Hallo,
um mal wieder den Quatsch aus dem Medien aufzugreifen.
Was meint ihr zum momentanen Gejammer zum Thema Fachkräftemangel?
Ich bewerbe mich nun schon seit Anfang des Jahres und es war bis jetzt
niederschmetternd (okay keine 200 Bewerbungen, aber als angebliche
Mangelware Etechnik Ing müsste es nur so flutschen).
Aber die Sachen in der Industrie kamen meist postwendend zurück und beim
Staat ist es meist hoffnungslos unterbezahlt (falls nicht
Beamtenanwärter).
So langsam falle ich vom Glauben ab, wenn man nicht programmieren kann
ist man auf dem Abstellgleis scheint mir.
Okay ich hab ein paar grundlegende Skills, aber ich konnte mit dem
Kommandozeilen-Gedöns nie wirklich was anfangen, mir fehlt die
Abstraktionsfähigkeit.
Muss ich doch zum Erzfeind ins BWL Fach wechseln?, aber leider bin ich
kein Dummschwätzer, eher dass stille, schüchterne Wasser.
Momentan flüchte ich mich öfters am Wochenende in exzessive Partys, mit
viel Alkohol, aber das ist keine Lösung ich gerate immer mehr Richtung
Abgrund.
Das ist kein Troll Beitrag!
Schreib hier, weil die Community aktiv ist, nicht so wie andere
Schlafmützen die noch n Haufen Geld verlangen und sich Psycho Dings Bums
nennen!
Hi,
Was für eine Fachrichtung hast du denn als Vertiefung?
Und was heist "nicht Programmieren können"?
Perfekte Beherschung von allen möglichen Hochsprachen und Assembler wird
wohl zum Beispiel von ET_ATlern (Automatisierern) eher selten Verlangt.
Als NTler sollten mittlerweile hingegen zumindest ein grundverständniss
von C und Assembler vorhanden sein. Wenn nicht sogar noch Kenntnisse
OOP.
Wenn du aber TIler bist, dann bist du ohne gute Programmierkenntnisse
wirklich fehl am Platz.
Dann kommt es natürlich noch auf so Dinge wie deinen Abschluss,
praktischer Erfahrung und auch den sonstigen Soft Skills an.
EDIT: Natürlich gibt es auch noch Stellen wo man überhaupt nichts mit
µP/µC/PC zu tun hat, also reinste Analogtechnik - Aber zumindest die µCs
sind in der Elektronikentwicklung ein fester und häufiger Bestandteil.
Und selbst wenn man dann nicht der ist der die Firmware schreibt, so
wird doch erwartet das man zumindest Nachvollziehen kann was da passiert
und auch das man abschätzen kann was technisch unter welchem Aufwand
machbar ist.
Im Moment ist es aber tatsächlich so, das die Zahl der offenen Stellen
wieder deutlich zu steigen scheint. Acuh wo man mitbekommt , dringend
gesucht, mit durchaus guten Bedingungen...
(Kann da aber nur für NTler sprechen)
Zu guter letzt kann es natürlich auch einfach sein das du einen von dir
nicht wahrgenommenen dicken Patzer in deinen Bewerbungsunterlagen hast,
oder das es jemand mit gleichem Namen bei Facebook oder so gibt der
ziemlich "Unkonventionelle oder gar Extremistische" Ansichten laut
rausposaunt.
Gruß
Carsten
Kurze Frage dazu an einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft:
Kam es denn zumindest mal zu Vorstellungsgespraechen?
Oder hast du grundsaetzlich die Bewerbungsunterlagen postwendend
zurueckbekommen?
Was ich ja bedenklich finde ist der Satz:
> ... mir fehlt die Abstraktionsfähigkeit.
Ist denn nicht genau die Abstraktionsfähigkeit und das analytische
Denken eine der Kernfähigkeiten des Ingenieurberufes?
Und kann es sein, daß aus Bewerbungsunterlagen und Interview genau
dieser Mangel erkennbar wird?
Hier ist jetzt wieder die Fähigkeit zur Analyse und auch zur
Selbstbeobachtung gefragt... ;-)
@carsten
ich hab Etechnik studiert.
"Als NTler sollten mittlerweile hingegen zumindest ein grundverständniss
von C und Assembler vorhanden sein. Wenn nicht sogar noch Kenntnisse
OOP."
Also grundsätzliche Kenntnisse hab ich schon von C, Assembler und Co.
Hab auch mal ne Ausbildung als Elektroniker gemacht.
Aber ich wurde nie richtig warm mit der Sache.
Wenn ich n Prorgramm Code sehe weiß ich schon n bisschen was da so
abgeht,
aber selber sowas entwickeln fällt mir schwer.
PAP bekomme ich noch hin, aber an der Umsetzung scheitert es dann.
Also bei nichtstaatlichen Instittionen war bis jetzt ein Gespräch,
die wollten halt nen SPS Programmierer, ging aus der Ausschreibung aber
nicht hervor, dass war's dann auch.
Beim Staat hätte ich jede Menge Gesprächen gehabt, aber nachdem eine
Institution meine ganze Krankenakte und Aufhebung der ärtzl.
Schweigepflicht wollte, die Anderen nur TVÖL10 zahlen wollten und beim
BWB der Guttenberg am sägen ist, scheint mir dass auch nicht unbedingt
die beste Wahl.
@zweifelgast
"Interview genau
dieser Mangel erkennbar wird?"
Das möchte ich gar nicht ausschließen.
Gespräch sind für mich total schlimm, da versage ich meistens aud der
ganzen Linie.
Kann mich schlecht verkaufen, und auch dass gesammelte Wissen seit der
Lehre nicht gescheit an den Mann bringen.
Nach dem Gespräch fallen mir dann gescheiten Antworten ein.
Denke mein Problem ist, ich lasse mich sehr schnell verunsichern und
aufs Glatteis führen.
Angebl. habe ich auch noch ne psych. Störung, neudeutsch Asperger
Syndrom.
einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft schrieb:> PAP bekomme ich noch hin, aber an der Umsetzung scheitert es dann.
Na is doch super - die Umsetzung macht eh der Zulieferer... ;)
Bewirb Dich doch auf eine Stelle im Automotive Bereich -nein nicht
direkt beim Hersteller- sondern bei einem Seriösen Dienstleister.
Telemotive od. ESG fällt mir da spontan ein. Auch ganz nett soll Ruetz
sein. Bei meiner ehemaligen Stelle konnte fast niemand proggen....
natürlich macht sichs im Lebenslauf unter "Programmiersprachen: C / C++,
Assembler..." ganz gut, auch wenn man es im Job nicht braucht.
Also bischen mehr selbstvertrauen, schicken Anzug zum Bewerbungsgespräch
anziehen und nicht rausposaunen dass Du nicht Proggen kannst. (wird
keiner merken, da die Leuts beim Bewerbungsgespräch sicherlich auch
nicht proggen können... ;) )
>Momentan flüchte ich mich öfters am Wochenende in exzessive Partys, mit>viel Alkohol, aber das ist keine Lösung ich gerate immer mehr Richtung>Abgrund.
