Audiosignale schalten

Gast #1942992
Lesenswert?

Servus
ich bin gerade am planen eines Audioerstärkers. Nun soll dieser mittels 
eines µ Controllers verschiedene Audioquellen schalten können.

Nun wollte ich euch fragen ob man die Audiosignale ohne weiteres mit 
einem NPN Transistor schalten kann. Ich habe bei meinem letzten Projekt 
Relais verwendet nur scheint wohl durch die induktion der Spule das 
signal zerstört worden zu sein so dass ich immer ein rauschen hatte.

deshalb frage ich euch wie ich das am besten machen kann. Es soll so 
aussehen dass es geschaltet wird, anschließend soll das signal mittels 
eines potis in der lautstärke geregelt werden können und soll dann auf 
den verstärker gehn.

was meint ihr?
Gast #1943038
Lesenswert?

hab mir den74hc4053 ausgesucht. nur versteh ich das datenblatt nicht so 
richtig. da gehen 3 signale mit jeweils 2 strippen rein und es kommen 
nur 3 signale raus?
sprich ich muss zwei ics nehmen für 3 signale von jeweils L und R?
Gast #1943142
Lesenswert?

und ich hab nochmal ne kurze frage. wenn ich nun diesen ic verwende wie 
tut ihr das handhaben mit dem minus der audioquelle? kann ich da ohne 
probleme alle minus zusammenführen und dann an den poti für die 
lautstärkeregelung drann hängen oder muss ich da noch dioden oder 
ähnliches einbauen?
Persönliche Seite #1943182
Lesenswert?

Max Power schrieb:
> Ich habe bei meinem letzten Projekt Relais verwendet nur scheint wohl
> durch die induktion der Spule das signal zerstört worden zu sein so
> dass ich immer ein rauschen hatte.

Das Rauschen kam sicher nicht von den Relais.
Diese sind im Hinblick auf Audioeigenschaften sicherlich den 
elektronischen Schaltern überlegen. Einen Unterschied wirst du trotzdem 
nicht hören, weil beide gut genug sind.
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1943223
Lesenswert?

Alexander Schmidt schrieb:
> nicht von den Relais.
> Diese sind im Hinblick auf Audioeigenschaften sicherlich den
> elektronischen Schaltern überlegen.

Das kann man so nicht sagen. Es gibt weder DAS Relais noch DEN 
Analogschalter. Die erreichbaren Daten und die Qualität der verwendbaren 
Relais und Analogschalter differieren enorm. Gerade bei den 
Analogschaltern sind die elektrischen Eigenschaften in den letzten 
Jahren extrem verbessert worden und die zusätzlichen Features, wie das 
Schalten im Nulldurchgang, machen jedes Relais in Bezug auf 
Audiosignalumschaltung eigentlich überflüssig. Trotzdem lassen sich 
manche Dinge auch gut mit Relais lösen. Die galvanische Trennung seitens 
der Steuerung hat da einen gewissen Vorteil.
Gast #1943278
Lesenswert?

Nimm nicht die CD4051/52/53 oder 4069 o.ä. Diese IC erzeugen beim 
Umschalten einen "Click", was darauf wohl zurückzuführen ist, das beim 
Umschalten kurzzeitig beide Kanäle aktiv sind oder der Umschaltvorgang 
keinen sauberen Sprung von Kanalwiderstand zu hochohmig und umgekehrt 
hinbekommt.

Für analoge Signale gibt es extra ICs mit gleicher Funktion, z.B. von 
Maxim, die diesen Effekt nicht haben.

Der TDA1029 ist ein 4fach-Stereo-Umschalter mit sehr guten analogen 
Eigenschaften und kaskadierbar.

Blackbird
#1943364
Lesenswert?

Wenn Du anständige Analogsignale schalten willst, verwende Signalrelais 
wie das NAIS TQ2. Dieses gibts in verschiedenen Spulenspannungen wie 5v 
12v etc.
Damit bekommst du auch entsprechende Dämpfung bei ausgeschalteten 
Signalen.
Mit diesem Relais kannst du Pre-Amps von höchster Qualität bauen. 
Einfach darauf achten, dass sich der uP und die Audiosignale nicht zu 
nahe kommen und keine Erdschlaufen legen.

