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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Peakleistung


Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo zusammen,

weiss jemand von euch zufällig, wieviel Peakleistung Bauteile an sich 
aushalten? Gibt es da einen groben Wert?

z.B. eine Peakleistung von ca. 60W wird erzeugt, im Mittel beträgt sie 
aber nur 200 mW.
Würde das ein Transistor/Fet/Kondensator/.... aushalten, oder werden 
diese Bauteile sich dann verabschieden und den Bautteilfriedhof 
besuchen?

Vielen Dank für eure Antworten und Hilfe.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Peakleistung
Definiere deinen Begriff einer "Peakleistung" bitte genauer:
Zeiten, Spannungen, Ströme, Frequenzen...

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

also konkret sehen die Werte noch ein wenig anders aus:

Es tritt z.B. ein Peak von 120W auf für eine Dauer von 100 ns.
Für die gleiche Zeitspanne fließt ein Strom von 2,7A.
Die Spannungen reichen bis ca 300V.
Das Ganze arbeitet mit einer Frequenz von ca. 80kHz.

Fall ich etwas vergessen habe, bitte ich dies zu sagen, so dass ich es 
dann ergänzen kann.

Vielen Dank für die ganze Hilfe.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Und welche Bauteile ? Ich wuerd mal die Energie pro Puls mit der 
Kaermekapazitaet des Bauteils vergleichen.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hi,

Bauteile: z.B. angemessene Mosfets, die eine Spannung von 300V 
aushalten, sowie Kondensatoren, Widerstände, Dioden, etc.

Worauf muss ich da bei der Bauteilwahl achten, damit die Peaks die 
Bauteile nicht auf den Friedhof bringen?

@hacky:
Worauf muss ich bei dem Vergleich achten? Die Leistung liegt ja bei 120W 
und wie kann ich das dann aufs Bauteil umlegen/umrechnen?

Vielen Dank für das rege Interesse.

Viele nette Grüße
Mr Pik


PS: Der normale Stromfluss liegt bei 300 mA für 3us.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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A...aha Soooo. schrieb:
> Ich wuerd mal die Energie pro Puls mit der
> Kaermekapazitaet des Bauteils vergleichen.
Das ist bei so kurzen Impulsen der falsche Weg, denn so schnell kann die 
Wärme z.B. aus dem Die gar nicht in das Bauteil abgeführt werden....

Ich hatte da z.B. mal Metallschichtiderstände, die kurzzeitig um den 
Faktor 10 überlastet werden sollten. Fazit: die Dinger fackelten alle 
früher oder später ab (spätestens so nach 5000 Überlastzyklen). Nach der 
Umstellung auf einen Drahtwiderstand gleicher Leistung ging das 
problemlos. Warum?
Die Wärmekapazität des Drahtes ist höher als die der Metallschicht.

Am Rande: es wurde übrigens keiner der Widerstände durch die Überlastung 
überhaupt messbar erwärmt. So kurz war die....  :-o

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

wenn ich das jetzt richtig interpretiere, dann werden meine Bauteile 
früher oder später den Geist aufgeben bzw. ich tausche die Bauteile mit 
anderen höherer Wärmekapazität aus.
Dann wäre noch die Frage: Wo kann ichdie Wärmekapazität ablesen bzw. wie 
ist sie z.b. bei Mosfets/Transistoren angegeben?

Danke für die Antwort.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Fuer die Waermekapazitaet : Ein paar kubikmillimter Silizium, Metall, 
irgendwas, Wert ab Tabelle.

Autor: U. B. (pasewalker)
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Ein wichtiges Kriterium für einen Bauteilausfall ist die Temperatur. =>

Ist ein relativ kurzer Peak gegeben, kommt es u.a. auf die 
Wärmespeicherfähigkeit des betreffenden Bauteils an, ob es "überlebt".

> Worauf muss ich da bei der Bauteilwahl achten, damit die Peaks die
> Bauteile nicht auf den Friedhof bringen?

Dass die Spec. eingehalten wird.

Ist nichts direkt Passendes angegeben, muss man halt ein bisschen 
schätzen/interpolieren.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

vllt. wird es an einem Beispiel deutlicher:
IRF730A:
[[http://www.mikrocontroller.net/part/IRF730A]]

Laut Datenblatt hält dieser einen Dauerstrom von bis zu 5.5A aus.
Eine Verlustleistung von 74 W und eine maximale Spannung von 400V.

