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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik uC direkt mit univers. trafonetzteil versorgen


Autor: lisa (Gast)
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Hallo.

ich hab ne frage zur spannungsversorgung eines uC:

ich hab ein umschaltbares netzteil, diese universellen dinger.. ist es 
ratsam ein uC-board ohne weitere spannungssensibele schaltungen (ADC .. 
) direkt zu versorgen oder ist ein spannungsregler nötig? ich weiß auch 
nicht wie restwellig die ausgangsspannung des netzteils ist ...

Autor: Peter R. (pnu)
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Steckernetzteile liefern eine extrem belastungsabhängige Spannung, da 
sie kurzschlußverträglich sein müssen. Zwischen Verbraucher ( Kontroller 
) und Steckernetzteil gehört da immer ein Spannungsregler. Sonst gerät 
im Nu eine Überspannung an den Kontroller die ihn zerstört.

Dazu kommt noch, dass die Innenschaltung von Gerät zu Gerät verschieden 
sein kann: reiner AC-Ausgang , Einweg Gleichrichter, 
Brückengleichrichter, mit Ladekondensator, ohne Ladekondensator ...

Autor: Peter R. (pnu)
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Auf dem netzteil ist oft ein Symbol zu finden, mit einer geraden und 
einer gestrichelten Linie, etwa so:

______
- - - -

Das bedeutet, ein Gleichrichter ist im Netzteil vorhanden, der 
Ladekondensator dazu aber nicht (meist aus Platzgründen).

Autor: lisa (Gast)
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juti .. da wär das geklärt.

für den fall batterie/akku-betrieb kann mir da jmd eine elegante 
variante empfehlen .. hab diesen artikel dazu gelesen, da sind  viele 
möglichkeiten genannt und möchte mich jetzt nicht unbedingt ewig an der 
SpgVersorgung aufhalten. denke so an 2-4 AA-akkus

wie ist das mit uC-eingangs- und programmiersignale (5V) bei betrieb 
unter 5V des Atmegas .. ist das problematisch??

Autor: Peter R. (pnu)
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Bei AA-Akkus dürfte es zu keinen großen Problemen führen: vollgeladen 
haben sie etwa 1,3V, vier Stück bringen 5,2 V, also keine Überspannung 
für 5V-Kontroller. Auch Unterspannung (unter 4,5V) ist kein Problem.

Nur dummerweise schaffen sie es, bei Schaltfehlern beim Experimentieren 
locker einige Ampere durch den Kontroller zu jagen, der ist garantiert 
hin.
Eine Wandwarze ist da idiotensicher, da der Ausgangsstrom begrenzt ist.

Kontroller haben einen breiten Spannungsbereich, siehe Datenblatt, beim 
Atmega 8 geht das zwischen 5,5V und 4,5V , beim (gleichen, aber 
ausgemessenen Typ) Atmega8L zwischen 5,5V und 2,7V gut.

Schlecht ist es, wenn die von außen kommenden Signale größere Spannung 
haben als Vcc. Da muß man mit Vorwiderstand und Spannungsbegrenzung 
dafür sorgen, dass die Schutzdioden an den Eingängen nicht überlastet 
werden.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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lisa schrieb:

> möglichkeiten genannt und möchte mich jetzt nicht unbedingt ewig an der
> SpgVersorgung aufhalten.

Musst du auch nicht.
Die Spannungsversorgung einer Experimentierschaltung ist so ziemlich das 
einfachste überhaupt:

Wandwarze mit 8V und Gleichspannung
Wer will und sich selbst nicht traut, baut noch eine Verpolschutzdiode 
rein (dann sollte es aber schon eine 9V Wandwarze sein)
Dahinter ein Kondensator zur ev. Glättung
Dann 7805 mit 2 Stück 100nF zur Schwingungsdämpfung

Und fertig.
Da muss man erst mal keine Wissenschaft draus machen. Das ist in 3 
Minuten auf dem Steckbrett verbaut und auch auf einer Platine in unter 5 
Minuen groutet.

Autor: lisa (Gast)
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Peter R. schrieb:
> Nur dummerweise schaffen sie es, bei Schaltfehlern beim Experimentieren
> locker einige Ampere durch den Kontroller zu jagen, der ist garantiert
> hin.


Über die I/O Ports oder wie meinst du das ?


WANDWARZE :D, ich geh kaputt - musste erstmal googlen was hiermit 
gemeint ist ...  dabei ist es doch eindeutig aus dem namen erkennbar.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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lisa schrieb:
> Peter R. schrieb:
>> Nur dummerweise schaffen sie es, bei Schaltfehlern beim Experimentieren
>> locker einige Ampere durch den Kontroller zu jagen, der ist garantiert
>> hin.
>
>
> Über die I/O Ports oder wie meinst du das ?

Dort wo eben der Kurzschluss beim Experimentieren besteht.
Wenn du einen Pin auf AUsgang schaltest, den AUsgang auf 1 und dann 
einen Kurzen nach GND machst, dann schnalzen die Ampere vom Akku durch 
den Vcc in den Prozessor hinein um dann durch den Portpin über den 
Kurzen nach GND zu gehen.

Wer auch immer zuerst nachgibt, gibt als erster nach.
Nur: Das werden weder der Kurzschluss noch der Akku sein, wenn du 
halbwegs vernünftige Zellen hast. Irgendwer muss aber nachgeben :-)

Autor: Peter R. (pnu)
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Erstaunlich oft verpolt man die Betriebsspannungsleitungen, da wird der 
Unterschied zwischen Akku und Wandwarze sehr deutlich.

Autor: lisa (Gast)
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ja gut. der sache bin ich mir bewusst .. aber wenn ein 7805 auf bsp. 1 A 
begrenzt,  dann ist doch bei einem kurzschluss (wie oben beschriben) 
ebenso feierabend , oder ?

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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lisa schrieb:
> ja gut. der sache bin ich mir bewusst .. aber wenn ein 7805 auf bsp. 1 A
> begrenzt,  dann ist doch bei einem kurzschluss (wie oben beschriben)
> ebenso feierabend , oder ?

a) das 1A vom 7805 ist eher theoretisch. Der wird eher brennheiss
   und wegen Übertemperatur abschalten, als 1A zu liefern :-)
b) so eine typische Wandwarze wird auch bei 1A sofort in die Knie gehen


Der Trick besteht darin, sich Bauteile zusammenzustellen, die beim 
'Nachgeben' ganz einfach in die Knie gehen, sprich die Spannung sackt in 
sich zusammen und es bleibt nichts mehr übrig was großartig Schaden 
anrichten könnte.

Drum sind auch PC-Netzteile keine guten Experimentiernetzteile: Die 
können zuviel Strom liefern, ehe sie in die Knie gehen.

Autor: Peter R. (pnu)
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> Strombegrenzung bei Fehlern

Ja eben, der 7805 wird zusammen mit der Wandwarze eingesetzt, das bringt 
sogar zusätzliche Begrenzung. Bei Akkus ist der 7805 normalerweise nicht 
dabei, da brennts bei einer Falschpolung usw. sogar die Leiterbahnen 
weg, nicht nur die IC's.

Autor: lisa (Gast)
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jaor .. na dann vielen Dank für die Infos .. ich das mit den Akkus 
erstmal lassen und mit "Wandwarze" + 7805 was bauen ...

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