Hallo!
Ich wollte mich erstmal kurz vorstellen, ich bin der Dennis, bin 25 und
bin gerade dabei, Elektromeister zu werden. Seit einiger Zeit bin ich
viel auf der Seite hier und bin am lernen einen Atmega zu programmieren,
das Tutorial hilft mir dabei sehr viel, vielen Dank an der Stelle den
Autoren.
Natürlich kommt irgendwann die Zeit, wo man mal sein erstes Projekt
bauen will, wo ein Mirkocontroller zum Einsatz kommt, schließlich will
man mal auf was stolz sein :-)
Jetzt war mein erster Gedanke, ein Netzteil zu bauen. Der Gedanke kam
mir deshalb, weil ich ohne weitere Probleme bei mir auf Arbeit mir einen
Ringkerntrafo wickeln kann, so wie ich es gern hätte.
Nun zu meinen konkreteren Ideen:
Zuallererst sollte das Netzteil einen regelbaren Ausgang haben, für
kleine Leistungen, da viel mein Blick sofort auf den LM317, fand ich
perfekt für so eine Anwendung, da wollte ich die regelspannung über pwm
aus dem Mikrocontroller und einem RC- Siebglied verändern. Natürlich
gänge das über ein Poti und einem einfachen Spannungsteiler viel
einfacher, aber würde ich ja gern den Mirkocontroller nutzen. An diesem
Ausgang wollte ich gern über jeweils einen ADC Spannung und Strom messen
und über ein LCD ausgeben lassen.
Spannungsmessung ist klar über Spannungsteiler, Strom über einen Shunt,
sollte jetz auch nicht das Problem dastellen, bei nur 1,5A maximal.
weiterhin dachte ich mir, wenn ich schonmal einen Ringkern wickel, das
man doch außerdem noch einen Hochstromausgang haben könnte, für gängige
Spannungen, z.B. 6V, 12V, 24V.
Sozusagen das man eine Wicklung auf dem Ringkern hat, mit mehreren
Anzapfungen, und die man nur mit einem Mosfet durchsteuert. Was daran
einfach noch mein Problem ist, wie ich aus den Wechselspannungen eine
vernünftige Gleichspannung bekomme, also eine Gleichspannung, die nicht
pulsiert. Klar, über normale Gleichrichtung und Kondensatoren, aber zum
einen müssen die Kondis dann entsprechend groß sein, und wenn die
Schaltung im Leerlauf ist, geht die Spannung gut hoch, da hab ich noch
keine so richtige Idee.
So, das ist erstmal meine Idee, ich hoffe, das ich hier im richtigen
Forum bin, wusste nicht, ob Analogtechnik eher da rein zählt, oder ob
ich hier richtig bin.
Meine Frage ist eigentlich erstmal, ob die Idee so umsetzbar ist, oder
ob ich etwas entscheidendes nicht bedacht habe, und später dann
vielleicht ein paar Hilfestellung wegen des Hochstromausganges.
Vielen dank schonmal im Voraus für eure Hilfe.
MfG Dennis
Hallo Dennis,
hört sich soweit alles nach einem schönen Einstiegsprojekt an und du
hast dir ja offensichtlich auch schon einige Gedanken gemacht.
Noch ein paar Anregungen:
Für viele Anwendungen braucht man auch noch eine einstellbare
Strombegrenzung. Überlege dir doch mal, wie du so etwas auch noch
realisieren könntest. Vielleicht ist der L200 auch eine mögliche
Alternative.
Deine Vermutung mit der Gleichrichtung über Dioden und Kondensatoren ist
schon richtig, die Kondensatoren und die restliche Schutzbeschaltung
müssen eben "groß genug" gewählt sein, um auch die Leerlaufspannung
auszuhalten...
Nimm dir, gerade was die Ansteuerung des LCDs nicht zu viel auf einmal
vor, dies kann eventuell beim ersten Mal etwas länger dauern.
Auch solltest du darauf achten, dass die Schaltung sich nicht selbst
zerstören kann, wenn irgend ein Teil der Regelung o.ä. am Anfang nicht
das macht, was es soll.
Ferner:
>...kleine Leistungen, da viel mein Blick sofort auf den LM317...
kommt von fallen, mit "f"
Schöne Grüße,
Alex
Dennis schrieb:> Zuallererst sollte das Netzteil einen regelbaren Ausgang haben, für>> kleine Leistungen, da viel mein Blick sofort auf den LM317, fand ich>> perfekt für so eine Anwendung, da wollte ich die regelspannung über pwm>> aus dem Mikrocontroller und einem RC- Siebglied verändern. Natürlich> gänge das über ein Poti und einem einfachen Spannungsteiler viel> einfacher, aber würde ich ja gern den Mirkocontroller nutzen.
