Worin besteht denn die Anwendung? Eine RGB-LED hat ja mind. drei
Kanaele, manche sogar 4 (z.B. blau doppelt). Das heisst ja das Du in
Wirklichkeit nicht 60, sondern 180 einzelne LEDs ansteuern willst.
Wieviele Du dabei zu einer Zeit einschalten willst spielt eine
untergeordnete Rolle und wirkt sich bestenfalls auf den
Gesamtstrombedarf aus, nicht jedoch auf die Schaltung.
Dann wirst Dir ueberlegen muessen in wie vielen Zeilen und Spalten Du
das organisieren willst, also z.B. 13*15(=195) bei einer annaehernd
quadratischen Matrix, wobei da ein paar Stellen ungenutzt bleiben, bei
180 geht es halt nicht auf. Also 13 Zeilen mal 15 Spalten, 15 deshalb
dass es auch durch 3 Teilbar ist. Du haettest also demnach 15/3=5 LEDs
in jeder Deiner 13 Spalten.
Du musst dann den Strom bestimmen und dafuer sogrgen, dass jeder
Spaltentreiber genau auf die Vorwaertsspannung des jeweiligen Farbkanals
passt, also passende Widerstaende und zwar unter Beruecksichtigung von
Impulsstroemen, die ja wahlweise um einiges hoeher sein koennen als ein
DC-Level.
Dann musst Dir weiter ueberlegen mit welcher Zeilenfrequenz Du die Sache
ansteuern willst, sinnvollerweise sind etwa 100-120Hz, dass man kein
Flimmern mehr wahrnehmen kann und auch das anspruchsvolle Auge oder die
Kamera damit befriedigen kann ;) Das heisst aber Zeilenfrequenz, denn
wir wollen fuer die einzelne Zeile diese Frequenz erreichen. Wir muessen
die Matrix also tatsaechlich mit 13*120 = 1560Hz ansteuern, was noch im
Rahmen des machbaren liegt, zumindest bei den Frequenzen, Transistoren
usw... aber auch bei Deinen LEDs?
Du schaltest also mit einer Frequenz von 1560Hz, was t~0.65ms bedeutet.
Und da seh ich ein kleines Problem, denn das ist nicht einmal eine
Millisekunde, da wirst Du einen sehr hohen Pulsstrom brauchen, dass
Deine Matrix spaeter hell genug ist. Da musst Du schauen wieviel und wie
lange Deine LEDs den Pulsstrom verkraften, wodurch sich bei solchen
Matritzen auch immer die Grenzen ergeben.
Ein Ausweg ist die Zeilen breiter zu machen und somit weniger davon zu
bekommen, was die Frequenz erniedrigen wird.
Wenn Du Deine Matrix noch in Helligkeit ansteuern willst wirst Du noch
hoeher takten muessen und ggf. das Tastverhaeltnis dadurch nochmal
beeinflussen koennen.
Bleiben wir nochmal bei den 13*15 Spalten so brauchst Du ohne
Schieberegister also 13+15 = 28 Pins, was Dein Atmega8 nicht hat. Du
kannst Schieberegister verwenden, was Dir aber die ANsteuerung nochmals
verkomplizieren wird. Ich lese heraus dass Du noch nicht so viel
Erfahrung hast deswegen rate ich Dir hier einen Controller mit genuegend
Pins zu nehmen und die Ansteuerung direkt zu machen.
Schau Dir mal den Schaltplan an, wie man so ne Matrix prinzipiell
ansteuern kann, auch wie die Transistoren verwendet sind. Wie man sieht
is so ne LED-Matrix trickreicher als man im ersten Moment vermuten mag,
da gehoeren paar Ueberlegungen zu.
Gruss,
Michael