Die Frage, ob es einen Fachkräftemangel gibt, ist doch komplett
offengelegt und final beantwortet!
Ich beobachte das seit 10 Jahren: VDI und DIW prognostizieren ständig
und penetrant seit Jahren einen Mangel, der in jeweils naher Zukunft
kommen sollte, aber dann nicht kam und um's Verrecken einfach nicht
kommen will!
Und obwohl wir zwischenzeitlich eine Krise hatten, viele Personen
entlassen wurden und der Arbeitsmarkt damit gesättigt war, mit lauter
Fachkräften, wurden fast keine neuen Mitarbeiter von den Firmen, denen
es gut ging, eingestellt - weder, um alten angeblichen Mangel zu
beheben, noch deshalb, um in Zukunft keinen mehr zu bekommen. Das, was
die Firmen geglaubt haben, in Zukunft an Mitarbeitern zu brauchen, HABEN
sie ja jetzt. Und das war so wenig, dass eine ganze Generation
Ingenieur-Anfänger auf der Strasse steht und eine gewaltige Riege an
sehr gut ausgebildeten erfahrenen Ingenieuren aus dem Halbleiterbereich,
die Qimonda und Infineon freigesetzt haben, immer noch in
Transfergesellschaften vor sich hindümpeln und nichts finden. Viele von
denen sind besser, als ich in VHDL, in C+, haben mehr Erfahrung mit
Elektronik und Physik - aber es will sie keiner.
Und der Grund ist einfach: Es braucht sie keiner!
Wegen angeblichem Mangel Jammern tun nämlich nur die Firmen, die so
schlecht wirtschaften, dass sie nicht vernünftig zahlen können und
folglich Billigheimer haben wollen, um anderen noch Konkurrenz machen zu
können und am Markt weiter zu bestehen.
Wenn sie wirklich jemanden haben wollten: Einfach mal in Xing nach Train
und PTG suchen und einem der 150 Leute, die dann erscheinen, anschreiben
und die Stelle anbieten. Ganz einfach.
@G.H.
Richtig, kein Zweifel.
Nur dieser "Fachkräftemangel" des VDI wird ständig parteiübergreifend
herangezogen, um qualifizierte Zuwanderung etc. zu fordern.
Jemand, der nicht selbst betroffen ist, glaubt diesen Sprüchen.
Es ist schon plausibel, dass es einen ausgeprägten Mangel an Fachkräften
(insbesondere Ingenieure) gibt. Das Argument, dass auf Xing genügend
Leute sind, die einen Arbeitsplatz suchen, zieht einfach nicht. Die sind
vielleicht schlicht & ergreifend nicht "gut" genug.
In meiner Tageszeitung, war vor 2 Wochen in der Wochenendausgabe ein
Artikel, daß es überall boomt und brummt wie verrückt. Und Fachkräfte
gesucht werden.
So, das ist die eine Seite.
In der Mitte der Zeitung, fand sich auf einer belanglosen Seite noch mal
ein Artikel, kleiner Schnipsel, daß erst die Hälfte der in der Krise
entlassenen Menschen wieder eingestellt wurden.
Darauf kann sich jetzt jeder selbst einen reimen...
Martin schrieb:> Es ist schon plausibel, dass es einen ausgeprägten Mangel an Fachkräften> (insbesondere Ingenieure) gibt. Das Argument, dass auf Xing genügend> Leute sind, die einen Arbeitsplatz suchen, zieht einfach nicht. Die sind> vielleicht schlicht & ergreifend nicht "gut" genug.
Ist es auch plausibel, lieber monatelang oder gar über ein Jahr nach dem
100%-Kandidaten zu suchen, als den 70-90% Kandidaten zu nehmen, der sich
in der Zeit in der die Firma ansonsten rumsuchen würde die fehlenden
Kenntnisse einfach aneignet?
Ich habe noch keinen Unternehmer gehört oder gelesen, der sich
öffentlich dazu geäußert hat, das er keine passenden Ingenieure findet.
Viele haben Schwierigkeiten, aber das ist normal.
>rumsuchen würde die fehlenden Kenntnisse einfach aneignet?
