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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Berufsstart oder doch Master?


Autor: Tobi (Gast)
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Hallo,

zu meiner Person, damit Ihr einen Überblick habt. Nach meinem 
Realschulabschluss machte ich eine Lehre zum Industrieelektroniker für 
Gerätetechnik und war zu 2/3 meiner Lehrzeit mit der Reparatur von 
Elektronikbaugruppen beschäftigt. Danach holte ich das Abitur nach um 
dann an meiner jetztigen Fachhochschule Elektro- und Informationstechnik 
zu studieren (Schwerpunkt: Nachrichtentechnik). Ich werde im Februar 
2011 in Regelstudienzeit fertig und schreibe gerade meine 
Abschlussarbeit.


Jetzt hab ich (und meine Studienkollegen) ein Problem. Ich weis nicht ob 
ich eine Arbeisstelle antreten oder einen Master machen soll. Ich hab 
mich schon bei sehr vielen Firmen informiert ob ein Master oder Bachelor 
erwünscht ist und zu 99% sagen alle, dass es egal ist. Beim 
Anfangsgehalt sind es ca 2000 € Brutto p.a. Da aber ein Master 3 
Semester (Fh) oder 4 Semester (Uni) dauert, werden die 2000€ 
ausgeglichen. Das würde heißen, dass man wegen dem Gehalt keinen Master 
brauchen würde.

Was meint Ihr soll man einen Master anstreben? Welche Vorteile würde 
dieser haben im Berufsleben? Über konstruktive Vorschläge und 
Gedankengänge würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Tobi


PS: Rechtschreibfehler könnt Ihr behalten :-P

Autor: Mine Fields (Gast)
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Versuch einen Job zu bekommen. Den Master kannst du bei Bedarf immer 
noch nebenberuflich nachholen.

Autor: oszi40 (Gast)
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Tobi schrieb:
> Welche Vorteile würde dieser haben im Berufsleben?

Wer gescheiter ist, hat's einfacher sich dumm zu stellen. Anders herum 
ist schwerer. :-)  Solange noch keine Familie im Spiel ist, würde ich 
sofort mit dem Master weitermachen. Später wirds mühsamer.

Es bleibt die Frage war man hinterher tun will. Wer dann Gemüse 
verkaufen möchte, braucht keinen Master.

Autor: Paul (Gast)
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Schließe den Master gleich an. Aus dem Beruf wieder heraustreten (und 
auf  das Luxusleben mit Gehalt verzichten), machen wohl die wenigsten. 
Das ist sicherlich auch Spekulation der KMK, die das Modell des 
lebenlangen Lernens in Etappen zwar propagiert, in Dtl. aber die Chancen 
dafür (Arbeitsmarkt für Ältere, Wiedereinstieg) eher schlecht stehen.

Autor: DrTech (Gast)
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Ich kann nur zu einem weiterführendem Studium raten.

Am besten gleich einen Master auf einer guten Universität (TU9).

Du kannst dann evtl später auch noch deinen Doktorhut holen.

Eine gewisse Portion Idealismus ist auf jeden Fall nötig, um von einen 
gewissen gut bezahlten Posten an die Uni zu wechseln oder in 
Teilzeitverh. um seinen Dr. nachzuholen.

Ich habs trotzdem so gemacht, bestimmt einige Verluste gehabt, aber 
egal, bei mir zählt da eher die Selbstverwirklichung.

Machen wir uns nix vor, je mehr man verdient, umso höher ist auch der 
Lebensstandard und umso mehr gibt man aus.

Als Student bin ich zB mit € 600-700 auch gut ausgekommen (mit eigener 
Mietwohnung!)

Heute verdien ich ca. das 3Fache und mir bleibt oft nicht mehr über als 
ca € 1000. ...

Autor: Tobi (Gast)
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Also einen Dr. mach ich sicher nicht :P. Einen Master nebenberuflich zu 
absolvieren ist unwahrscheinlich. Respekt von denen, die es durchziehen. 
Mit Freunde, Familie, Job und Studium zu jonglieren stelle ich mir sehr 
hart vor. Wegen Jobs mach ich mir gerade keine Sorgen.

