuellem Datenblatt, dass ich habe. 
Dort sind beide Pins nämlich einfach nur mit GND gebschriftet.

Das beudeutet, dass die ADCs im COntroller keine eigene Masse haben.
Muss ich den ganzen Chip dann an den Dighital-GND anschließen?

Danke, Gruß, Lui.

Autor: Jörn Paschedag (jonnyp)
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Es gibt keine verschiedenen Massen, sondern nur eine. Beide Pins sind 
auch intern verbunden.

Autor: Quizmaster (Gast)
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Autor: Lukas -- (lukas)
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Jörn Paschedag schrieb:
> Es gibt keine verschiedenen Massen, sondern nur eine. Beide Pins sind
> auch intern verbunden.

Ja, das ist mir inzwischenen klar. Es ist dadurch NICHT möglich die ADCs 
an einer eigenen Masse zu betreiben.

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