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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Bifilare Flachspulen


Autor: blacklight (Gast)
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Hallo zusammen

Bifilare Spulen zu wickeln ist klar. Man nimmt einen Draht, knickt ihn 
in der Mitte und verwendet dieses Ende zum Wickeln der Spule um einen 
Ferritkern.

Was aber bei Flachspulen? Wie sieht hier eine bifilare Wicklung aus? Ich 
komme gerade nicht auf einen grünen Zweig und habe deswegen verschiedene 
Versionen kurz gezeichnet.

Bin gespannt auf eure Antworten ;)

Grüsse, blacklight

Autor: ingo (Gast)
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Meiner Meinung nach, sind alle 3 Varianten zutreffend, wobei eigentlich 
nur die dritte eine Flachspule, also einlagig ist. Also eigentlich ein 
Widerstand (Heizung?)!
mfG ingo

Autor: zoggl (Gast)
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1 und 3, bei zwei flisst der strom immer in die gleiche richtung (geh da 
mal mit dem finger nach und denk nach).

Autor: oszi40 (Gast)
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Bifilare Spulen sollTen eigentlich gleich lange Drähte haben wenn man 
eine Mittelanzapfung braucht. Das trifft bei 3 nicht zu.

Autor: blacklight (Gast)
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Hm, stimmt. Bei der dritten ist eine Ader etwas kürzer. Daran habe ich 
bisher gar nicht gedacht. Trotzdem ist hier im Moment gerade ein wenig 
Aussage gegen Aussage ;)

Mal sehen, was andere dazu noch meinen.

Grüsse

Autor: Frank Xy (flt)
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Was willst Du denn damit machen?

Autor: blacklight (Gast)
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Induktive Energieübertragung mittels Royer Converter :)

Autor: Johannes (Gast)
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> Induktive Energieübertragung mittels Royer Converter :)

Dafür brauchst du eigentlich zwei Spulen, die galvanisch voneinander 
getrennt sind. Eine bifilare Wicklung ist dafür nicht notwendig.

Bei den Varianten 1+3 entsteht kein großes Magnetfeld, weil sich die 
Felder der Spulenhälften gegenseitig aufheben.

Die Spule 2 erzeugt ein Feld, weil der Strom fließt immer in die gleiche 
Richtung fließt.

Aber als bifilar würde ich keine der drei Spulen bezeichnen.

Autor: Ulf (Gast)
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Solche Dinge lassen sich leicht mit einem Blick auf die Enden lösen, 
selbst wenn man das Innere nicht sieht. Hilft auch bei Trafos u. 
vergossenen Spulen.
Parallele Enden= Auslöschung des Feldes
Gekreuzte Enden= "normale" Spule

Beim Royer liegt ja der C an den beiden Enden der Spule, nur die 
Versorgungsspannung wird in der Mittelazapfung eingespeist. Der Strom 
des C erzeugt nur bei Variante 2 ein Magnetfeld in der Spule.

ulf.
der dieses Rätsel auch bei zyl. Spulen u. Royer lösen mußte...

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  blacklight (Gast)

>Induktive Energieübertragung mittels Royer Converter :)

So ist's recht, mein Sohn. ;-)

@ Johannes (Gast)

>Dafür brauchst du eigentlich zwei Spulen, die galvanisch voneinander
>getrennt sind.

Die Sekundärwicklung wird sicher auf einer zweiten Platine landen.

> Eine bifilare Wicklung ist dafür nicht notwendig.

Jain, er bezieht sich wahrscheinlich auf den Satz im Artikel [[Royer 
Converter]], wo eine bifilare Wicklung der Primärwicklung empfohlen 
wird.

>Bei den Varianten 1+3 entsteht kein großes Magnetfeld, weil sich die
>Felder der Spulenhälften gegenseitig aufheben.

Stimmt, denn der OP hat den entscheidenden Satz nicht gelsesen

"Die Primärwicklung ist bifilar gewickelt, d.h. man nimmt den Draht 
doppelt und wickelt damit gleichzeitig beide Spulenhälften, welche man 
dann phasenrichtig verschaltet."

Der hier hat es am Anfang auch falsch gemacht.

Beitrag "Re: Energie kontaktlos übertragen"

Also müsste die Verbindung inm Mittelpunkt aufgetrennt werden und 
phasenrichtig verschaltet werden, dann passt das. Dazu braucht man dann 
aber 4 Lagen ;-)

>Aber als bifilar würde ich keine der drei Spulen bezeichnen.

Ich schon, 1 auf jeden Fall, drei mit geringen Einschränkungen. 2 ist 
etwas undefiniert.

MFG
Falk

Autor: Frank Xy (flt)
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Man könnte auch sagen:

Mit 2 parallelen Drähten wickeln, dann Ende 1.Draht an Anfang 2.Draht.
Das ergibt die Mittelanzapfung. Die anderen Enden sind die äusseren
Wicklungsanschlüsse.

Autor: blacklight (Gast)
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Danke für eure guten Einwände. Aber habt ihr nicht auch das Gefühl, dass 
wir uns nun einmal im Kreis gedreht haben? Irgendwie bin ich jetzt 
genauso schlau wie vorhin. Jeder widerspricht sich gegenseitig ^^

...was denn nun... ;)

Grüsse, blacklight

Autor: eProfi (Gast)
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Wie war das mit notwendig und hinreichend?


die beiden Royer-Spulenhälften sollen
a. gleichsinnig      und
b. gut gekoppelt     und
c. etwa gleich lang  sein.

Diese Bedingungen lassen sich z.B. mit einer bifilaren Spule lösen, 
jedoch auch mit Deiner Spule 2.

Bei 1 und 3 ist zwar Bedingung b erfüllt, bei 1 auch c,
aber nicht Bedingung a.

Es muss also nicht zwangsweise bifilar sein, um alle Bedingungen zu 
erfüllen.

Autor: blacklight (Gast)
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Danke euch allen für die Hinweise. Falk hat Recht, ich muss den 
mittleren Teil auftrennen und dann irgendwie separat einspeisen. 4-Lagen 
PCB? Hm, vielleicht mache ich da irgend nen Draht rein. Extra nur für 
eine einzige Verbindung nen Multilayer - ne danke ;)

Grüsse

Autor: Ulf (Gast)
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Mach es doch einfach so wie im angehängten Bild. Der innere Teil sollte 
mehr Windungen als der äußere Teil haben, ansonsten ist es dem Royer 
nicht so ernst mit der Symmetrie. Theoretisch sollte er auch ohne 
Mittelanzapfung funktionieren.

Zitat Jörg R.:

>Du kannst den Versorgungsstrom wahlweise über die Mittelanzapfung, eine
>oder beide Spulenenden zuführen; das ist dem Oszillator relativ egal.
>Die Mittelanzapfung hat den Vorteil, dass da die Spannung halb und die
>Frequenz doppelt so groß wie an den Enden ist. Du brauchst also eine
>Drossel, die nur ein Bruchteil der Induktivität bei gleicher
>Strombelastbarkeit haben muß; Bei hohen Leistungen ein wesentlicher
>Kostenfaktor.

Für Freunde der Mathematik ist es natürlich eine schöne Herausforderung, 
eine Weltformel für die Mittelanzapfung der abgebildeten Spule mit 
gleichen Induktivitäten zu entwickeln.

ulf.

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