simon wrote:
>Dazu habe ich auch noch mal eine Frage. Wie kann ich beim
>Ringkernrechner auf den max. Strom (bzgl. Sättigung) schließen?
>Also Wieviel Gleichstrom der verwendete Kern ohne Sättigung
>bei bestimmter Anzahl Windungen) aushält?
Das Problem bei Eisenpulver-Ringkernen ist, dass es keinen
'Punkt' für die Sättigung gibt, da diese durch den verteilten
Luftspalt fließend einsetzt und die Induktivität kontinuierlich
verringert, je höher die Bestromung ist.
Bei einer Speicherdrossel 'Ferritkern mit Luftspalt' hingegen
setzt die Sättigung schlagartig ein. Bei einer Bestromumg vor
diesem Punkt ist die Induktivität (fast) vollständig vorhanden
und danach (fast) vollständig flöten, so dass es quasi nur noch
eine Luftspule ist. (Hierbei raucht dann gewöhnlich der MOSFET ab)
Dieser Zusammenhang lässt sich in folgendem Bild gut erkennen:
http://www.cwsbytemark.com/CatalogSheets/MPP%20PDF%20files/6.pdf
Für diverse Pulver-Ringkerne gibt es aber auch sehr schöne Diagramme,
wo man die fraglichen Werte bezüglich Sättigung direkt ablesen kann:
http://www.cwsbytemark.com/images/OD203.pdf
Nehmen wir mal als Beispiel den MPP Ringkern CM203125 Kurve 2.
Zunächst mal muss ich vom Design eine Minderung der Induktivität
ausgehend vom Leerlaufwert zulassen; im Bild wird 30% genannt.
Der Al-Wert sinkt hierbei von 68 auf 47,6 - das muss meine
Schaltung ab können.
Hierbei kann ich nun dem Kern bis zu 140 'Ampere-Turns' zumuten,
also bei 10Wdg 14A oder bei 100Wdg 1,4A usw.
Das ist für mich eine prima Hilfe (statt Formeln zu quälen;-)
Den genannten MPP-Kern habe ich gewählt, weil leicht erhältlich:
http://www.spulen.com/shop/product_info.php?products_id=975
Vielleicht weiss jetzt noch jemand, wo selbige Diagramme für die
Reichelt-Kerne zu finden sind, das wäre schon toll.