Reiß dich zusammen. Kommt beim Vorstellungsgespräch nicht so gut wenn
man ne Fahne mitbringt
Hey,
Natürlich ist die Suche nicht hoffnungslos! Ich bin auch neu und denke
das ich Probleme im Abstraktionsvermögen habe. Kommt evtl. daher, das
ich "nur Hauptschule" und weniger die Praktikas hatte, bei denen die
Herren Ingenieure mir das Ingenieursmäßige arbeiten beibringen hätten
sollen! Sowas fällt nicht einfach vom Himmel! Übrigens schon mal
Gegoogelt was "Ingenieursmäßiges arbeiten" ist? Dafür gibt es keine
Definition, aber viele glauben zu wissen was es ist.
Anyway, auch ich habe die Probleme. Ich habe jetzt einen Job, bei dem
ich denke zu wissen, auf was ich mich einlasse (hab einen Bereich schon
mal als Elektriker gelernt/gemacht). Was die Programmierung angeht, habe
ich Grundlagen, aber beim entwickeln großer Programme brauch ich einfach
eine Anleitung! Wenn Dir das keiner zeigt, woher willst Du das wissen.
Chinesische Sprach (und Kultur-!!!)Kenntnisse fallen auch nicht einfach
so vom Himmel!!! Viele Kollegen verstehen das nicht!!!
Also, ich hab jetzt einen job, mit dem ich denke klar zu kommen. Nicht
die Firma die ich will, nicht das was ich machen will. Aber ich sehe mir
das an, und will somit mind. ein Jahr Erfahrung sammeln. Nebenbei habe
ich einen Freund an der Hand, der eine kleine (1 Mann) Softwareklitsche
hat. Den werde ich bald treffen und Ihn einweihen, das er mir das mit
dem Abstraktionsdenken und so beibringen muss. Auch wenn ich nur dabei
stehe und zuschau... ab und zu mal was einwerfe... das geht schon. Und
dann sehen wir weiter. Wenn nicht wieder eine Megakrise kommt, denke ich
das ich reele Chancen habe, was gutes zu bekommen.
Ach ja, was auch mir aufgefallen ist... die Zeiten, direkt vor der
Haustür etwas zu bekommen, sind lange vorbei... sprich, mit etwas
Erfahrung werde auch ich wohl von meiner geliebten Heimat weg müssen...
soviel dazu... überlege Dir das mal... gefällt mir auch nicht...
Ach ja, und höre mit dem Saufen auf! Investiere das Geld lieber in ein
eigenes Projekt (das ich noch parallel dazu - derzeit weniger -
mache)!!!
Gruß
@einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft
Bisschen wenig was du hier preis gibts.
Alter, Berufserfahrung in Jahren, Region, Abschlussniveau
und Flexibilität wären nützlich um sich da eine Meinung zu
erlauben. Auch das letzte Arbeitszeugnis könnte inhaltlich
wichtig sein. Das mit dem umgehend wieder zurückschicken
kennt wohl fast jeder hier. Mit bewerben ist es leider
nicht getan, man muss auch eine zwischenmenschliche Brücke
bauen, indem man anruft und versucht jemanden, möglichst
den Entscheider, für sich zu gewinnen. Wer dieser Ritual
nicht gelernt hat kann schnell auf der Strecke bleiben.
Kann aber auch völlig sinnlos sein wenn die Firma sich
abschottet. Sicher kann es auch anders laufen, aber
Stellen sind so individuell, das die Firmen oft auch
Kriterien haben wollen die man selten erfahren wird.
Problematisch bei jeder Offerte ist auch das eine ganze
Anzahl Personaldienstleister dann Angebote machen und
einem die ganze Mühe verderben. Fachkräftemangel ist
quatsch. Ein Mangel ist nur dort vorhanden wo
Wunschvorstellungen (vor allem die der Arbeitgeber)
nicht miteinander in Einklang zu bekommen sind.
Kannst du nicht mehrgleisig fahren? Bei Verleihern,
Zeitarbeit, oder Initativ könnte es klappen.
Nur meine persönliche Meinung.
einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft schrieb:> die Anderen nur TVÖL10 zahlen wollten [...], scheint mir dass auch nicht
unbedingt
> die beste Wahl.
Sorry dass ich es so offen sage, aber bist du noch zu retten?
Du kannst nicht programmieren, kannst dich nicht gut verkaufen, bekommst
nur negatives Feedback für deine Bewerbungen und sagst selbst dass du
langsam in die Alkoholsucht abdriftest.
Und dann nimmst du eine Stelle nicht an, bei der du nach einem Jahr
2.500 brutto im Monat bekommen würdest? Auch wenn man mal von den
anderen Vorteilen im ÖD absieht (Sozialleistungen, rel.
Arbeitsplatzsicherheit, Tarife bei Versicheurngen usw.) ist es ja mal
selten dämlich, sowas abzulehnen und stattdessen lieber arbeitslos zu
bleiben. Mein Gott dann verdienst du halt nicht die Welt, du kannst dich
ja immer noch auf andere Stellen bewerben und wechseln. Und dass der
Staat im Vergleich zur Wirtschaft ein verständnisvollerer Arbeitgeber
ist, wenn es um psychische Krankheiten geht, sollte dir ja auch
einleuchten.
Wenns am programmieren hängt, dann gehe das Problem halt mal an. Meiner
Meinung nach ist "programmieren können" viel Übung und Code von anderen
lesen. Lade dir VisualC++ runter, damit kannste C programmieren (in den
Projekteinstellungen einstellbar) und hast noch nen guten Debugger mit
dabei. Könntest natürlich auch gleich auf ein uC gehen, allerdings ist
die Fehlersuche mit den 0815 Debuggern nicht ganz so schön. Daher würde
ich erstmal am PC starten.
Hey,
ja, da muss ich HAL und Luftpumpe zustimmen...
Obwohl, was Luftpumpe angeht... das den 0815 debuggern... das geht schon
so ein bisschen. Da muss man sich halt was einfallen lassen oder hier im
Forum fragen! Das hilft! Was denkst Du, wie lange ich für die serielle
Schnittstelle gebraucht habe?! Die kann man verwenden um zu debuggen!
Oder eine LED. Ich denke, wenn man E-Technik studiert hat - egal wo -
kann man einen µC programmieren und eine LED zum leuchten bringen...
mehr verlange ich für den Anfang nicht (auch wenn ein Oszi besser
ist!!!).
Dann: Such Dir eine klein Firma und mach ein Praktikum! Zur not
kostenlos! Mensch, das ist doch Deine Zukunft!?! Oder hast Du einen
Freund, der eine kleine Firma hat, vielleicht kann der Dich
unterstützen? Dann hast mal was für ein paar Monate und bekommst ein
Zeugnis, wenn auch kein Geld!
Und ja... einen Job nicht anzunehmen... das ist schon ein
Luxusproblem... ich mach jetzt auch einen Job, den ich nicht so wirklich
machen will, aber Erfahrung sammeln möchte! That's life!!!!