Eine weitere Überlegung ist auch Uni oder Fh Master, wobei ich eher zu 
einer Fh tendiere. An meiner Fh, würde es einen interessanten Master 
geben, der ist allerdings nicht akkreditiert. Würde dies in der 
Wirtschaft eine Rolle spielen?

mfg

Tobi


PS: Definiere "Gute" Uni bzw. Fh. :)

Autor: Marx W. (Gast)
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Stefan L. schrieb:
> Versuch einen Job zu bekommen. Den Master kannst du bei Bedarf immer
>
> noch nebenberuflich nachholen.

Na, so einfach ist das auch nicht!

Paul schrieb:
> Schließe den Master gleich an. Aus dem Beruf wieder heraustreten (und
>
> auf  das Luxusleben mit Gehalt verzichten), machen wohl die wenigsten.
Nach 2 Jahren BE hat man volles ALG1, bei einen Teilzeitstudium  (z.B. 
FernUni-Hagen.de) bezieht man also ALG1 und studiert (ist aber mit 
Hakeleien mit der Argentur für A... verbunden)
DrTech schrieb:
> Ich kann nur zu einem weiterführendem Studium raten.
 Wieso
> Am besten gleich einen Master auf einer guten Universität (TU9).
Gibts an den überfüllten TU9 gute Studienbedingungen?
> Du kannst dann evtl später auch noch deinen Doktorhut holen.
Doktorhut = Narrenkappe der Akademiker, mehr sog i ned!(Frei nach O. 
Fischer, erster Teil für de Preißen)
Oder anders, Dr. = Depperter

Autor: Paul (Gast)
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>Auf einer guten Universität (TU9)

TU9 sind die 9 ältesten technischen Universitäten. Ob auch die 
besten...?

>Gibts an den überfüllten TU9 gute Studienbedingungen?

So überfüllt sind die gar nicht. Im Bereich ET an der TU Dresden (TU9) 
ist die Auslastung 30%. Bei manchen FHen bewerben sich 6 Leute auf einen 
Studienplatz.

>Nach 2 Jahren BE hat man volles ALG1, bei einen Teilzeitstudium  (z.B.
>FernUni-Hagen.de) bezieht man also ALG1 und studiert

Ist ja sehr abenteuerlich, Dein Finanzierungsmodell. ALG1 gibt es nur 
ein Jahr, der Master geht jedoch mindestens 1,5 Jahre, eher 2 (im 
Präsenzstudium). Anschließend gäbe es ALG2, wenn man dem Arbeitsmarkt 
zur Verfügung steht. Ein Student erfüllt diese Voraussetzung nicht. 
Ergo: Bildungskredit ab 25. Je nach Alter fragwürdige Wiedereinstellung, 
Start wieder mit Einstiegsgehalt usw. Die KMK ist schon nicht dumm, 
solche gestaffelten Lebensläufe zu fordern. Die wenigsten werden es 
machen -> die Masse macht 3 JAhre Bachelor -> Kosten gesenkt (bei der 
Lohntüte und bei der Bildung).

Mach es gleich, schon um der KMK die Suppe zu versalzen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Was meint Ihr soll man einen Master anstreben?
> Welche Vorteile würde dieser haben im Berufsleben?

Die Frage ist wie die ehemalige Frage nach
soll ich an einer Fachhochschule studieren
oder an einer Universität ?

Ein Bachelor ist halt inhaltlich noch kein Uni-Diplom,
erst der Master umfasst das, was man früher als Uni
Diplom angesehen hat.

Ich kann mich nicht erinnen, daß damals so wenige an
einer Uni studiert hätten, wie heute nach dem Bachelor
den Master nachlegen.

Insofern ist die Umstellung der Ausbildung ein voller
Erfolg: Die Leute studieren weniger, liegen dem Staat
weniger lang auf der Tasche.

Und Fachkräfte holt man sich aus dem Ausland, wo
Ausbildung noch was wert ist, und wo der Staat sie
noch finanzieren wollte.


Daß andere Länder z.B. 6-semestrige Bachelor Ausbilungen
haben, sollte nicht verwundern, das ist so lange wie
eine Lehre in Deutschland, und Lehre gibt es in vielen
Ländern halt nicht. Dort werden z.B. auch Kindergärtnerinnen
an Universitäten ausgebildet, oder sonstige aus
deutscher Sicht Lehrberufe. Da passen 6 Semester schon
ganz gut.

Autor: Paul (Gast)
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>Ich kann mich nicht erinnen, daß damals so wenige an
>einer Uni studiert hätten, wie heute nach dem Bachelor
>den Master nachlegen.