Das würde aber das Geld der Firma kosten und das wollen die
eben nicht weil das ein Nachteil wäre. Das hat auch etwas mit
dem Ego des Entscheiders in einem Unternehmen zu tun. Vorschläge,
wie man es besser machen könnte, werden selten akzeptiert, oder
der Firmenfürst will selbst die Lorbeeren ernten.
Leo ... schrieb:>>rumsuchen würde die fehlenden Kenntnisse einfach aneignet?> Das würde aber das Geld der Firma kosten
Das sehe ich nicht so, denn in der Zeit trägt der Mitarbeiter ja mit zur
Wertschöpfung bei. Jedenfalls solange er in einem konkreten Projekt
mitarbeitet, für das es einen zahlenden Kunden gibt.
Das fast schon Perverse ist es, dass Firmen sich an Dienstleister
wenden, falls sie nicht sofort neue Mitarbeiter finden, diese darauf
haufenweise Stellenanzeigen schalten.
Die Fachkräfte, die zB.: wechseln wollen und passen würden, sich nicht
bewerben, weil sie nicht über Zeitarbeit arbeiten wollen.
Kurzfristiger Fachkräftemangel führt zu Outsourcing, Outsourcing führt
zu weiterem dann langfristigem "Fachkräftemangel".
Das trifft uns aber erst voll in einigen Jahren.
Da hat vor kurzem der Telekom-Personalvorstand Sattelberger in einem
WELT-Interview vom 14.11. die Katze aus dem Sack gelassen (abgesehen
davon, daß ich keine Ahnung habe, wo die angeblich 40.000 offenen
Stellen ausgeschrieben sind, von denen er spricht - in einschlägigen
Internetportalen jedenfalls nicht): Er möchte für hochqualifizierte
Fachkräfte nur noch 30.000-35.000 EUR pro Jahr zahlen. Natürlich findet
man Leute, für die das nach einem jahrelangen, harten Studium und bei
den horrenden Kosten und Abgaben in Deutschland noch halbwegs attraktiv
ist, nur in Entwicklungsländern, in denen die Leute außerdem nicht
wissen, wie hoch hier die Abgaben und Lebenshaltungskosten sind.
Die meisten der Forumseinträge zu dem Artikel, eine dreistellige Zahl,
waren verdammt gut, aber inzwischen hat die WELT das Forum dazu
abgeklemmt - ein Schelm, wer Arges dabei denkt...
Oder es werden Leute gesucht mit Anforderungen, die gleich für mehrere
Arbeitsplatzbeschreibungen reichen. Diese Leute gibt es, aber sie wollen
das dann auch entsprechend bezahlt haben.
Oder es werden Leute gesucht, die Spezialkenntnisse mit speziellen
Produkten haben, die man nur bei der Konkurrenz erwerben kann. Und da
heutzutage Einarbeitungszeit und Fortbildungen ja viel zu teuer sind, da
soll jemand doch bitte gleich alles perfekt können! Also läuft da ein
Abwerbekarussell für SAP oder so, das das Management leicht anhalten
könnte, wenn es nicht nur nach US-Vorbild auf die nächsten
Quartalszahlen schaun würde.
Das führt uns zu dem Problem, daß viele technikorientierte Firmen heute
von Betriebswirtschaftlern geführt werden, die keine Ahnung von der
Technologie hinter ihren Produkten haben und darum "Techniker" nur noch
als Kostenfaktor sehen.
Bei alldem wundert es mich, daß es noch keine Anstalten gibt, das
Management in Billiglohnländer outzusourcen, wo die Inder doch angeblich
alles und billiger besser können als wir!
Ich für meinen Teil habe aus diesen Zuständen meine Konsequenzen gezogen
und arbeite in meinem Bereich (Softwareentwicklung) nur noch
freiberuflich, das ist ein ehrliches Geschäft, Geld gegen Leistung, zwar
gemessen an der Preisentwicklung viel zu wenig Geld (trotz erstklassiger
Referenzen seit 10 Jahren keine dauerhafte Steigerung der Stundensätze
durchsetzbar), aber dafür brauche ich auch nicht in sinnlose
Sozialversicherungen einzuzahlen, sondern kann meine Altersversorgung
selbst planen und habe etwas mehr Freiheit, z. B. die Möglichkeit, mir
mal ein paar Wochen Auszeit für eigene Projekte zu nehmen.