> die Anderen nur TVÖL10 zahlen wollten [...], scheint mir dass auch nicht> unbedingt die beste Wahl.
Was erwartest Du? Normalerweise steigt man mit FH-Diplom bei TVÖL9 ein.
Das ist schon das Gehalt für einen Fortgeschrittenen. Auch Unidplomer
bekommen meist nicht mehr, obwohl sie eigentlich mit TVOL13 einsteigen
müßten.
Verbessere Deine Schwachstellen. Reine Hardwareentwickler ohne
Programmierfähigkeiten (außer HF) habe es heute sehr schwer.
Zuckerle schrieb im Beitrag #1929867:
> Das Interessante ist das im Augenblick , zumindest bei mir , gewisse> Aktivitäten erkennbar sind . Zwar größtenteils Leihbuden , aber immerhin> ist die letzten vier Wochen eine erhöhte Aktivität erkennbar !
Normal. Leihbuden stellen heute einen Grossteil der Arbeitgeber auf dem
Ingenieurarbeitsmarkt. Feste Einstellungen sind heute für Newbs nur noch
viel Glück zu bekommen. Die Leihbuden stellen auch gerade jetzt
eigentlich jeden ein, da viele erfahrene Leute wegrennen und in feste
Arbeitsverhältnisse wechseln.
> da viele erfahrene Leute wegrennen und in feste> Arbeitsverhältnisse wechseln.
ist auch gut und richtig so. Verrecken sollen all die Sklavenhändler in
diesem Lande!
Hi einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft,
du hast nen Dipl Ing (FH) Abschluss und kannst nicht programmieren?
Na gut da kenn ich so Kandidaten wie dich, das ist einfach nicht
tragbar..
Die Abstraktionsfähigkeit (Shells, Unix etc. C (Pointer) C++/Java
Vererbungen etc.) kann man lernen, auch nach dem Studium.
Kenn da zB Leute die haben da extrem viel drauf, auch ohne
Studium..Richtige Unix/C/C++/Java Geeks etc.. Aber mit deiner
Ausbildung?
Reiß dich am Riemen, Junge.. udn was ich da lese.. du hast ne Stelle
beim Staat mit 2500 brutto/Monat sausen lassen? O mann... was besseres
kannst du immer nebenbei suchen glaub mir..aber das ist schade..
Ich zb bin auch Dipl Ing FH (an ner renommierten) hab nach der Schule
auch ziemlich rumgesandelt aber ich hab gedacht, jetzt mach ich was aus
mir jetzt reichts, ich zeigs allen.. und jetzt hab ich bald die
Promotion..
Hab mich aber auch während des Studiums sehr interessiert (techn
Informatik, Robotik und Automation) und mir eine wirklich sehr hohe
Abstraktionsfähigkeit antraniert.. die brauchst du sowieso überall (frag
mich wie du da ET schaffen konntest?! - hast du da an ner Wald und
Wiesen-FH studiert?) Hab dann die Diplomarbeit in der Automobilindustrie
(F & E im Bereich Robotik & Automation mit Sehr gut geschrieben) und
dann auch nen guten Job im Ausland bekommen..
Also wird schon werden, aber reinhängen, und fang bloß nicht mit zuviel
Alkohol an!Nur am Wochennede und nur wenn du dir es verdient has t(als
Belohnung quasi) a la "Work hard party hard!"
Dann gehts!
>Die Abstraktionsfähigkeit (Shells, Unix etc. C (Pointer) C++/Java>Vererbungen etc.) kann man lernen, auch nach dem Studium.>Kenn da zB Leute die haben da extrem viel drauf, auch ohne>Studium..Richtige Unix/C/C++/Java Geeks etc.. Aber mit deiner>Ausbildung?
Der ist Dipl.-Ing. (FH) und kein Dipl.-Inf. (FH). Schön, daß Du solche
Sachen kannst, aber für eine ET-Ingenieur sind andere Sachen typisch:
SPS, Pearl, ADA bei Automatisierungstechnik; C/C++, Assembler, beim
NTler.
Paul schrieb:> Der ist Dipl.-Ing. (FH) und kein Dipl.-Inf. (FH). Schön, daß Du solche> Sachen kannst, aber für eine ET-Ingenieur sind andere Sachen typisch:> SPS, Pearl, ADA bei Automatisierungstechnik; C/C++, Assembler, beim> NTler.
Oh, vergaß zu erwähnen, hier in Ö. werden für technische Diplomgrade nur
Dipl Ing verliehen..
Hatte halt von allen etwas und mich in Sachen vertieft die mich
interessiert haben.
hatte halt viel mit Shells zu tun weils anders gar nicth ging.. musste
techn Algorithmen entwerfen, in zB Robotik, 3D Koordinaten (von einem
CAD Modell) einlesen in mein Programm und über eine Schnittstelle das
wiederum in ausgeben so dass der Roboter-Interpreter-Sprache damit
arbeiten kann etc..das würde hier aber zuviel ins Detail gehen..
nur eigentlich ist das Standard als Ing.. wer nur mit klicki-bunti
arbeitet darf sich nciht wundern..
>eigentlich ist das Standard als Ing..
Für welchen Ing. wäre noch wichtig. Es gibt auch Weinbauingenieure,
Holzbauingenieure und Chemieverfahrensingenieure...
Paul schrieb:> Für welchen Ing. wäre noch wichtig. Es gibt auch Weinbauingenieure,> Holzbauingenieure und Chemieverfahrensingenieure...
is wohl klar... technische Informatiker/bzw ETler und auch
Maschinenbauings..
einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft schrieb:> Beim Staat hätte ich jede Menge Gesprächen gehabt, aber nachdem eine> Institution meine ganze Krankenakte und Aufhebung der ärtzl.> Schweigepflicht wollte, die Anderen nur TVÖL10 zahlen wollten und beim> BWB der Guttenberg am sägen ist, scheint mir dass auch nicht unbedingt> die beste Wahl.
Nur TV-L10? Sind je nach Land immerhin etwa 33k€ brutto zum Einstieg und
36k€ nach einem Jahr. Je nach Region zwar etwas weniger als ein Industie
Ing., aber dafür auch sicherer.
Du schreibst selber, dass du nicht viel drauf hast. Akzeptier das, sei
nicht zu anspruchsvoll und orientier dich nicht an den Leuten die viel
mehr drauf haben als du. Erspart dir selbst ne Menge Streß.
Mr. XY schrieb:>Nur TV-L10?
Bei solchen Stellen wurde ich auch schon vorstellig. Mir sind da zum
Vorstellungstermin, als ich schon gekündigt war, sogar Kollegen aus dem
alten Betrieb begegnet, mit einigen Jahren BE sogar, die dort weg
wollten, und nicht gekündigt waren. Die Entlohnung war nämlich da auch
nicht besser. Es war nur freie Wirtschaft vs. öffentlicher Dienst. Wenn
sowas mal klappt, sollte die Entscheidung fest stehen. Da fliegst du
nicht bei jedem Furz wieder raus, und bekommst auch mal Urlaub, so wie
du ihn möchtest. Und ein langes Leben dort.
einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft schrieb:> Gespräch sind für mich total schlimm, da versage ich meistens aud der> ganzen Linie.
