Hallo,
kann mir bitte jemand erklären, für was die Einheiten auf einem
Kondensator stehen?
Ich habe bis dato noch nie mit dennen gearbeitet, aber so langsam schein
ich sie zu benötigen.
Leider kann ich mit der Einheit "µF" absolut nichts anfangen. Kann mir
das bitte jemand erklären.
MfG condi
Wenn du einen Kondensator mit einem Farad hast und diesen über eine
Sekunde mit einem konstanten Strom von einem V auflädst, so seigt die
Spannung am Kondensator um einen 1V.
Bei 1µF heißt das.
1µA über 1s --> 1V
1A über 1µs --> 1V
Guten Abend,
danke, also ist:
1µf=((A*s)/V):1000000
Also gibt die Einheit an, wieviele Elektronen der Kondensator bei einer
bestimmten Spannung aufnehmen kann?!
Wenn ich mir also einen Kondesator mit 16V kaufe, speichert er das ganze
mit dieser Spannung? Oder ist es nur der Bereich, welcher innerhalb der
Schaltung nicht überschritten werden darf?
MfG condi
condi schrieb:> Oder ist es nur der Bereich, welcher innerhalb der> Schaltung nicht überschritten werden darf?
Es ist nur der Bereich, welcher innerhalb der Schaltung nicht
überschritten werden darf.
>Also gibt die Einheit an, wieviele Elektronen der Kondensator bei einer>bestimmten Spannung aufnehmen kann?!
Stimmt
Wobei aufnehmen kann etwas unkoorekt formuliert ist, denn er wird eine
feste Anzahl Elektronen aufnehmen. Dies ist physikalisch fest.
Es gilt
Q= Ladung (Anzahl der Elektronen) in der Einheit A/s
U= Spannung
C= Kapazität
Q=C*U
Die Spannung am Kondensator ist die maximal zulässige Betriebsspannung.
Du solltest also immer so 20-30% von dieser Grenze entfernt bleiben.
condi schrieb:> Also gibt die Einheit an, wieviele Elektronen der Kondensator bei einer> bestimmten Spannung aufnehmen kann?!>
Ladungen...
> Wenn ich mir also einen Kondesator mit 16V kaufe, speichert er das ganze> mit dieser Spannung? Oder ist es nur der Bereich, welcher innerhalb der> Schaltung nicht überschritten werden darf?
Diese Spannung wird bei Elektroöytkondensatoren angegeben.
Mehr vertragen sie nicht.
>>diesen über eine Sekunde mit einem konstanten Strom_ von einem _V auflädst>Ohne Worte
Muss nen A sein.
Habe mich im Eifer des Gefechts vertippt. Danke für den Hinweis.
Philipp Burch schrieb:> Omega G. schrieb:>> µF = Mikro-Farad = 10E-6 Farad.>> Fast. Eher 10^(-6) oder 1E-6.> Oder eben ein Millionstel von einem Farad.
Ups, das kommt davon, wenn man 10^-6 denkt und 10E-6 schreibt, obwohl es
1E-6 heißen muss.
Ok danke, ich hoffe das ich das jetzt verstanden habe.
Daher nochmal eine kleine Proberechnung:
Man habe einen Stromkreis mit:
V = 4,5
A = 0,5
t = 5s
(A*t)/V=F
(0,5A*5s)/4,5V = 2,5As/4,5V = 0,555..F
Richtig?
Das bedeutet, wenn meine Stromversorgung für 5 Sekunden abbricht, kann
der Kondensator (wenn er vorher für 5 Sekunden die selben Bedingungen
hatte) den Stromkreis für 5 Sekunden am "Leben erhalten"?!
Also geben die Einheiten die an einem Kondensator stehen, zu einem die
maximale Speicherkapazität (F) und den maximalen Spannungsbereich der
Schaltung (V) an?
MfG condi
condi schrieb:> Das bedeutet, wenn meine Stromversorgung für 5 Sekunden abbricht, kann> der Kondensator (wenn er vorher für 5 Sekunden die selben Bedingungen> hatte) den Stromkreis für 5 Sekunden am "Leben erhalten"?!
Nicht wirklich
Denn in dem Masse, in dem sich der Kondensator entlädt, sinkt dann auch
die Spannung am Kondensator.
> Also geben die Einheiten die an einem Kondensator stehen, zu einem die> maximale Speicherkapazität (F)
So könnte man das ausdrücken.
Aber diese Angabe ist so direkt (so wie du das machst) zu nichts zu
gebrauchen.
> und den maximalen Spannungsbereich der> Schaltung (V) an?
Sofern die auf dem Kondi aufgedruckt ist: ja
Mir geht es nämlich darum, dass ich so langsam den ADC am Atmega8 testen
möchte. Leider habe ich vergessen, bei der letzten Bestellung, ein paar
Kondensatoren mit zu bestellen.
Daher habe ich zu Hause nach Elektroschrott gesucht und gefunden. Hier
liegt jetzt ein alter Hausanschlussverstärker (TV) neben mir. Da sind
mehrere Kondensatoren drauf.
Die einen haben 1000µF bei 16V und die anderen 10µF bei 400V.
Also kann ich doch problemlos die 1000µF-Kondensatoren für mein Atmega8
nehmen, da er ja nur Spannungsschwankungen ausgleichen soll.
MfG condi
condi schrieb:> Die einen haben 1000µF bei 16V
viel zu gross
> und die anderen 10µF bei 400V.
schon eher
> Also kann ich doch problemlos die 1000µF-Kondensatoren für mein Atmega8> nehmen, da er ja nur Spannungsschwankungen ausgleichen soll.
Nimm die 10µF
Aber auch der ist im Grunde noch um einen Faktor ~100 zu gross. Fürs
erste wirds gehen.
Oh gott, das ist mir jetzt alles zu hoch.
Da muss ich ersteinmal eine Nacht drüber schlafen...
Ich versteh jetzt nicht, warum der 10µF-er besser geeignet ist.
Welcher ist den überhaupt ideal? Wenn ich meinen Atmega8 mit 4,5 V
betreibe und ich zwischen den ADC nur ein Potentiometer lege, um die
Spannung etwas zu verändern. Welcher Kondi ist dann der beste dafür?
Irgendwo fehlt mir hier etwas im Verständnis. Warum kann ich dann nicht
einfach jeden nehmen? Ein 1000er sollte es doch genauso tun, auch wenn
man niemals seinen vollen Funktionsbereich benötigen wird?
MfG condi
condi schrieb:> Oh gott, das ist mir jetzt alles zu hoch.>> Da muss ich ersteinmal eine Nacht drüber schlafen...>> Ich versteh jetzt nicht, warum der 10µF-er besser geeignet ist.
Weil er schneller reagieren kann
> Welcher ist den überhaupt ideal? Wenn ich meinen Atmega8 mit 4,5 V> betreibe und ich zwischen den ADC nur ein Potentiometer lege, um die> Spannung etwas zu verändern. Welcher Kondi ist dann der beste dafür?
Dafür brauchst du überhaupt keinen.
Der Kondensator dient dazu, die Referenzspannung zu stabilisieren. Mit
dem ADC Eingang hat der nichts zu tun.
> einfach jeden nehmen? Ein 1000er sollte es doch genauso tun,
weil er zu langsam ist.
Du hast nichts davon, wenn du am Poti drehst und es dauert 5 Minuten,
bis dann die Spannung am Kondansator entsprechend angestiegen ist.