Wie kann ich jetzt die sogenannte "Wärmespeicherkapazität/-fähigkeit" 
ermitteln?
Oder wie könnte ich hier interpolieren?
Also, was sind jetzt die wichtigen Angaben, damit ich dem Datenblatt 
entnehmen kann, ob dieser Mosfet z.B. 120W Peaks aushält.

Vielen Dank für eure Antworten.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Mr Pik schrieb:
> Also, was sind jetzt die wichtigen Angaben, damit ich dem Datenblatt
>
> entnehmen kann, ob dieser Mosfet z.B. 120W Peaks aushält.


Schaust Du im Datenblatt nach SOA bzw. safe operating area.
Neben der DC Angabe gibt es dort auch Angaben zur/bei Pulsbelastung.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

vielen Dank für deine Antwort.
Leider finde ich die SOA im Datenblatt nicht. Wie kann ich dies trotzdem 
dem Datenblatt entnehmen?
Die Pulsbelastung des Stromes liegt bei 22A - wie kann ich mir daraus 
jetzt die maximal mögliche Verlustleistungspeaks errechnen?

Vielen Dank für eure ganzen Hilfestellungen.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

Verzeihung, ich habe mir zwar das Datenblatt angeschaut, aber nicht die 
Beschreibung der Figuren, sondern nur die Beschreibung der Achsen.
Ich habe jetzt die SOA gefunden. Wenn ich das richtig interpretiere, 
kann ich das Bauteil locker bei 300 V mit bis zu 20 A betreiben - für 
Zeiten <10us.
Oder sehe ich das jetzt falsch?

Vielen Dank für die große Hilfe.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: ähhh (Gast)
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siehe fig 8 im datenblatt des irf. da haste max safe op. area

Autor: Jens G. (jensig)
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>Ich habe jetzt die SOA gefunden. Wenn ich das richtig interpretiere,
>kann ich das Bauteil locker bei 300 V mit bis zu 20 A betreiben - für
>Zeiten <10us.
>Oder sehe ich das jetzt falsch?

Eigentlich richtig - aber ich glaube, da ist noch eine kleine Schräge 
eingezeichnet - könnte also knapp unter deinen Wunschvorstellungen 
liegen.

Ansosnten - zusätzlich solltest Du auch Bild 11 beachten - bei kurzen 
Impulsen kannste deutlich höhere Leistungen draufhauen, solange der Chip 
zwischendurch auch wieder abkühlen kann. Resultiert effektiv in einem 
anscheinen geringeren Wärmewiderstand. Da ist sogar die Formel 
angegeben, wie man damit umgeht.

Autor: Mr Pik (Gast)
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ähhh schrieb:
> siehe fig 8 im datenblatt des irf. da haste max safe op. area

Das habe ich dann auch gesehen, wie du meinem vorherigen Post entnehmen 
kannst ;)

Jens G. schrieb:
> Da ist sogar die Formel
> angegeben, wie man damit umgeht.

Die Formel lautet:
Tj = Pdm x ZthJC + Tc

Wenn ich jetzt einen Puls von 10 us annehme, welche dieser Kurven sollte 
ich dann verwenden bzw. wie soll ich die Formel allgemein anwenden?

Vielen Dank für die Hilfe.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Layouter (Gast)
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Beim SOA Bild 11 heisst es aber: "Single Pulse" !

Wenn du einen repetitiven Pulse hast kannst du nicht bis an die Grenzen 
der SOA gehen.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

gelten dann die Grenzen von Fig. 8? Also ist das für repetitiven Pulse 
gedacht?

Vielen Dank.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Layouter (Gast)
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Soory ich meinte Fig 8, dort steht Single Pulse.

Autor: Jens G. (jensig)
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Single Pulse heist aber nicht "einmal, und nie wieder", sondern können 
auch mehrere Pulse sein, nur halt in einem genügend großen Abstand.
Auch gilt das nur bei Tc=25°C, und stellt einen Puls dar, der die Tj auf 
150°C aufheizt. Ist also eher als ein Fall von vielen zu betrachten.