Das kannst du üben - einfach viele Gespräche machen, dann wird es
besser.
DrTech schrieb:> Muss jeden Tag zB mit verschiedensten Shells und Vi C/C++ tausende> Zeilen coden, dazu noch SPS und das ganze inbetriebnehmen :(
Tausende Zeilen jeden Tag? Muss ja arg primitiv sein - ich schaffe 10
Zeilen am Tag im Durchschnitt, mit Glück - ist aber auch hochkomplex.
(Da steigen die meissten Mathematiker < 10 Jahre BE meist auch aus.)
Ich kann auch mal eine Aufgabe posten, wo du dann antwortest: Danke, ich
verstehe rein gar nichts...
Tausend Zeilen/Tag - ein Witz - deinen Arbeitsplatz würde ich in 4
Wochen wegautomatisieren...
Juri Parallelowitsch schrieb:> Tausende Zeilen jeden Tag? Muss ja arg primitiv sein - ich schaffe 10> Zeilen am Tag im Durchschnitt, mit Glück - ist aber auch hochkomplex.> (Da steigen die meissten Mathematiker < 10 Jahre BE meist auch aus.)>> Ich kann auch mal eine Aufgabe posten, wo du dann antwortest: Danke, ich> verstehe rein gar nichts...>> Tausend Zeilen/Tag - ein Witz - deinen Arbeitsplatz würde ich in 4> Wochen wegautomatisieren...
Naja ok, war ein schlechtes Beispiel.. entwerfe gerade Schnittstellen
zwischen Corba und C... aber nicht grad von schlechten Eltern..
Poste mal was, das würd mich interessieren.. viell. kann ich es lösen :)
Juri Parallelowitsch schrieb:> DrTech schrieb:>> Muss jeden Tag zB mit verschiedensten Shells und Vi C/C++ tausende>> Zeilen coden, dazu noch SPS und das ganze inbetriebnehmen :(>> Tausende Zeilen jeden Tag? Muss ja arg primitiv sein - ich schaffe 10> Zeilen am Tag im Durchschnitt, mit Glück - ist aber auch hochkomplex.> (Da steigen die meissten Mathematiker < 10 Jahre BE meist auch aus.)>> Ich kann auch mal eine Aufgabe posten, wo du dann antwortest: Danke, ich> verstehe rein gar nichts...>> Tausend Zeilen/Tag - ein Witz - deinen Arbeitsplatz würde ich in 4> Wochen wegautomatisieren...
Mann bist du fertig.
http://www.ohloh.net/p/corba-c
Hab ich jetzt gerade den tausende Zeilen pro Tag C-Corba Interface
Anteil mit 2 Sekunden googlen gelöst? Oh ja habe ich ...
jklö schrieb:> http://www.ohloh.net/p/corba-c>> Hab ich jetzt gerade den tausende Zeilen pro Tag C-Corba Interface> Anteil mit 2 Sekunden googlen gelöst? Oh ja habe ich ...
Haha, jaja wenns doch nur so einfach wäre..
Um das System bzw die Applikationen von denen wir sprechen, die gibts
schon seit ca. 1990 und umfassen meherere Millionen Zeilen von Code.. im
Bereich industrieller Automation..
Du bist mir ja ein Herzchen ...
Im Vorstellungsgespraech kriegst du den Mund nicht auf aber am
Wochenende exzessive Partys, mit viel Alkohol...
Egal welche Defizite du hast (freies Reden, Programmieren), du solltest
nach dem Studium ungefaehr wissen wie man diese schliesst...
Ich habe eher die Vermutung das du nach dem Studium desillusioniert und
planlos was du machen willst... hatte auch so einen Schock, gibt sich
aber mit der Zeit...
>Mit seiner Erkrankung dürfte er im ÖD keine Chancen haben.
Herr Schäuble hat auch einen Job ;-)
An den Thraedstarter: Laß Dich nicht einschüchtern von irgendwelchen
hochtrabenden Anforderungen, daß alle! Ingenieure Shell, C#, Java,
Cobol, SPS, Unix usw. programmieren können müssen.
Dr. Tech (ein Ossi wegen der Bezeichnung tech.?) ist mehr techn.
Informatiker als Ingenieur. Für den guten Nachrichtetechnik-Ing. reichen
C/C++ und Assembler in den allermeisten Fällen.
Ich habe als NTler auch mal PEARL und ADA lernen müssen, habe ich nie
wieder gebraucht, ein AutomatisierungsIng. aber schon.
ING schrieb:> Mit seiner Erkrankung dürfte er im ÖD keine Chancen haben. Weder im> Angestelltenverhältnis geschweige denn als Beamter.
Genau das Gegenteil ist in der Regel der Fall.
Gut, eine Verbeamtung ist mit einer psych. Erkrankung natürlich i.d.R.
nicht möglich - der Grund hierfür ist aber logischerweise primär die
Beihilfeberechtigung von Beamten.
Da Angestellte im TvÖD aber ganz normal gesetzlich versichert sind,
spielt das schonmal keine Rolle. Du hast umgekehrt sogar die
Möglichkeit, über irgendwelche Quotenregelungen rein zu rutschen -
sofern du die psychische Behinderung angibts und diese auch wirklich
besteht. Ich würde mich auch mal erkundigen - wenn du nicht "offiziell"
behindert bist - ob du so eine Form der Erkrankung eigentlich angeben
musst.
Habe gespannt die Diskussion mitverfolgt.
Nein ich bin nicht arbeitslos, nur nicht glücklich im momentanen Job,
weil keine Arbeit, die Anderen geben nichts ab, hocken lieber bis spät
abends im Geschäft :-)
Hatte es anfangs noch im Guten versucht und mich als Lakai bei den Alten
verdingt. Aber was gescheites kam nicht dabei rum, nur unter Druck von
oben viel mal ein bisschen "Sackarbeit" ab.
Aber das war mir jetzt mal zu doof und ich erwähnte es beim Gespräch mit
Chefe, naja geändert hat sich nichts. Jetzt habe ich halt immer noch
fast nichts zu tun, es gleicht einem Job beim Staat :-)
So langsam wird es mir halt zu doof, weil ich es nicht einsehe dass ich
meine besten Jahre vergeude.
Bin noch zu jung und will was leisten.
Werde wohl doch nebenher mal privat ein paar Sachen programmieren müssen
und wenigstens halbwegs was zu lernen.
Was haltet ihr den von LabView, hat sowas Zukunft?
>einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft
Labview ist totaler Schwachsinn. Draehte durch Waende ziehen... Nee. Es
gibt einen Grund Nationalinstruments zu verwenden. Das ist die
Ansteuerung verscheidenster Labormessgeraete fuer die NationInstruments
Treiber geschrieben hat. Dann aber mit Labwindow. Ist viel effizienter.
Mit Labview kann man sich Biologe, Foerster, Chemiker, usw .. als
Programmier-Banause positionieren.
