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Forum: Platinen Lötpaste: Sieht preiswert aus, ist das verwendbar?


Autor: E. Hermanns (emax)
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Ich habe hier eine Lötpaste gefunden, Henkel Typ: SN62RM92AAS88:
http://www.mercateo.com/p/139A-201364/LOETPASTE_50...

die ist eigentlich zu preiswert, um wahr zu sein. Kann man das Zeug auch 
im Heimbereich verwenden, etwa verdünnen oder so was?


PS: und hier gleich noch eine, gleiche Frage:
http://www.mercateo.com/p/108WZ-480%282d%298038/Lo...

Ebenfalls Henkel, also kein Hinterhofquacksalber ...

Und da ist noch so was:
http://www.mercateo.com/p/139A-1689809/LOETPASTE_S...

Ich verstehe die Preisunterschiede zu den gängigen Tubengebinden nicht, 
wo sind die Unterschiede?

Autor: El Jefe (bastihh)
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Liegt an der Legierung:

Na der erste ist Bleihaltig 62% Zinn 36% Blei und 2% Silberanteil

Der Mittlere: gleiche legierung wie unten, nur anderer Hersteller.

der letzte ist Bleifrei 96,5% Zinn 3% Silber und 0,5% kupfer (wobei da 
steht 0,7? wie geht die Rechnung auf??? Wohl ein Tippfehler von 
Mercateo).

Aber das hättest du durch lesen auch selbst herrausgefunden....


Verdünnen/Strecken selbst würd ich jedenfalls nicht machen.
Wenns mal eintrocknet kannst du paar Tropfen Isoprop. reinkippen und 
rühren.

500gr scheinen wenig, nur selbst ich mit meiner 50gr Tube bin ca 2 Jahre 
ausgekommen. Es ist wesentlich ergiebiger als man sich ausdenken mag! 
Also vorsicht überstürz es nicht! 500gr für SMD ist schon fast eine 
kleinproduktion

Autor: E. Hermanns (emax)
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Selbst raus kriegen eher nicht, weil ich so was noch nie verwendet habe, 
und daher sogar nach Deinem Beitrag nicht weiß, ob es empfehlenswert 
ist. Mir sagen die Angaben leider gar nichts.

Ich habe hier noch ein Kilo bleihaltiges Lot, und das werde ich nicht 
wegwerfen. Daher die Frage: Wäre die bleihaltige Paste unter 
Verträglichkeitsaspekten da nicht sogar gut?

Also noch mal die Frage (und ich würde auf Gesundheitsdiskussionen gerne 
mal verzichten): Sind diese Pasten technisch ok, auch hinsichtlich der 
Langzeit-Gutmütigkeit gegenüber feinen Leiterbahnen?

Ich meine, auch wenn ich weiß, dass Blei was anderes ist als Vitamin C 
;-) - ich verstehe wirklich nichts von den Materialien und frage 
deshalb: Sind die trotz der verdächtig niedrigen Preise für unsere 
Zwecke ok? Mir geht es um SMD-Bestückung, auch mit Heißluft.

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Edgar Hermanns schrieb:

> Ich verstehe die Preisunterschiede zu den gängigen Tubengebinden nicht,
> wo sind die Unterschiede?

Der Preisunterschied liegt darin, dass Reichelt und Co an dieser Stelle 
schlimme Beutelschneiderei begehen => Profitgier. Obwohl es zugegeben 
deutlich teurere Loetpasten gibt. Aber ich glaub nich dass sich die so 
viel geben. Denk mal an Standardloetdraht, der geht auch gut. Ich werde 
bleihaltige Lote kaufen so lange es moeglich ist, mit bleifreien Loten 
wird auch nur Abzocke betrieben und sie loeten sich einfach schlechter.

Hab auch nen 500g-Pot und ich sag Dir eins: Das reicht Dir ne Ewigkeit, 
das wird dir vorher nur zaeh. Und immer kuehl lagern dann. Und Du wirst 
ne sinnvolle Moeglichkeit brauchen, das Zeug zu dosieren, denk dran ;)

Michael

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Die ersten beiden Produkte (Multicore RM92 und LF320) gibt es auch bei
Farnell. Das LF320 ist dort mit 190,24 allerdings deutlich teurer. Dafür
gibt es noch das LF318 für 59,90. Farnell hat auch Datenblätter zu den
einzelnen Produkten, wo du dich evtl. über die Unterschiede informieren
kannst. Was den großen Preisunterschied zwischen LF18 und LF320 recht-
fertigt, ist mir allerdings völlig unklar. Deswegen würde ich zum billi-
geren der beiden neigen.

Aber die Vorposter haben schon recht: 500g ist eine Riesenmenge, wenn
man bedenkt, dass die verbrauchte Lötzinnmenge je Lötstelle bei SMD viel
kleiner als bei THD ist. Es sei denn, du bist einer von denen, die die
Lötpaste erst einmal maximal dick auftragen, um hinterher die überflüs-
sigen 90% mit Entlötlitze wieder abzusaugen ;-)

Ich bin beim Handlöten¹ übrigens wieder von der Lötpaste zum Lötdraht
zurückgekehrt, weil ich mit der Lötpaste auch nicht schneller bin, der
Lötdraht aber viel billiger und praktisch ewig haltbar ist. Die Lötpaste
nehme ich nur noch manchmal zum Verzinnen von selbstgeätzten Platinen.
Da tut's aber auch die Fittingslötpaste aus dem Baumarkt.

¹) Reflowofen habe ich nicht, BGA mache ich nicht ;-)

Autor: E. Hermanns (emax)
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Klar, 500g ist wirklich viel. Aber ich habe mich bei meiner Suche nicht 
an der Menge, sondern am Preis orientiert: Wenn ich für 50 Euro 30 Gramm 
bekomme, warum dann nicht für 100 Euro ein Pfund kaufen, und mit anderen 
teilen?

Danke für Eure Einschätzungen, mir fehlt da einfach die Erfahrung: Ich 
habe noch nie mit Lötpaste hantiert. Da ich ein paar XMega Versuche 
starten will, könnte das aber jetzt aber aktuell werden.

Kann man so eine Paste zwecks Haltbarkeit eigentlich auch einfrieren? 
Bei Cyanacrylat (i.e. Sekundenkleber) klappt das nämlich bestens.

Autor: El Jefe (bastihh)
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Falls ich dir einen Tipp geben darf?

Bevor du soviel Geld ausgibts, kann ich dir diese empfehlen(Die benutze 
ich auch):

http://shop.wiltec.info/product_info.php/info/p299...

Kauf die erstmal und teste, ob es überhaupt was für dich ist.

Sage ja, benutze seit 2 Jahren eine Tube und geht immernoch 1a(Ab und zu 
wie gesgat mal nen Tropfen Iso rein und gut)!

Grüße

Autor: E. Hermanns (emax)
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Das ist eine gute Idee, danke für den Tipp. Das ist ja sogar noch 
preiswerter, trotz der kleinen Menge :-o

Taugt das denn was?

Autor: El Jefe (bastihh)
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Also meiner Meinung ja, sonst würde ich es ja nicht benutzen ;)

Musst halt nur den für dich optimalen Lötvorgang austüfteln.
Variiert halt je nach Anlage/Temperatur/Layout (Benutze eine Aoyue 968 
Station) uswusf.
Bisschen erfahrung musste halt sammeln.

Für mich mit bezug auf SMD jedenfalls einwandfrei.

Grüße

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