Es gab ja auch keine Rate der KMK für den Übergang zum Master und auch 
nicht die Aussage, daß der Bachelor der Regel-Hochschulabschluß werden 
solle.

Man hat den Unidplomer in spe auf 3 Jahre eingekürzt und man hat den 
FH-Diplomer in spe auf 3 Jahre eingekürzt. Ziel erfüllt.

>Daß andere Länder z.B. 6-semestrige Bachelor Ausbilungen
>haben, sollte nicht verwundern, das ist so lange wie
>eine Lehre in Deutschland, und Lehre gibt es in vielen
>Ländern halt nicht. Dort werden z.B. auch Kindergärtnerinnen
>an Universitäten ausgebildet, oder sonstige aus
>deutscher Sicht Lehrberufe.

Ja dann bitte sollte man den Begriff Hochschulabsolvent bzw. Akademiker 
erst mal europaweit definieren, ehe man sich hinstellt und nach Einblick 
in die OECD-Statisitk sagt, Deutschland hinke bei der Akadmikerrate weit 
hinterher, wir brauchen mehr Abschlüsse. Oder aber Ausländer seien 
besser ausgebildet (Kindergärtnerin) . Es ist einfach ein verschobenes 
Maß. Würden wir alle unsere Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, 
Pferdepfleger zu den echten Hochschulabsolventen dazuzählen, sehe die 
"Akademikerrate" in DTl. ähnlich toll aus, wie z. B. in Skandinavien.

Autor: MaWin (Gast)
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> Ja dann bitte sollte man den Begriff Hochschulabsolvent
> bzw. Akademiker erst mal europaweit definieren

Man könnte viel machen wollen,

aber es gibt auch Leute die genau das nicht wollen,
die eben genau keine Verglerichbarkeit wollen,
sondern lieber auf die Unkenntnis der Zuhörer bauen.

Denk dran, wie viele hier bei Diplom Uni/FH bleiben wollen
statt Bachelor/Master. Dabei ist Bachelor/Master nicht nur
auslandsvergleichbarer, sondern auch schlauer. Ebenso bei
der menschenverachtenden Form, in Deutschland Kinder in
3 Schubladen zu stecken "Versager" "Arbeitssklave" "Elite"
so daß der Bürgermeistersohn (natürlich Elite aber in
Mathe eine Niete) den ganzen Mathekurs am Gymnasium aufhält.
Der Rest der Welt hat Gesamtschulen wo nur die im Mathe
Leistungskurs sitzen die es drauf haben.

Autor: Juri Parallelowitsch (Gast)
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Schreib mal bitte noch wie alt du bist - sollte unwichtig sein, hat aber 
Bedeutung. Master 2 Jahre - wenn du das unter 27 hinkriegst, mach es auf 
jeden Fall.

Autor: Tobi (Gast)
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Bin erst 24 :).

@Marwin. An meiner Fh (Uni hab ich keine Ahnung), war übrigens keine 
Umstellung. Davor waren es 8 Semester jetzt sind es 7 allerdings über 
die Semester weg mehr Semesterwochenstunden (jeweils 1 
Praktikumssemester). Uni oder Fh ist eigentlich egal. Hauptsache ist, 
man hat was drauf und verliert nicht den Sinn für Realität im Beruf. Das 
ist meine Meinung.

Zu dem Thema Bachelor/Master auslangsvergleichbar. Meinst du das 
wirklich? Wenn die beiden Abschlüsse nicht einmal innerhalb Deutschland 
vergleichbar sind, wie soll ich sie dann mit anderen Ländern 
vergleichen? Die Notendurchschnitte werden ja nicht angegeben.

Mfg

Tobi

Autor: DrTech (Gast)
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Tobi schrieb:
> Uni oder Fh ist eigentlich egal. Hauptsache ist,
> man hat was drauf und verliert nicht den Sinn für Realität im Beruf. Das
> ist meine Meinung.

So ist es. Spätestens im Job zählt dann, ob man was drauf hat und nicht 
ob man auf diese eine FH oder eine Uni gegangen ist..

Aber bedenke: Die Ausbildung macht man eigentlich für sich selbst und 
nicht für den Abschluss. Das Studium wiederum ist nur eine 
Eintrittskarte in das Berufsleben.

Autor: DrTech (Gast)
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Tobi schrieb:
> Bin erst 24 :).

Achja, und 24 ist auf KEINEN Fall zu alt für ein Studium. Für das ist 
man sowieso nie zu alt. Kenn auch welche die mit 30 angefangen haben, zu 
studieren, sind heute auch erfolgreich.. Kein Problem..

