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Forum: HF, Funk und Felder Frequenzmischer gesucht (60MHz-59,9MHz)


Autor: Patrick B. (p51d)
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Hallo miteinander

Ich habe eine kleine Frage: Für ein Schulprojekt suche ich 2 
Frequenzmischer, die von 60MHz und 59,9MHz die Differenz bilden.

Damit es möglichst einfach bleiben würde, wäre es sehr praktisch, wenn 
der Mischer gleich BNC Buchsen hat.

Gibt es so etwas überhaupt, und wenn ja, wo kann man das kaufen?

Besten Dank für die Hilfe
MFG
Patrick

: Verschoben durch Moderator
Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Schau mal auf der Webseite von Minicircuits.

Autor: Patrick B. (p51d)
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Dort habe ich einmal nachgeschaut, und den ZAD-3 gefunden, nur weiss ich 
nicht, genau ob dieser für meine Anwendung geht:

Ich möchte von einem 60MHz und einem 59,9MHz Signal die Differenz bilden 
-> 100kHz heraus filtern.
Wäre das möglich?

Und wo könnte man diese dann kaufen? Ebenfalls direkt bei minicircuits?

Besten Dank für die Hilfe
MFG
Patrick

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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http://www.mini-circuits.com/pdfs/ZAD-3+.pdf
45,95 Dollar für den ZAD3+ ist etwas happig. Ohne BNC-Buchsen und 
Gehäuse wäre es wesentlich günstiger.

In Deutschland wird Mini-Circuits von Municom und Industrial Electronics 
vertreten:
http://www.mini-circuits.com/pages/irep.html#ge

Welcher Pegel ist auf den beiden Frequenzen vorhanden, ist ein 
+7dB-Mischer überhaupt sinnvoll?
Die Aufgabe kann der Mischer sicher erfüllen, vorausgesetzt, die Pegel 
stimmen.

Autor: Patrick B. (p51d)
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Am Eingang ist der Pegel etwa bei 5V, da eine LD damit betrieben wird.

Das ganze sollte am Schluss ein Versuchsaufbau für die Messung der 
Lichtgeschwindigkeit in diverseen Materialien werden (ähnlich wie hier: 
http://www.ld-didactic.de/literatur/hb/d/p5/p5631_d.pdf).
Das Ausgangssignal sollte einfach in etwa sauber sein, damit man die 
Phasenverschiebung auf dem KO gut erkennt.

Zu den Buchsen:
Da wir in einem "normalen" Raum dieses Experiment durchführen wollen, 
und als Oszillatoren 2 Frequenzgeneratoren nehmen wollen, währe die 
BNC-Variante natürlich am praktischten und am störanfällungs ärmsten.

Aber für Vorschläge bin ich offen.

MFG
Patrick

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Es müßte bei diesen Frequenzen doch auch noch mit einem HCMOS-Baustein 
zu mischen sein, besonders bei 5V-Pegeln. der 74ACT4093 oder ein anderer 
EXOR-Baustein käme da in Frage. Lochrasterplatte, 3 Buchsen daneben, 
etwas BIasing, fertig ist die Laube. Das sollte doch preiswert gehen....

Autor: Joe (Gast)
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Siehe Anlage:

Auch für HF geeignet. Wird in der Regel in Funkgeräten (auch 
Weltempfängern) benutzt.

Autor: Patrick B. (p51d)
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@ Jochen
Ich werde mich einmal damit etwas auseinander setzen. Ich habe einfach 
etwas Angst vor den Oberwellen, und den Störungen, die daraus 
resultieren. Das ist etwas blöd, wenn dann bei der Präsentation vor ca. 
80 Personen nur geflimmer zu sehen ist.

@Joe
Soweit ich gesehen habe, ist dies ein "additiver" Mischer. Ich bräuchte 
aber ein subtrahierenden.

Besten Dank für die Hilfe
MFG
Patrick

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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Patrick B. schrieb:
> Soweit ich gesehen habe, ist dies ein "additiver" Mischer. Ich bräuchte
> aber ein subtrahierenden.

Jeder Mischer bildet gleichzeitig Summen und Differenzen. Die 
entsprechende Frequenz muss du durch ein Filter herausfiltern. In deinem 
Fall da die beiden Eingangsfrequenzen 60 und 59.9 MHz sind und ide 
Differenz 100KHz ist würde ein Tiefpass genügen von etwas mehr als 
100KHz

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Patrick B. schrieb:
> @ Jochen
> Ich werde mich einmal damit etwas auseinander setzen. Ich habe einfach
> etwas Angst vor den Oberwellen, und den Störungen, die daraus
> resultieren. Das ist etwas blöd, wenn dann bei der Präsentation vor ca.
> 80 Personen nur geflimmer zu sehen ist.
>
> @Joe
> Soweit ich gesehen habe, ist dies ein "additiver" Mischer. Ich bräuchte
> aber ein subtrahierenden.

