Hallo und grüß euch,
ich muss einen 3,3V Elektromotor mit ca. 0,7A Stromaufnahme mit einem
Atmega32 betreiben und das in beide Richtungen. Der AVR läuft mit 5V.
wie kann ich das am besten bewerkstelligen?
L298 fällt aus, die dort die Logikspannung kleiner sein muss als die
Motorspannung.
Habe schon recherchiert, brauche also eine H-Brücke.
Nur ich weis absolut nicht, welche Komponenten ich da brauche.
Oder gibt es vielleicht doch einen Baustein ala L298, der das ganze
regelt?
Vielen Dank!
Gregor
@ Gregor (Gast)
>ich muss einen 3,3V Elektromotor mit ca. 0,7A Stromaufnahme mit einem>Atmega32 betreiben und das in beide Richtungen. Der AVR läuft mit 5V.
Hmmm.
>Habe schon recherchiert, brauche also eine H-Brücke.
Ja.
>Oder gibt es vielleicht doch einen Baustein ala L298, der das ganze>regelt?
Nicht für die Spannungen. Ein paar MOSFETs siind das Mittel der Wahl,
daraus schnitzt man sich eine H-Brücke für Arme. IRF7103 und IRF7104
sind brauchbar, siehe MOSFET-Übersicht. Auch lesenswert,
Motoransteuerung mit PWM, dort findet man noch mehr zum Thema
H-Brücke. Da deine H-Brücke aber fast 5V ausspuckt, dein Motor aber nur
3,3V haben will, sollte man einen kleinen Vorwiderstand spendieren.
MFG
Falk
Und wenn Du anstatt Mosfets Transistoren nimmst, dann hat jeder Transi
0,7V Spannungsabfall.
Das sind dann 5V - 0,7V - 0,7V = 3,6V
Also schon fast 3,3V
Vielen Dank für eure Antworten!
Das klingt sehr vernünftig, es mit Transistoren zu versuchen. Ob der
Motor jetzt 3 oder 4 Volt abbekommt, sollte nicht tragisch sein!
Vielen Dank an euch,
Lg
Gregor
Denke daran, du musst auf jeden Fall vermeiden, daß beide Transsitoren
einer Brückenseite gleichzeitig durchgeschaltet sind, da es sonst einen
Kurzschluss gibt.
Und Transsitoren brauchen Basisvorwiderstände!
@Falk Brunner:
Kann ich bei deiner Schaltung A und B einfach an den M32 anschließen?
Das heißt zb:
A=5V und B=0V = Linkslauf
B=5V und A=0V = Rechtslauf
A=0V und B=0V = Bremse
A=5V und B=5V = Bremse
???
Könnte nicht auch der BA6845FS für mich richtig sein?
Dort lese ICH zumindest nichts von der Differenzspannung zwischen
Motorspannung und Logik High Spannung so wie beim L298.
Vielen Dank!
Lg
Gregor
Markus Müller schrieb:> Und wenn Du anstatt Mosfets Transistoren nimmst, dann hat jeder Transi> 0,7V Spannungsabfall.
Leider falsch. Die typische Spannung die zwischen Kollektor und Emitter
abfällt ist zwischen 0,1V und 1V. Stark abhängig vom Strom.
Die 0,7V sind zwischen Basis und Emitter.
Als Beispiel:
Der 15 Jahre alte FMMT617 hat Vce=0,1V bei Ic=1A und Ib=10mA.
Markus Müller schrieb:> Und wenn Du anstatt Mosfets Transistoren nimmst, dann hat jeder Transi> 0,7V Spannungsabfall.
??? Wie kommst du denn auf diese Behauptung???
Transistoren die Leiten haben kleiner Spannungen über Collektor-Emitter
Strecke. Die 0.7Volt fallen uber Basis-Emitter ab ...
Gruss
Gregor schrieb:> Hallo und grüß euch,
Hi!
> ich muss einen 3,3V Elektromotor mit ca. 0,7A Stromaufnahme mit einem> Atmega32 betreiben und das in beide Richtungen. Der AVR läuft mit 5V.
ok
> wie kann ich das am besten bewerkstelligen?
s.u.
> L298 fällt aus, die dort die Logikspannung kleiner sein muss als die> Motorspannung.
Spannungsteiler/Pegelanpassung??!!
> Habe schon recherchiert, brauche also eine H-Brücke.
richtig, ist eine
> Nur ich weis absolut nicht, welche Komponenten ich da brauche.
s.o.
> Oder gibt es vielleicht doch einen Baustein ala L298, der das ganze> regelt?
s.o.
> Vielen Dank!
Bitte
> Gregor
Sven
@ peter (Gast)
>Kann ich bei deiner Schaltung A und B einfach an den M32 anschließen?
Ja.
>A=5V und B=0V = Linkslauf>B=5V und A=0V = Rechtslauf>A=0V und B=0V = Bremse>A=5V und B=5V = Bremse
Ja.
>Könnte nicht auch der BA6845FS für mich richtig sein?
Ja.
>Dort lese ICH zumindest nichts von der Differenzspannung zwischen>Motorspannung und Logik High Spannung so wie beim L298.
Dort gibt es für Logik und Leistungsteil nur eine Spannung.
MfG
Falk
du benotigst einen L293D dieser schafft 0,6A und kurzzeitig 1,2A.
Wenn du die Spannung des Motors etwas runternimmst z.B. 4,4V dann nimmt
dieser auch nur 0,6A im Dauerbetrieb.
Wie schon weiter oben geschrieben wäre der L293B die bessere Lösung.
Er kann 1A je Kanal und ist daher beim blockieren des Motor auf der
sichereren Seite. Allerdings darf man auf die Freilaufdioden nicht
vergessen.
Der ewige Glaubenskrieg bei Transistoren - zwei Anmerkungen zu den
Behauptungen über Transistoren:
1. Ich brauche einen/keinen Basiswiderstand
Der Strom der Basis-Emitter Strecke muss auf den im Datenblatt
angegebenen Maximalwert für IBE begrenzt werden. Durch welche Maßnahme
das erreicht wird, ist eigentlich egal. In Falk Brunners
Brückenschaltung geschieht dies durch den Innenwiderstand des Treibers
und den Lastwiderstand (Motor), durch den IBE ja auch muss.
2. Transistoren haben einen Spannungsverlust über die Kollektor-Emitter
Strecke von 0,7V/0,1V
UCE min ist im Datenblatt angegeben und trifft auch auf die
Emitterschaltung uneingeschränkt zu. In Kollektorschaltung jedoch kann
die Emitterspannung nur auf UB - UBE steigen (wie in Falk Brunners
Brückenschaltung). Der Transistor kann nur durchsteuern, wenn ein Strom
durch die Basis fließen kann. Dazu muss die Basisspannung die BE-Diode
überwinden. Daraus folgt, dass der Emitter immer um die 0,6V der Diode
unter der Spannung an der Basis bleiben muss, denn sonst würde ja kein
Basisstrom mehr fließen. Bei PNP-Transistoren gilt dies natürlich in
umgekehrter Stromrichtung.
Zurück zum Thema. Die Brückenschaltung von Falk Brunner erscheint mir
die günstigste Lösung sein, weil sie die geforderte Anpassung der
Motorspannung realisiert und weil sie billiger ist, als die üblichen
integrierten Brücken.