Hi!
Die Lösung ohne Fernbedienung ist vom WAF (Womans Acceptance Factor)
sicherlich die einzige. Aber auch als Mann habe ich keine Lust immer
nach der FB zu suchen, die könnte in einem Bad ja an duzenden Stellen
verschiwnden oder eben einfach in die Wanne fallen.
Also überlege Dir die Lösung mit dem Kondensator. Du benötigst für die
Steuerung selbst nur einen sehr kleinen und sehr langsam getakteten
Controller. Also etwa einen ATtiny. Diesen kannst Du problemlos mit der
internen Clock takten, brauchst also keinen externen Quarz.
Die Stromversorgung des Controllers wird direkt über das Netzteil
erzeugt. Ein Kondensator wird ebenfalls von diesem Netzteil aufgeladen.
Dieser Kondensator hängt über einem Spannungsteiler aus zwei
Widerständen an einem Eingang des Controllers.
Beim Abschalten der Versorgung entlädt sich der Kondensator über den
Widerstand, der nach Masse geschaltet ist. Der Controller kann nun beim
erneuten Einschalten feststellen, ob er nur kurz oder eben länger
ausgeschaltet war, in dem er prüft, ob der Kondensator noch geladen ist
oder eben nicht.
Hier hast Du zwei Möglichkeiten:
1) Du nimmst einen ADC Eingang und misst/mittelst die
Kondensator-Spannung um festzustellen, ob die Restspannung Deinen 10s
entspricht. Derzeugt etwas mehr Programmieraufwand, aber man kann die
Schaltung recht einfach auf die erforderliche Zeit einstellen.
2) Du nimmst einen Digitaleingang, der Controller schaut nur nach, ob
der Eingang High oder bereits Low ist. Das ist vom Programmieren her
einfacher, aber um die richtige Zeit auszutüfteln musst Du ein wenig
mehr Rechnen oder verschiedene Widerstands/Kondensator Optionen
durchprobieren, bis es passt.
Du Hast also mehr Lötarbeit.
Der Vorteil dieses Verfahrens ist folgender:
Nimmst Du den Kondensator als Versorgung für den Controller selbst,
musst Du Dir von Deinem Netzteil eine weitere Leitung an den Controller
legen, damit dieser feststellen kann, ob er nun die 10s abzählen muss.
Dafür muss der Kondensator aber die CPU speisen, die weiterhin mit
voller Leistung weiter läuft, wenn Du da nicht extra noch ein
Powermanagement einbauen willst. Der Kondensator muss also groß sein,
was auf einen ELKO hinausläuft. Diese altern aber schnell und damit wird
Deine Schaltung in ein paar wenigen Jahren anfangen Zicken zu machen.
Außerdem kann es passieren, dass dir wegen des flachen Spannungsabfalls
des Kondensators und damit der CPU Versorgung diverse Resets dazwischen
kommen. Und zusätzlich bekommst Du Probleme, wenn Du nicht mehr oder
weniger sofort die Netzteilabschaltung erkennst, denn dann hat Dein 10s
immer leicht versetzt Werte, also eine Toleranz.
Mein Vorschlag hingegen kommt mit einem recht kleinen Kondensator aus,
wenn man die Widerstände hoch genug wählt. Während der Aus-Zeit wird nur
der Kondensator konstant entladen, da eben nur dieses RC Glied aktiv
ist. Die Zeit läuft also unabhängig vom Rest der Schaltung.
Bei dieser Schaltung gibt es aber noch etwas zu beachten:
An einem Port-Pin einer CPU sollte keine höhere Spannung anliegen als
die Versorgungsspannung. Sonst können die im Chip vorhandenen
Schutzdioden durchbrennen. Also sieht die Schaltung eher so aus:
Widerstand R1 von Netzteil an Kondensator C1, Widerstand R2 parallel zu
C1 nach Masse, Widerstand R3 von Mittelpunkt R1/C1/R2 an den Controller.
R3 schützt die CPU und verhindert einen zu großen Leckstrom, wenn der
Kondensator versucht die Spannungslose CPU durch ihren Port pin hindurch
zu versorgen.
Das Zeitglied ist also C1/R2 wobei es zu einem konstanten Leckstrom über
R3/CPU kommen kann, den man mit einrechnen muss.
Gruß, Ulrich
Ps: Ich verstehe die Leute nicht, die mit sinnfreien Kommentaren
erreichen wollen, dass der Elektronik Nachwuchs ( unabhängig vom Alter
und erlerntem Beruf) verschreckt wird. Haben die alle ganz alleine ihre
erste Controller-Schaltung in Betrieb genommen? Hat jedes ihrer Projekte
auf Anhieb funktioniert und das nötige Wissen kam über Nacht? Wenn Ihr
sinnfreies Zeug posten wollt, geht nach Facebook und WKW, diese
Plattformen sind dafür geschaffen worden!