Ein Mischer ist normalerweise immer multiplizierend. Bei der Addition 
zweier Signale an einem FET-Mischer nutzt man dazu die quadratische 
Kennlinie.
Es kommt immer die Summe und die Differenz der 2 Eingangsfrequenzen 
heraus, bei jedem Mischer. Die Addition ist die Art, wie die Signale 
nichtlinear verarbeitet werden, und nicht die Additon der 2 
Eingangsfrequenzen. Das ist eventuell ein Mißverständnis....
Wenn das Ausgangssignal des Logikbausteins über einen Tiefpaß geht, dann 
sind die 60, 59.9 und auch die 119.9 MHz-Anteile stark gedämpft. Das ist 
gar nicht so viel anders als beispielsweise bei einem Diodenringmischer 
oder einem Dualgate-Mosfet. Einfach mal aufbauen und nachsehen......
Falls noch Info gewünscht: Zum Thema Mischer könnte ich seitenweise 
vortragen, habe ein Fachbuch fast fertig über Spektrumanalysatoren, da 
kommt das Thema recht häufig vor.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Patrick B. schrieb:
> Da wir in einem "normalen" Raum dieses Experiment durchführen wollen,
> und als Oszillatoren 2 Frequenzgeneratoren nehmen wollen, währe die
> BNC-Variante natürlich am praktischten und am störanfällungs ärmsten.

Vielleicht ja sowas nehmen?

http://www.box73.de/catalog/product_info.php?cPath...

Irgendwelche Diodenringmischer habe ich auch noch zu Hause, da müsste
ich allerdings nachgucken, ob die für den Frequenzbereich geeignet
sind.  Wenn dich das interessiert => schick mir 'ne Mail.

Ansonsten hat box73.de auch eine Reihe Mischer:

http://www.box73.de/catalog/index.php?cPath=82_93

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Das preiswerteste wären zwei DIL-Quarzoszillatoren, die um 100 kHz 
auseinanderliegen, und zwei EXOR-Gatter für die beiden Mischer. Ein NAND 
wie der oben genannte 4093 ist nicht so günstig. Zwischen Fotodiode und 
EXOR vielleicht noch ein Schmitt-Trigger.

Reichelt hätte den 74AC86 als EXOR und den 74AC14 als Schmitt-Trigger, 
die nächstmöglichen Quarzoszillatoren wären 48 und 50 MHz, das ergäbe 
aber 2 MHz Zwischenfrequenz. Je kleiner die ZF desto besser die 
Auflösung der Messung, nehme ich an.
Nach Katalog 1/2010: 74AC14 0.35€, 74AC86 0,40€, OSZI 48,000000 und OSZI 
50,000000 je 0,86€, das wäre ja einen Versuch wert.

Mit Rechteckschwingungen sollte eine Phasenverschiebung eher einfacher 
zu messen sein, als mit Sinus.

Autor: Jochen Fe. (jamesy)
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Hallo,
Christoph hat natürlich Recht! Ich lag mit einem 4093 falsch, ein 4070 
bzw. ein 4077 ist das von mit angesprochene EX-(N)OR. Es gibt sicher 
auch einen schnellen TTL-EXOR, fällt mir gerade nicht ein.
Jochen

Autor: Helmut Lenzen (helmi1)
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74AC86 sollte das schaffen.

http://www.fairchildsemi.com/ds/74/74AC86.pdf

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Patrick,

> Dort habe ich einmal nachgeschaut, und den ZAD-3 gefunden, nur weiss ich
> nicht, genau ob dieser für meine Anwendung geht:
>
> Ich möchte von einem 60MHz und einem 59,9MHz Signal die Differenz bilden
> -> 100kHz heraus filtern.
> Wäre das möglich?
>
> Und wo könnte man diese dann kaufen? Ebenfalls direkt bei minicircuits?
Du kannst direkt bei Minicircuits kaufen. Das lohnt sich aber 
normalerweise nicht. Die wollen alleine 100$ Versandkosten.

Die Fa. Municom in München bietet das Sortiment von Minicircuits an.
http://www.municom.de/products/products_1120.php

Gruß,
  Michael

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Ja, municom hatte ich schon genannt. Wenn wir schon bei der Bestellung 
sind, als Fotodiode vielleicht die BPW34 (0,54€), eine PIN-Fotodiode mit 
Schaltzeiten im Nanosekundenbereich, die könnte die 50 MHz packen 
(=1/20nsec). Als Nachverstärker den LT 1227 CN8 (3,62 €) der kann bis 
140 MHz, für einen Operationsverstärker sehr viel.
50 MHz sind eine Wellenlänge von 6 m, das entspricht einer 
Phasenverschiebung auf dem Oszilloskop von 360 Grad.
Aus dem EXOR kommen Summen- und Differenzfrequenz 98 MHz und 2 MHz 
überlagert heraus, wenn das Oszilloskop einen zuschaltbaren Tiefpass 
hat, könnte man die 98MHz so unterdrücken.

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