Gruss Mike
Gast #1943610
Lesenswert?

ok hab mich nochmal durch andere threads durchgelesen und mich etwas 
schlau gemacht. ich denke ich mache das ganze nun doch mit releais. die 
ganzen ic geschichten scheinen für audioschaltung nicht wirklich 
geeignet.

hier hab ich nen thread gefunden wo einer gemeint hat dass er ein 
problem hat dass sich die töne vom einen auf den anderen kanal 
überlagern und der hat es mit dem ic nicht hinbekommen.

von demher schau ich dann mal nach relais.
Gast #1944066
Lesenswert?

ich hab mich nun doch umentschieden. und zwar will ich es quasi digital 
lösen.

ich will einen drehschalter an den µcontroller legen der mir dann die 
takte ausliest und je nach takt dann einen varistor oder ähnliches 
schaltet für das audiosignal.

so kann ich auch direkt ne lautstärkeanzeige für ein display mit 
programmieren.

weiß jemand zufällig ob das so funktioniert mit nem varistor oder gibts 
da auch wieder spezielle dinger die gut taugen?
Gast #1944356
Lesenswert?

spannungsabhängiger widerstand oder etwa nicht?

dachte ich könnte mit nem analog signal vom µcontroller den varistor 
schalten so dass ich durch die spannung die lautstärke regeln kann. oder 
etwa nicht?
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1944529
Lesenswert?

Du, wir sind hier sehr flexibel, aber im Interesse aller lege Dich doch 
einfach mal auf eine Sache fest und beschäftige Dich doch mal auch bitte 
mit den ernstgemeinten Vorschlägen. Bei der Recherche im Internet wirst 
Du auf weitere Informationen zu den vorgeschlagenen Schaltkreisen oder 
Bauelementen stoßen und vielleicht auch auf eine Lösung Deiner Aufgabe.
(Firma: TravelRec.) Persönliche Seite #1944694
Lesenswert?

Max Power schrieb:
> jedoch bleibt halt immernoch die frage ob minus der quellen
> mitschalten oder alle zusammenlöten.
>
> um sicher zu gehen werd ich sie halt mit schalten.

Ohh nein. Niee nicht! Die Massen kommen alle auf die gemeinsame Masse. 
Was Du machen kannst, wenn Du nicht sicher bist, ist alle Massen der 
Eingänge mit 10 Ohm auf einen Sternpunkt su schalten. Damit bist Du in 
gewisser Weise vor hohen Erdschleifenströmen sicher. Ist aber i.d.R. 
nicht erforderlich. Geschaltet oder geregelt werden nur die Signalwege. 
Falls Du symmetrische Signale hast, macht es Sinn, diese vor dem 
Umschalten mit einem Differenzverstärker zu einem Signal gegenüber Masse 
umzuformen.
#1944845
Lesenswert?

Achte darauf das du bei deiner Sternmasse die Masseleitungen nicht 
zweimal erdest. Somit vermeidest du Erdschleifen (50Hz bzw 100Hz Brumm)

Beispiel:
Angenommen du hast XLR Anschlüße und gehst mit Pin1 (=Masse) auf die 
Sternmasse. Soweit OK. Dann verbindest du den Audioausgang von deiner 
Platine durch ein geschirmten Kabel mit der XLR Ausgangsbuchse.
Schirm mit Pin1, HOT mit Pin2 und COLD mit Pin3.
Auf der Platine ist aber die Erdleitung auch mit der Sternmasse 
verbunden.
Jetzt kann es sein das über die Leitung 
Sternmasse-XLRPIN1-Kabelschirm-Platinenmasse der Strom für z.B das 
Netzteil fließt (falls das auf der selben Platine ist). Das soll 
natürlich nicht so sein, das dieser Strom auf dieser Leitung fließt.
Darum trenne ich meistens die Schirmleitung auf einer Seite auf.
Gast #1945008
Lesenswert?

alles klar danke für den tipp. muss jetzt erst mal alles in eagle genau 
planen.

mache sowieso jeweils ne platine für jeden Aufbau. das heißt eine für 
steuerung, eine für spannungswandler/stromversorgung und eine zum 
schalten der Signale.

bei der für die signale würde ich dann sowieso die hauptfläche der 
platine der masse der audioquellen geben.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren