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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Markt für Ingenieure wieder sonnig


Autor: Semikron(er) (Gast)
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Wer von euch bewirbt sich gerade oder tritt demnächst auch einen neuen 
Job an? Ich habe festgestellt, daß - im Gegensatz zu der Situation von 
vor einem Jahr - es wieder erheblich besser geworden ist, was 
Gehaltsangebote anbelangt. Ich habe mich seit Juli umgesehen und nun 
endlich zugeschlagen: Es gab fast 4000 Euro mehr im Jahr.

Autor: Christian (Gast)
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Semikron(er) schrieb:
> Wer von euch bewirbt sich gerade oder tritt demnächst auch einen neuen
> Job an? Ich habe festgestellt, daß - im Gegensatz zu der Situation von
> vor einem Jahr - es wieder erheblich besser geworden ist, was
> Gehaltsangebote anbelangt. Ich habe mich seit Juli umgesehen und nun
> endlich zugeschlagen: Es gab fast 4000 Euro mehr im Jahr.

Ja, der Markt ist derzeit sehr gut. Aber für 4000€ den Arbeitgeber 
wechseln? Lohnt sich das überhaupt oder gefällt dir die neue Aufgabe 
besser?

Autor: Michael O. (Gast)
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>Aber für 4000€ den Arbeitgeber
Guter Einwand. Netto sind das höchstens 2500,- im Jahr also 200,- mehr 
im Monat.

Andererseits: 10 Jahre lang 2400,- mehr, sind ein kostenloses Auto :-)

Autor: Robert (Gast)
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Ja der Markt ist super sonnig. In den letzten 2 Jahren habe ich zwar auf 
über 700 Bewerbungen nur Absagen oder meist keine Reaktion bekommen. 
Selbst die Dienstleister melden sich nicht. Aber es geht deutlich 
bergauf, Ich habe 400 Euro brutto im Jahr mehr bekommen, statt 16.900 
jetzt 17.300 Euro brutto p.a. Manchmal kann ich mein Glück gar nicht 
fassen. Das ist sicher der Ruck, der jetzt endlich durch Deutschland 
geht!

Erst 70% Einbruch, 36.000 Firmen 2009 pleite. Aber jetzt wieder 5% rauf 
Super!!! Klasse!!! Paarrrrrty!!! Besser kann es nicht laufen!

Ernsthaft, in 10 Jahren sind wir vielleicht und evt. auf dem Stand von 
2007. Aber bis dahin wird das Öl knapp und die deutsche Wirtschaft ist 
vollends hinüber. Gute Nacht!

Autor: joBee (Gast)
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>In den letzten 2 Jahren habe ich zwar auf
>über 700 Bewerbungen nur Absagen oder meist keine Reaktion bekommen.

Aus welcher Region kommst Du ?
Hier in Süddeutschland (Karlsruhe,Freiburg,Stuttgart,München) war es in 
den letzten 10 Jahren, bei dem was ich von Kollegen so mitbekommen habe, 
immer etwa so:

5 Bewerbungen. 3 Vorstellungsgespräche. 1 Job.
(Elektronikentwicklung)

700 Bewerbungen. Da würden mich echt die Bewerbungsunterlagen 
interessieren.

http://www.isnichwahr.de/r99469967-gute-bewerbung.html

Autor: Martin (Gast)
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http://www.isnichwahr.de/r99469967-gute-bewerbung.html

Entweder es ist ein Fake oder endlich jemand der sich nicht verstellt.

Autor: Robert (Gast)
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joBee schrieb:
> 5 Bewerbungen. 3 Vorstellungsgespräche. 1 Job.
>
> (Elektronikentwicklung)

Das hat man mir während des Studiums auch so versprochen. Ob du es 
glaubst oder nicht, aber mir hat man gesagt, dass ca. 50% der 
Absolventen gar keine Bewerbung geschrieben haben und "von den Firmen 
umworben wurden". "Von den Firmen umworben" wird man angeblich auch in 
der Mensa. "Da stehen dann Firmenvertreter von BMW und Siemens, die Sie 
händeringend suchen". Ich habe so etwas nie erlebt. Kenne auch keinen, 
dem es so gegangen ist.

Ich muss fairerweise sagen, dass ich 17 Sem. studiert habe und daher 
wohl keine Chance mehr in D. habe. Mit 29 Jahren galt ich als "nicht 
mehr führbar".

Meine Unterlagen haben so ca. 30 Leute angesehen. Jeder sagt was 
anderes, aber keine groben Fehler. Bei Konzernen und immmer mehr auch im 
Mittelstand, überwiegen eh dir Onlinemasken, von da her ... . Und meine 
Studienleistungen kann ich jetzt auch nicht mehr ändern.

Autor: Robert (Gast)
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Martin schrieb:
> http://www.isnichwahr.de/r99469967-gute-bewerbung.html
>
> Entweder es ist ein Fake oder endlich jemand der sich nicht verstellt.

Falls ich jemals etwas zu sagen habe - was ich nie haben werde - ich 
würde so jemanden zumindest einladen. Grund: ehrlich und authentisch!

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Robert schrieb:
> Ich muss fairerweise sagen, dass ich 17 Sem. studiert habe und daher
> wohl keine Chance mehr in D. habe. Mit 29 Jahren galt ich als "nicht
> mehr führbar".

Warum ziehst du aus deinen individuell ziemlich schlechten 
Vorbedingungen dewn Schluss, dass alles den Bach runtergeht?
Ist dir vielleicht mal in den Sinn gekommen, dass nicht jeder fast 10 
Jahre gebraucht hat, um ein Studium abzuschliessen und damit als 
Jungingenieur deutlich glaubwürdiger auftreten kann?
Deine Beschäftigungsmodalitäten sind extrem, weil die Vorbedingungen es 
hergeben, mit der realen Marktsituation hat das aber nichts zu tun.

Autor: MATLAB und VHDL-Chef (Gast)
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das hat durchaus was mit dem Markt zu tun. Der Markt hat einfach immer 
noch viel zu viele Anfänger. Da werden eben die (scheinbar !) besten 
weggefischt und die anderen haben garnichts oder einen Ausbeuterjob. Da 
muss er eben durch. Auch als Ingenieuranfänger bleibt man eben Anfänger 
und die kriegen nur 40k aufwärts, wenn die Firmen das bezahlen müssen, 
weil sie knapp sind.

Momenant sind bis auf Weiteres erst mal nur die Erfahrenen knapp. Aber 
kommt Zeit, kommt Erfahrung. Mit 2 Jahren BE kann man sich abwerben 
lassen und gut verdienen.

Autor: Dirk (Gast)
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MATLAB und VHDL-Chef schrieb im Beitrag #1919879:
> Momenant sind bis auf Weiteres erst mal nur die Erfahrenen knapp. Aber
> kommt Zeit, kommt Erfahrung. Mit 2 Jahren BE kann man sich abwerben
> lassen und gut verdienen.

Ja, das stimmt. Richtig gut verdient man aber nur in Führungspositionen 
und das will und kann nicht jeder. Bei 70k ist bei einer normalen 
Fachposition meistens Schluß.
Ich erhalte in einer Fachposition bspsw. mit etwa 4,5 Jahren BE 58k und 
aufgrund des Tarifvertrages (Erhöhung Weihnachtsgeld, 
Erfolgsbeteiligung, etc.) werde ich in etwa 4 Jahren bei knapp 68k 
liegen, wobei die tariflichen Erhöhungen hier noch nicht dabei sind.

Autor: Faktenschreiber (Gast)
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@jobee :

Nun - in den letzten 10 Jahren ... also da kenne ich ganz andere Sachen
die diametral Deiner Ansicht gegenüberstehen und nochmal 10 Jahre
ist Dr Arbeitslos sicherlich nicht ganz unbekannt....

Das selbe gilt für im Sinne nach 2 Jahren abwerben kann ...

Interessanterweise hatte nicht nur ich eher mit 0-Reaktion zu kämpfen
und das ist genau das Problem vielerorts heute . die Guten sind gar
nicht mehr auf dem Markt und/oder werden mit den üblichen Anfeindungen
im Sinne zu alt schon ab 35 als nicht mehr entwickelbar weggestuft.

Insoweit können MATLABS Thesen als eher als zu theoretisch eingestuft
Werden.
Denn die 40K sind utopisch hoch und viele Firmen erkennen Erfahrung
nur dann an ,wenn man bruchfrei wechselt.

Solange man derart agiert bekommen Topleute keine Jobs ,weil man
ja wörtlich unterstellt : Wie schon 4 Monate auf Jobsuche, können
sie überhaupt nicht arbeiten ... so oder so ähnlich

Oder wie oben geschrieben , man sieht längere Studienzeit als Manko
an ,weil sie nicht mit einem Idealszenario vom 22,5 j Absolventen
korreliert .

Witzigerweise ist es ja derart ,daß zb BMW keine Schnellstudierten
für ernst nimmt ....

Autor: Ländle (Gast)
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Es gilt in Deutschland immer noch: wer Aufstiegschancen, ein 
vernünftiges gehalt und menschliche Behandlung möchte, der muß 
Deutschland verlassen.

Im Ausland ist auch nicht alles zucker, aber man hat eine reelle Chance.

Autor: Malte (Gast)
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Ländle schrieb:
> Es gilt in Deutschland immer noch: wer Aufstiegschancen, ein
> vernünftiges gehalt und menschliche Behandlung möchte, der muß
> Deutschland verlassen.

oder die richtigen Eltern haben und BWL studieren...