>Wenn ich jetzt einen Puls von 10 us annehme, welche dieser Kurven sollte
>ich dann verwenden bzw. wie soll ich die Formel allgemein anwenden?

ist doch einfach: an jeder Kurve steht das Tastverhältnis. Du mußt also 
wissen, wie hoch ist die Schaltfrequenz (Periodenzeit), und wie hoch 
davon ist die Einschaltzeit, woraus man ja bekanntlich das 
Tastverhältnis (Ein/Aus-Verhältnis) berechnen kann.

Autor: Jens G. (jensig)
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hast Du, wie schon oben erwähnt, 100ns Ein-Zeit, und 10µs Periode, dann 
ist das Verhältnis 0.01 - nun nehme einfach diese Kurve. Das ist also 
die zweitunterste Kurrve, am linken Anschlag des Diagramms.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

ok, dann habe ich jetzt ZthJC= 0,04.
Wie ermittle ich die anderen Daten, sprich Pdm und Tc?

Ist Pdm die Verlustleistung, die ich oben angegeben habe? Also 120W?

Tj = Pdm x ZthJC + Tc


Vielen Dank für die Hilfe


Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Mr Pik (Gast)
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Ach, was ich vergessen habe:
Tc = Die Temperatur, in der ich meine Schaltung betreiben möchte?

Wäre dann Tj= 120 * 0,04 + 60 = 64,8?

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Würde das ein Transistor/Fet/Kondensator/.... aushalten, oder werden
>diese Bauteile sich dann verabschieden und den Bautteilfriedhof
>besuchen?

Steht bei guten Teilen im Datenblatt.

>Ich hatte da z.B. mal Metallschichtiderstände, die kurzzeitig um den
>Faktor 10 überlastet werden sollten.

Ich habe mal ausprobiert, was passiert, wenn man einen MiniMELF richtig 
satt überlastet, ob der dann durchbrennt. Zu meiner Verblüffung fing das 
Ding nur an zu glühen und brannte nicht durch. Die Test-Schaltung wurde 
gespeist mit einem normalen 78XX-Regler.

Kai Klaas

Autor: Jens G. (jensig)
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>Ach, was ich vergessen habe:
>Tc = Die Temperatur, in der ich meine Schaltung betreiben möchte?

Ja - oder genauer, die Gehäusetemperatur des Transitors

>Wäre dann Tj= 120 * 0,04 + 60 = 64,8?

sieht gut aus ...

Autor: Jens G. (jensig)
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sorry, ich hatte die x-Achse falsch interpretiert - die gibt nur die 
Einschaltdauer an, nicht die Gesamtperiode. 100ns Pulsdauer kann man 
also daraus gar nicht ablesen, sondern 10µs minimum.

Autor: Mr Pik (Gast)
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hi,

aber das passt doch dann.
Ich nehme das Tastverhältnis von 100ns zu 10 us und bekomme somit die 
Kennlinie, an der die 0,01 dransteht.
Dann schaue ich bei einer Periodendauer von 10us (ist ja das Minimum) 
und rechne damit die möglichen Ströme/Spannungen aus, oder?

Ist Pdm denn wirklich die Verlustleistung oder ist das die höhe des 
Pulses, also die Spannung die geschaltet wird?

Dann wäre bei einer Umgebungstemperatur von 60°C und einer Spannung von 
300 Vdc folgende Rechnung möglich:

Tj = Pdm x ZthJC + Tc
Tj = 300 * 0,04 + 60°C = 72 °C

Sehe ich das so richtig?

Vielen Dank für die super Hilfe :)

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: oszi40 (Gast)
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1.Abgesehen davon, daß das Datenblatt genau für diesen Hersteller gelten 
wird, bleibt für mich die Frage, ob man solche Spitzen nicht durch eine 
einfache Strombegrenzung verhindern kann.
2.Auch wenn die Schaltung wunderbar ist, kann der Aufbau ein Fiasko 
werden.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Guten Morgen,

eine Strombegrenzung habe ich natürlich auch vorgesehen. Ich wollte 
einen NTC verwenden, der am Anfang den Strom entsprechend begrenzt; 
allerdings weiß ich nicht, wie ich den in LTSpice simulieren kann.

Und natürlich werde ich dann genau den Typ Transistor holen, von dem ich 
das Datenblatt habe - warum sollte ich auch einen anderen holen, wenn 
ich mit genau diesem Datenblatt gearbeitet habe?

