richtige Spule bei LM2576-5

Gast #1918655
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Hallo,

ich habe eine step-down Anwendung mit einem LM2576-5. Laut Datenblatt 
muss man die passende Spule aus dem Diagramm (figure 4) rauslesen. Der 
Bereich im Diagramm ergibt sich aus V_in und dem gezogenen Strom I. Bei 
mir sind V_in=15V und der Strom I die untere Grenze im Diagramm, also 
ca. 300mA. Es ergibt sich dann für die Spule der Bereich "L680" im 
Diagramm.

In der Tabelle (figure 9) kann man dann eine passende Spule raussuchen. 
Es sind diveres Hersteller (Renco, Pulse Eng., ...) angegeben. Leider 
kann ich weder bei Reichewlt noch beim Conrad diese Spulenhersteller 
finden. Nun wollte ich von euch wissen, was ich denn genau nun für ne 
Spule nehmen soll. Sie muss eben 680yH haben... Es gibt ja aber viele 
verschieden Typen... Muss man auf was spezielles achten?

Danke
#1919456
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Im Datasheet vom Regler steht drin, für wieviel Strom die Spule 
mindestens ausgelegt sein muss - das sind nicht deine 300mA sondern 
etwas mehr. Im Datasheet der Spule (und dem Gewäsch von Reichelt) steht 
drin, wieviel der jeweilige Typ mitmacht.

Für spätere Zeiten mit höherfrequenten Reglern, jetzt noch nicht 
relevant: Ein weiterer Parameter ist die maximale Arbetsfrequenz der 
Spule. Die 52KHz eines LM2575 macht jede mit, die 260KHz eines LM2675 
jedoch nicht. Das steht leider nicht immer bei den Spulen dabei, 
manchmal muss man sich das aus dem Kernmaterial ableiten.
Gast #1919545
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Das mit der Stromangabe im Reichelt-Katalog ist beschiss. Die Reihe 
L-PISR ist wohl die WE-PD4 Typ X von Würth. Die Daten und Abmessungen 
stimmen überein. Im Würth-Katalog findet man, dass der thermische 
Grenzstrom (Erwärmung der Drossel um 40K bei Gleichstrom) teilweise nur 
1/3 des im Reichelt-Katalog angegebenen magnetischen Grenzstromes ist.
Persönliche Seite #1919579
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Michael H. schrieb:
> Oder du holst dir den legendären Mini-Ringkern-Rechner, einen passenden
> Amidon-Kern bei Reichelt und wickelst dir deinen eigenen Kupferlackdraht
> drauf.
> Hausgemacht schmeckt doch am besten.

Dazu habe ich auch noch mal eine Frage. Wie kann ich beim 
Ringkernrechner auf den max. Strom (bzgl. Sättigung) schließen? Also 
Wieviel Gleichstrom der verwendete Kern ohne Sättigung (bei bestimmter 
Anzahl Windungen) aushält?
Gast #1919655
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Simon K. schrieb:
> ArnoR schrieb:
>> Das mit der Stromangabe im Reichelt-Katalog ist beschiss.
> Weil?
>
>> Die Reihe
>> L-PISR ist wohl die WE-PD4 Typ X von Würth.
> Nö. Die sind von Fastron.


Die Drosseln L-PISR von Fastron und die WE-PD4 Typ X von Würth sind 
identisch. Unklar ist hier nur, wer von wem kauft.
Persönliche Seite #1919709
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ArnoR schrieb:
> Simon K. schrieb:
>> ArnoR schrieb:
>>> Das mit der Stromangabe im Reichelt-Katalog ist beschiss.
>> Weil?
>>
>>> Die Reihe
>>> L-PISR ist wohl die WE-PD4 Typ X von Würth.
>> Nö. Die sind von Fastron.
>
>
> Die Drosseln L-PISR von Fastron und die WE-PD4 Typ X von Würth sind
> identisch. Unklar ist hier nur, wer von wem kauft.

Paranoid? Ist doch ein kluger Schachzug, wenn ein anderer Hersteller die 
gleichen Abmessungen benutzt. Als Alternativbezugsquelle.

Sogar die Datenblätter, die bei Reichelt hinterlegt sind, sind von 
Fastron. Und die Artikelnummer ist auch verdammt ähnlich zu denen von 
Fastron.
Gast #1919733
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simon wrote:

>Dazu habe ich auch noch mal eine Frage. Wie kann ich beim
>Ringkernrechner auf den max. Strom (bzgl. Sättigung) schließen?
>Also Wieviel Gleichstrom der verwendete Kern ohne Sättigung
>bei bestimmter Anzahl Windungen) aushält?

Das Problem bei Eisenpulver-Ringkernen ist, dass es keinen
'Punkt' für die Sättigung gibt, da diese durch den verteilten
Luftspalt fließend einsetzt und die Induktivität kontinuierlich
verringert, je höher die Bestromung ist.

Bei einer Speicherdrossel 'Ferritkern mit Luftspalt' hingegen
setzt die Sättigung schlagartig ein. Bei einer Bestromumg vor
diesem Punkt ist die Induktivität (fast) vollständig vorhanden
und danach (fast) vollständig flöten, so dass es quasi nur noch
eine Luftspule ist. (Hierbei raucht dann gewöhnlich der MOSFET ab)

Dieser Zusammenhang lässt sich in folgendem Bild gut erkennen:
http://www.cwsbytemark.com/CatalogSheets/MPP%20PDF%20files/6.pdf


Für diverse Pulver-Ringkerne gibt es aber auch sehr schöne Diagramme,
wo man die fraglichen Werte bezüglich Sättigung direkt ablesen kann:
http://www.cwsbytemark.com/images/OD203.pdf

Nehmen wir mal als Beispiel den MPP Ringkern CM203125 Kurve 2.
Zunächst mal muss ich vom Design eine Minderung der Induktivität
ausgehend vom Leerlaufwert zulassen; im Bild wird 30% genannt.
Der Al-Wert sinkt hierbei von 68 auf 47,6 - das muss meine
Schaltung ab können.

Hierbei kann ich nun dem Kern bis zu 140 'Ampere-Turns' zumuten,
also bei 10Wdg 14A oder bei 100Wdg 1,4A usw.
Das ist für mich eine prima Hilfe (statt Formeln zu quälen;-)

Den genannten MPP-Kern habe ich gewählt, weil leicht erhältlich:
http://www.spulen.com/shop/product_info.php?products_id=975

Vielleicht weiss jetzt noch jemand, wo selbige Diagramme für die
Reichelt-Kerne zu finden sind, das wäre schon toll.
Gast #1919893
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In Verbindung mit dem 'mini-Ringkern-Rechner' sind schon die
Eisenpulver-Ringkerne von Reichelt zum Selbstwickeln gemeint.

Wobei die Reichelt-Kerne wohl nur teilweise von Amidon sind.
Wenn man z.B. nach 'T 80' sucht, erscheinen 2 Kerne als
'Amidon-Ringkern' und 2 Kerne als 'Eisenpulver-Ringkern'
#1919920
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Simon K. schrieb:
> Dazu habe ich auch noch mal eine Frage. Wie kann ich beim
> Ringkernrechner auf den max. Strom (bzgl. Sättigung) schließen?
Der Rechner gibt den maximalen Fluss durch den Kern an. Da steckt der 
Strom mit drin.
Ob er da einen Grenzwert miteinbezieht, weiß ich allerdings nicht. Ab 
einem gewissen Fluss wird der Wert in rot angezeigt. Da kann allerdings 
auch der Verlust im Kern als Schwelle dienen.

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