Also. Man muss nicht unbedingt programmieren koennen, wenn man genuegend
anderes drauf hat. Ich hab 15 Jahre lang fuer einen Kollegen Hardware
designt und programmiert, was dieser zwar benoetigte, aber nicht
anpacken wollte. Er hat die Spezialitaeten des Hauses gebracht, die kein
Anderer konnte.
Naja, so schlecht ist Labview nun wirklich nicht. Gerade für z.B. einen
Elektroingenieur, welcher nicht mehr als die 2 SWS Informatik im
Grundstudium hatte ist es eine Alternative wenn er sich aus mehreren
Einzelmeßgeräten einen Meßplatz zusammen bauen will.
Nicht jeder Ingenieur ist auch gleichzeitig ein Programmierer!
Es hat also sehr wohl seine Daseinsberechtigung, wenngleich man dort
anders an die Sache herangehen muss als z.B. bei C und co. Aber
schlussendlich ist es doch wurst, ob ich Werte z.B. aus einer
Unterfunktion mittels "return x;" übergebe oder sie als farbigen "Draht"
aus einem Kasten, welcher die Unterfunktion bezeichnet, herausziehe.
Allerdings gebe ich dir recht, fernab vom Einsatz als
Messgerätesteuersystem ist es nur in Grenzen zu gebrauchen aber das ist
ja mit allem so.
Ich verstehe das mal wieder nicht!
Man bekommt als E-Technik Ing. durchaus einen Job.
Auch als Hardwerker!
Dann muss es eben mal über den Umweg beim "Sklaventreiber" passieren und
vielleicht auch mal nicht gleich beim E-Technik Futzi um die Ecke...
Heut zu Tage ist umdenken angesagt, man muss flexibel sein.
Ich habe auch bei einem Dienstleister angefangen, der relativ gut
gezahlt hat, habe dafür meinen Heimatort verlassen und bin mittlerweile
in einer großen Firma festangestellt.
Und immer diese Diskusionen bezüglich der Sklaventreiber nerven auch.
Auch hier gibt es gute und schlecht, wie auch bei den direkten
Festanstellungen.
Sorry wenn ich das so schreibe, aber das ist doch teilweise jammern auf
hohem Niveau...
Und diese Aussagen, bezüglich "was hast du studiert", sind auch zu
relativieren. Beim Studium kommt es nämlich auch darauf an, dass man
sich mit der Materie auseinander setzen kann und auch bereit ist, neues
zu lernen. Da kann es dann auch so weit gehen, dass Leute die
Maschinenbau studiert haben, mittlerweile als technische Projektleiter
der Software da sitzen...
ich schrieb:>>Momentan flüchte ich mich öfters am Wochenende in exzessive Partys, mit>>viel Alkohol, aber das ist keine Lösung ich gerate immer mehr Richtung>>Abgrund.>> Reiß dich zusammen. Kommt beim Vorstellungsgespräch nicht so gut wenn> man ne Fahne mitbringt
Warum? Flagge zeigen... ist doch positiv. :-)
zu Dipl.-Ing. (FH): Gerade Elektrotechniker von der FH gibt's doch wie
Sand am mehr und die machen aber nie Elektrotechniker. Die meisten von
denen gehen in die IT.
einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft schrieb:> Okay ich hab ein paar grundlegende Skills, aber ich konnte mit dem> Kommandozeilen-Gedöns nie wirklich was anfangen, mir fehlt die> Abstraktionsfähigkeit.
OK, dann bist Du EDV Analphabet, leider ist das heute sehr verbreitet.
Ich würde mal damit anfangen, dass Du Dir einen eigenen Computer
besorgst. Ja, das hört sich utopisch an, aber Computer bekommt man
inzwischen relativ günstig gebraucht. Je nach dem wie viel Geld Du hast,
würde ich Dir einen normalen PC mit Linux, oder beispielsweise einen C64
empfehlen.
Dann besorg Dir dazu noch ein Buch. Gute Bücher für PCs erkennst Du
daran, dass sie sehr gut gesetzt sind. Sprich Textblöcke sind
gleichmäßig grau. Gute Bücher für den C64 erkennst Du daran, dass Du bei
den Buchstaben in Programmlistings einzelne Pixel sehen kannst.
Dann kannst Du Dich mal in die Benutzung von EDV einarbeiten. Das
verschafft Dir in den nächsten Jahrzehnten einen großen
Produktivitätsvorteil.
Alternativ könntest Du auch versuchen in einer Firma ohne EDV unter zu
kommen. Ja, solche Firmen gibt es noch im Ingenieursbereich. Ich würde
da beispielsweise die Automobilbranche empfehlen.
Aber Vorsicht, so bald die mal EDV einführen wird das dann schwierig.
Wenn da ein Mitarbeiter plötzlich seinen eigenen Computer mit bringt,
schafft der plötzlich die Arbeit von Monaten über Nacht. Herrscht eine
Wettbewerbshaltung in der Firma, so müssen die anderen mitziehen.
Juri Parallelowitsch schrieb:> Tausende Zeilen jeden Tag? Muss ja arg primitiv sein - ich schaffe 10> Zeilen am Tag im Durchschnitt, mit Glück - ist aber auch hochkomplex.> (Da steigen die meissten Mathematiker < 10 Jahre BE meist auch aus.)>> Ich kann auch mal eine Aufgabe posten, wo du dann antwortest: Danke, ich> verst
usw
Dummschwätzer
@Christian Berger
was soll den der Müll willst du uns jetzt hier verarschen, wenn ich mich
mit EDV nicht auskennen würde hätte ich bestimmt nicht hier nen Post
geschrieben.
Also manchmal frag ich mich echt, ob da manche zu viel Zeit haben um so
ein Stuss zu verzapfen
einmotorderlaeuftiswieeiningdersaeuft schrieb:> @Christian Berger>> was soll den der Müll willst du uns jetzt hier verarschen, wenn ich mich> mit EDV nicht auskennen würde hätte ich bestimmt nicht hier nen Post> geschrieben.
Entschuldigung, wenn Du nicht mal mit der Konsole umgehen kannst, dann
kannst Du nicht behaupten, dass Du irgendwelche Ahnung von EDV hast.
Vermutlich kannst du nicht mal programmieren.
Du darfst dann nicht erwarten, gleich einen 40kEuro Job zu bekommen.
Programmieren ist inzwischen eine Kulturfähigkeit die man zumindest von
jedem Akademiker in technischen Berufen erwarten kann. Viele Ärzte haben
beispielsweise schon mal programmiert. Es geht nicht darum, große
Softwareprojekte erstellen zu können, sondern darum, wenn Du mal ein
kleines Programm brauchst um Problem X numerisch zu lösen, das dann
schnell mal in Pascal, C, Fortran, Basic oder was auch immer Dir für die
Aufgabe angenehm erscheint, zu programmieren, damit Du Deine Zahlen auf
dem Tisch hast. Die meisten Programme die ich im Beruf schreibe haben
weniger als 20 Zeilen.