Autor: Axel Laufenberg (axel_5)
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>Oder wie oben geschrieben , man sieht längere Studienzeit als Manko
>an ,weil sie nicht mit einem Idealszenario vom 22,5 j Absolventen
>korreliert .

Würde ich so nicht sagen. Man sollte aber schon plausibel erklären 
können, was man in der Zeit gemacht hat.

Gruss
Axel, der auch 15 Semester gebraucht hat

Autor: ING (Gast)
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Die Absolventen der privaten Hochschule in Vallendar (www.whu.de) oder 
der EBS (www.ebs.de) haben anscheinend gar keine Probleme einen Job zu 
finden. Dort kostet ein Studium allerdings auch 5500€ pro Semester.

Autor: Marx W. (Gast)
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So dringend ist den deutschen Unternehmen der Fachkräftemangel nicht, 
denn in folgenden Artikel
http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE...
wird den Unternehmen hierzulande eine ziehmlich geringe Lust zur Suche 
nach Arbeitskräften ausserhalb der BRD attestiert!

Autor: Warmweiß (Gast)
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Sagen wir mal so, es wird erst gar nicht im Ausland gesucht, weil die 
kleinen und mittleren Unternehmen wissen, dass ihre Gehälter meilenweit 
von der Konkurrenz entfernt sind.
Sie bekommen also nicht die sehr guten Leute, die sie brauchen, um von 
heute auf morgen die Rendite für die Konzerne und den Staat zu 
erwirtschaften, also lassen sie es bleiben.
Und die Konzerne wiederum brauchen nicht suchen, die bekommen die Bude 
von selber von Deutschen massenweise eingerannt, gepaart mit vielen 
Ausländern.
Dennoch sind die Konzerne um die Engpässe bei High Potentials für ein 
Butterbrot besorgt, denn falls ihre Zulieferer nicht mehr genug 
High-Potential-Sklaven akquirieren können, bricht ihr ganzes 
Geschäftsmodell zusammen.

Autor: Michael (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Warum ziehst du aus deinen individuell ziemlich schlechten
> Vorbedingungen dewn Schluss, dass alles den Bach runtergeht?

Hat nichts mit Einzelfällen zu tun. Wenn ich sehe, wie viele Bewerbungen 
wir jeden Monat reinbekommen, echt Wahnsinn. Ein deutliches Überangebot 
an Bewerbern. Studiendauer ist meist egal, Noten auch. Was zählt ist 
Erfahrung und ob jemand ins Team passt. Letzteres bestimmt der 
Abteilungsleiter aus dem Bauch heraus.

Es geht den Bach runter, weil in China ein Ingenieur 25% so viel kostet 
wie in Deutschland und ein Arbeiter 10%. Für einfache 
Maschinenbedienertätigkeit reicht ein angelernter Arbeiter voll aus. Die 
Maschine bestimmt die Qualität, nicht der Arbeiter.

Ferner wird Low-Tech schnell kopiert und echte High-Tech will ohnehin 
kaum noch jemand. Ein Automotor ist jedenfalls kein High-Tech. Ein 
Airbag-Steuergerät aber schon. Das Steuergerät wird jedoch schon seit 
über 10 Jahren nicht mehr in Deutschland produziert. Auslagerungstendenz 
immer noch steigend.


> mit der realen Marktsituation hat das aber nichts zu tun.

Du hast überhaupt nicht verstanden, was ein Markt ist. Lies das erst mal 
nach. Der Markt ist definiert als das gesamte Angebot und die gesamte 
Nachfrage. Der Quotient aus beiden bestimmt das Gehalt.


MATLAB und VHDL-Chef schrieb im Beitrag #1919879:
> Mit 2 Jahren BE kann man sich abwerben
> lassen und gut verdienen.

Aber nur, sofern man das sehr eng gesteckte Profil der neuen Stelle zu 
100% erfüllt. Weniger als 90% und die Absage ist dir sicher.

Autor: Ich (Gast)
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Also, wo sind die ganzen Unternehmen, die einen Fachkräftemangel haben?
Lesen hier auch Unternehmer und Personaler dieses Forum?

Bitte teilt wenigstens einer mal uns Ungläubigen mit, wie schwer ihr es 
bei der Besetzung von Fachkräften (Ingenieure, Techniker, Meister, 
IT-Spezialisten, ...) habt.

Vielleicht können wir hier, aus der Sicht eines Bewerbers, Vorschläge 
machen, damit ihr den/die richtige Fachkraft findet.

In sämtlichen Talkshows ist mir noch kein Unternehmer aufgefallen, der 
händeringend Ingenieure, Techniker, Meister, IT-Spezialisten, ... sucht 
und keinen findet.

Bitte melden Sie sich!
Hier geht das sogar anonym.

Autor: hahaha (Gast)
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> Bitte melden Sie sich!
> Hier geht das sogar anonym

Vergiss es. Es gibt keinen Fachkräftemangel sondern ein nur 
unbefriedigendes Überangebot von BILLIGEN Fachkräften welche flexibel 
genug sind sich vom Dienstleister durchs Land schicken zu lassen.

Sowas in der Öffentlichkeit zu vertreten ist unpopulär. Deswegen gibt es 
kaum konkrete Bsp. für Fachkräftemangel in der Industrie. Die machen 
lieber indirekt Werbung über Medien ecetera. Da kann keiner Nachhaken, 
denn die Journallie ist zu blöde dafür, die schreiben nur was diktiert 
wird.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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>Es gibt keinen Fachkräftemangel sondern ...
Sehe ich genauso. Beobachtete Firmen der Region brauchen
nur wenige Wochen ihre Stellen zu besetzen und mehrfache
Offerten sucht man dann vergebens. Wenn doch mal eine Firma
durch wiederholte Stellenanzeigen auffällt, liegt das
wahrscheinlich nur daran das die auf jemanden warten der
IHREN GEHALTSVORSTELLUNGEN von gerade mal etwas mehr als
Hartz 4 entsprechen. Hohes Anspruchsdenken, aber nur für Lau.
Das haben wir gern.

Autor: Ich (Gast)
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@hahaha

Man soll die Hoffnung nie aufgeben! :-)))
Ws wäre doch mal schön, wenn ein Unternehmer uns Ungläubigen seine Sicht 
der Dinge mitteilt.

Da sich weder hier, noch in anderen Foren irgendein Unternehmer sich zu 
diesem Fachkräftemangel äußert, gehe ich davon aus, es gibt diesen 
Fachkräftemangel nicht.

Alle Politiker die diesen Fachkräftemangel im Bezug auf Zuwanderung 
anführen sind somit unwählbar (FDP, CDU, SPD, Grüne).
(Heißt nicht das ich jetzt die Linke oder die rechtsaußen wählen würde)

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Ich schrieb:
> @hahaha
>
> Man soll die Hoffnung nie aufgeben! :-)))
> Ws wäre doch mal schön, wenn ein Unternehmer uns Ungläubigen seine Sicht
> der Dinge mitteilt.
>
> Da sich weder hier, noch in anderen Foren irgendein Unternehmer sich zu
> diesem Fachkräftemangel äußert, gehe ich davon aus, es gibt diesen
> Fachkräftemangel nicht.

Na, dann will ich mal ran ;-)

Ich kann allerdings eher nicht für größere Unternehmen sprechen, da ich 
mich hier in der Region (Koblenz) wirklich gut nur in den kleineren 
Elektronikbetrieben bis 50 MA auskenne, da allerdings recht gut, da man 
(also die Eigentümer/Geschäftsführer etc.) sich öfter sieht.

Wirklichen Fachkräftemangel haben wir hier nicht, allerdings liegt das, 
wie schon öfter hier angesprochen, daran, dass zumindest kleinere 
Unternehmen öfter gewillt sind, die Leute auch einzuarbeiten. In einem 
10-Mann-Betrieb ist ein "Neuer" halt nicht einfach nur "human ressource" 
sondern man möchte ihn möglichst lange halten.

Ich halte es für absurd, auf dem Markt Leute zu finden, die heute 
anfangen und morgen schon voll im Projekt sind. Selbst wenn dies das 
Spezialgebiet des MAs ist gibt es immer noch genug Neues. Ich hätte bei 
meinen doch sehr speziellen Nischen überhaupt keine Chance gehabt, 
jemand Passenden zu finden. Dann sucht man sich eben jemanden, der nicht 
durch gute Noten sondern durch schnelle Auffassungsgabe und 
breitgestreute Interessen glänzt. Dann ist die Einarbeitung nicht 
schwer.

Besonders lustig wird das werden, wenn die Fachkräfte dann demnächst ins 
Land geholt werden. Zur Einarbeitung kommen dann noch kulturelle und 
sprachliche Barrieren. Für das, was man dort an Zeit investieren muss, 
kann man locker einen hiesigen Ingenieur einarbeiten.

Chris D.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Michael schrieb:

>Wenn ich sehe, wie viele Bewerbungen wir jeden Monat
>reinbekommen, echt Wahnsinn. Ein deutliches Überangebot
>an Bewerbern. Studiendauer ist meist egal, Noten auch.
>Was zählt ist Erfahrung und ob jemand ins Team passt.
>Letzteres bestimmt der Abteilungsleiter aus dem Bauch
>heraus.

Jep. Hatte gestern noch ein nettes Gespräch mit einem Angestellten vom 
Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur einer Kleinstadt. Etwa 70km von 
mir entfernt. Er sandte mir eine unverbindliche Stellenanzeige per Post. 
Nach dem ich mich da sofort telefonisch meldete, bekomme ich die 
Stellenbeschreibung verbindlich, muß mich da bewerben. Ist auch 
beabsichtigt, und kein Problem. Eine Firma, in der tiefsten Provinz, 
wenigstens 70km von der nächsten Großstadt entfernt, sucht jetzt 
händeringend Fachkräfte. Der Mann vom Amt meinte, sie haben den Mangel 
jetzt aktuell, nicht später. Es war mir möglich, mich mit dem Mann vom 
Amt recht locker über verschiedene Aspekte zu unterhalten. Deswegen 
wandte sich die Firma schon an die Arbeitsagentur, weil es auf dem 
freien Markt nichts passendes gibt, und sie wohl auch nicht mit 
passenden Initiativbewerbungen überschüttet würden. Und es wäre ihnen 
durchaus sehr bewußt, daß man da beim Amt eben auch nur gemeldete 
Arbeitslose findet.

Bin gespannt, was das wohl wird. Ich habe keine Angst vor Provinz und 
viel Wald und Natur drum herum, liebe es geradezu. Bin in einem Dorf mit 
900EW aufgewachsen. Bei ähnlichen Angeboten vom Amt, wurde ich aber beim 
Lohn schon mal total untergebuttert. Umzug 400km, von RP nach Thüringen, 
und knapp 30k€/p.a.. Als Entwickler!!! Wäre ich besser mal Maurer 
geworden.

Autor: hahaha (Gast)
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30k p.a. ist das Teilzeit?

Autor: lol (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Besonders lustig wird das werden, wenn die Fachkräfte dann demnächst ins
> Land geholt werden. Zur Einarbeitung kommen dann noch kulturelle und
> sprachliche Barrieren. Für das, was man dort an Zeit investieren muss,
> kann man locker einen hiesigen Ingenieur einarbeiten.

denke ich nicht. kenne von der sorte einige, da meine firma fleissig 
einstellt.
die jungs sind fachlich voll auf der höhe, nicht verwöhnt, hoch 
motiviert, loyal und geben sich mühe die deutsche sprache gut zu 
erlernen. ein russe in meiner abteilung kennt sich mit der deutschen 
grammatik besser aus als ich.
ich kann nichts schlechtes über ausländische kollegen berichten.
zieht euch warm an leute, friedlich kuscheltal war gestern. jetzt 
heissts globaler wettbewerb, auch für die angestellten!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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hahaha schrieb:

>30k p.a. ist das Teilzeit?

Das frage ich später, wenn es konkreter wird. ;-)

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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lol schrieb:

>ein russe in meiner abteilung kennt sich mit der deutschen
>grammatik besser aus als ich.

Das gibt es gelegentlich, da hast du recht. Einer von Tausend.

In meinen letzten 3 Schulklassen sind ausnahmslos ALLE Türken durch die 
Abschlußprüfungen gerauscht. Ohne Ausnahme. Ein guter arabischer Lehrer, 
hat die eigenen nahen Landsleute gelegentlich noch beschimpft, daß sie 
eine Schande für seine Kultur seien. Es war manchmal schon lustig.

Autor: Ländle (Gast)
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Führungskräfte aus dem östlichen Europa sind bei Siemens und Bosch nicht 
mal so selten. Diese werden in den Tochterbetrieben ausgebildet und dann 
nach deutschland übernommen. Ein besonderes Merkmal dieser 
Führungskräfte sind Fleiß, absolute Loyalität und Gehorsam. Diese 
Eigenschaften werden in der deutschen Industrie besonders geschätzt. Die 
Gehälter liegen in den meisten Fällen über den Gehältern der deutschen 
Kollegen. Billigkräfte sind die deutschen Kollegen.

Autor: High Performer (Gast)
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>Ein besonderes Merkmal dieser Führungskräfte sind Fleiß, absolute Loyalität >und 
Gehorsam.

Ganz im Gegensatz zu uns stinkfaulem, verlogenem und revoltierendem 
Pack! Du hast Recht: man sollte uns Deutsche endlich von diesem Planeten 
tilgen und Platz für erfogreiche ethnische Gruppen machen! Wir haben 
unsere Daseinsberechtigung komplett verwirkt! Es wird auch Zeit, dass 
die Deutschen Unternehmen endlich von den faulen deutschen Wegelagerern 
befreit und mit existenzberechtigten Arbeitern aus dem Ausland besetzt 
werden.

SCNR!

Autor: Ulf (Gast)
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Robert schrieb:
> Ich muss fairerweise sagen, dass ich 17 Sem. studiert habe und daher
> wohl keine Chance mehr in D. habe. Mit 29 Jahren galt ich als "nicht
> mehr führbar".
> ...
> Und meine
> Studienleistungen kann ich jetzt auch nicht mehr ändern.

Ich schliesse daraus, dass Du auch noch schlechte Noten hast. Dann 
wundert mich nichts mehr: Du bist es selber Schuld. Ewig lange und 
schlecht studieren. Du bist einzig und allein selber an Deiner Situation 
schuld. Es ist nicht der schlechte Markt oder die bösen Unternehmen.

Autor: robotdrone (Gast)
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Ulf schrieb:
> Robert schrieb:
>> Ich muss fairerweise sagen, dass ich 17 Sem. studiert habe und daher
>> wohl keine Chance mehr in D. habe. Mit 29 Jahren galt ich als "nicht
>> mehr führbar".
>> ...
>> Und meine
>> Studienleistungen kann ich jetzt auch nicht mehr ändern.
>
> Ich schliesse daraus, dass Du auch noch schlechte Noten hast. Dann
> wundert mich nichts mehr: Du bist es selber Schuld. Ewig lange und
> schlecht studieren. Du bist einzig und allein selber an Deiner Situation
> schuld. Es ist nicht der schlechte Markt oder die bösen Unternehmen.

Ok, da denk ich aber das ist ein Blödsinn -

"Mit 29 Jahren galt ich als "nicht
>> mehr führbar".

Ein Kollege von mir ist mit seinem Studium auch mit ca 27 fertig 
geworden zwar auf einer FH aber in Mindestzeit (8 Sem.) auf Diplomarbeit 
in der Automobilindustrie ein Sehr gut, hat sich dann im Ausland 
beworben (min. 3 Referenzen angeben müssen die hat er auch gehabt durch 
seine Industriepraktika) und hat dann prompt einen guten Posten in der 
Entwicklung als Einsteiger (!) mit über 60k € bekommen.. Nach Alter hat 
ihn keiner gefragt, sondern was er drauf hat, was er geschafft hat, und 
um seine Referenzen. Er hat sich sogar spaßhalber für eine 
Promotionsstelle beworben und da auch ne Zusage bekommen...

Entweder hat der Mensch verdammtes Glück gehabt oder ist einfach nur 
richtig gut(?!)

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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lol schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Besonders lustig wird das werden, wenn die Fachkräfte dann demnächst ins
>> Land geholt werden. Zur Einarbeitung kommen dann noch kulturelle und
>> sprachliche Barrieren. Für das, was man dort an Zeit investieren muss,
>> kann man locker einen hiesigen Ingenieur einarbeiten.
>
> denke ich nicht. kenne von der sorte einige, da meine firma fleissig
> einstellt.
> die jungs sind fachlich voll auf der höhe, nicht verwöhnt, hoch
> motiviert, loyal und geben sich mühe die deutsche sprache gut zu
> erlernen.

Hoch motiviert und loyal sind deutsche Arbeitnehmer auch - wenn man sie 
entsprechend behandelt.
"Sie geben sich Mühe" heisst ja nichts anderes als dass es da Defizite 
gibt. Die auszuräumen benötigt Zeit und Energie, die für andere Dinge 
fehlt.

> ein russe in meiner abteilung kennt sich mit der deutschen
> grammatik besser aus als ich.

Das ist für Ihn gut, für Dich aber ein Armutszeugnis.

> ich kann nichts schlechtes über ausländische kollegen berichten.

> zieht euch warm an leute, friedlich kuscheltal war gestern. jetzt
> heissts globaler wettbewerb, auch für die angestellten!

Das ist schon seit zehn Jahren so.

Aber: auch in Russland, China, Indien etc. kocht man nur mit Wasser :-)

Angst müssen wir hier wirklich nicht haben - wir sollten eher die 
Chancen nutzen, die sich reichlich bieten.

Chris D.

Autor: lol (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Aber: auch in Russland, China, Indien etc. kocht man nur mit Wasser :-)
> Angst müssen wir hier wirklich nicht haben - wir sollten eher die
> Chancen nutzen, die sich reichlich bieten.

Nö keine Angst, die Chinesen sind doch doof.

Bsp.
Shenzhen 1980 - Fischerdorf
Shenzhen 2010 - Megacity, Hightechschmiede 100 von 500 führenden 
Unternehmen der Menschheit hier angesiedelt 12 Millionen Einwohner, 
Durchschnittsalter <30 Jahre, Durchschnittseinkommen 2700 Euro.

Autor: Kixx (Gast)
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Ich muss mich nochmal zu den 30k auslassen...

Im Polen Deutschland's (also hier im Osten) ist das für nen Ing. in nem 
mittelständischen/kleinerem Unternehmen durchaus gang und gebe
(also so um die 33k)...

Autor: klausi307 (Gast)
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robotdrone schrieb:
> Ein Kollege von mir ist mit seinem Studium auch mit ca 27 fertig
> geworden zwar auf einer FH aber in Mindestzeit (8 Sem.) auf Diplomarbeit
> in der Automobilindustrie ein Sehr gut, hat sich dann im Ausland
> beworben (min. 3 Referenzen angeben müssen die hat er auch gehabt durch
> seine Industriepraktika) und hat dann prompt einen guten Posten in der
> Entwicklung als Einsteiger (!) mit über 60k € bekommen.. Nach Alter hat
> ihn keiner gefragt, sondern was er drauf hat, was er geschafft hat, und
> um seine Referenzen. Er hat sich sogar spaßhalber für eine
> Promotionsstelle beworben und da auch ne Zusage bekommen...
>
> Entweder hat der Mensch verdammtes Glück gehabt oder ist einfach nur
> richtig gut(?!)

hmm hört sich gut an.. ich denke er wird wohl schon was drauf haben 
sonst hätt er den Posten nicht bekommen? Er war ja sicher nicht der 
einzige der sich dort beworben hat...

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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lol schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Aber: auch in Russland, China, Indien etc. kocht man nur mit Wasser :-)
>> Angst müssen wir hier wirklich nicht haben - wir sollten eher die
>> Chancen nutzen, die sich reichlich bieten.
>
> Nö keine Angst, die Chinesen sind doch doof.

Nö, die sind schon schlau - mit denen kann man gute Geschäfte machen.
Bloß muss man vor denen keine Angst haben.

> Bsp.
> Shenzhen 1980 - Fischerdorf
> Shenzhen 2010 - Megacity, Hightechschmiede 100 von 500 führenden
> Unternehmen der Menschheit hier angesiedelt 12 Millionen Einwohner,
> Durchschnittsalter <30 Jahre, Durchschnittseinkommen 2700 Euro.

Sag ich doch - die sind nicht schlauer als wir :-)

Chris D.

Autor: Oli (Gast)
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jemand, der sich gut verkaufen konnte. das ist wichtig.

wenn du mit ossiakzent daherkommst, bist du aber halt schon in die 2. 
klasse verfrachtet.

Autor: Oli P. (Gast)
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>> ein russe in meiner abteilung kennt sich mit der deutschen
>> grammatik besser aus als ich.

>Das ist für Ihn gut, für Dich aber ein Armutszeugnis.
Der war gut!

Super!

Hast du es den  Typ voll krass gezeigt, Aldää...

Autor: Bend S. (Gast)
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>> Unternehmen der Menschheit hier angesiedelt 12 Millionen Einwohner,
>> Durchschnittsalter <30 Jahre, Durchschnittseinkommen 2700 Euro.
>Sag ich doch - die sind nicht schlauer als wir :-)

Ja, das wundert mich auch immer, dass man jemand als schlau bezeichnet, 
der für wenig Geld viel arbeitet.

> die jungs sind fachlich voll auf der höhe, nicht verwöhnt, hoch
> motiviert, loyal und geben sich mühe die deutsche sprache gut zu
> erlernen.

Das ist bei Anfängern immer so, bis sie das System begriffen haben.

Autor: Ländle (Gast)
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Sie sollten einmal im östlichen Europa recherchieren. Sehr viele 
Studenten lernten wärend des Studiums Deutsch und Englisch. Was den 
kulturellen Unterschied angeht, stehen manche ausländische Bewerber den 
sogenannten deutschen Tugenden näher als deutsche Bewerber. Die 
Einstiegsgehälter sind für beide Gruppen gleich, aber die Ausländer 
steigen in der Regel in der Hirarchie schneller auf und erhalten 
folglich auch die höheren Gehälter.
Zu China und Indien kann man sagen, dass Deutschland bei der Beliebtheit 
auf den hinteren Rängen steht. Der Führungsstil des Managements nach 
"Gutsherrenart" ist ein absolutes "no-go" und schreckt ab.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Ländle schrieb:
> Sie sollten einmal im östlichen Europa recherchieren. Sehr viele
> Studenten lernten wärend des Studiums Deutsch und Englisch. Was den
> kulturellen Unterschied angeht, stehen manche ausländische Bewerber den
> sogenannten deutschen Tugenden näher als deutsche Bewerber.

Natürlich - dann zieht man die vor. Aber wie schon gesagt: manche, nicht 
alle.

> Die Einstiegsgehälter sind für beide Gruppen gleich, aber die Ausländer
> steigen in der Regel in der Hirarchie schneller auf und erhalten
> folglich auch die höheren Gehälter.

Kann ich zumindest in kleinen und mittleren Unternehmen hier nicht 
beobachten. Da arbeiten aber eh sehr wenig Osteuropäer.

> Zu China und Indien kann man sagen, dass Deutschland bei der Beliebtheit
> auf den hinteren Rängen steht. Der Führungsstil des Managements nach
> "Gutsherrenart" ist ein absolutes "no-go" und schreckt ab.

Dann ist doch alles in Butter und wir müssen uns keine Sorgen über eine 
"asiatische Schwemme" machen :-)

Bei Führung nach Gutsherrenart hat man in seinem Unternehmen aber eh 
ganz andere Probleme ...

Zumindest bei den Chinesen, mit denen ich engeren Kontakt habe, sind es 
hauptsächlich sprachliche Defizite und natürlich das Gehalt. Die wissen 
schon sehr genau, dass Englisch als Arbeitssprache zwar geht, aber einen 
nicht wirklich integriert. Geht man in die USA, ist das eben einfacher.

Und: wer mal in chinesischen/indischen Unternehmen (und ich war schon in 
einigen) war und die Demutshaltung der Untergebenen gesehen hat, der 
vergisst so Gründe wie "Wir kommen wegen Eurer Gutsherrenart nicht" ganz 
schnell wieder.

Chris D.

Autor: Robert (Gast)
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Ulf schrieb:

> Ich schliesse daraus, dass Du auch noch schlechte Noten hast. Dann
> wundert mich nichts mehr: Du bist es selber Schuld. Ewig lange und
> schlecht studieren. Du bist einzig und allein selber an Deiner Situation
> schuld. Es ist nicht der schlechte Markt oder die bösen Unternehmen.

Das sind mal klare Worte. In den wenigen Sätzen wiederholst du dich 2 
mal. "Schuld" ist dein zentrales Thema. Von Schuld habe ich nicht 
gesprochen. Du hast damit angefangen.

Du hast es geschafft, nicht nur sehr verletzend zu sein, sondern auch 
unglaublich viele Fehler zu machen. Und das in nur 6 kurzen Sätzen. 
Glückwunsch "Ulf"! Super Leistung!

Fangen wir mal an:

1.)
> Ich schliesse daraus, dass Du auch noch schlechte Noten hast.

Wieso schliesst du das? Definiere mal "schlechte Noten". Fakt ist, 
mindestens (!) 40% hatten noch "schlechtere Noten" als ich!

2.)
> Dann wundert mich nichts mehr:

Schön für dich. Ist nur leider komplett nutzlos.

3.)
> Du bist es selber Schuld.

Warum sprichst du von Schuld? Bei geschäftlichen Verhandlungen haben 
Gefühle nichts zu suchen. Schuld ist emotional besetzt. Wenn überhaupt, 
dann vor Gericht. Aber hier geht es um den Arbeitsmarkt! Den hast du 
nicht befriffen!

4.)
> Ewig lange und schlecht studieren.

Das ist nur deine Meinung. Ich kenne Leute, die haben in 
Regelstudienzeit abgeschlossen und sind arbeitslos. Ich habe Arbeit! Und 
du?

5.)
> Du bist einzig und allein selber an Deiner Situation schuld.

Hier wiederholst du dich. Hast du 2 Sätze vorher schon geschrieben. 
Kannst du dir nicht mal 2 Sätze merken? Offenbar nicht.

6.)
> Es ist nicht der schlechte Markt oder die bösen Unternehmen.

Die guten, braven Unternehmen sind von aller Schuld befreit, natürlich. 
Der Arbeitsmarkt ist hervorragend!? Du bedienst hier das Klischee "Wer 
arbeiten will, findet Arbeit". Die offiziell 24.000 arbeitslosen Ings 
sind dann deiner Meinung nach auch alle "Selber Schuld"!?


Was mich wirklich interessieren würde, wieso maßt du dir an, über mich 
und alle in ähnlicher Situation so hart zu urteilen? Was hast du für 
einen Abschluss? Wie sind deine Noten, Studiendauer, 
Praktikumszeugnisse? Meine sind übrigens gut bis sehr gut! Hast du 
Auslandserfahrung oder Werkstudententätigkeit?

Ich nehme stark an, dass du an irgendeiner FH studiert hast. Dort 
wurdest du durch das Studium geschleust (ich meine das genau so wie ich 
es schreibe) und meinst jetzt andere fertig machen zu können.

Zum Glück bist du nicht mein Vorgesetzter!

Autor: Robert (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Warum ziehst du aus deinen individuell ziemlich schlechten
> Vorbedingungen dewn Schluss, dass alles den Bach runtergeht?

Wurde von "Michael" schon was zu geschrieben. Ansosten, wie definierst 
du "ziemlich schlechte Vorbedingungen"? Was ist mit den ganzen Leuten, 
die erst mal 2-3 Jahre(!) an der Uni waren, da gar nix(!!!) hingekriegt 
haben und dann an die FH gewechselt sind. Die sind besser? Lächerlich!

> Deine Beschäftigungsmodalitäten sind extrem, weil die Vorbedingungen es
> hergeben, mit der realen Marktsituation hat das aber nichts zu tun.

Wieso gehöre ich nicht zum Markt??? Ich habe Arbeit, zahle Stuern und 
bin doch auch ein Berwerber wie andere auch? Ich finde es sehr 
unverschämt, dass du mich vom Arbeitsmarkt ausschließt!!!

Ein Auto kann man für 200 Euro kaufen und für 200.000 Euro und alles 
dazwischen. Du kannst nicht einfach das untere und obere Ende des 
Marktes vernachlässigen, bloß weil es dir nicht in den Kram passt! Ich 
verdiene 17.300 Euro p.a. und gehöre damit sehr wohl zum Arbeitsmarkt!!!

Es ist sehr schlimm, dass du Leuten, die ein eher geringes Gehalt 
bekommen, das Mitwirken am Arbeitsmarkt absprichst!!!

Autor: Ertl (Gast)
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Moin hab nen interessanten Artikel, ist zwar fast 3 Wochen alt, zeigt 
die Situation aber sehr gut:

Zitat:

"...Anders bei Linde. Einen Einstellungsstopp gibt es nicht, aber mit 
den Erfahrungen der beiden vergangenen Jahre hat sich die Philosophie in 
der Rekrutierung verändert. Nach wie vor sucht der 
Industriegasehersteller und Anlagenbaukonzern Maschinenbauer, 
Verfahrenstechniker und Elektrotechniker, die Prozess- und 
Fertigungsanlagen etwa in der Chemie- und Mineralölindustrie bauen 
sollen. Aber: „Es gibt derzeit eine Veränderung in der Strategie unseres 
Auswahlprozesses“, sagt Stefan Kauth, Leiter Personalentwicklung und 
Ausbildung im Linde-Konzernbereich Anlagenbau. „Wir stellen weniger 
Absolventen ein, stattdessen suchen wir Ingenieure, die bereits 
Berufserfahrung haben.“ Die Berufserfahrenen sollen nach kurzer Zeit die 
meist im Ausland abzuwickelnden Projekte leiten und damit Verantwortung 
übernehmen. Sie müssen schnell einsetzbar sein und Erfahrung in ihrer 
Tätigkeit sowie in Teamarbeit mitbringen, die Absolventen nicht haben. 
Vor Ort werden weitere, meist günstigere Ingenieure rekrutiert. Allein 
in Indien beschäftigt Linde rund 600 Ingenieure.
Vorteil dieser Strategie ist, dass Linde im komplexen Bau etwa von 
Raffinerien flexibler agieren und eine kleinere Mannschaft vorhalten 
kann, was ein wichtiger Kostenfaktor ist. Denn der Dax-Konzern musste in 
den zurückliegenden beiden Jahren auch erleben, dass in dem ohnehin 
stark schwankenden Anlagenbau mitunter ein Projekt verschoben oder gar 
storniert wurde. So gesehen hat Linde auf die Finanz- und 
Wirtschaftskrise reagiert - mit entsprechenden Auswirkungen: Vor der 
Krise stellte das Unternehmen jährlich 150 bis 160 Ingenieure ein, davon 
zwei Drittel direkt von der Hochschule, den Rest aus dem Berufsalltag. 
In diesem Jahr sind es 30 Ingenieure, von denen die meisten 
Berufserfahrene sind."

http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D8027...

Autor: Robert (Gast)
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Ertl schrieb:
> n diesem Jahr sind es 30 Ingenieure, von denen die meisten
> Berufserfahrene sind."

Das wundert mich nicht. Aber laut "Ulf" hat man es dann "selber Schuld", 
wenn man es nicht unter diese 30 schafft.

Autor: Robert (Gast)
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Weiteres Zitat aus dem Artikel:

"In China haben im selben Jahr von den 23 Millionen Absolventen etwa 8 
Millionen einen Ingenieursabschluss geschafft; ein Anteil von 35 
Prozent."

So relativiert sich vieles!

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Robert schrieb:
> Frank Bär schrieb:
>> Warum ziehst du aus deinen individuell ziemlich schlechten
>> Vorbedingungen dewn Schluss, dass alles den Bach runtergeht?
>
> Wurde von "Michael" schon was zu geschrieben.

Ja, er hat bewiesen, dass er keine Ahnung hat, was Marktkonformität ist.

> Ansosten, wie definierst
> du "ziemlich schlechte Vorbedingungen"? Was ist mit den ganzen Leuten,
> die erst mal 2-3 Jahre(!) an der Uni waren, da gar nix(!!!) hingekriegt
> haben und dann an die FH gewechselt sind. Die sind besser? Lächerlich!

Ich glaube nicht, dass du es dir leisten kannst, anderer Leute 
Leistungen derart abzuwerten.

>> Deine Beschäftigungsmodalitäten sind extrem, weil die Vorbedingungen es
>> hergeben, mit der realen Marktsituation hat das aber nichts zu tun.
>
> Wieso gehöre ich nicht zum Markt??? Ich habe Arbeit, zahle Stuern und
> bin doch auch ein Berwerber wie andere auch? Ich finde es sehr
> unverschämt, dass du mich vom Arbeitsmarkt ausschließt!!!
>
> Ein Auto kann man für 200 Euro kaufen und für 200.000 Euro und alles
> dazwischen. Du kannst nicht einfach das untere und obere Ende des
> Marktes vernachlässigen, bloß weil es dir nicht in den Kram passt! Ich
> verdiene 17.300 Euro p.a. und gehöre damit sehr wohl zum Arbeitsmarkt!!!

Hat ja auch niemand bezweifelt. Aber sowohl kleine als auch große 
Extreme sind nunmal nicht Marktkonform. Ich redete vom Gehaltsmarkt bzw. 
dem Arbeitsmarkt für Ingenieure. Marktkonform heisst, dass der Preis an 
Angebot und Nachfrage des Gesamtmarktes orientiert ist. Wenn du also 
1,50€ für ein kg Äpfel bezahlst, ist das marktkonform. Zahlst du 50 
Euro, dann nicht. In dem Fall diktiert nicht mehr der Markt den Preis, 
sondern externe Vorbedingungen. So einfach ist das.

> Es ist sehr schlimm, dass du Leuten, die ein eher geringes Gehalt
> bekommen, das Mitwirken am Arbeitsmarkt absprichst!!!

Das ist eine ziemlich sportliche Interpretation meiner Aussage. 
Nichtsdestotrotz - sie ist falsch.


> Ich nehme stark an, dass du an irgendeiner FH studiert hast. Dort
> wurdest du durch das Studium geschleust (ich meine das genau so wie ich
> es schreibe) und meinst jetzt andere fertig machen zu können.

Sagt jemand, der 17 Semester studiert hat. Da du ja schonmal im Glashaus 
sitzt, soll ich dir noch ein paar Steine reichen?
Deine Überheblichkeit ist mir völlig unverständlich.

Autor: Robert (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Ja, er hat bewiesen, dass er keine Ahnung hat, was Marktkonformität ist.

Jetzt redest du plötzlich von "Marktkonformität".

Frank Bär schrieb:
> Ich glaube nicht, dass du es dir leisten kannst, anderer Leute
> Leistungen derart abzuwerten.

Du hast mir nicht vorzuschreiben, wie ich andere Leute einschätze. Ich 
bin bei klarem Verstand und schätze andere Leute, inklusive Politiker, 
Manager und auch dich so ein, wie ich es für richtig halte!!!

Der einzige, der hier Leistungen abwertet, bist du!!! Du(!) sprichst 
Leuten mit 17 Sem Glubwürdigkeit ab!

Außerdem darf und muss ich auch über den Marktwert meiner Mitbewerber 
nachdenken.

> Hat ja auch niemand bezweifelt.

Doch du hast es immer bezweifelt, weil du gesagt hast, mein Gehalt hat 
nix mit dem Markt zu tun. Aber auch mein Gehalt bestimmt das 
Durchschnittsgehalt eines Ings in D. Ob dir ds jetzt passt oder nicht!

Frank Bär schrieb:
> Sagt jemand, der 17 Semester studiert hat. Da du ja schonmal im Glashaus
> sitzt, soll ich dir noch ein paar Steine reichen?

Ich sage jedanfalls mal was zu meiner Situation. Von dir ist noch gar 
nix gekommen. In einem anderen Thread hast du geschrieben, dass du in 
Dresden studiert hast. Wo denn da? Was? Wie lange und welche Noten? 
Auslandeserfahrung? Praktikumszeugnisse? Werkstudententätigkeit?

Von dir weis man gar nix!

> Deine Überheblichkeit ist mir völlig unverständlich.

Ich bin bestimmt nicht überheblich!


Fazit: Wieso sprichst du mir aufgrund meiner Studiendauer viele Rechte 
ab? Ich darf sehr wohl andere mit mir vergleichen! Es gibt Stellen, da 
möchte man eben einen Uni-Ing mit Branchen- und Auslandserfahrung und 17 
Sem lieber haben, als einen FH Bachelor mit 6 Sem.


Erzähl erst mal was über dich!
Was für Studienergebnisse? Was nebenher gemacht? Was verdienst du?

Was mich weiterhin sehr stört ist:
1.) Du sprichst mir einen Vergleich mit anderen Leuten ab
2.) Du behauptest erst, mein Gehalt gehöre nicht zum Arbeitsmarkt. Dann 
behauptest du, es sein nicht "Marktkonform". Das mag schon sein, aber 
"nicht marktkonform" ist etwas anderes als "hat mit dem Markt nichts zu 
tun"!
3.) Komm mal weg, von meinen 17 Sem. Ich bleib dabei, wer ein 
Erststudium ET Uni durchzieht und beim Abschluß 28 Jahre alt ist, ist 
nicht ganz daneben und hat auch viel geleistet.


(Anmerkung: Drei Ausrufezeichen sind noch innerhalb der Norm der 
deutschen Rechtschreibnung und sollen in keinster Weise ein "Schreien" 
ausdrücken. Vielmehr solln sie der Aussage Nachdruck verleihen.)

Autor: Robert (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Sagt jemand, der 17 Semester studiert hat. Da du ja schonmal im Glashaus
> sitzt, soll ich dir noch ein paar Steine reichen?
> Deine Überheblichkeit ist mir völlig unverständlich.

Wo hast du denn nun studiert mit welchen Ergebnissen? Bisher immer nur 
Til Schweiger!

Autor: Robert (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Wenn du also
> 1,50€ für ein kg Äpfel bezahlst, ist das marktkonform. Zahlst du 50
> Euro, dann nicht. In dem Fall diktiert nicht mehr der Markt den Preis,
> sondern externe Vorbedingungen. So einfach ist das.

So einfach ist das nicht!
Quelle Wiki:

Marktbegriff in der Wirtschaft

Der Begriff Markt bezeichnet in der Wirtschaft ganz allgemein den 
(realen oder virtuellen) Ort des Zusammentreffens von Angebot und 
Nachfrage von und nach einem Gut.

Andreas Scharf und Bernd Schubert definieren den Markt folgendermaßen: 
Ein Markt besteht aus allen (!!!) tatsächlichen und potenziellen 
Abnehmern mit einem spezifischen Bedürfnis, welches die Unternehmung mit 
ihrem Produkt zu befriedigen versucht.

Ende Quelle

Wie du da lesen kannst, steht da alle! Was du meinst ist Durchschnitt, 
Median und sowas wie Standardabweichung bzw. Varianz. Das sind Begriffe 
aus der Statistik. Eine statistik beschreibt einen Markt. Der Markt 
selber besteht aus allen(!) Anbietern und Abnehmern.

Wenn du bei golden M für ein Essen 7 Euro bezahlst, ist das der Markt. 
Wenn in einem noblem Restaurant ein Essen 500 Euro kostet, gehört das 
auch zum Markt. Die Standardabweichung ist größer, aber es gehört eben 
auch zum Markt! Auch deine Äpfel für das Kilo 50 Euro gehören zum Markt.

Du verwechselst die ganze Zeit den Markt mit den Möglichkeiten der 
Statistik, um den Markt beschreiben zu können. Das muss aber sauber 
getrennt werden.

Autor: Robert (Gast)
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Robert schrieb:
> Komm mal weg, von meinen 17 Sem. Ich bleib dabei, wer ein
> Erststudium ET Uni durchzieht und beim Abschluß 28 Jahre alt ist, ist
> nicht ganz daneben und hat auch viel geleistet.

Um noch mal eins klar zu stellen. Ich habe werder hier, noch in anderen 
Beiträgen jemals behauptet, das ich mich oder meine Leistungen für etwas 
besseres halte. Man hat es mir oft unterstellt. Ich weis, das meine 
Studienergebnisse unterdurchschnittlich sind. Aber ich bleibe dabei, 
auch wenn man unterdurchschnittlich ist, können z.B. noch 40% schlechter 
sein (und eben 60% besser).

Und der Deal war doch, dass jeder(!) Ing. gesucht wird (angeblich, laut 
vdi).

Autor: Robert (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Ich glaube nicht, dass du es dir leisten kannst, anderer Leute
> Leistungen derart abzuwerten.

Wenn ich z.B. in einer Personalabteilung arbeiten würde, wäre das mein 
täglich Brot. Glaubst du, in Personalbteilungen arbeiten nur die 
Top-Leute?

Außerdem nochmal: Wer nach 6 Sem. gerade mal 2 Klausuren bestanden hat, 
hat weniger geleistet, als jemand, der z.B. nach 8 Sem sein Vordiplom 
hat. Auf solche Fälle bezog sich meine Aussage und da stimmt sie auch!!!

Nochmal ganz einfach: Wer in 3 Jahren gar nix vorzuweisen hat, hat alle 
mal weniger als jemand der nach 3 Jahren fast sein Vordiplom hat!!!

Autor: Anonymous (Gast)
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Ich habe nach 5 Semestern das Vordiplom und nach 21 Semestern das 
Hauptdiplom. Grund: Arbeiten und Geld verdienen im Studium und keinen 
Job nach dem Studienende, ergo bin ich "Student" geblieben.

>"In China haben im selben Jahr von den 23 Millionen Absolventen
>etwa 8 Millionen einen Ingenieursabschluss geschafft

Na geil: In Deutschland arbeiten 160.000 Menschen als Ingenieur.

Mit einem Jahrgang aus China kann man also alle INgenieure Europas 
gleichzeitig ersetzen.

Was machen eigentlich die 7.9 Mio Ingenieure in China, die keinen Job 
bekommen?

Autor: Frank Bär (f-baer)
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Robert schrieb:
> Du hast mir nicht vorzuschreiben, wie ich andere Leute einschätze. Ich
> bin bei klarem Verstand und schätze andere Leute, inklusive Politiker,
> Manager und auch dich so ein, wie ich es für richtig halte!!!

Es ist also ok, wenn du anderer Leistungen abwertest, indem du sagst, 
dass diejenigen durch die FH "geschleust" wurden? Gut, das merke ich 
mir.

> Der einzige, der hier Leistungen abwertet, bist du!!! Du(!) sprichst
> Leuten mit 17 Sem Glubwürdigkeit ab!

Du liest nicht, was ich schreibe, daher ist eine Diskussion mit dir 
sinnlos.

> Ich sage jedanfalls mal was zu meiner Situation. Von dir ist noch gar
> nix gekommen. In einem anderen Thread hast du geschrieben, dass du in
> Dresden studiert hast. Wo denn da? Was? Wie lange und welche Noten?
> Auslandeserfahrung? Praktikumszeugnisse? Werkstudententätigkeit?

Warum sollte ich mich hier rechtfertigen? Wie weit man hier seine 
persönliche Situation darlegen möchte, das ist immernoch jedem selbst 
überlassen. Verwechsle bitte nicht deine Offenherzigkeit mit der Pflicht 
aller, sich hier zu offenbaren.
Aber da es dich so brennend interessiert: Ich habe in Regelstudienzeit+2 
Monate mein Diplomstudium an der HTW Dresden abgeschlossen und habe vor 
dem Studium eine Ausbildung gemacht. An praktischer Erfahrung mangelt es 
mir nicht und ich habe schon während des Studiums in den Semesterferien 
monatlich mehr Geld verdient als du jetzt. Meine Arbeitszeugnisse aus 
Praktika etc. sind alle gut bis sehr gut und mein Diplom ist leicht 
überdurchschnittlich.

> Fazit: Wieso sprichst du mir aufgrund meiner Studiendauer viele Rechte
> ab? Ich darf sehr wohl andere mit mir vergleichen! Es gibt Stellen, da
> möchte man eben einen Uni-Ing mit Branchen- und Auslandserfahrung und 17
> Sem lieber haben, als einen FH Bachelor mit 6 Sem.

Scheinen aber nicht sehr viele zu sein, wenn ich mir deine vorherigen 
Aussagen so ansehe.

> Erzähl erst mal was über dich!
> Was für Studienergebnisse? Was nebenher gemacht? Was verdienst du?

Mein Gehalt geht hier niemanden was an. Das diskutiere ich vielleicht 
mit Freunden und Familie, aber nicht mit dir. Soviel Privatsphäre 
gestatte ich mir.

> Was mich weiterhin sehr stört ist:
> 1.) Du sprichst mir einen Vergleich mit anderen Leuten ab

Dein Gehalt ist leider näher an HIV als an einem unterdurchschnittlichen 
Ingenieursgehalt. Dafür kann ich nichts.

> 2.) Du behauptest erst, mein Gehalt gehöre nicht zum Arbeitsmarkt. Dann
> behauptest du, es sein nicht "Marktkonform". Das mag schon sein, aber
> "nicht marktkonform" ist etwas anderes als "hat mit dem Markt nichts zu
> tun"!

Dann denk mal drüber nach. Marktkonformität impliziert 
Marktabhängigkeit. Wie du ja hier zugibst, ist dein Gehalt nicht 
marktkonform, also auch nicht abhängig vom Markt. Die Logik sagt: Es hat 
mit dem Markt nichts zu tun.

> 3.) Komm mal weg, von meinen 17 Sem. Ich bleib dabei, wer ein
> Erststudium ET Uni durchzieht und beim Abschluß 28 Jahre alt ist, ist
> nicht ganz daneben und hat auch viel geleistet.

Wer ein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, hat viel geleistet, denn 
einen akademischen Grad gibts nirgendwo geschenkt, weder an der Uni noch 
an der FH. Dein Alter ist in dem Zusammenhang weder ein Qualifikations- 
noch ein Leistungsmerkmal, es hat mit deinem Studium nichts zu tun.

Autor: Robert (Gast)
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Frank Bär schrieb:
> Es ist also ok, wenn du anderer Leistungen abwertest, indem du sagst,
> dass diejenigen durch die FH "geschleust" wurden? Gut, das merke ich
> mir.