Leider vergessen einige Unternehmer, dass es in Indien auch ein
Fachkräftemangel "droht", sofern man den Medien (internationale Presse)
glauben darf.
Outsourcing in Deutschland im Bereich Verantwortung, Fachkräfte,
Weiterbildung, Kinder kriegen, (...)
Ich schrieb:> Leider vergessen einige Unternehmer, dass es in Indien auch ein> Fachkräftemangel "droht", sofern man den Medien (internationale Presse)> glauben darf.
Na dann holt man die Fachkräfte eben aus China.
Oh, auch da gibt es irgendwann eine Sättigung.
Na dann holt man die Fachkräfte eben aus Russland.
Oh, auch da gibt es irgendwann eine Sättigung.
Na dann holt man die Fachkräfte eben aus Südamerika.
Oh, auch da gibt es irgendwann eine Sättigung.
Na dann holt man die Fachkräfte eben aus Afrika.
Oh, auch da gibt es irgendwann eine Sättigung.
Na dann holt man die Fachkräfte eben aus... oh. :)
> Ich habe noch keinen Unternehmer gehört oder gelesen, der sich> öffentlich dazu geäußert hat, das er keine passenden Ingenieure> findet. Viele haben Schwierigkeiten, aber das ist normal.
Eben!
Kurze Bilanz gemäß der Suchanfrage mit eigenem Profi:
Auf Monster:
157 Stellen, davon 122 von Dienstleistern,
35 echte Firmen, davon 11 Praktika, 21 nur für Personen <5 BE
-> 3 Stellen
Auf Stepstone:
81 Stellen, davon 67 von Dienstleistern, praktisch alle wie oben
27 echte Firmen, davon 6 Praktika, 13 nur für Personen <5 BE
-> 6 Stellen, davon 2 identisch mit oben.
Auf ING-Karriere:
37 Stellen, davon 21 von Dienstleistern,
16 echte Firmen, 7 nur für Personen <5 BE
-> 9 Stellen, davon mindestens 1 identisch mit oben.
Es gibt also in den größten Stellenbörsen Deutschlands gerade 14 Stellen
für Elektroingenieure Hardware+embedded, die mehr als 7 Jahre Erfahrung
haben. Der Rest sind Folgestellen dieser Stellen oder Duplikate.
Ein absoluter Witz, hier vom Mangel zu reden.
Kurze Bilanz auf Monster und Experteer:
Hilfe, jetzt geht es sogar um einen Fachkräfteüberschuss!
Artikel der ZEIT.
Fachkräfte bald im Überfluss?
Der Streit um eine Studie zeigt: Auch Experten wissen nicht genau, wie
viele Spezialisten wirklich gebraucht werden.
(...)
Zudem drohe in manchen Bereichen schon eine Fachkräfteschwemme. Die Zahl
der Studenten sei gestiegen. So studierten an den Hochschulen derzeit
169.000 junge Leute Maschinenbau, Verfahrenstechnik und verwandte
Ingenieurfächer, während es nur 179.000 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigte mit dieser Qualifikation gebe. Daher müssten in den
nächsten fünf Jahren schon sämtliche Ingenieure dieser Ausrichtung in
den Ruhestand gehen, damit genügend Stellen für die Absolventen frei
würden. Noch extremer sieht der Vergleich in Physik und Mathematik aus:
Dort stehen 70.000 Studierenden nach DIW-Berechnung nur 24.000
Beschäftigte gegenüber.
http://www.zeit.de/2010/48/Arbeitsmarkt-Fachkraeftemangel
Denn sie wissen nicht, was sie tun.
In der Tageszeitung stand kürzlich zu diesem Thema, das es im Bereich
Technik im Allgemeinen und bei den Ingenieuren im Besonderen, keinen
Mangel gibt, im Gegenteil sogar eine Schwemme, weil über Bedarf
ausgebildet wird. Indiz dafür sind auch die konstanten stagnierenden
Einkommen dieser Berufsgrupppen.
Viele Stellensuchende schwimmen nur, weil ihnen keiner was anbietet.
Scheint, das die Arbeitgeber nur das Negative, das ihnen nicht passt,
bewerten und danach dann Handverlesen.
Die beste Möglichkeit eingestellt zu werden ist eben immer noch
aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis oder kurz danach.
Später ist es meist aussichtslos.