Christian Berger schrieb:> Ja, solche Firmen gibt es noch im Ingenieursbereich. Ich würde> da beispielsweise die Automobilbranche empfehlen.
Ein Witz?
Oder beziehst du dich auf Erfahrung - Beispiel:
Firma X entwickelt mit modernen Werkzeugen (ProE) eine crash box die
2.99 kostet (soll in jede Tür rein). 2- 22jährige BWLer kommen zur
Verhandlung und sagen: Alles super, wir kaufen 1 Million davon für 0.99.
Punkt.
Dann kaufte man einfach ein U-Profil für 0.09 aus dem Baumarkt und
verkaufte es Firma-WV. Die haben es gekauft und es wird überall
eingebaut und ein paar Entwickler die mit Herzblut eine gute crash box
entwickelt haben sind kündigungsbereit demotiviert. Deswegen würde ich
nie einen WV kaufen, da mir mein Leben lieb ist.
Meinst du solche Geschichten?
Juri Parallelowitsch schrieb:> Meinst du solche Geschichten?
Eigentlich habe ich mich auf die Computerlosigkeit vieler Firmen in dem
Bereich bezogen. Da gibts dann Geschichten wie dass die da Diplomanten
haben, die dann keinen Computer zur Verfügung gestellt bekamen. Dieses
Unternehmen hatte 3 Buchstaben. Zufälligerweise waren in der
Berufsschule einige Lehrlinge aus der IT-Abteilung dieses Unternehmens.
Die hatten damals (was so Ende der 1990ger) nur so merkwürdige Systeme
mit einer schlechten Kopie von VMS. Sehr merkwürdig das ganze.
Aber solche Geschichten wie die von der Du berichtest gibts halt in dem
Bereich auch. Dafür bekommt man im Automobilbereich auch höhere Löhne
und muss nicht wirklich viel können. Mir hat kürzlich ein ehemaliger
Kommilitone gesagt, dass seine schwierigste Entscheidung ist, was er in
der Mittagspause isst. Er arbeitet bei einem 4-buchstabigen
Automobilunternehmen.
Also meine Erfahrung zum Thema Fachkräftemangel:
- Diplom im Oktober abgeschlossen.
- im November eine Bewerbung auf meine Traumstelle geschrieben
- ein Vorstellungsgespräch gehabt
- einen Job bekommen
Ich schrieb:> @Klaus> Gratulation, Glück gehabt!> In welchem Bereich und welcher Gegend?>> Wie sieht es bei deinen Kommilitonen aus?
Ja, da hab ich echt Glück gehabt! Der Fachkräftemangel in den Medien ist
mit Sicherheit maßlos übertrieben, aber ich denke im Vergleich zu vielen
anderen Berufsgruppen haben wir noch einen relativ guten Arbeitsmarkt.
Mein neuer Job ist im Großraum Hamburg. Meine Kommilitonen machen
interessanterweise die meisten einen Doktor. Das heißt, ich kann nicht
beurteilen, was die für Chancen auf dem normalen Arbeitsmarkt gehabt
hätten.
Der Fachkräftemangel ist nicht übertrieben,
ich bin auch Dipl.-Ing.(FH) und wir haben in letzter Zeit wieder
ziemlich viele Bewerber bei uns in der Firma.
Nach der Krise gibt es nur wieder neben der erhöhten Nachfrage auch
ziemlich viele Stellengesuche.
Als problematisch erachte ich es, dass heutzutage mit völlig unrealen
Vorstellungen an Berufseinsteiger herangegangen wird.
Wenn ich frisch von der Uni oder FH bin, dann kann ich nun mal keine 10
Jahre Berufserfahrung mitbringen - höchstens 4 Jahre als Werkstudent was
mit den Praxissemestern etwa 2,5 Jahren Vollzeitbeschäftigung
gleichkommen dürfte.
Das müsste eigentlich selbst der d***ste Personaler kapieren.
Warum die es nicht tun weiss ich nicht.
Einige Bewerber die bei uns waren schienen kompetent, leistungsbereit
und waren nicht auf den Kopf gefallen.
Auch gibt es irrsinnig viele, die nach Bauchgefühl gar nicht erst zum
Bewerbungsgespräch eingeladen werden - Personaldamen scheinen dabei
häufig nach dem Äusseren zu gehen.
Und unglaublich oft erlebe ich es wieder, dass viele Leute eingeladen
werden, die scheinbar die ganze Zeit ihres Studiums nur damit verbracht
haben, ihren Lebenslauf mit diversen Gimmicks zu schmücken und dann
jedoch vom Fach keine Ahnung haben - Hauptsache den
Strahlenschutzbeauftragten nebenher gemacht.
Ich selbst habe etwa 50 Bewerbungen verschickt, bevor ich überhaupt nur
zu einem Gespräch eingeladen wurde - das bei einem Notenschnitt von 2
und 4 Jahren Werkstudententätigkeit.
Meiner Meinung nach hätten wir weniger Probleme auf dem Arbeitsmarkt,
wenn wir nicht immer nur die Besten der Besten einstellen wollen würden.
Die sind meistens für die Jobs ohnehin überqualifiziert, langweilen sich
schnell und suchen sich eine andere Stelle.
Ich hatte vor kurzem wieder ein Vorstellungsgespräch über einen
Dienstleister bei einem Kunden aus dem Bereich Automotive.
Es ging dabei auch um meine Erfahrungen im Bereich Hochvoltbatterien,
HV-Komponenten etc.
Der suchte offenbar jemanden der noch viel mehr Erfahrungen auf dem
Gebiet hat.
Woher die Fachleute herkommen sollen, dann noch über Dienstleister, ist
mir rätselhaft.
Hilfe, ich finde keinen über Zeitarbeit, wir habe einen
Fachkräftemangel.
Ist alles nur weil auf dem Arbeitsmarkt unverantwortlich geludert wird.
Müsste der Arbeitgeber Informationen über die Gründe einer Ablehnung,
oder ein Profil, desjenigen der eingestellt wurde, erstellen und dies
als Feedback dem Bewerber zukommen lassen, würde es vielleicht
besser laufen. Ich bin der Ansicht das man den Teil des Arbeitsmarktes
noch regulieren sollte, schon weil die Menschenwürde dabei eine Rolle
spielt. So sind Bewerber vom Wettbewerb vollständig ausgeklammert.
Hmm, also wenn du nen bezahlten Job hast ... und nichts zu tun, was gibt
es da besseres als Weiterbildung, lesen, probieren, lernen? Das habe ich
in meinen Praktikas auch getan, wenn die nichts für mich zu tun hatten.
Wenn jemand "so doof" ist und dich für srumsitzen bezahlt, dann mach
doch was sinnvolles in dieser Zeit.
Ich glaube, du brauchst eher einen Persönlichekitstrainer, der dir zum
einen Selbstbewusstsein vermittelt und dir zeigt, wie du dich gegenüber
anderen verkaufen kannst. Oder geh zu nem Rhetorik oder
Kommunikationskurs, da lernt man auch was über auftreten, wirkung auf
andere und ganz wichtig, reden und spontan antworten.