Vielen Dank.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Was gibt es denn zu simulieren ? Einen Fet ansteuern ? Ist eine 
Kopfrechnung. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang die Kabel 
Induktivitaeten nicht zu vergessen. 100ns Pulse ? Da musste gut sein. 
Ich wuerd eher annehmen, nach dem ersten Schuss ist der Fet hinueber, 
wegen der Induktivitaet.
Ich hab mal genau so ein Teil gebaut. Fuer eine kapazitive Last von ein 
paar pF.

Viel Glueck.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

Warum spielt denn in einem so kurzen Zeitbereich die 
Leitungsinduktivität eine Rolle?
Bzw. du meinst, der würde die 100ns Pulse nicht aushalten und hops gehen 
- egal wie hoch der Peak von der Leistung her ist? (siehe Rechnung weier 
oben)

Wie würde ich denn die Leitungsinduktivität kompensieren können?

Vielen Dank für den Tipp.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Worum geht es denn ? Was soll denn geschehen ?

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

also ich habe einen HS-Driver, der bis zu 300V als Treiber schafft. Ich 
möchte jetzt mit meinen Pulsen, die ich auf den HS-Driver gebe den 
Mosfet voll auf- oder voll zusteuern, also an- und ausschalten.
In der Simulation funktioniert dies, allerdings sind dann dort die oben 
erwähnten Leistungspeaks.
Und da ich die Schaltung auch einmal aufbauen möchte, frage ich mich 
natürlich, ob das Bauteil die entsprechenden Peaks aushält.
Laut Datenblatt müsste das klappen (wenn meine Rechnung weiter oben 
richtig ist).

Also ich schalte die 300 V ein, die auf das Drain gehen und dann 
geschaltet zwischen 0 und 300 V ans Source-Beinchen übergeben werden.

Vielen Dank für die Hilfe

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ja. Ja. Aber was ist ausserhalb des Fet, die Aussenwelt ? Du willst die 
Spannung an der Source schalten ? Der IRF730A ist ein N-Fet. Ich wuerd 
einen P-Fet empfehlen.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

Dahinter würde ich einen Widerstand setzen, der mir dann Auskunft über 
Spannung gibt (Am Besten ein Poti, damit ich schauen kann, wie sich die 
Schaltung bei verschiedenen Lasten verhält).
Der N-Fet ist einfacher zu beschaffen - dafür habe ich mir ja auch extra 
einen HS-Driver-IC besorgt.
Die Schaltung soll nicht wirklich etwas können, ich wollte nur mal meine 
Erfahrung mit Transistoren, speziell N-Mosfets, erweitern.

Ich wollte allerdings nicht gleich mit einem Rauch-Experiment starten, 
also nicht sofort die Fets durchbraten.

Vielen Dank.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: oszi40 (Gast)
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WENN es nur zur Übung ist, dann nimm eine Hand voll billige Probanten 
und taste langsam an die im Datenblatt (des KONKRETEN) Herstellers 
gemachten Angaben heran. Ein Widerstand zur Strombegrenzung hilft evtl. 
erste Rauchwolken zu vermeiden?

Die Ergänzung des "konkreten Herstellers" schreibe ich, da besonders 
sparsame Leute beim Einkauf manchmal glauben, durch einen 
kostengünsstigen Vergeleichstyp einen Cent sparen zu können, dafür aber 
hunderte Euro Wartungsaufwand und Fahrkosten erzeugt haben.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Die hat mir sehr geholfen.

Das mit dem Hochfahren wird natürlich gemacht, also langsames 
herantasten.
Einen Widerstand (NTC) hätte ich jetzt spontan als Strombegrenzer 
eingesetzt.
Allerdings würde ich während des Testens auch mal gerne ausprobieren, ob 
der Transistor mit den Peaks zurechtkommt, wenn keine Strombegrenzer 
eingeschaltet sind.
So erhalte ich neben irgendwelchen theoretischen Werten auch mal 
praktische Eindrücke :)

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Koennen wir mal ein Schema, mit Last haben ?

Autor: Mr Pik (Gast)
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Angehängte Dateien:

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Hallo,

anbei meine Prinzipschaltung.

Vielen Dank für die Hilfe.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Jens G. (jensig)
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@  Mr Pik (Gast)
>hi,

>aber das passt doch dann.
>Ich nehme das Tastverhältnis von 100ns zu 10 us und bekomme somit die
>Kennlinie, an der die 0,01 dransteht.
>Dann schaue ich bei einer Periodendauer von 10us (ist ja das Minimum)
>und rechne damit die möglichen Ströme/Spannungen aus, oder?