Dem Artikel war außerdem zu entnehmen, dass es bei Ärzten und
Krankenschwestern besser aussieht. Quelle war der DIW.
Es wird kaum besser werden, dafür fehlt einfach der Schwung.
Langsam könnte man dieses Thema begraben weil alles gesagt wurde.
@Anonymous (Gast)
>für Personen <5 BE
Müsste es nicht >5 BE heißen?
@Leo ...
Solange der Fachkräftemangel und die daraus resultierende Notwendigkeit
der massenhaften Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften in der
politischen Diskussion ist, wird das hier weiter ein Thema bleiben.
Zumindest gibt es ja gute Anzeichen aus den Medien, dass es berechtige
Zweifel an den Zahlen der Interessenvertreter der Industrie (VDI etc.)
gibt.
>@Anonymous (Gast)>>für Personen <5 BE>Müsste es nicht >5 BE heißen?
Ich lese das so, dass er die Anfängerstellen und die mit kleiner 5BE
weggenommen hat, weil er 7 Jahre Erfahrung hat.
Ich sehe das genauso, dass die meisten Stellen nur für die gedacht sind,
die 3-5 Jahre haben. Mehr will man nicht (bezahlen).
> 169.000 junge Leute Maschinenbau, Verfahrenstechnik und verwandte> Ingenieurfächer,
Wie soll das denn gehen? im Mittel 1000 Studenten an 168 Hochschulen? -
Soweit mir bekannt, verlassen jährlich ungefähr 15.000 - 20.000
Absolventen der MINT-Fächer die HS. Kann es sein, dass da eine Null
zuviel ist? :-)
>während es nur 179.000 sozialversicherungspflichtig
Die Zahl kenne ich. Bei einer linearen Verteilung über das Alter ergibt
sich bei 30 Beschäftigungsjahren ein Ersatzbedarf von 3% / im Jahr. Das
sind gut 5000 Stellen. Wegen der Überalterung und der Altersteilzeit und
der Tatsache, dass vorwiegend alte abgebaut werden, ist der Bedarf
höher. Aber sicher nicht mehr als 10.000 Stellen.
Wenn man davon ausgeht, dass jede Stelle von einem 5-Jahre jüngeren
besetzt wird, rücken im Laufe der Zeit 6 Generationen nach. Das sind
etwa 10 Längs-/querwechsler. So kommt man auch die im Jahr praktizierten
80.000 Stellenbesetzungen, von denen der VDI immer erzählt. Auch anders
herum wird ein Schuh draus: Gemäß Stellenvervielfachung, siehe hier:
http://www.ig-ing.de/html/artikel_zusammenhang.htm
besteht ein Faktor 5-20 zwischen den Stellenanzeigen und den realen
Besetzungen. Geht man von oben 8000 Stellen und Faktor 9 aus, erhält man
auch die hochgerechneten 70.000 Stellen, die der VDI als "fehlend"
einstuft.
Ich schrieb:> Zumindest gibt es ja gute Anzeichen aus den Medien, dass es berechtige>> Zweifel an den Zahlen der Interessenvertreter der Industrie (VDI etc.)>> gibt.
Die Medien sind massiv pro Zuwanderung! Die Gründe dafür zu sein, sind
absolut Egal!!!!
Große Teile der Medien sind halt Rot-Grüne-Überzeugungstäter!
Pro Solarstrom, pro Zuwanderung, pro marktradikale Ideen (Zeitarbeit
etc.), pro Beamtenstaat (den sie schon lange sich als Futterkrippe
geschnappt haben), Technik nur wen sie "Nachhaltig" oder "Öko" als Label
tragen, dafür stehen die Medienleute mit ihrer rot-grünen Gesinnung!
Nur der massive Widerstand in der Bevölkerung gegen die
"Fachkräftemangellüge" der Medien, läßt den Medienleuten ihre Köpfe
jetz ein bißchen einziehen!
Aus VDI-Monitor Oktober 2010:
http://www.vdi.de/fileadmin/vdi_de/redakteur_dateien/dps_dateien/SK/Ingenieurmonitor/2010/Ingenieurmonitor%202010-11.pdf
Eine repräsentative Unternehmensbefragung im Jahr 2009 ergab, dass
lediglich
jede siebte Stelle im Ingenieursegment gemeldet wird (Erdmann/ Koppel,
2009). Die von der BA veröffentlichten Ingenieurvakanzen bilden somit
nicht
das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot ab. Letzteres lässt sich jedoch
mithilfe der Meldequote von 14,4 Prozent schätzen.