Ich schrieb:>Es ging dabei auch um meine Erfahrungen im Bereich>Hochvoltbatterien, HV-Komponenten etc.>Der suchte offenbar jemanden der noch viel mehr>Erfahrungen auf dem Gebiet hat.
Heheeee, hatte ich in den letzten Tagen auch. Scheint wohl der selbige
zu sein. Rechtsverbindliche Bewerbung vom Amt beim Dienstleister in über
500km Entfernung.
Die schickten mir auch gleich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch
2 Tage später vor Ort. Das Profil stimmte natürlich in weiten Teilen
nicht mit mir überein. Ich habe dann gleich zum Telefon gegriffen, und
denen ein paar Zähne gezogen. Hat sich damit wohl erledigt.
Gottseidank kenne ich das ja aus Erfahrung. Für einen warmen Händedruck,
reise ich keine 1000km mehr, nie.
>Gottseidank kenne ich das ja aus Erfahrung. Für einen warmen Händedruck,>reise ich keine 1000km mehr, nie.
Ist völlig okay, die Einstellung, hoffentlich sieht das auch das Amt so?
Einige Arbeitgeber und einige Dienstleister denunzieren einem gern mal
beim Amt mit nicht zutreffenden Behauptungen. Sind glücklicherweise
nur sehr wenige.
Leo ... schrieb:>Ist völlig okay, die Einstellung, hoffentlich sieht das>auch das Amt so?
Ach, seit meinem letzten Besuch beim Betreuer kam doch wieder einiges
ins Lot. Ich stand mit versteinerter Miene vor der Tür, aber der Mann
hatte mich herzlich begrüßt. Immerhin nahm er sich 5 Minuten Zeit, mit
mir über die letzte Sperre zu reden, es war ihm sichtbar unangenehm, er
entschuldigte sich durch die Blume ein wenig, er hätte es nicht
verhindern können, aber immerhin. Der Vorgang wurde wohl automatisch
durch einen Zentralrechner ausgelöst.
Nee, ich hab alles rundherum abgecheckt, und außer mich aus dem Amt
rauszuwerfen, kann mir wirklich nichts negatives blühen. Du kennst ja
meine Situation etwas.
Würde ich morgen einen Hartz-Antrag stellen, sähe es anders aus. Dann
würde ich mich recht bald sicher auf einem Kurs oder beim Straße fegen
wieder finden.
Aber so, steckte mir der Betreuer, daß ich noch etwas freie Hand habe.
Und ihnen auch keineswegs verpflichtet bin, Auskunft über meine
wirtschaftliche Lage zu geben. Wobei, ich bin keinesfalls reich, besitze
weder Haus noch Eigentumswohnung, es ist keine Erbschaft in Aussicht,
damit das mal niemand falsch versteht. Nur eben noch etwas über dem
Schonvermögen. Und so lange, mache ich genau das, was ich will. Und gehe
auch mit den Vermittlungsvorschlägen und den Hundsfressern auf der
anderen Seite so um, wie ich es will. Klar, gefällt das irgendeinem in
der Kette immer nicht. ;-)
Vielleicht gehe ich mal für ein paar Cent zu einem örtlichen
Dienstleister. Und wenn es Pizza belegen am Band ist. Vielleicht sogar
nur halbtags. Eher etwas just for fun aus meiner derzeitigen Sicht.
Einfach etwas Abwechslung, und ein paar neue Gesichter sehen... Die
Bewerbungen, liegen schon fertig auf dem PC.
>Dann würde ich mich recht bald sicher auf einem Kurs oder beim Straße>fegen wieder finden.
Zumindest würde man es dir anbieten, was ja auch schon mal was wert wäre
da man dich überhaupt wahr nimmt. Du hast aber grundsätzlich
Mitwirkungs-
möglichkeiten.
>Nur eben noch etwas über dem Schonvermögen.
Und du kennst dich da bestens in der Auslegung aus?
Wenn du einen kleinen Betrag anlegst der erst zur Rente wirkt wäre
das schon mal geschützt und Beiträge, sowie Vermögen von
Riesterverträgen
wären auch Hartz 4-fest und Zuschüsse vom Staat gibts zusätzlich.
Da das Amt so ein wenig auskunftsfaul ist, kann es sein , das du längst
Anspruch hast und es gar nicht weißt. Alles muss man dem Amt auch nicht
mitteilen, es muss nur Gesetzeskonform sein. Nicht mal einen Kontoauszug
braucht man denen vorlegen wo nicht ein schwarzer Filzer regiert.
Seid der Einführung 2004 hat sich durch die Rechtssprechung so viel
verändert das Hartz 4 nur noch ein stumpfes Schwert ist, wenn man sich
ansonsten wohl verhält. Ist natürlich deine Entscheidung und wenn du
die Hoffnung auf Arbeit noch nicht verloren hast, ist das doch prima,
aber es gibt auch die Kehrseite der Medaille.
>Vielleicht gehe ich mal für ein paar Cent zu einem örtlichen>Dienstleister. Und wenn es Pizza belegen am Band ist. Vielleicht sogar>nur halbtags.
Mit dem Background als qualifizierte Fachkraft? Vergiss es. Für doofe
Arbeiten kann man auch nur doofe Leute einsetzen, weil man die sonst
nicht halten kann. Erste Unternehmerregel: Der Unternehmer beherrscht
seinen Laden und nicht die Launen der Beschäftigten, jederzeit kündigen
zu können. Na, das ist sicher für dich nichts Neues, ich denke du wirst
schon irgendwie klar kommen. Die Erkenntnis musst du allerdings selbst
haben.
Habe FH Diplom mit 3er Durchschnitt und einer Diplomnote 2. Nach 3
Jahren BE habe ich mich umbeworben. Es waren insgesamt 2 Bewerbungen.
Eine Stelle hat sich überhaupt nicht gemeldet, die zweite Bewerbung war
aber ein Volltreffer. Fange im Januar mit 50k an (zur Zeit 45k). So
schlecht kann der Markt nach meiner Erfahrung nicht sein.
Paul schrieb:>>So schlecht kann der Markt nach meiner Erfahrung nicht sein.>> Wäre noch die Region sehr wichtig.
Ich glaube da wäre noch eine Menge mehr wichtig. Beispielsweise die
Branche, oder die Qualifikation des Bewerbers, etc. Es ist ja
keinesfalls so, dass Ingenieure mit Notendurchschnitt X irgendwie
einfach vergleichbar wären.
Bei mir war es beispielsweise so: Ich hab nach einem Jahr mal
nachgefragt, ob ich denn eine Lohnerhöhung haben könnte. Damals konnten
die mir nicht anbieten. Ein halbes Jahr später habe ich dann mal
angedeutet, dass ich mir überlege mich wo anders zu bewerben, was dazu
geführt hat, dass ich einen 3 Jahresvertrag mit 10% Lohnerhöhung pro
Jahr bekommen habe.
Mein Arbeitsleistung kann man wohl am Besten mit den Worten "faul" und
"demotiviert" bezeichnen. Meine Kenntnisse sind so eher mittel, in
meiner Lehrzeit habe ich als Programmierer herumgewurschtelt.
