Hallo,
ich suche einen 24-Bit-DAC um ein Rampensignal mit sehr hoher Aufloesung
zu erzeugen um einen hochaufloesenden 22-Bit-ADC zu vermessen. Leider
konnte ich bis jetzt noch keinen finden, deshalb meine Frage: Gibt es
einen derartigen DAC ueberhaupt oder werde ich da keinen finden ? Danke
fuer Antworten
Chris schrieb:> ich suche einen 24-Bit-DAC um ein Rampensignal mit sehr hoher Aufloesung> zu erzeugen um einen hochaufloesenden 22-Bit-ADC zu vermessen.
Huch dann solltest du aber eine verdammt saubere Spannungsversorgung
haben. Wow die Referenz für die 22-Bit ADC würde mich auch mal
interessieren...
Ansonsten gibt's sowas nur im Audiobereich und Preise haben die auch
ordentliche. Viel mehr wird dir allerdings der Aufbau ausenrum zu
schaffen machen.
> Im Audiobereich gibt es jede Menge,
Sicher,
aber nur weil dort die Anforderung VIEL geringer sind
als beim Messen.
Den Audioleuten reicht es, wenn es halbweg monoton
steigend ist (und selbst wenn mal nicht, missing values
oder Drift innerhalb von Sekunden um Prozente, ist bei
Audio egal).
22 bit D/A in Messgenauigkeit ist allerhöchste Kunst.
SO genau Widerstände lassen sich nicht fertigen.
Daher ist wohl mehstufige PWM der einzige Weg
Hier hat jemand darüber nachgedacht:
http://ieeexplore.ieee.org/Xplore/login.jsp?url=http%3A%2F%2Fieeexplore.ieee.org%2Fiel3%2F1312%2F7159%2F00287379.pdf%3Farnumber%3D287379&authDecision=-203
koennte ich evtl ein paar informationen bekommen auf was beim design des
pcb alles geachtet werden muss ? bei meiner recherche habe ich nur dac
fuer audio anwendungen gefunden ... leider stellen diese meist nicht den
benoetigten spannungsbereich fuer eine messung zur verfuegung ... hat
jemand eine weitere idee fuer einen solchen messaufbau ? falls ich keine
rampe mit der gewuenschten aufloesung erzeugen kann bleibt ja eigentlich
nur der sinushistogrammtest ?
es soll die statische kennlinie des adc aufgenommen werden und anhand
der samples dann kenngroessen wie inl, dnl, offset und
verstaerkungsfehler berechnet werden ...
Ich wuerd andere Tests machen. Es kann doch nicht sein, dass man einen
22bit ADC nur mit einem DAC vermessen kann ... zB einen Kondenser mit
einem Konstantstrom laden.
A...aha Soooo. schrieb:> Es kann doch nicht sein, dass man einen> 22bit ADC nur mit einem DAC vermessen kann
Nein, man kann auch ein besseren ADC als Referenz verwenden.
Mit einer Konstantstromquelle auf einen Kondenser bekommt man auch eine
Rampe. Dabei sollte man einen Foliencap nehmen, keinen keramischen.
Die Aufloesung ist unendlich, so nebenbei. Dh keine Stufen
'Nen Foliencap ist schon besser als ein Vielschicht-Keramikkondensator
der seine Kapazität mit dem Spannungsanstieg mal locker um 20% ändern
lassen kann, aber A...aha Soooo hat einfach keine blasse Ahnung WIE
GENAU 22 bit sind. Alleine ein Foliencap tut's da auch nicht.
Weil ein Foliencap linear ist, ein keramischer nicht. Ein keramischer
Cap laesst mit zunehmender Spannung in der Kapaziatet nach das kann je
nach typ 20..50% betragen. Dh die Ladekennlinie eines keramischen Caps
ist somit gebogen. Die NPO sind noch gut, die X7R auch noch, die haben
vielleicht 1%, die Y5R haben vielleicht 20% Einbruch.
das war mir auch etwas zu einfach als loesung ... der ansatz ist ja
schonmal nicht schlecht ... was waeren denn moegliche massnahmen um die
rampe zu stabilisieren ? ist das problem das auch die versorgung der
stromquelle schwankt und diese auch nur einen endlichen
ausgangswiderstand besitzt ?
> was waeren denn moegliche massnahmen um die> rampe zu stabilisieren
Das Problem beginnt damit:
Selbst wenn es eine absolut sauber linear ansteigende Rampe wird
(was wegen dielektrischer Absorption und Leckströmen unwahrscheinlich
ist, schon die Streukapazität ist mehr als 0.0000001 des
Kapazitätswertes)
und selbst wenn dich gar nicht interessiert, welchen absoluten
Spannungswert sie nach z.B. 1 Sekunde hat (was wegen deutlich
schlechterer Präzision des Kapazitäts und der die Stromquelle steuernden
Widerstandswerte gar nie so exakt einstellbar wäre), weil du nur einen
bestimmten Spannungs-Endwert abwartest und dann zeitlich (Zeit ist das
einzige was man auf 22 bit genau ermitteln kann) zurückrechnest:
Wie sampelst du an dieser linear steigenden Rampe den Messwert ? Er ist
nie konstant, sondern ändert sich dauernd.
also bleibt als einzige moeglichkeit ein sinushistogrammtest uebrig ?
ein sinus kann ja mit sehr hoher genauigkeit erzeugt werden ... oder hat
noch jemand eine bessere idee ?
Was stellt ihr euch denn vor, dass man zur Vermessung eines ADCs immer
einen noch genaueren benoetigt ? So kommt man leider nie ueber 2 bit
hinaus, da ich den Genaueren so nie vermessen krieg.
Also. Wenn man da nicht grad mit mA und pF beginnt, kann man die Rampe
beliebig langsam machen. Dann sampelt man eine lineare Steigung. Damit
kann man die Monotonizitaet ueberpruefen. Mit einem Schalter kann man
den Strom auch abschalten, dann bleibt die Spannung bestehen.
Eine OpAmp-Fet-Stromquelle ist sicher mit 0.01% machbar, sofern man
einen Folien Widerstand als Messwiderstand verwendet. Leckstroeme bei
Folien gehen geben Null. Ich kannt einen, der mass den Drop eines
Solchen mit einem JFet. Die Ladung blieb monatelang drauf.