Die Zahlen der offenen Stellen der AfA werden ungeprüft (wie auch)
einfach mal 7 genommen = ca. 66.000 Stellenangebote (!) nicht äquivalent
mit tatsächlich offenen Stellen (Mehrfachausschreibungen durch
Dienstleister etc.), was vergessen wird.
Laut Bundesamt für Statistik gab es im Wintersemenster 2006/2007 333.975
(deutsche und ausländische) Studierende und Studienanfänger im
Ingenieurbereich, 353.518 im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften.
Nicht aktuell, zeigt aber eine Größenordnung.
Quelle:https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,Warenkorb.csp
>Große Teile der Medien sind halt Rot-Grüne-Überzeugungstäter!
War es nicht Frau von der Leyen, die am lautesten schrie? Die ist CDU.
Herr Brüderle sieht auch Handlungsbedarf (FDP). Und am schlimmsten ist
Herr Tillich (CDU). Also nicht (nur) rot-grün, v. a. Schwarz und gelb.
Die üblichen Verdächtigen eben, wenn es um Industrielobbyismus geht.
Leute wie der Herr von Telekom brauchen sich nicht zu wundern ,wenn es
keine FK gibt , denn 30000 zahlte man 1996 und wir hatten keine Hypes
wie in Irland
oder USA . 1998 zahlte man 40000 und angesichts der Inflationen usw
müßten
es eigentlich 70-80K€ Einstiegsgehalt sein ....
Das angesichts dieser realen Aussichten Aktiv gelebten Managements
überhaupt
noch Junge gibt die MINT studieren - und so ich weis viel zuviele
Maschbau
ist effektiv nicht nachvollziehbar . Sind die nur in Facebook am
twittern ??
Die Leyern hat sich übrigens kürzlich verplappert , sie sprichtvon FKM
in
3 Jahren - fragst sich nur welche welche FK sie meint Altenpfleger ??
btw sieht sich zB ein Hr Brüderle ausser Stand auf realistische Mails
im Unternehmensbereich auch nur zu antworten . Unternehmen sind nicht
nur Siemens oder BASF .....
So ein Ding wie der Telekom-Vorstand, das brachte doch vor einiger Zeit
auch mal einer von Siemens. Hab das von einem etwas zurück liegenden
Forenbeitrag noch in Erinnerung. Das spricht sich wohl in Top-Kreisen
irgendwie herum...
>Laut Bundesamt für Statistik gab es im Wintersemenster 2006/2007 333.975>(deutsche und ausländische) Studierende und Studienanfänger im>Ingenieurbereich, 353.518 im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften.>Nicht aktuell, zeigt aber eine Größenordnung.
Ach du Schreck!!!!!
Da gibt es 46.000 Anfänger im Maschinenbau in einem Jahrgang, 20.000
Elektrotechniker und nochmal so viele Informatiker!
Wo sollen die denn alle arbeiten??????????????
Hier ist die Statistik für Ingenierstudiengänge.
http://www.vdi-monitoring.de/index4.php?FACHBEREICH=Maschinenbau+und+Verfahrenstechnik&CHOICE=I_ST&GESAMT=1&FRAUEN=&MAENNER=&SIZE=600x400
Statistik ist interaktiv und kann durch die Parameterauswahl rechts und
oben spezialisiert werden.
Somit kann die Gesamtzahl von 168.000 Masch. u. Verft. Studenten
stimmen. Aber darunter sind auch die Erstsemester, von denen rund 1/3
den Abschluss nicht schaffen würden. Weiterhin haben wir in letzten
Jahren eine Studentenschwämme an der Hochschulen durch die Einführung
der achtjährigen Abi (ca. 30% mehr als sonst üblich).
Tatsächliche Zahl der Abschlusse liegt im Bereich von
15.000-18.000/Jahr. Kann auch in der Statistik überprüft werden.
Die Erkenntnisse sind doch alt!
