Roland schrieb:
> Ich hatte mir das so gedacht:
> ...
Deine Überlegung ist völlig richtig, wenn man dynamische Aspekte außer
Acht lässt. Die durch die hintereinandergeschalteten Opamps bedingte
riesige Schleifenverstärkung (ein Drittel des Quadrats der Differenz-
verstärkung der Opamps) führt aber dazu, dass die Schaltung gnadenlos
schwingt. Ich habe das mal simuliert (Bild 1) und versucht, durch zu-
sätzliche RC-Kombinationen die Schaltung zu stabilisieren, leider ohne
Erfolg. Das ist schade, denn eigentlich finde ich deine Schaltung sehr
interessant. Vielleicht ist jemand anderes bei der Zähmung der Schaltung
erfolgreicher :)
Normalerweise hätte ich die Schaltung wie in Bild 2 aufgebaut, was eher
in Richtung des Vorschlags von MaWin geht. Jede der beiden Kombinationen
aus Opamp, Widerstand und Diode bildet das Minimum aus zwei Eingangs-
spannungen. Für n Eingangsspannungen werden einfach n-1 dieser Einzel-
schaltungen kaskadiert.
Wie man am Simulationsergebnis sieht, funktioniert die Schaltung ganz
ordentlich, trotzdem ist sie etwas gepfuscht:
- Die Opamps übersteuern zeitweise, was die Schaltung sehr langsam
macht. 100Hz wie im Beispiel gehen gerade noch, bei 1kHz und erst
recht bei 10kHz entstehen im Ausgangssignal an den Umschaltpunkten
hässliche Zacken. Da du aber schreibst
> das Ganze soll statisch bis niederfrequent eingesetzt werden
ist das vielleicht kein so großes Problem.
- Im übersteuerten Zustand kann die Eingangsspannungdifferenz an den
Opamps sehr groß werden (weil dann die Gegenkopplung fehlt), wodurch
bei vielen Bipolar-Opamps die Eingangsströme deutlich steigen, was
einen erhöhten Spannungsabfall an den 10kΩ-Widerständen zur Folge hat
und damit zu Ungenauigkeiten in der Ausgangsspannung führt. Dieses
Problem kann man aber lösen, indem man CMOS-Opamps wie den TLC272
einsetzt.
Vielleicht findet auch hier jemand einen Trick, wie man die Schaltung
verbessern kann.