Ahh was noch wichtig ist, die Firma hat grob 25 Mitarbeiter. 3
Ingenieure.
Christian Berger schrieb:>Mein Arbeitsleistung kann man wohl am Besten mit den>Worten "faul" und "demotiviert" bezeichnen.
Also guter Durchschnitt. Nur neue Besen kehren gut. Und alle kochen nur
mit Wasser. ;-)
Oder sag lieber gleich: Die Luft ist raus.
>in meiner Lehrzeit habe ich als Programmierer herumgewurschtelt.
Ääh, welche Geräte stellst du her? Damit ich die näher in Augenschein
nehme, bevor ich kaufe. ;-)
@Wilhelm Ferkes
>Ääh, welche Geräte stellst du her? Damit ich die näher in Augenschein>nehme, bevor ich kaufe. ;-)
Willste noch schnell ein wenig Schonvermögen schnell unter die Leute
bringen um bedürftig zu werden?
@Paul
> Die Region weiß ich aber immer noch nicht.
Nähe Nürnberg aber ein wenig auf dem Land.
@ferkes-willem
Mein Projekt sind 2 Sensornetzwerke die mit GSM per E-Mail die Daten an
einen zentralen Rechner schicken da dann auswerten und darstellen. Ich
bin da für Hardware, Software auf den Knoten (ATMegas in Assembler)
sowie der Auswertesoftware zuständig.
Das ist ein Scheißjob sag ich euch. Da muss man sich meistens darüber
rumärgern, dass die GSM Module nicht den Datenblättern entsprechen.
Beispielsweise hatte ich kürzlich ein Problem damit, dass die
Flusssteuerung nur manchmal funktioniert. Dann braucht der externe
E-Mailserver (in der Firma haben wir kein Internet) eine halbe Stunde
und länger um die E-Mail auszuliefern.
Im Prinzip ist das genau so eine Scheißjob wie mein alter
Programmiererjob. Ich habe inzwischen mein Vertrauen in Firmen als
Arbeitgeber vollkommen verloren.
Christian Berger schrieb:> in der Firma haben wir kein Internet
Halte ich für ein unverzichtbares Arbeitsmittel.
Bei uns ist neulich mal einen Tag der Strom ausgefallen durch einen
Netzumbau - Notagregate waren da, brachen aber immer wieder zusammen.
Also praktisch Strom weg.
Laptop läuft über Akku weiter - aber ohne Internet - bin ich Mittags
nach Hause gegangen - hab gesagt: Ich kann nicht arbeiten ohne Internet.
Das hätte ich vorher nicht behauptet - aber gerade wenn es mal ausfällt,
merkt man wie abhängig man davon ist in der täglichen Arbeit.
So Kleinigkeiten: Ich durchdenke gerade eine neuartige Technologie und
brauch mal eben die Wärmeleitfähigkeit von PEEK - mal eben googeln,
antwort nach 30 s - weiter denken.
Ohne Internet muss ich wie früher in die Bibliothek laufen - da kann ich
auch gleich nach Hause gehen, denn der Denkprozess ist unterbrochen.
Für einen normalen Entwickler ist es vermutlich nicht so schlimm - aber
als thinktank will man die Info sofort haben, weil man das Modell mit
den nötigen Fakten genau jetzt in den 2 h (ohne jede Störung) durchdenkt
und nicht erst Morgen - Ich denke meine Arbeit würde ohne Internet
sicher 5 mal so lange dauern - eine furchtbare Vorstellung.
Also eine Firma ohne Internet im Bereich R&D kann ich mir kaum
vorstellen.
@thinktank
Dafür haben wie so einen Uralt Proxidingsrechner mit AVM Ken. Wir haben
zwar inzwischen auf einigen Rechnern in der Firma TCP/IP (nur Version 4
aber immerhin), nur aber mit privaten Adressen.
Das funktioniert einfach nichts. Aber ich kann mich in der Firma eh
schon glücklich schätzen dass ich so was ähnliches wie einen Computer
habe. Das Teil ist aus Teilen der in der Firma verwendeten
Textverarbeitungssystemen zusammengebaut. Das war alles so uralt
DOS-Zeug. Layoutprogramm ist "Protel 98".
Ich muss ganz ehrlich gesagt sagen, daheim hab ich die besseren
Arbeitsbedingungen.
Christian Berger schrieb:>Das ist ein Scheißjob sag ich euch.
Ich verstehe das. Möchte auch nur ungern wieder was rein nur mit
Embedded Software machen.
Wir stellen billige Messgeräte im Hochfrequenzbereich sowie zur Messung
von niederfrequenten Magnet- und Elektro(quasi)statikfeldern her.
Alles ganz langweiliges Zeug. Wir versuchen jetzt auch in den Bereich
der Stromnetzüberwachung. Ich hatte da eine Idee für ein Patent. Auf
Grund meiner Erfahrungen kann ich nur davon abraten, in Firmen irgendwie
Ideen zu zeigen. Das bringt in der Regel nur mehr Arbeit und Ärger.
Eigeninitiative in Firmen zu zeigen ist das Blödeste was man machen
kann. Da kann man gleich den Tag damit verbringen mit dem Kopf gegen die
Tischplatte zu stoßen. Das tut weniger weh.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Ich verstehe das. Möchte auch nur ungern wieder was rein nur mit> Embedded Software machen.
Naja, das Problem beim Hardwareteil hier ist, dass es im Prinzip nur
stupides Anklemmen von GSM-Modulen ist. Das gemeine daran ist, dass man
dafür immer gleich eine professionell hergestellte Platine braucht.
Sprich man kann es vorher nicht wirklich ausprobieren. 0,4 mm Pitch
schafft unser Fräßer nicht mehr und wir haben auch nur einen Mitarbeiter
in der Firma der das gerade mal noch so löten kann. Dazu kommt noch dass
die Module zum Teil nicht so funktionieren wie im Datenblatt
beschrieben.
Christian Berger schrieb:> Wir stellen billige Messgeräte im Hochfrequenzbereich sowie zur Messung> von niederfrequenten Magnet- und Elektro(quasi)statikfeldern her.
Aber wie macht man das ohne Internet?
Bauteilabkündigungen
Recherche
Anfragen
Weiterbildung
E-Mails von Lieferanten/Kunden
Updates
Remoteservice
Kann ich mir nicht vorstellen.
Wie kann man sich so am Markt halten?
Man würde doch in jeder Branche nach minimal 3 Jahren nur noch alte Hüte
anbieten die keiner mehr kaufen will.
Juri Parallelowitsch schrieb:> Aber wie macht man das ohne Internet?
Wie schon gesagt, wir haben da so einen komischen Proxy-Server aus den
1990ger Jahren. Das bedeutet Web und E-Mail geht so gerade noch.
Manchmal geht sogar SSH wenn mal gerade zufällig nicht NAPT abgeschaltet
ist, aber immer nur nach draußen.
Aber wenn ich beispielsweise auf meinem Rechner einen HTTP-Server
aufsetze, so komme ich von draußen nicht drauf.