Deutschland wird auch bald ungeschlagener Exportweltmeister in Form von
Fachkräften werden. Alternative wäre, die eingeschlagenen Strategie ab
Anfang 2000 und ff. weiter zu forcieren und die Gehälter noch weiter
Richtung Asien drücken, um möglichst alle Aufträge der ganzen Welt
auferlegt zu bekommen. Zum Dank können wird dann die bankrott gegangenen
EU-Nachbarländer noch besser bailouten.
Der ganze Auflauf in den Hochschulen zeigt Folgendens:
1. Es gibt viel zu wenige Lehrstellen und Jobs in Deutschland, die
auskömmlich bezahlt werden.
2. Die Propaganda des Ingenieurmangels wirkt bei immer mehr Leuten -
fast ganz Deutschland unterliegt dem Märchen des Fachkräftemangels.
Der Endsieg war ja doch auch so greifbar nahe, bis der Russe plötzlich
unvermittelt in Berlin stan.
Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen und sie wird zur
anerkannten Wahrheit werden.
Richtig gute Ingenieure wandern aus aus Deutschland aus,
billige Fachkräfte werden außereuropäisch für Deutschland eingekauft.
Das sieht dann so aus, wie auf den Baustellen in Dubai.
Billige Kräfte aus Indien werden in Containerdörfern untergebracht,
bekommen ihr traditionelles Essen in betriebseigenen Kantinen serviert
und leben so getrennt von der Restbevölkerung.
Sch..., bin ich heute morgen wieder mies drauf. Ich brauch 'nen Kaffee.
Ich hatte bis März dieses Jahres eine unbefristete Stelle als
Informatiker (2 Jahre BE, TH-Abschluß) bei einem großen "deutschen"
Elektronikkonzern. Dann bekamen viele Kollegen meiner Altersstufe eine
betrieblich bedingte Änderungskündigung und Umwandlung in einen
befristeten Vertrag bis Mai 2011. Daraufhin versuchten wir in
Deutschland eine neue unbefristete Stelle zu bekommen, aber viele
Bewerbungen und eben so viele Absagen. Inzwischen habe ich in Stavanger
(Norwegen) eine neue unbefristete Stelle und werde, wenn alles gut geht,
auch nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Von meinen Kollegen sind
nur zwei in Deutschland geblieben. Der Rest ist im europäischen Ausland
untergekommen.
Fachkräftemangel in Deutschland existiert nicht!
>Wohin gehen den die guten dt. Ingenieure?;)>In den meisten Ländern sind die Bedingungen doch tendenziell noch>schlechter!
Ich bin zwar kein Ingenieur, sondern Physiker. Für beide Spezies sind
die Bedingungen in der Schweiz deutlich günstiger als in D. Insbesondere
nach dem Verfall des Euros ist das Brutto rund doppelt so hoch wie in D.
Das Netto ist wohl dreimal so hoch aufgrund der sehr niedrigen Steuern.
Speziell der Kanton Zug in der Zentralschweiz gehört aktuell zu den 10
besten Steuerplätzen weltweit.
Da sind mir die zugegebenen hohen Mieten gerade egal...
Viele Grüsse,
Joachim
Paul schrieb:> War es nicht Frau von der Leyen, die am lautesten schrie? Die ist CDU.>> Herr Brüderle sieht auch Handlungsbedarf (FDP). Und am schlimmsten ist>> Herr Tillich (CDU). Also nicht (nur) rot-grün, v. a. Schwarz und gelb.>> Die üblichen Verdächtigen eben, wenn es um Industrielobbyismus geht.
Verstanden!!!!!!!
Jetzt wird`s mir klar!
Die Greencardidee war wohl ne "Initiative" der schwarz-gelben
Bundesregierung unter Führung des Kanzlers Schröder und popolitischer
Vermarktung durch den Aussenminister Fischer!!!!!!
Da sehen wir mal wie uns die rot-grüne Presse die Wahrheit
vorenthält!!!
Die Greencardidee stammt von unserem Gaspipeline Kanzler Schröder incl
unserem steine werfenden auch Pipeline Außenminister Fischer, stimmt.
Aber aus dem Blödsinn haben schwarz-gelb nichts gelernt.
Im Ausland ist auch für Ingenieure alles besser, nur oft besser als hier
nichts zu haben.