Ich bin immer ein Mensch, der versucht fair zu sein. Deshalb an dieser 
Stelle folgendes, so ganz ok im Sinne von "menschlich gut" war es von 
mir wohl nicht. Aber kaum jemand ist fehlerfrei. Es ist vielleicht auch 
irgendwo verständlich, wenn man immer nur auf seine Studiendauer 
reduziert wird, man eben versucht Gegenargumte zu finden.

> Wie weit man hier seine
> persönliche Situation darlegen möchte, das ist immernoch jedem selbst
> überlassen.

Das stimmt vollkommen.

> Aber da es dich so brennend interessiert: Ich habe in Regelstudienzeit+2
> Monate ...

Ich erkenne es hoch an, dass du diese Infos zur Verfügung stellst! Ganz 
ehrlich.

> und ich habe schon während des Studiums in den Semesterferien
> monatlich mehr Geld verdient als du jetzt.

Obwohl das natürlich nur eine reine Sachinfo ist, könnte ich darin schon 
wieder eine leichte Spitze sehen. Das wäre aber unangebracht von mir, 
weil es eben nur eine Info ist und Zahlen für sich selber sprechen.

> Scheinen aber nicht sehr viele zu sein, ...

Ja leider.

> Mein Gehalt geht hier niemanden was an.

Absolut verständlich.

> Wer ein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, hat viel geleistet, denn
> einen akademischen Grad gibts nirgendwo geschenkt, weder an der Uni noch
> an der FH.

Auch das sehe ich so.


Was mich auf die Palme gebracht hat ist, wenn bestimmte Gehälter als 
"nichts mit dem Markt zu tun" abgestempelt werden. Ich hätte mir schon 
eine saubere Trennung von:
1.) Dem Begriff "Markt" an sich   und
2.) Methoden wie Standardabweichung (eben Statistik) zur Beschreibung 
des Marktes
gewünscht.


Abschließend möchte ich noch anmerken, dass mir die Diskussion Uni vs. 
FH hinlänglich bekannt ist und ich sie ungern führe. Ich persönlich habe 
keinen Zweifel daran, dass es sehr gute FH-Ings gibt! Allerdings wäre es 
im Gegenzug auch schön, wenn nicht auf der meist längeren Studiendauer 
und den meist (nicht immer) schlechteren Noten rumgehackt wird. Diese 
Tendenz haben auch Personaler mitunter sehr stark.

Autor: ungluecklicherFHler (Gast)
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Robert schrieb:
> Abschließend möchte ich noch anmerken, dass mir die Diskussion Uni vs.
> FH hinlänglich bekannt ist und ich sie ungern führe. Ich persönlich habe
> keinen Zweifel daran, dass es sehr gute FH-Ings gibt! Allerdings wäre es
> im Gegenzug auch schön, wenn nicht auf der meist längeren Studiendauer
> und den meist (nicht immer) schlechteren Noten rumgehackt wird. Diese
> Tendenz haben auch Personaler mitunter sehr stark.

Hi Robert,

tut mir erstmal leid für deine sehr(!) vielen Bewerbungen die du 
schreiben musstest. Ich glaub aber eher, es liegt schon an deinem 
bestimmt angeknacksten Selbstbewußtsein und Auftreten dass du keinen Job 
mehr bekommst. Ich war selber mal ne Zeitlang arbeitslos, auch das hat 
an meinem Selbstvertrauen und an meinem Wert genagt.. dann hab ich 
beschlossen zu studieren..

Ich selber hab dann ein FH Studium abgeschlossen, wirklich gute 
Referenzen (Diplomarbeit im Bereich Forschung in der Industrie) und 
Praktika und auch gute Noten, Zertifikate usw gehabt und jetzt einen gut 
bezahlten Job im Ausland bekommen. Bin auch 28, also kein Problem. Bei 
der FH Graduierung waren wirklich auch einige Pfeifen dabei die es auch 
geschafft haben. Leider. Aber ich bin mir sicher, auf der Uni gibts auch 
einige von denen man oft nicht glauben kann, dass sie es auch geschafft 
haben..

Und über die Studiendauer mach dir keine Gedanken, ET ist ja kein 
leichtes Studium kenn auch viele die 16 Semester gebraucht haben.. Aber 
was mir so vorkommt.. sei ehrlich zu dir selbst.. willst du überhaupt in 
den Bereich ET gehen? Mir kommt das nicht so vor..Vielleicht willst du 
es auch selbst nicht und kriegst deswegen keine Jobs?

Ich bewundere jeden der ein technisch anspruchsvolles Studium gebacken 
bekommt auch dich Robert dass du den Aufwand nicht scheust, 900+ 
Bewerbungen (?) zu schreiben. Aber ein Studium ist nur die 
Eintrittskarte. Jeder Arbeitstag ist so anstregend dass man sich gerne 
wieder an die Uni od FH zurückerinnert..

Aber es ist so wie du sagst.. Personaler sollten nicht auf Noten oder 
Studiendauer schauen (das hat mein Chef auch nicht), denn oft bringt der 
bessere Arbeitsleistung mit schlechteren Noten..

Aber es gibt gute FH-Ing genauso wie gute Uni-Ing und auf beiden Seiten 
gibts auch schlechte wie überall.. Und viele, das wird dich auch 
wundern, haben es ganz ohne Studium bis ganz nach oben geschafft...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Robert schrieb:

>Nochmal ganz einfach: Wer in 3 Jahren gar nix vorzuweisen
>hat, hat alle mal weniger als jemand der nach 3 Jahren fast
>sein Vordiplom hat!!!

Robert, ich sag dazu mal was: Ich war mal an einer FH, und ich kann 
wirklich nicht behaupten, daß man etwas hinterher geworfen bekam. Bei 
den A-Fächern gab es immer das Motto: 4 gewinnt. Mathe und TET waren die 
Scheidepunkte. Die Aussiebquote lag gut bei 60%. Mitten im Studium wurde 
von Diplom nach Bachelor und Master gewechselt. Die Notenschnitte 
stiegen systembedingt auch. Die Neuen hatten immer einen Gratis-Versuch 
für die Klausuren, den ich nicht hatte.

Ich hab mit 35 begonnen, und mit 42 beendet. 13 Semester und Note 2,5. 
In der Mensa sagte mal ein Kommilitone übers Mittagessen, ich könnte 
sein Vater sein. Ganz nett, seis drum. Bis heute weiß niemand so recht, 
wo und wie er mich einsortieren soll. Meine Liebe gilt aber bislang 
immer noch der Materie, ich hab nichts anderes im Leben gelernt außer 
den Elektrokram. Mache auch zu Hause eigene Projekte, an Kenntnissen 
fehlt es mir nicht.

Mich erschrickt es nur, überall in Jobbörsen überwiegend was über 
Absolventen zu lesen. Aus dem Alter bin ich lange raus. Wenn auch nicht 
verkalkt.

Wohl bin ich z.Zt. arbeitssuchend.

Autor: Robert (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Bei
> den A-Fächern gab es immer das Motto: 4 gewinnt. Mathe und TET waren die
> Scheidepunkte. Die Aussiebquote lag gut bei 60%.

Das mit 4 gewinnt kenne ich nur zu gut. Geht (ging) vielen so. Ich würde 
auch sgen, dass durch Bachelor die Noten etwas besser geworden sind.
Was ich nur absolut nicht haben kann, wenn nach Wochen evt. Monaten des 
intensiven Lernens eine 3,7 dabei raus kommt und dann einer sagt, "war 
dann nur Glück". Ich hatte auch mal einen 3. Versuch gerade dann ist es 
besonders schwer. 5 Tage vorher kann man nur noch bedingt lernen und am 
Prüfungstag hängt es dann am seidenen Faden.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ich hab mit 35 begonnen, und mit 42 beendet.

Naja, eigentlich ist so ein Weg doch gewollt, also offiziell von der 
Politik und so. Mit 42 sind es auch noch 25 Jahre bis zur Rente.

> Bis heute weiß niemand so recht,
> wo und wie er mich einsortieren soll.

Formal (und auch real) bist du ein vollwertiger Ing, mit entsprechender 
Befähigung für entsprechende Stellen.

> Mich erschrickt es nur, überall in Jobbörsen überwiegend was über
> Absolventen zu lesen.

Das ist meine Wahrnehmung nun eine ganz andere. Ich habe das Gefühl, 
unter 5 Jahre Berufserfahrung geht nix, auch im Mittelstand.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Robert schrieb:
> Ich nehme stark an, dass du an irgendeiner FH studiert hast. Dort
> wurdest du durch das Studium geschleust (ich meine das genau so wie ich
> es schreibe) und meinst jetzt andere fertig machen zu können.

Ganz egal, wie du das ganze meinst: Mit dieser Ausdrucksweise trittst du 
wahrscheinlich jedem FH-Absolventen ganz gewaltig auf den Schlips.

Wenn du das nicht selbst erkennst, könnte das sicherlich eine sehr gute 
Erklärung für deine aktuelle Situation sein. Dein Lebenslauf hat damit 
dann eher weniger zu tun.

Die Vermutung liegt nahe, dass du zu sehr auf dieses eine Makel fixiert 
bist, und dabei die tatsächlichen Gründe für deine Situation völlig 
übersiehst. Im Übrigen: Die Personaler werden natürlich immer die 
Studiendauer als Begründung hernehmen, weil es eine bequeme Ausrede ist, 
um nicht die wahren Gründe für die Ablehnung preisgeben zu müssen.

