Oszilloskop AC Koppelkondensator Ersatz

Gast #1942341
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Hallo Leute.

Bei mir liegt ein kaputter 7A13 Einschub rum, bei dem jemand massiv 
zuviel Spannung angelegt hat. Dabei hat sich quasi die komplette 
Eingangsschaltung (nur passive und ersetzbare Bauteile) zerlegt, unter 
anderem dieser AC-Koppelgskondensator: 
http://www.sphere.bc.ca/test/tek-parts/caps2/285-0816-01.jpg (19nF, 
600V, kostet 5$ pro Stück)

Da es sowohl den negativen als auch den positiven Komperatoreingang 
gehimmelt hat und ich nicht weiss, ob der Rest noch lebt, würde mich 
interessieren, ob man die Kondensatoren auch durch andere ersetzen kann, 
bevor ich 10$ ausgebe.

Könnte man diesen Kondensator auch z.B durch zwei parallel geschaltete 
10 nF Folienkondensatoren diesen Typs:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Folien-Kondensator-Wiki-07-02-25-P1040367b.jpg
ersetzen, ohne das Verhalten des Verstärkers in 10-100 MHz-Bereich 
negativ zu beeinflussen?

Vielen Dank
#1942848
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Bastler schrieb:
> Hallo Leute.
>
> Bei mir liegt ein kaputter 7A13 Einschub rum, bei dem jemand massiv
> zuviel Spannung angelegt hat. Dabei hat sich quasi die komplette
> Eingangsschaltung (nur passive und ersetzbare Bauteile) zerlegt, unter
> anderem dieser AC-Koppelgskondensator:
> http://www.sphere.bc.ca/test/tek-parts/caps2/285-0816-01.jpg (19nF,
> 600V, kostet 5$ pro Stück)

Wie Du sicher gesehen sehr spezielle ausführung. Eben deshalb, weil der 
7A13 ein ziemlich ausgefeilter Differential-Komparator ist.

>
> Da es sowohl den negativen als auch den positiven Komperatoreingang
> gehimmelt hat und ich nicht weiss, ob der Rest noch lebt, würde mich
> interessieren, ob man die Kondensatoren auch durch andere ersetzen kann,
> bevor ich 10$ ausgebe.

Zum Test kannst Du 22nF 63V nehmen - damit kannst Du feststellen ob der 
"Rest" des 7A13 noch lebendig ist.
Wie gesagt, NUR für einen TEST.

Sehr wahrscheinlich ist die Eingagsstufe ebenfalls gegrillt, IMHO

>
> Könnte man diesen Kondensator auch z.B durch zwei parallel geschaltete
> 10 nF Folienkondensatoren diesen Typs:
> 
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1b/Folien-Kondensator-Wiki-07-02-25-P1040367b.jpg
> ersetzen, ohne das Verhalten des Verstärkers in 10-100 MHz-Bereich
> negativ zu beeinflussen?

Exakt das Letzgenannte ist der Punkt: Das Verhalten im höherfrequenten 
Bereich, insbesondere wenn Du mit hoher Eingangsempfindlichkeit 
arbeitest, ist davon penibel abhängig.

Kurz gesagt: Es geht nicht mit normalen Kondensatoren ohne Einbußen an 
der Qualtät des 7A13.

Du kannst Dir überlegen ob Du Dir in ebay.de einen kompletten 7A13 für 
40 bis 80 euro kaufst, vermutlich weniger aufwandig als Deinen zu 
restaurieren.
Gast #1943465
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Vielen Dank für die Antworten.

Von den bei Pollin erhältlichen Hochvolt-Kondensatoren habe ich noch 
etliche in meiner Bastelkiste rumliegen (10nF, 1000V). Werde die mal 
einbauen und schauen ob der Rest noch lebt. Da die Eingangsspannung vor 
dem Komparator auf +/- 10V runtergeteilt wird, gehe ich stark davon aus, 
das es nur passive Eingangsschaltung gekillt hat.
Gast #1943487
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Es gibt sicher einen driftigen Grund, warum der Hersteller dort ein so 
exotisches Teil einsetzt. Was auffällt, ist die kleine Bauform für einen 
20nF/600V Cap. Auch scheint der Cap ein metallisches Abschirmgehäuse zu 
haben, daß geerdet werden kann.

Kai Klaas
Gast #1943666
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Genau, ein ganz einfacher MP-Kondensator im Metallgehäuse
wie er schon seit rund 80 Jahren in fast jedem alten Röhrenradio
zu finden ist mit einer Abschirmung über dem Außenbelag.
Nimm einfach irgendeinen Kondensator passender Größe und wickle
etwas Kupferfolie drum und erde diesen zusätzlichen Belag.
Kein Hexenwerk auch wenn manche glauben nur weil Tek draufsteht
muß man ehrfürchtig in die Ecke kotzen. Die kochen auch mit Wasser.
Gast #1943829
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>Genau, ein ganz einfacher MP-Kondensator im Metallgehäuse
>ie er schon seit rund 80 Jahren in fast jedem alten Röhrenradio
>zu finden ist mit einer Abschirmung über dem Außenbelag.

Das Teil von Tektronix ist ein Kunststofffoliencap, kein MP-Kondensator.

Kai Klaas

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