Ein netter Beitrag im Fernsehen war einmal ein Facharbeiter, der in
Norwegen (?) einen Job gefunden hat und sich dann mit dem Blick auf den
Hafen ein Bier gegönnt hat - ca. 0,4l für umgerechnet 7€. Prost!
Ich schrieb:
> ca. 0,4l für umgerechnet 7€. Prost!
Dann komm mal nach Japan, da zahlst du auch gerne mal ~10 EUR fuer die
selbe Menge an Bier... :)
G. H. schrieb:
>Da gibt es 46.000 Anfänger im Maschinenbau in einem Jahrgang, 20.000>Elektrotechniker und nochmal so viele Informatiker!
Ich weis jetzt nicht genau wo die Zahlen herkommen, moechte diese jetzt
auch nicht in Frage stellen.
Ich weis nur, dass an der Uni, an der ich studiere, die Anfaengerzahlen
fuer ET immer weiter gesunken sind. Vor ca. 5 Jahren waren es noch ~350
Leute (inkl. Mechatroniker). Im WS 2009/2010 haben dann nur noch ~95
Leute angefangen (ebenfalls inkl. Mechatroniker).
Im weiteren Verlauf, werden ca. 30% in den ersten beiden Semestern
wieder aufhoeren. Zudem spukt dann noch das Bachelor & Master System
dazwischen.
Da kann man sich ja vorstellen, wie viele davon dann das Studium mit
einem Master abschliessen und diese teilen sich dann noch in fuenf
Fachrichtungen auf.
Ich schrieb:> Ein netter Beitrag im Fernsehen war einmal ein Facharbeiter, der in> Norwegen (?) einen Job gefunden hat und sich dann mit dem Blick auf den> Hafen ein Bier gegönnt hat - ca. 0,4l für umgerechnet 7€. Prost!
Das war ein einseitiger Beitrag.
Es gibt noch viele andere Sachen in Norwegen die besser als in
Deutschland sind, die Sache mit dem teuereren Alkohol oder teuereren
Lebensmittel relativiert sich schnell angesichtes des höheren Gehalts,
der gegebenen Jobsicherheit, dem fehlenden Druck bei der Arbeit,
besseren Sozialleistungen, niedrigeren Energiekosten usw, usw.
Man muss sich selbst ein Bild vom Land machen und nicht der Dummpresse
glauben.
>Die Greencardidee war wohl ne "Initiative" der schwarz-gelben>Bundesregierung unter Führung des Kanzlers Schröder und popolitischer>Vermarktung durch den Aussenminister Fischer!!!!!!
Hier ging es um die Nutzung der Medien. Damals wurde nicht halbsoviel
über angeblichen Fachkräftemangel geschrieben wie heute. Man kann Herrn
Schröder sogar dankbar sein, daß er damaligen aufkeimenden
Ausländerreinholorgien einen recht cleveren Riegel vorschob. Die
Bedingung 60k€! Auf dem Papier gab es eine faire Lösung für Unternehmen,
ohne Lohndumping Tor und Tür zu öffnen. Eine der wenig guten Aktionen
von Schröder. Gekommen sind deshalb nicht viele. Nun macht sich
schwarz-gelb daran, diese Grenze auf weit unter 40k€ zu senken (Aussage
Herr Tillich). Ergebnis ist ein Quasi-Maximallohn.
Ländle schrieb:> In einem Artikel in der FR äußert sich die polnische Seite zur> Freizügigkeit für osteuropäische Arbeitnehmer:>> http://www.fr-online.de/wirtschaft/arbeit---soziales/dumping-vertraege-sind-laengst-entworfen/-/1473632/4794812/-/index.htmlZitat
"Ingenieure, Informatiker, aber auch Krankenschwestern – das, was der
deutsche Arbeitsmarkt künftig tatsächlich brauche, werde mit einiger
Sicherheit nicht in großer Zahl aus Polen kommen, meint Golbik.