Ansonsten verstehe ich die ganze Herumreiterei auf der Ausbildung immer 
noch nicht. Ein FH-Absolvent, der einen guten Job hat, hat doch alles 
richtig gemacht. Auch ein Bandarbeiter kann mit seinem Job sehr 
glücklich sein. Auch wenn man sich das als Ing. manchmal nicht 
vorstellen kann, wieso sollte man ihm sein Glück aberkennen? Nur weil er 
eine "niedere" Ausbildung genossen hat?

Autor: Brühwurst (Gast)
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Robert schrieb:
> Wieso gehöre ich nicht zum Markt??? Ich habe Arbeit, zahle Stuern und
> bin doch auch ein Berwerber wie andere auch? Ich finde es sehr
> unverschämt, dass du mich vom Arbeitsmarkt ausschließt!!!

Natürlich kann dich aus der Statistik rausschmeißen. Das ist völlig 
normal. Du bist ein Ausreißerwert. Genauso wie man den 
90000€-Einstigsgehalt Überflieger rausschmeißen kann. Du nutzt das 
Forum, um regelmäßg deiner Unzufriedenheit mit der eigenen Situation 
Luft zu machen, was ich persönlich jetzt nicht schlimm finde. Aber du 
bist einfach überrepräsentiert und solltest mal versuchen an den Punkt 
zu kommen nach vorne zu schauen. Auf dem Papier bist du Ingenieur, aber 
der Markt gibt anscheinend nicht mehr her, als was man einem sehr gut 
bezahlten Praktikanten zuerkennen würde. Damit kommt man einfach nicht 
umhin deine momentane Tätigkeit anteilig als Fortsetzung deiner 
Berufsausbildung zu bewerten.
Ich denke du würdest davon profitieren, wenn du das selber so bewerten 
würdest. Dann kannst du dir ein zeitliches Limit setzen nach dem du vom 
momentanen Arbeitgeber ein volles Ingenieurgehalt forderst (d.h. 
mindestens +100%) oder aus ungekündigter Stellung einen neuen 
Arbeitgeber suchst, was mit Berufserfahrung deutlich einfacher sein 
sollte. Insofern ist das was du momentan machst als Investition in die 
Zukunft zu sehen. Werden die Früchte der Mühen halt etwas später 
eingefahren. That´s life.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Zuckerle schrieb im Beitrag #1927442:

>Professor Kolar hat in mathe schon dafür gesorgt das
>gesiebt wurde !

Ach, den kanntest du auch schon! Ist mittlerweile in Rente, der Mann. 
;-)

Ja, er hat ordentlich gesiebt. Für ihn zählte nur die reine Qualität. 
Unabhängig davon, ob es mal einen Studentenmangel gab oder nicht. 
Selbst, wenn keiner mehr übrig geblieben wäre!

>Warum du aber schon fünf (?) Jahre arbeitslos bist ,
>darüber solltest du dir mal selber Gedanken machen!

Keine fünf, aber die Hälfte. Ist trotzdem zu lange, du hast recht. Da 
war aber auch die komplette letzte Krise drin. Hab einiges versucht, in 
etwas fremden Fachbereichen, was nach hinten los ging. Und irgendwann 
bekommt man auch mal ne ordentliche persönliche Krise, wo lange Zeit gar 
nichts mehr geht. Wenn man nicht Münchhausen heißt.

>Wenn dich ein Personal-Heini fragt warum das so lange
>gedauert hat kannst du ihm ja sagen das du zusätzlich
>noch gearbeitet hast

Ich hatte ja nach dem Studium schon meine erste Stelle über fast 4 
Jahre. Wurde zu Beginn der Krise gekündigt. Es ist also nicht so, daß 
ich noch reiner Absolvent bin. Ja, und mit 35, meinem Studienbeginn, 
davor war ich schon 20 Jahre auf dem Bau (nicht im Bau), bzw. im 
Handwerk. Fang da mal wieder neu mit der Lernmaterie an. Das fluppt da 
nicht gerade so zügig, als ob man mit 18 frisch vom Gymnasium käme.

>, oder das du im Knast warst . Soll ja auch vorkommen!

Bei solcher Gelegenheit würde ich in der Tat gleich ein Studium 
beginnen. ;-)

Autor: ungluecklicherFHler (Gast)
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Sag mal Robert,

hast du nicht meinen Post gelesen??

ungluecklicherFHler schrieb:
> Hi Robert,
>
> tut mir erstmal leid für deine sehr(!) vielen Bewerbungen die du
> schreiben musstest. Ich glaub aber eher, es liegt schon an deinem
> bestimmt angeknacksten Selbstbewußtsein und Auftreten dass du keinen Job
> mehr bekommst. Ich war selber mal ne Zeitlang arbeitslos, auch das hat
> an meinem Selbstvertrauen und an meinem Wert genagt.. dann hab ich
> beschlossen zu studieren..
>
> Ich selber hab dann ein FH Studium abgeschlossen, wirklich gute
> Referenzen (Diplomarbeit im Bereich Forschung in der Industrie) und
> Praktika und auch gute Noten, Zertifikate usw gehabt und jetzt einen gut
> bezahlten Job im Ausland bekommen. Bin auch 28, also kein Problem. Bei
> der FH Graduierung waren wirklich auch einige Pfeifen dabei die es auch
> geschafft haben. Leider. Aber ich bin mir sicher, auf der Uni gibts auch
> einige von denen man oft nicht glauben kann, dass sie es auch geschafft
> haben..
>
> Und über die Studiendauer mach dir keine Gedanken, ET ist ja kein
> leichtes Studium kenn auch viele die 16 Semester gebraucht haben.. Aber
> was mir so vorkommt.. sei ehrlich zu dir selbst.. willst du überhaupt in
> den Bereich ET gehen? Mir kommt das nicht so vor..Vielleicht willst du
> es auch selbst nicht und kriegst deswegen keine Jobs?
>
> Ich bewundere jeden der ein technisch anspruchsvolles Studium gebacken
> bekommt auch dich Robert dass du den Aufwand nicht scheust, 900+
> Bewerbungen (?) zu schreiben. Aber ein Studium ist nur die
> Eintrittskarte. Jeder Arbeitstag ist so anstregend dass man sich gerne
> wieder an die Uni od FH zurückerinnert..
>
> Aber es ist so wie du sagst.. Personaler sollten nicht auf Noten oder
> Studiendauer schauen (das hat mein Chef auch nicht), denn oft bringt der
> bessere Arbeitsleistung mit schlechteren Noten..
>
> Aber es gibt gute FH-Ing genauso wie gute Uni-Ing und auf beiden Seiten
> gibts auch schlechte wie überall.. Und viele, das wird dich auch
> wundern, haben es ganz ohne Studium bis ganz nach oben geschafft...

Mit dieser Einstellung andere Menschen mit anderer Ausbildung 
abzuwerten, solltest du dich nicht wundern, warum du keinen Job kriegst. 
Ich würd dich niemals einstellen, da könntest du auch in Mindestzeit mit 
1,1 oder so absolviert haben..

Jede Wette, dass es sogar Bandarbeiter gibt die mehr verdienen und 
glücklicher sind als du!

Ich zB hab sogar vorher bzw nebenbei an einer Uni und dann an einer FH 
studiert einen guten Job im Ausland bekommen und sogar ein Angebot für 
eine Promotion.. jetzt schaust du was? (Soviel zu deinen Vorurteilen 
über FHler...)

Stefan L. schrieb:
> Ganz egal, wie du das ganze meinst: Mit dieser Ausdrucksweise trittst du
> wahrscheinlich jedem FH-Absolventen ganz gewaltig auf den Schlips.

Genauso ist es. Da werd ich wirklich böse..

Ein
Dipl Ing FH, BSc (Uni)

Autor: Hmm? (Gast)
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Sieht so aus, als würde in einiger Zeit wieder die nächste 
Bewährungsprobe auf dem Arbeitsmarkt anstehen, wenn wohl auch nicht so 
abrupt und heftig wie die letzte.

Autor: Dirk (Gast)
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Hmm? schrieb:
> Sieht so aus, als würde in einiger Zeit wieder die nächste
> Bewährungsprobe auf dem Arbeitsmarkt anstehen, wenn wohl auch nicht so
> abrupt und heftig wie die letzte.

Was soll diese Bemerkung jetzt? Es ist doch klar, dass es immer wieder 
Rezessionen gibt. Leitragende in diesen Situationen sind aus meiner 
Sicht ältere Angestellte und Neueinsteiger.
Wenn man aber darauf bedacht ist, sich weiterzuentwickeln und nicht das 
Studium als Ende der Lernphase sieht, dann hat man auch in solchen 
Krisen gute Chancen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Dirk schrieb:

>Wenn man aber darauf bedacht ist, sich weiterzuentwickeln
>und nicht das Studium als Ende der Lernphase sieht, dann
>hat man auch in solchen Krisen gute Chancen.

Wie meinst du das konkret? Z.B. Eval-Board bestellen, und beginnen, 
damit was sinnvolles zu gestalten? So ähnlich mache ich es im 
Augenblick. Und im gleichen Zug etwas Aufarbeitung der Studienmaterie in 
Anwendungen. Ob es am Ende evtl. reicht, mich da mit irgendwas mal 
selbstständig zu machen, ist noch sehr diffus. Hauptsache, mal was 
machen, um nicht ganz stehen zu bleiben. Einen Straßenfegerjob gibt es 
notfalls immer noch mal, wenn wirklich alle Stricke reißen. Ich 
jedenfalls spüre, daß es mir was bringt, Dinge zu bearbeiten, die an 
allen Ecken etwas kniffelig sind.

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