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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Taster durch FET entlasten Nur wie FET schalten ?


Autor: Modellbauer (Gast)
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Ich habe mir die Artikelseite zu den FET durchgelesen und dabei ist mir 
zu meinem Verwendungszweck immer noch nicht die passende Idee / passende 
Schaltung untergekommen.

Hier liegt ein Elektrostarter für einen Verbrennerbuggy. Der Nitromotor 
hat 5,36 ccm und wird mit einem sog. Rotorstarter (Sieht ähnlich aus wie 
ein Akkuschrauber, besteht aber nur aus Motor, Planetengetriebe und 
thremischem Überlastschutz.

Das Problem ist nach einer Weile der Taster in dem Teil. Im Anlauf zeiht 
der Motor bei kaltem Nitromotor ca. 30 Ampere im Peak und geht dann 
runter auf unter 15 Ampere. Der Taster in dem Ding klemmt und backt nun 
immer öfter. Also muß da Ersatz her.

Ich habe mir nun die Schaltung von den FET hier mal angesehen und werde 
nicht so recht schlau daraus.

Wenn ich ein Logik Level FET nehme, dann muß ich aus dem aus dem 2s LiPo 
Startakku (Spannung 8,44 bis runter zu 6 Volt) eine 5 Volt 
Gleichspannung machen und die mit dem Taster auf das Gate bringen um zu 
Starten. Soweit so gut.

Wenn ich einen anderen FET nehme, dann muß ich irgenwas an die 6 oder 10 
Volt nehmen um den aufzusteuern und -3 bis -10 Volt um den wieder zu 
sperren. Auch das ist nicht machbar, weil im Griff des Starters da nicht 
wirklich Platz für viel Elektronik ist.

Helft mir mal mein Verständnisproblem zu lösen.

Ach so: Über den Balanceranschluß am Akku kann 4,2 Volt abgreifen, die 
aber die gleiche Masse wie der Motor haben. Freilaufdiode ist klar, die 
kommt rein.

Jürgen

Autor: Valentin Buck (nitnelav) Benutzerseite
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Naja,
30 Ampere sind schon wirklich ziemlich viel für einen FET.
Nimm lieber einen IGBT.

Und ansonsten:
Den Taster an eine schön hohe Spannung (unter der maximalen DS-Spannung 
aus dem Datenblatt), das senkt den ON-Wiederstand, falls du sonst nicht 
ganz durchschalten würdest.

Dann noch einen Pulldown, so in etwa 1-10kOhm an das Gate.

Also: Einfach deine 8,4V aus dem Akku über einen Wiederstand (500 Ohm) 
an das Gate, dann noch 1-10k Ohm von Gate an Masse.

Keine Regelung, die frisst nur Strom.

Mit freundlichen Grüßen,
Valentin Buck

Autor: Modellbauer (Gast)
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IGBT ? Da weiß ich ja noch nicht einmal wie das Schaltzeichen aussieht. 
(Aber ich werde das schon mit Google rauskriegen.)

Den Rest an einen FET zu machen kriege ich wohl schon hin. Bezieht sich 
Deine Beschreibung auf einen Logik Level FET oder auf einen normalen ?

Der Akku ist ein 2s LiPo mit 8,44 Volt, wenn der ganz voll ist und 6 
Volt, wenn der Leer ist (Also beim Starten bis auf diese Spannung 
einbricht.)

Die 30 Ampere sind nur weniger als 1/2 sec. aktuell, dann geht der Strom 
auf 10 bis 15 Ampere zurück.

Ich werde dann erst einmal nach einem Logik Level FET im TO-220 Gehäuse 
mit IDS max 30 Ampere suchen.

Dann mal schauen wie man einen IGBT beschaltet und welcher Typ da in 
Frage kommt.

Danke schon einmal für die Klärung der Beschaltung.

Jürgen

Autor: Valentin Buck (nitnelav) Benutzerseite
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Logic Level FET heißt eigentlich nur,
dass er schon bei 5V gesättigt ist, und nicht erst bei etwa 10V.
Meine Beschreibung kannst du auf beide Anwenden.

Ein IGBT ist eine Art Darlington, nur dass man einen FET ansteuert, der 
einen Bipolartransistor druchschaltet.

mit freundlichen Grüßen,
Valentin Buck

Autor: Ulrich (Gast)
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Ein MOSFET ist bei der niedrigen Spannung schon die richtige Wahl. IGBTs 
sind für so kleine Spannungen kaum geeignet, weil man immer gut 1 V an 
Spannung verliert. Das ist also mehr was für Netzspannung und drüber.

Autor: Andreas K. (derandi)
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Wie wärs mit nem kräftigeren Schalter?
Oder einem Relais aus dem KFZ-Bereich? Die sind GENAU für sowas gemacht, 
und die gibts auch mit >30 Ampere Schaltfähigkeit.

Autor: mexman (Gast)
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Modellbauer schrieb:
> Wenn ich einen anderen FET nehme, dann muß ich irgenwas an die 6 oder 10
> Volt nehmen um den aufzusteuern und -3 bis -10 Volt um den wieder zu
> sperren. Auch das ist nicht machbar, weil im Griff des Starters da nicht
> wirklich Platz für viel Elektronik ist.


Hallo,

DU brauchst zum Sperren keine negative Spanung.
Und wegen des SPannungseinbruchs beim Starten mach Dir keine Gedanken.

Du kannst mit den 8.44V einen Kondensator ueber eine Diode und 
Widerstand aufladen und den dann auf das Gate Deines Logic-Level.FET 
schalten. Somit hat der ausreichend Gatespannung. Zumindest fuer die 
Anlaufzeit, in der die Betriebsspannung zusammenbricht.

Besorg Dir einfach mal einen passenden MOSFET und probier mal.
ALlerdings einen mit wirklich kleinem On-Widerstand!

Gruss
}
Mcihael

Autor: Modellbauer (Gast)
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So,

ich habe hier aus den Anfangstagen mit China E-Heli noch 2 von diesen 
CEB8030L FET herumliegen.

Wenn ich über den 550er Elektro Bürstenmotor eine Freilaufdiode schalte 
(Typ muss ich noch ausknobeln) und dann über einen Spannungsteiler mit 
dem Taster ca. 6 Volt (Ca. weil die Spannung beim Starten ja ein wenig 
einbricht) zwischen GND (Also Minus vom Akku) und Gate schalte.
Das sollte doch klappen ?

Ansonsten habe ich bei der Unmenge an N - Kanal Logik-Level FET schon 
die Übersicht verloren, welches ich da nehmen soll.

Jürgen

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