Ich weiß nicht WER zum Kuckuck hat diese Mär von "zu alt sein" für 
irgendetwas in die Welt gesetzt, verdammt?!?!

Das ist
1. eine Farce
2. ein Trugschluss
3. kommt das nur von hirnlosen Personalern, da es aber leider ein 
Überangebot an Arbeitskräften auf dem Arbeitsmarkt gibt, nehmen die das 
gerne als Selektionskriterium. Gäbe es dieses Überangebot nicht, wäre 
auch das Alter egal...

Autor: Juri Parallelowitsch (Gast)
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DrTech schrieb:
> Das ist
> 1. eine Farce
> 2. ein Trugschluss
> 3. kommt das nur von hirnlosen Personalern,

Da irrst du dich. Die Verwendbarkeit einer Person für eine bestimmte 
Aufgabe hängt mit dem Grad an Einsicht sowie der Fähigkeit komplex zu 
denken und der Kommunikationsfähigkeit ab.

Diese Fähigkeiten wachsen mit dem Alter unterschiedlich schnell.

Würdest du einen 24jährigen zu einer Verhandlung über ein 
Millionenprojekt schicken, der dort mit Entscheidern (Mitt40ern) reden 
muss?

Würdest du einen 59jährigen einstellen der sich in eine neue 
hochkomplexe SW einarbeiten soll?

Mit Frauen haben viele in kritischen Positionen auch ein Problem, weil 
die 'plötzlich' Kinder kriegen können und praktisch ausfallen.

Aus Unternehmersicht sieht das anders aus als aus der Sicht des Sklaven.
Ich nehme an, du kennst nur die eine Perspektive.

Autor: DrTech (Gast)
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Juri Parallelowitsch schrieb:
> Würdest du einen 24jährigen zu einer Verhandlung über ein
> Millionenprojekt schicken, der dort mit Entscheidern (Mitt40ern) reden
> muss?
>
> Würdest du einen 59jährigen einstellen der sich in eine neue
> hochkomplexe SW einarbeiten soll?
>
> Mit Frauen haben viele in kritischen Positionen auch ein Problem, weil
> die 'plötzlich' Kinder kriegen können und praktisch ausfallen.
>
> Aus Unternehmersicht sieht das anders aus als aus der Sicht des Sklaven.
> Ich nehme an, du kennst nur die eine Perspektive.

Tja, das ist zwar richtig dass ich die Perspektive kenne, aber alle 
Fälle außer das mit der Frau sind eher Extremfälle.

Nein einen 24jährigen würd ich nicht zu so einer Verhandlung schicken. 
Sagt aber schon auch der gesunde Menschenverstand.

Einen 59jährigen in hochkomplexe SW? Nein den würd ich eher als Tester 
einstellen..

Frauen? Tja sie können gebären.. Aber ich finde das trotzdem unfair. Man 
kann doch nicht Frauen ausschließen nur weil sie viell irgendwann nen 
Kind bekommen könnten..

Tja unfair ist die Welt..

Aber wenn ich als Unternehmer denke, picke ich mir natürlich auch die 
Rosinen heraus.. bin ja kein Wohlfahrtsverein.. leider nein..

Werd jetz mal 2 Wochen Urlaub in der Karibik machen. Ich habs nötig.
Tschööö und viel Spaß

Autor: Paul (Gast)
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>Nein einen 24jährigen würd ich nicht zu so einer Verhandlung schicken.
>Sagt aber schon auch der gesunde Menschenverstand.

Na dann schau mal in eine Unternehmensberatung, wer da sitzt. Der 
Absolvent von einer BWL-Privatuni, der dann altklug dem doppelt so alten 
Firmenchef sagt, was er ändern soll. LOL

>Einen 59jährigen in hochkomplexe SW? Nein den würd ich eher als Tester
>einstellen..

Warum nicht, wenn er das lange gemacht hat? Er hat die Kenntnisse, sonst 
wäre er längst gescheitert. Und er hat die Erfahrung, die ein junger gar 
nicht haben kann. Schau mal die Ärzte an, wer da die schwierigen Teile 
der OP's übernimmt: der graumelierte 59jährige! Der Absolvent und 
Assistenzarzt setzt dann wieder die Schlußnaht.