Wie schon gesagt, die x-Achse ist die Pulsdauer, nicht Periodendauer. Du 
kannst also nicht bei einer Periodendauer von 10µs ablesen, sondern muß 
bei einer Pulsdauer von 100ns ablesen, und das ist 7,5cm weiter links 
vom Diagramm. Also nicht ablesbar (höchstens interpolierbar, wenn man 
weis, wie die Kurve weitergehen dürfte).

>Ist Pdm denn wirklich die Verlustleistung oder ist das die höhe des
>Pulses, also die Spannung die geschaltet wird?

Eine Spannung ist keine Leistung - wie kommst du denn darauf?
Pdm ist die Verlustleistung, und zwar die Peak-Verlustleistung, die 
während des Pulses aufritt (zum besseren Verständnis haben die sogar 
einen Rechteckimpuls mit "Bemaßung" ins Diagramm gemalt, um genau zu 
wissen, was die meinen)

>Dann wäre bei einer Umgebungstemperatur von 60°C und einer Spannung von
>300 Vdc folgende Rechnung möglich:

>Tj = Pdm x ZthJC + Tc
>Tj = 300 * 0,04 + 60°C = 72 °C

>Sehe ich das so richtig?

entsprechend meinen gerade gemachten Ausführungen - nein.

Achja - die Verlustleistung berechnet sich aus I und U, die gleichzeitig 
durch den Mosfet gehen, bzw. am Mosfet anliegen. Es nützt also nix, wenn 
Du die Spannung im Auszustand mit dem Strom im Einzustand verrechnest - 
das ist nicht die Verlustleistung - das ist höchstens die 
Schaltleistung, die am Verbraucher ankommt.

Übrigens - einen Verbraucher schaltet man üblicherweise nicht in die 
Sourceleitung, sondern in die Drainleitung (weil sonst zu hoher 
Spannungsabfall).

>Vielen Dank für die super Hilfe :)
Bitte.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Jens G. schrieb:
> (zum besseren Verständnis haben die sogar
> einen Rechteckimpuls mit "Bemaßung" ins Diagramm gemalt, um genau zu
> wissen, was die meinen)

Deswegen war ich ein wenig verwirrt. Entschuldigung - P steht für 
Leistung und ist natürlich keine Spannung; war ein Gedankenfehler, tut 
mir leid.

Nehme ich jetzt mal einen Puls von 10us an, wäre die Rechnung wie folgt:
Pdm= 120W
Tastverhältnis lassen wir mal bei 0,01.
Umgebungstemperatur von 60°C.

Tj = 120W * 0,04 + 60°C = 64,8 °C

Das ist so nun richtig, oder?

Nochmals vielen vielen Dank für die Hilfe. Die war jetzt mehr als 
ausführlich. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Habt mir sehr 
viel weitergeholfen.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Jens G. (jensig)
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>Tj = 120W * 0,04 + 60°C = 64,8 °C

>Das ist so nun richtig, oder?

Sieht schon besser aus - die Junction würde sich also durch so eine 
Impulsserie auf 64,8°C während der Peaks aufheizen.
Wäre nur noch die Frage, ob die 120W stimmen ;-)

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

die 120W werde ich dann in der Praxis testen. ;)
Aber schön step-by-step, also langsames Hochsetzen der Spannung.

Falls es funktioniert, gebe ich nochmal Bescheid (falls nicht, auch ;) )

Vielen Dank für die viele gute Hilfe von euch allen. So macht das 
Arbeiten auch richtig Spaß.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Dir (Dem Poster) ist aber klar, dass der Treiber, die vollen 300V 
bringen muss ? Die Gatespannung ist etwa 5 V ueber der Lastspannung. 
Dieser HS Driver .. was ist das fuer ein Bauteil ?

