Hallo,
ich habe vier 3,6V Batterien parallel und würde gerne per LED anzeigen
lassen, ob diese noch mehr als 3,3V haben. Also wenn die Spannung der
Batterien unter 3,3V geht, soll die "Power-LED" ausgehen.
Gibt es da eine raltiv einfache Möglichkeit das sauber hinzubekommen?
Die Schaltung wird über die Batterien versorgt, daher hab ich keine 3,3V
Referenzspannung für einen Komparator.
Irgendwie steh ich gerade auf dem Schlauch. Wenn ich die LED einfach mit
einem Spannungsteiler an die Batterie anschließe, dann würde die doch
einfach nur langsam dunkler. Das ist relativ unschön.
~Tobi
Mir würde da spontan eine Komperatorschaltung mit Operationsverstärkern
in den Sinn kommen, wo Du eine kleinere Referenzspannung verwendest.
Gibt doch Referenzdioden die mit kleineren Spanungen arbeiten.
Dann hast Du z.B. 1,1V als Referenz und legst an den Komperator die
Batteriespannung über einen hochohmigen Spannungsteiler, der die
Spannung durch 3 teilt.
Fällt die Spannung unter 3,3V hast Du am OP durch den Spannungsteiler
weniger als 1,1V und der Komperator schaltet um.
Falls Du nen Mikrocontroller dahinter hast, könnte auch der die Spannung
einlesen und dann die LED entsprechend ansteuern. Atmel Mikrocontroller
haben z.B. eine interne Referenzspannungsquelle.
Gruß,
André
ohoh
und die ref-spg kann man sich nicht erzeugen? na sowas.
ansonsten gibt es einen baustein namens mcxxxxx, der dient als power on
reset im to-92. mit untersch ref-spg, der kann das. ansonsten auch mit
tl431 irgendwie.
Klaus.
Und ich würde die LED ANmachen, wenn die Spannung unter die 3.3V geht,
sonst saugt die LED ja schon dauernd Strom. Also keine PowerGood- aber
ne PowerPoor-Anzeige :)
Ralf
z.B. ICL7665
Du kannst dir die Funktion auch diskret aufbauen. Wie schon erwähnt
wurde, brauchst du einen Komperator, eine Referenzspannung (Zenerdioden,
oder Band-Gap-Referenzen z.B. LT1004 je nach erforderlicher Genauigkeit)
und einen passenden Spannungsteiler.
Der ICL7665 hat eine 1,3V Refernz und zwei Komperatoren integriert. Du
brauchst nur noch einen Spannugsteiler und die LED mit Vorwiederstand
(bis 20mA).
Schonmal Danke für die Antworten.
Also wenn ich das jetzt richtig verstehe ist die einfachste Möglichkeit
ca. so:
Ich nehme z.B. ein TLV431http://docs-europe.origin.electrocomponents.com/webdocs/0c92/0900766b80c9232f.pdf
und dort packe ich eine LED mit Vorwiderstand an die Kathode, meine
Batteriespannung über einen Spannungsteiler an den Referenzpin und das
Minus der Batterie an die Anode.
Wenn ich das Bauteil richtig verstehe, dann wird es leitend, wenn die
Spannung am Referenzpin größer ist, als die interne Referanzspannung.
Tobi schrieb:> Wenn ich das Bauteil richtig verstehe, dann wird es leitend, wenn die> Spannung am Referenzpin größer ist, als die interne Referanzspannung.
Das schon, aber genau dann ist erst der Arbeitspunkt so richtig
erreicht. Und dann wird diese Spannung stabil gehalten. Dann kannst du
diese Spannung mit einem Komparator mit der (heruntergeteilten)
Betriebsspannung vergleichen und an den Ausgang des Komparators kommt
die LED.
> und dort packe ich eine LED mit Vorwiderstand an die Kathode
Das ist somit der falsche Ansatz...
Also Kathode und geteilte Betriebsspannung an einen Komparator? Wenn die
geteilte Spannung noch höher ist als die über dem TLV341, dann ist die
Spannung noch >= 3,3V. Richtig so?
Habs (noch) nicht so mit der Elektronik.
Tobi schrieb:> Würde der Aufbau so passen?
Zeichne doch mal eine Skizze, wie du dir das vorstellst und poste die.
Schreib bitte Namen (R1, IC1, C1, LED1...) an die Bauteile...
R1 und R2 so wählen, dass bei 3,3V eine Spannung von ca. 1,24V am Ref
Pin des TLV431 anliegt. Wenn dann die Batteriespannung größer oder
gleich 3,3V ist, dann ist die LED an, bei unter 3,3V ist die LED aus.
So würd ich es mir denken, aber keine Ahnung ob das so funktionieren
würde.
Hallo BMK,
also der Spannungsteiler mit den 30k und 18k teilt die 3,3V auf etwas
über 1,2V runter.
Das mit der Z-Diode sieht für mich allerdings noch etwas komisch aus.
Die 1,2V Z-Diode würde doch bei mehr als 1,2V leitend werden und somit
einen Spannungsabfall verursachen. Wenn die Spannung dann wieder unter
1,2V gesunken ist, sperrt die Diode wieder und die Spannung steigt.
Somit würde dann dort die Spannung um 1,2V schwingen, allerdings so
klein, dass sie quasi konstant ist. Hab ich das soweit verstanden?
Und wie kommst du auf die 18k vor der Z-Diode?
Hallo Tobi,
hier mal etwas Erläuterung zu meiner Schaltung.
Die LM385-Z1,2 ist keine Z-Diode, sondern eine Bandgap-Referenz.
Der Grund, auf eine Z-Diode zu verzichten ist:
1. Z-Dioden benötigen zum 'guten Arbeiten' einige mA an Strom,
wobei hierbei der Akku unnötig forciert leergesaugt würde.
2. Z-Dioden im Bereich um 1-3V haben eine miserable Kennlinie,
so dass die Nenn-Spannung extrem von der Bestromung abhängt.
Dem LM385-Z1,2 hingegen genügt eine Bestromung von minimal 10µA um
eine konstante Spannung von typ. 1,235 V zur Verfügung zu stellen.
Gemäß Datenblatt sollte man beim Design 100µA vorsehen, das bedeutet
für den Widerstand (3,3V - 1,235V) / 100µA = 20K also gewählt 18k
Damit liefern wir dem plus-Eingang des TS912 eine super konstante
Spannung, egal wie der LM 'bestromt' wird (Bereich 10µA...20mA)
Der minus-Eingang des TS912 braucht nun die 'variable' Akku-Spannung,
allerdings 'runtergeteilt' von 3,3V auf 1,235V für den Schaltpunkt.
Das macht der Spannungsteiler: Ux= (18k x 3,3V)/(18k + 30k) = 1,235V
(Naja, 3. Stelle hinter dem Komma ist gemogelt, aber passt so schon)
Achja, die LED will nicht 20mA, sondern das kann sie max. vertragen.
Ich habe 470R gewählt, weil sie so mit (3,3V-1,8V)/470R = 3mA bestromt
wird. Das ist sehr gut erkennbar und saugt den Akku nicht unnötig
schnell leer. Ist aber Auslegungssache.
Danke für die Erklärung.
Ich werde das dann wohl im Grunde genauso machen wie du. Da es eine 3,6V
Batterie ist, werde ich einen 23,2k Widerstand nehmen (23,650k laut
Rechnung).