Autor: MaWin (Gast)
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> Würdest du einen 24jährigen zu einer Verhandlung über ein
> Millionenprojekt schicken, der dort mit Entscheidern (Mitt40ern)
> reden muss?

Sicher, oder was hast du mit 24 gemacht ?

> Würdest du einen 59jährigen einstellen der sich in eine neue
> hochkomplexe SW einarbeiten soll?

Sicher, in 6 Jahren ist die Software eh überholt,
bekanntlich altert nichts schneller, als Softwarekenntnisse.

WEIL der 59-jährige schon andere Software kennt, wird er im
Gegensatz zum unerfahrenen 21-jaöhrigen sicher bei einigen
Sachen sagen "DAS ist hier ja saublöd gelöst" die der 21-jahrige
als gegeben oder gar die Beste Erfindung seit dem Rad hinnimmt
weil er nichts besseres kennt.

> Mit Frauen haben viele in kritischen Positionen auch ein
> Problem, weil die 'plötzlich' Kinder kriegen können und
> praktisch ausfallen.

Ausfallen werden sie nur, wenn die Firma keine Vereinbarkeit
von Beruf und Familie organisert hat. Aber welcher Kunde wollte
schon einer Firma Aufträge geben, die nicht mal die Organisation
der eigenen Mitarbeiter hinbekommt ? Der will man sicher kein
Millionenprojekt geben, wenn die schon an einfachsten Sachen
scheitern.Millionenprojekte erfordern viel mehr Vereinbarkeiten.

> Ich nehme an, du kennst nur die eine Perspektive.

Das ist bei dir offensichtlich.

Autor: Ratlos (Gast)
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Ich stehe vor der gleichen Entscheidung und es macht mich wahnsinnig

95% der Leute mit denen ich rede, raten mir Master zu machen
Nur die Firmen selbst sagen, dass sie keinen Unterschied zwischen 
Bachelor/Master machen...

Aber momentan sieht es auf dem Stellenmarkt recht gut aus, aber wie es 
in 1,5-2 Jahren wieder aussieht...

Ich würde gern in der Forschung/Entwicklung arbeiten, und kann mich 
(zumindest momentan) nicht sehr dafür begeistern stunden-/tagelang 
Paragraphen und Patente durchzuarbeiten als mögliche Führungskraft, oder 
nur am Telefonieren und organisieren zu sein

Welcher Abschluss (Bachelor oder Master) sind besser geeignet um meinen 
"Traumjob" zu bekommen?
Oder schlage ich mir der Entscheidung pro Master auch zugleich den Weg 
richtung fachfremden Schreibtischtäter ein?

Gruß

Autor: Marx W. (Gast)
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Paul schrieb:
> Ist ja sehr abenteuerlich, Dein Finanzierungsmodell. ALG1 gibt es nur
>
> ein Jahr, der Master geht jedoch mindestens 1,5 Jahre, eher 2 (im
>
> Präsenzstudium). Anschließend gäbe es ALG2, wenn man dem Arbeitsmarkt
>
> zur Verfügung steht. Ein Student erfüllt diese Voraussetzung nicht.

Hä!! schon mal vom Teizeitstudium an der FernUni-Hagen gehört!
Dann mal hier die Antwort:

Wer als Student im Teilzeitstudium an der  FernUni-Hagen eingeschrieben 
ist, steht den Arbeitsmarkt in vollen Umfang zur Verfügung, und kann 
somit auch ALG1 und eventuell ALG2 beziehen!

Der Ablauf geht ungefähr so:
1. Schritt:
2 Jahre Berufstätigkeit, nebenbei an der FernUni-Hagen Studium in 
Teilzeit

2. Schritt:
Eigenkündigung und dadurch max. Sperre (3 Monate) von der Agentur für 
A...,
weiter als Teilzeit-Student an der FernUni-Hagen.

3. Schritt:
Bezug von ALG1 für 12 Monate jetzt von der Agentur für A..., weiter als 
Teilzeit-Student an der FernUni-Hagen.

in der Zeit in der die Schritte 1-3 Durchlaufen werden, sind auf jeden 
Fall 2-3 Studien-Semester erbracht!

Die Masterarbeit ist dann noch in  3 Monaten zu erstellen!

Alles im allem
zwar eine unorthodoxe Studienfinanzierung, aber oftmals Durchgeführt!

