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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Netzteil für Verstärker


Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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Hallo,

ich bin gerade dabei ein Netzeil für einen Verstärker zu bauen. Eingang 
ist 230V~ und Ausgang sollte 15V, -15V und +48V sein. Bei dem Aufbau 
kommt ein Trafo mit 2x18V zum einsatz. Die 48V werden durch eine 
Ladungspumpe erzeugt. Die 15 und -15 Volt werden direkt aus den 18V~ aus 
dem Trafo erzeugt.
Den Schaltplan hab ich im Anhang.
Mein Problem ist nun folgendes: Nach den Dioden bekomme ich jeweils 30V 
bzw. -30V raus, die dann in dn 7815 oder 7915 gehen. Der 7815 schafft es 
die 30V auf 15 runterzureglen der 7915 aber nur auf -22V. Aber die 30 V 
erscheinen mit etwas komisch, da ich die gesammte Schaltung zuvor mit 
LTspice simuliert hab und der hat mit nach den Dioden auch 18V 
vorrausgesagt. Wo kommt also nun die Spannung her?
Genau das gleiche passiert bei der Ladungspumpe, die die Spannung 
verdreifachen soll. Dies tut sie auch nach D2 hab ich 90V. (eigentlich 
sollten hier ja 18V*3 = 54V anliegen). Komisch ist, dass C4 mit 63V 
Maximalspannung da nicht kaputtgeht. Interessant ist auch dass der LM317 
ganz normal die 48V erzeugt.
Die 30V / -30V könnten ja bleiben wenn auch mit dem 7915 -15V erzeugt 
würden. Aber ich wollte auch gerne mal wissen, ob 18V~ gleichgerichtet 
30V sein können.

Gruß Tim

Autor: mhh (Gast)
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Tim H. schrieb:
> Aber ich wollte auch gerne mal wissen, ob 18V~ gleichgerichtet
> 30V sein können.

Wenn das ein "weicher" Trafo ist, ja. Diese Spannung sinkt dann mit 
steigender Last.

Autor: mhh (Gast)
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Tim H. schrieb:
> der 7915 aber nur auf -22V.

Lasse mal ein paar mA Laststrom fließen und messe noch mal.

Autor: KeinName (Gast)
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Die 18V sind der Effektivwert der Sinusspannung. Ohne Last hast du nach 
dem Gleichrichten fast den Spitzenwert.

Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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Hallo,

danke für die Antwort!

es handelt sich um diesen Trafo: 
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=27491;PROVID=2402 ist das so 
ein "weicher" Trafo. Ich kann den Ausgang einfach mal belasten und 
gucken was passiert.

Gruß Tim

Autor: mhh (Gast)
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Bei dem Trafo sind Deine Messungen plausibel. Die Spitzenspannung
ist Wurzel 2 * Effektivspannung. Und eine Leerlaufspannung von rund 22V 
ergibt Deine 30V.

Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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Ahh,

gut zu wissen. Wenn ich also an den Ausgang einen 1k Widerstand hänge 
könnte das passen?

Gruß Tim

Autor: mhh (Gast)
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Tim H. schrieb:
> Wenn ich also an den Ausgang einen 1k Widerstand hänge
> könnte das passen?

Wenn er mindestens 0,25W Belastbarkeit hat...  (besser mehr)

Hoffentlich überrascht es Dich nicht, daß Dir nach Gleichrichtung, 
Siebung und Stabilisierung nur noch ca. 170mA Laststrom pro Wicklung zur 
Verfügung stehen. Die Differenz wird zum aufpumpen für die 
Ladekondensatoren benötigt, damit diese im "Wellental" der 
Ausgangswechselspannung des Trafos Energie an die Last liefern können.

Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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Hallo,

mit einem 1k nach dem 7915 komme ich auch auf meine -15V, aber trotzdem 
kommen nach dem Gleichrichter immer noch 30V raus und nach der 
Ladungspumpe entsprechend 90V. Warum funktioniert das jetzt überhaupt 
mit dem 63V Elko ohne, dass dieser kaputt geht?

Vielen Dank für die Antworten schonmal
Gruß Tim

Autor: mhh (Gast)
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Tim H. schrieb:
> Warum funktioniert das jetzt überhaupt
> mit dem 63V Elko ohne, dass dieser kaputt geht?

Keine Angst, das kommt noch.  :)

Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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Hallo,

sollte ich den also besser durch einen 100V austauschen? Weil ich will 
ja nicht dass mit das NT dann irgendwann im Betrieb abraucht.

Gruß Tim

Autor: mhh (Gast)
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Tim H. schrieb:
> aber trotzdem
> kommen nach dem Gleichrichter immer noch 30V raus und nach der
> Ladungspumpe entsprechend 90V.

Bei 150 mA Last z.B. würden die Werte sinken.
Und genau deshalb sollte man die Werte der Bauelemente für Leerlauf + 
Überspannungsreserve auslegen.

Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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Hallo,

ja so hab ich was dazu gelernt :) Ich werd den Elko jetzt einfach mal 
austauschen. Die anderen Elko passen zum Glück. Bei den 30V sind 35V 
Elkos drin.
Danke für deine Hilfe

Gruß Tim

Autor: mhh (Gast)
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Tim H. schrieb:
> sollte ich den also besser durch einen 100V austauschen?

Auf jeden Fall. Bedenken habe ich auch über die Nutzungsdauer des LM317. 
Der sieht beim Einschalten diese 90V auch kurzzeitig.

Autor: Tim H. (hotty) Benutzerseite
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Ja das hab ich auch schon gedacht. Der LM317 kann ja nur bis 37Volt 
Differenz regeln.

Gruß Tim

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Dann setz an diese Stelle einen diskret aufgebauten 48V Regler.

Autor: MaWin (Gast)
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> Dann setz an diese Stelle einen diskret aufgebauten 48V Regler.

Es gibt den LM317HV.
90V sind trotzdem recht viel, zumal der LM317 5mA Last bringen sollte.
Bei 15V wären es nur 15*3*1.414 = 63V abzüglich Diodenverluste.
90V heisst also 21V Spannung bei 5mA.

> der 7915 aber nur auf -22V

Der 7915 könnte eine Mindestlast benötigen.
Schliess daran eine LED mit Vorwiderstand als Betriebskontrolle an :-)

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