Erst mal ein regelbares Netzgerät mit Poti bauen und Erfahrungen Sammeln
>An diesem Ausgang wollte ich gern über jeweils einen ADC Spannung und>Strom messen und über ein LCD ausgeben lassen.
Erst mal LED's blinken lassen, LCD ansteuern, dann Spannungen messen.
>> Spannungsmessung ist klar über Spannungsteiler, Strom über einen Shunt,>> sollte jetz auch nicht das Problem dastellen, bei nur 1,5A maximal.>> weiterhin dachte ich mir, wenn ich schonmal einen Ringkern wickel, das>> man doch außerdem noch einen Hochstromausgang haben könnte, für gängige>> Spannungen, z.B. 6V, 12V, 24V.>> Sozusagen das man eine Wicklung auf dem Ringkern hat, mit mehreren> Anzapfungen, und die man nur mit einem Mosfet durchsteuert. Was daran> einfach noch mein Problem ist, wie ich aus den Wechselspannungen eine> vernünftige Gleichspannung bekomme, also eine Gleichspannung, die nicht> pulsiert.
Am Elko pulsiert die Spannung immer, mehr oder weniger. Nimm 1000uA -
2000uA pro A und dann kommt die Regelschaltung.
Klar, über normale Gleichrichtung und Kondensatoren, aber zum
> einen müssen die Kondis dann entsprechend groß sein, und wenn die> Schaltung im Leerlauf ist, geht die Spannung gut hoch, da hab ich noch> keine so richtige Idee.
Die "hochgehende Spannung" muss bei der Dimensionierung berücksichtigt
werden!
> Meine Frage ist eigentlich erstmal, ob die Idee so umsetzbar ist, oder> ob ich etwas entscheidendes nicht bedacht habe, und später dann> vielleicht ein paar Hilfestellung wegen des Hochstromausganges.
Die Idee ist schon umsetzbar. Ein D/A-Wandler mit mehr als 10bit ist
besser als PWM mit max. 10bit.
joe
Hey
Also der rechtschreibfehler fiel mir erst nach ner Weile auf, musste
erst kurz über dein Post nachdenken, hehe, egal, darum geht es nicht :-)
Also das LCD kann ich ja am Anfang auch erstmal weg lassen, man kann es
ja mit vorsehen, das man ein paar Lötpunkte auf einer Platine mit
rausführt, und dann sozusagen als zweites Projekt in Angriff nimmt.
Den L200 hab ich noch nicht gekannt, werd mich mal bisschen schlau über
den machen, mal sehn, was man mit dem so alles anstellen kann.
Zum Thema etwas zerstören kann ich dir jetzt nicht ganz folgen, ich
weis, das am Anfang durchaus auch mal was schief laufen kann, sonst wäre
die ganze Sache ja auch uninteressant, wenn alles sofort funktionieren
würde, nur weis ich jetzt nicht wirklich, was du meinst, wie ich die
Schaltung vor sowas schützen kann.
MfG Dennis
Dennis schrieb:> Also das LCD kann ich ja am Anfang auch erstmal weg lassen, man kann es> ja mit vorsehen, das man ein paar Lötpunkte auf einer Platine mit> rausführt, und dann sozusagen als zweites Projekt in Angriff nimmt.
Hmm.
Das bringt mich zur Frage:
Was hast du bisher mit einem µC gemacht?
Grade ein LCD würde ich nämlich nicht weglassen.
Eines der ersten Dinge, die du bei der praktischen Programmentwicklung
brauchst, ist eine Möglichkeit, wo du dir Werte, Zwischenergebnisse und
sonstiges ausgeben lassen kannst. Das kann jetzt natürlich eine UART
(also eine serielle Verbindung zum PC) sein, das kann aber auch ein LCD
sein.
Die Reihenfolge in der du IMHO die Dinge angehen solltest, würde für
mich so aussehen:
Zuerst den µC zum laufen bringen (mit einem 08/15 Steckernetzteil + 7805
drann) und erst dann sukzessive die Netzteil Komponenten da drann bauen.
Wenn möglich mit einem Steckbrett anfangen (auch wenn da die Gefahr von
Wackelkontakten gegeben ist), denn dort kann man dann einzelne
Schaltungsteile vorab ausprobieren.
Ich würde auch durchaus davon ausgehen, dass die "fertige" Schaltung
2-mal aufgebaut werden wird. Einmal als Erstversion wenn es vom
Steckbrett zum ersten mal auf eine Platine geht. Und von der dann eine
Reinversion machen, in der die Platinenfehler korrigiert werden.