Dem kann Tomasz Major nur zustimmen: „Wer einen guten Job in Polen hat,
der bleibt.“
„Die Deutschen erwarten, so scheint mir, dass junge, qualifizierte, gut
Deutsch sprechende Polen auf den deutschen Arbeitsmarkt drängen“, sagt
er. „Doch so wird es nicht kommen. Die Warschauer Zeitung Gazeta
Wyborcza hat im September Experten befragt. Die rechnen damit, dass nach
dem 1. Mai bis zu eine halbe Million Polen in Deutschland arbeiten
wollen. „Vielleicht sind es sogar noch mehr“, mutmaßt Major. Aber die
gut qualifizierten Leute seien bereits in Deutschland: Handwerker haben
Ein-Mann-Firmen gegründet, deren Niederlassung nach EU-Recht längst
möglich ist. Und große Firmen können für Spitzenkräfte, an denen ihnen
gelegen ist, auch heute schon – mit einigen bürokratischen Umständen
zwar – eine Arbeitserlaubnis erwirken. „Nach dem 1. Mai werden
diejenigen in Deutschland ihr Glück versuchen wollen, die auf dem
polnischen Arbeitsmarkt ihre Schwierigkeiten haben: Arbeitslose mit
schlechter Ausbildung.“
Zitat Ende
Also keine Probleme für Ingenieure und Informatiker. Die schlecht
Ausgebildeten können gerne zur Ernte hierher kommen und Spargel stechen,
wie bisher auch schon. Macht ja eh freiwillig kein Deutscher mehr den
Job.
Mark Brandis schrieb:>Also keine Probleme für Ingenieure und Informatiker.>Die schlecht Ausgebildeten können gerne zur Ernte>hierher kommen und Spargel stechen, wie bisher auch>schon. Macht ja eh freiwillig kein Deutscher mehr den>Job.
Das sehe ich auch so. Die Fachkräfte werden allenfalls das nahe
ehemalige DDR-Gebiet überfluten, wo es eh schon lau ist.
Was Krankenschwestern und Pflegekräfte anbetrifft: Die Polen haben da
bereits mit harmonisierten Studiengängen wie Bachelor aufgenommen. Aber
wer holt die?
Beispiel: Ich stamme aus einem kleinen Eifeldorf, mit nach wie vor guten
Kontakten da hin. Wenn sich ein gut situierter Rentner eine polnische
Pflegekraft leistet, und das gibt es derzeit in einem einzigen
Straßenzug oft mehrfach, dann geht das immer nur auf der Basis, daß die
Kraft kostenlos in einem im Haus hergerichteten Zimmer kostenfrei wohnt
und logiert, und noch ein eher geringes Gehalt bekommt, z.B. auf
400€-Basis. Und natürlich jederzeit verfügbar ist, und kaum persönliche
Freiheiten hat. Sowas wie Leibeigenschaft. Derer Verhältnisse gibt es
auf dem Dorf viele. Manche hauen nach 3 Monaten ab, weil sie 1000km von
ihrem ehemaligen Umfeld (Familie, Freunde) entfernt sind, hier
vereinsamen.
Und wenn da mal jemand mit einem Bachelor-Anspruch daher kommt, mit
entsprechendem Gehaltsanspruch, dann wird das Ding schnell ein Ende
haben. Denn, so reich, sind die Rentner nun auch wieder nicht.
Traubenleser aus Polen, die konnten ja nach speziellen Abkommen auch das
ganze verdiente Geld Netto einsacken, und wohnen Kost- und Logiefrei. 5€
die Stunde netto mit nach Polen nehmen. Damit lebt es sich dort
fürstlich. Der deutsche Arbeitslose kann da nur sehr doof aus der Wäsche
schauen, wenn er vom Amt gezwungen wird, und die Wegekosten noch
vorlegen muß. Über deren Motivation, muß sich da gegenüber den Polen
niemand beschweren, wenn er die Hintergründe etwas kennt.
Wobei die Polen auch nicht mehr nach Deutschland kommen, ganz egal ob es
um Spargel oder sonstige Ernten kommt. Der Grund: man verdient in
Deutschland nichts mehr und die Wirtschaft in Polen wächst derzeit sehr
schnell. Viele Polen die damals nach England ausgewandert sind, kommen
nun zurück weil die Gehälter in ihrer Heimat schon ordentlich angezogen
haben. Solche Wander-Arbeitskräfte machen einen Bogen um Deutschland.
Diejenigen die Spargel in Deutschland ernten sind schon um Einiges
schlechter dran als Polen: Tschechen oder Rumänen.
Schon bald können nur Menschenaffen und Primaten diese Arbeit machen
(Gehalt als Bananen) weil es sich sonst "wirtschaftlich nicht lohnt".