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Was kann man so im Extremfall durch einen MOSFET durchjagen? Die Frage 
wäre nach einer kurzen Serie von Extrempulsen und dann ist wieder Ruhe.
10x der angegebene periodische Pulsstrom, oder mehr? Bzw. welche 
Pulsleistung ist zulässig für eine bestimmte MOSFET-Größe?
Sagen wir mal ein stinknormaler IRL530 (Können die Diskussion gerne auch 
mit einem anderen Typ weiterführen). Da steht 60A pulsed drain current. 
Und das Gehäuse ist ein kurzes TO-220, aka TO-262.
Ferner fand ich bei Siliconix ein thermisches Modell, was sich aus 
einigen RC-Gliedern zusammensetzt. Was muß man dort wo anschließen? Die 
Die-Temperatur auf der einen Seite, die Umgebungstemperatur auf der 
anderen?

Also wie schnell kann der Puls aus den tausenden parallelgeschalteten 
Mikro-FETs über das Silizium und den Bond-Kleber auf die Metallfläche. 
Wie schnell sich dort verteilen?

Gefühlsmäßig würde ich sagen, das eine größere Metallfläche in der 
kurzen Zeit nichts bringt. Und mehr als 100x den zulässigen Pulsstrom 
wahrscheinlich schon allein wegen der Induktivitäten der Anschlüsse kaum 
geht.

Aber gibts dafür ne stichhaltige Anschauung?

Hilfe!

Autor: Mr Pik (Gast)
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Guten Morgen,


A...aha Soooo. schrieb:
> was ist das fuer ein Bauteil ?

Ich dachte da an folgendes Bauteil:
AN:
http://www.irf.com/technical-info/appnotes/an-978.pdf
IR2110:
http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/ir2110.pdf

(Welche Pulse ich dann wirklich aussenden kann, wird sich dann noch 
herausstellen)

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Der IR2110 ist ein Halbbrueckentreiber. Wenn man da nur den oberen Fet 
bestueckt, dann kann man nur oeffnen ... die Last muss die Spannung 
herunterziehen, er kann nur einen Quadranten bedienen. Der 
Hilfskondenser wird nur geladen wenn der Ausgang auf Null gezogen wird, 
was mit einem Widerstand nicht wirklich gut gelingt. Dh bei kleinen 
Frequenzen laeuft's noch, bei hohen wird's schwierig.
Der Gatestrom ist eher limitiert. Die 2A peak Kurzschlussstrom sind 
irritierend. Es wird schwierig einen 100ns Puls zu generieren wenn die 
Einschalt- und die Ausschaltverzoegerung je um die 100ns sind.

Wie man die Induktivitaet der Verkabelung wegbringt ? Ein minimal kurzes 
Stueck Koax Kabel. Bei meiner Anwendung waren's 10cm - ueber ein Koax 
Stecker ins Vakuum rein.

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

daran habe ich jetzt nicht gedacht, aber es gibt ja zum Glück noch 
weitere Bausteine.
Z.B.: IR2127:
http://www.irf.com/product-info/datasheets/data/ir2127.pdf

Der ist ja ein Single-Channel-Driver. Der schafft bis zu 600 V, was mehr 
als ausreichend ist.

Bei 10 cm Koax hattest du die Induktivitäten unterbunden? Dann werde ich 
mir auch das mal besorgen, vermutlich kann ich es auch kürzer halten.

Vielen Dank für die Hilfe.

Viele nette Grüße
Mr Pik

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Auch der IR2117 laedt den Hilfskondenser (zw Vsund Vb) ueber die Diode 
(zw Vcc und Vb) nur wenn der Ausgang auf Null, resp fast Null ist.
Bist du sicher, dass der Lastwiderstand die Spannung bei 80kHz wirklich 
auf Null runter zieht ?
Ton/Toff sind beim IR2117 200/150ns. Da wird ein 100ns Puls 
schwierig....

Autor: Mr Pik (Gast)
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Hallo,

was passiert, wenn ich dann einfach kleinere Frequenzen fahre - bzw. ich 
teste einfach, wie weit das klappt.
Ich könnte ja einen zweiten Mosfet parallel zur Last schalten, der 
entsprechend durchschaltet, um auf GND-Potenzial zu ziehen.
Aber wie gesagt, ich will es erstmal nur testen und sowieso langsam 
anfangen und mal schauen, bis welcher Frequenz/Spannung das noch 
reibungslos funktioniert (wenn es denn überhaupt funktioniert ;) ).

Danke für die Hilfe.

Viele nette Grüße
Mr Pik

PS: Heißt Ton/Toff Delay, dass ich die Zeit bei einem Puls mit 
hinzurechnen muss, um dann die endgültie Pulsbreite zu bekommen?

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