Autor: Paul (Gast)
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>Wer als Student im Teilzeitstudium an der  FernUni-Hagen eingeschrieben
>ist, steht den Arbeitsmarkt in vollen Umfang zur Verfügung, und kann
>somit auch ALG1 und eventuell ALG2 beziehen!

ALG1 ja, ist ja ein Versicherungsanspruch. ALG2 -> wirst Du ganz schnell 
in eine Maßnahme gesteckt oder bekommst Sanktionen.

>2. Schritt:
>Eigenküdigung

Wenn man Arbeit hat und an der Fernuni studiert, warum kündigt man dann 
selber?

Autor: MaWin (Gast)
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> Nur die Firmen selbst sagen, dass sie keinen Unterschied
> zwischen Bachelor/Master machen...

Natürlich, der Bachelor wurde für die Firmen geschaffen.
Einfache Hilfswissenschaftler, die sich nicht zu
Höherem berufen fühlen, dürfen Standardberechnungen
durchführen, und werden in Zukunft, da weltweit
austauschbar, zu indischen Löhnen bezahlt.

Die Ideen kommen vom Marketing :-) der Ing muss sie nur
umsetzen.

Die Firmen sind nicht am Master interessiert, der dir den
viel grösseren Weg öffent, in der Forschung (staatlich
geförderte) und Lehre (Professur) tätig zu sein (man
verdient dort zwar nicht mehr, aber arbeitet an Dingen
von den Marketingfuzzies nicht mal den Namen kennen).

Autor: Paul (Gast)
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>Die Firmen sind nicht am Master interessiert, der dir den
>viel grösseren Weg öffent, in der Forschung (staatlich
>geförderte) und Lehre (Professur) tätig zu sein (man
>verdient dort zwar nicht mehr, aber arbeitet an Dingen
>von den Marketingfuzzies nicht mal den Namen kennen).

Mal halb lang. Für eine Professur wird immer noch mindestens eine Diss. 
A  vorausgesetzt, oft auch eine Dissertation B. Da ist auch mit Master 
nichts zu machen. Und: Die "Marketingfuzzies" werden auch von dem, was 
ein Bachelor macht, nicht mal den Namen kennen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Da ist auch mit Master nichts zu machen.

Sicher doch, du brauchst ihn als Voraussetzung.

Autor: Paul (Gast)
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>Sicher doch, du brauchst ihn als Voraussetzung.

Für den Dr. ja, aber für den direkten Weg zum Prof.-> die extreme 
Ausnahme

Autor: MaWin (Gast)
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Na OHNE Master (bzw. altes Diplom) wirst du kein Professor.

Höchstens Privatdozent.

Autor: tobii (Gast)
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Ohne Doktor (nach Dipl/MSc) ist eine Habilitation (also PD) doch eher 
unwahrscheinlich.

Autor: Paul (Gast)
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PD kann man auch ohne Habilitation werden. In der Medizin weit 
verbreitet. Ist eigentlich eher ein Angebertitel, anstatt ein 
Hochschultitel. Ein PD hat nicht die Bestellung durch das Land und 
deshalb keinen Amtstitel als Professor. Er vertritt auch keinen 
Lehrstuhl. Folglich muß er auch nicht die Voraussetzungen dafür 
erfüllen.

PS.: Schaut mal auf die Seiten von den Unis. Die Habilitation scheint 
langsam auszusterben (Dank Juniorprof.).

Autor: Marx W. (Gast)
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Paul schrieb:
> Wenn man Arbeit hat und an der Fernuni studiert, warum kündigt man dann
>
> selber?

Weil man halt mit 30 und nicht mit 50 mit dem Studium fertig werden 
will!

Für jeden Traumtänzer der die FernUni-Hagen für eine Traumuni hält, rate 
ich mal testweise selber ein Semester an der FernUni voll durchzuziehen!

Autor: Wolfgang W. (Gast)
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Paul schrieb:
> Für den Dr. ja, aber für den direkten Weg zum Prof.-> die extreme
>
> Ausnahme

An den FH`s sollte es aber gehen!

Autor: Paul (Gast)
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>An den FH`s sollte es aber gehen!

Auch dort nicht. Es wird eine Dissertation A (Promotion) vorgeschrieben 
und eine mindestens 5jährige Forschungstätigkeit, 3 davon außerhalb des 
Hochschulbereiches.

Ausnahmen sind künstlerische Studiengänge, da dort eine Promotion so 
selten ist, daß es einen Rekrutierungsmangel geben würde (z. B. 
Architektur)

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