Basti schrieb:
> Die einzelnen Wärmewiderstände kann man sich als Reihenschaltung von
> Widerständen vorstellen.
Eben nicht alle angegebenen. Wenn Du das Ding auf einen Kühlkörper
montierst, dann sind die relevanten Wärmewiderstände Junction-Case,
Case-Kühlkörper (unter Einbeziehung der Wärmeleitpaste bzw. evt. eines
Thermo oder Isolationspads) und Kühlkörper-Umgebungsluft.
Rthja gibt den Gesamtwärmewiderstand an, den du hast wenn du das Teil
ungekühlt verbaust. Deswegen ist der auch so hoch. Den darft du
natürlich nicht zusätzlich addieren, der ist bei Kühlkörperverwendung
uninteressant.
> Das ist es ja eben, nirgendwo bekomme ich eine sinnige formel her wie
> ich die Verlustleistung rausrechne.
Die Verlustleistung ist ganz einfach P = U*I mit U=Spannung die am Fet
abfällt und I= Strom durch den Mosfet.
Das ist für den stationären Fall (duchgeschaltet) einfach I^2*Rdson.
Allerdings ist die Verlustleistung im Umschaltmoment deutlich höher da
das Umschalten nicht unendlich schnell erfolgt sondern in einer
endlichen Zeit und da kurzzeitig dann bis maximal die Hälfte der
Verbraucherleistung abfällt. Das spielt allerdings kaum eine Rolle wenn
Du nicht ständig umschaltest (mehrere 1000 - 100000 mal pro Sekunde) und
schnell genug umschaltest (Treiber, niederohmige Ansteuerung des Gates).
Den Strom des Verbrauchers der ja auch durch den FET fliesst kann man
mit I = P/U berechnen mit U = Versorgungsspannung und P =
Verbraucherleistung.
Das Ganze gilt jetzt dür ein Schalten, nicht für ein Regeln einer
Spannung oder Stroms, da dann dauerhaft eine gewisse Spannung am FET
abfällt.
Jetzt kapiert?