>Ein D/A-Wandler mit mehr als 10bit ist>besser als PWM mit max. 10bit.
Öhm, gerade kein Plan, was du damit meinst...
Ein geregeltes netzteil habe ich bereits in der Meisterschule aufgebaut,
verschiedene Messungen gemacht, bin ja noch in der Weiterbildung drin,
deswegen meine Idee mit der PWM, einen Spannungsteiler mit Poti habe ich
also auch schon berechnet und einige Basteleien damit angestellt.
>Die "hochgehende Spannung" muss bei der Dimensionierung berücksichtigt>werden!
Naja, mein GEdanke war halt, nicht das etwas schaden nimmt, wenn man es
da anschließt, wenn die Spannung statt 12V auf einmal 18V oder noch mehr
ist, da fehlt mir einfach wirklich die Praxiserfahrung.
Ansonsten wie schon geschrieben, LCD kann ich auch gut erstmal weg
lassen.
MfG Dennis
>Das bringt mich zur Frage:>Was hast du bisher mit einem µC gemacht?
Ich habe bei Embedit für 15 Euronen ein kleines Board gekauft, zum
selber löten, damit zumindest die ansteuerung des Controllers
funktioniert, also zum Programmieren. Dazu habe ich ein fertiges
Programmiergerät gekauft, weil ich in vielen Forenbeiträgen gelesen
habe, das es schon besser ist, am Anfang sich ein Programmierteil nicht
selbst zu bauen, weil wenn da Fehler auftreten, ist es noch schwerer,
diese zu finden. nun habe ich bei dem Board von Embedit rings um den
Controller alles Lochraster, wo ich mir zuerst ein paar LED's und ein
paar Taster aufgelötet habe, und zur Zeit dabei bin, ein LCD mit
aufzulöten. Bisher habe ich einige selbst erdachte Schaltungen mit den
LED's angestellt, bis hin zum dimmen der LED, wie im Tutorial
beschrieben. Ich lasse mir für jede Seite des Tutorials etwas mehr Zeit,
da ich gern verstehen würde, was ich programmiere, und nicht stur den
Code abtippen will, und mich freue, wie es doch funktioniert. Im
Tutorial kommt zwar das LCD vor dem dimmen, aber ich habe das LCD noch
nicht angeschlossen gehabt, zu dem Zeitpunkt, somit hatte ich das
erstmal übersprungen.
Jetzt war also mein gedanke, mal einen Controller und die paar
Halbleiterbauelemente, die ich so schon kenne, mal zusammen zu bringen.
>Grade ein LCD würde ich nämlich nicht weglassen.
Das ist mal ein interessanter Punkt, vielleicht warte ich auch noch eine
Weile mit dem Projekt, und mache mich doch erstmal in Ruhe mit einem LCD
vertraut.
MfG Dennis
>Naja, mein GEdanke war halt, nicht das etwas schaden nimmt, wenn man es>da anschließt, wenn die Spannung statt 12V auf einmal 18V oder noch mehr>ist, da fehlt mir einfach wirklich die Praxiserfahrung.
Jetzt glaube ich auch zu wissen, was du für Befürchtungen hast. Es geht
dir bei der Leerlauf-Spannungserhöhung nur um die Festspannungsausgänge,
oder?
Also die:
>...gängige Spannungen, z.B. 6V, 12V, 24V.
Auch diese Ausgänge solltest du natürlich geregelt ausführen, d.h. der
Trafo erzeugt eine gleichgerichtete Spannung, die, unter Last, ein paar
Volt über der gewünschten Ausgangsspannung liegt. Diese noch leicht
wellige Gleichspannung, deren Größe ja noch von der Belastung abhängt,
kann man nun mit einem Linearregler auf eine feste Spannung regeln. Dazu
kann man z.B. den LM78xx benutzen (konkret z.B. LM7806 für 6V).
Achte im Übrigen auch stets auf die Verluste, die in den ganzen
Leistungsteilen anfallen und berechne geeignete Kühlkörper...
Gruß,
Alex
Nunja, aber wenn da etwas mehr Strom fließt, als ein A, sagen wir mal
10A, dann kann ich so einen Festspannungsregler definitiv nicht nehmen,
das hält der nicht aus.
aber ich werd mich erstmal an den geregelten Ausgang zu schaffen machen,
den auf einem Versuchbrett oder Versuchsplatine aufzubauen, und zum
laufen zu bringen, ich denke, damit werde ich schon erstmal etwas Brot
haben.
dennis