Mythos erfolgreicher Unternehmensberater?

Gast #1945006
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Warum verdienen Unternehmensberater nach wie vor Geld bei 
überdurchschnittlich hohen Stundensätzen wenn es so viele gibt und sich 
immer die Frage stellt: Wenn sie so gut wissen, wie man ein 
erfolgreiches Unternehmen gründet, warum sind sie dann nur 
Unternehmensberater?

Bitte Antworten von Unternehmensberatern und Nicht-Unternehmensberatern.
Gast #1945013
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Winnig schrieb:
> Warum verdienen Unternehmensberater nach wie vor Geld bei
> überdurchschnittlich hohen Stundensätzen wenn es so viele gibt ...

Weil die Unternehmensberater wissen, wie man den Damen und Herren Chefs 
erfolgreich um den Bart geht und denen erzählt, was sie hören möchten. 
Dabei geht es nicht so sehr um harte Fakten sondern darum, einen Grund 
zu finden, warum es gerade so gut (oder schlecht) läuft.

> immer die Frage stellt: Wenn sie so gut wissen, wie man ein
> erfolgreiches Unternehmen gründet, warum sind sie dann nur
> Unternehmensberater?

Unternehmensberater sind meist selbstständig, also auch Unternehmer. Sie 
haben ein Produkt, was sich i.d.R. sehr gut verkauft und sind damit 
erfolgreich. Also wo liegt das Problem?
Gast #1945056
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Rainer Unsinn schrieb:
> Weil die Unternehmensberater wissen, wie man den Damen und Herren Chefs
> erfolgreich um den Bart geht und denen erzählt, was sie hören möchten.
> Dabei geht es nicht so sehr um harte Fakten sondern darum, einen Grund
> zu finden, warum es gerade so gut (oder schlecht) läuft.

Es gibt auch jede Menge die rumkrebsen. Wenn allein die 
Berufsbezeichnung reichen würde gäbe es noch viel mehr von der Sorte.

Es ist außerdem Blödsinn das Berater nur "beraten". Der Job ist ganz 
schön hart, zumindest das was ich so mitbekommen hab.

"Unternehmensberater brauchen die Unternehmer die auf ihre Freeunde 
nicht hören" ist auch nicht ganz falsch.
Gast #1945196
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Winnig schrieb:

>Warum verdienen Unternehmensberater nach wie vor Geld
>bei überdurchschnittlich hohen Stundensätzen

Nun ja, unter einem Unternehmensberater versteht man im klassischen 
Sinne einen Berater, der ein Unternehmen berät, z.B. für eine bessere 
Strukturierung, wenn es nicht so gut läuft. Da kann man sich durchaus 
vorstellen, daß dort viel Arbeit dahinter steckt, und es nicht 
spottbillig ist.

Auf der anderen Seite, gibt es Leute, die nennen sich ebenfalls 
Unternehmensberater. Die habe ich täglich in meiner Email, aus den 
Online-Jobbörsen. Die schlagen sich nur mit Bewerbungen und Bewerbern 
herum, sind eher Personaldienstleister. Unternehmensberater klingt aber 
besser. Die Berufsbezeichnungen sind wohl auch nicht geschützt.
#1945337
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_GastXIV schrieb:
> Es ist außerdem Blödsinn das Berater nur "beraten".

Genau. Beratungsfirmen werden häufig auch für Projekte herangezogen, die 
ein Unternehmen alleine nicht meistern kann. Beispielsweise für die 
Planung eines Umzuges oder einer Softwaremigration und all den damit 
verbundenen Schwierigkeiten. Da in beiden Fällen der Betrieb nur 
kurzzeitig unterbrochen werden darf und auf gar keinen Fall eine 
längerfristige Blockierung durch etwas Unvorhergesehenes drin liegt, 
müssen solche Projekte generalstabsmässig durchgeplant und geübt werden. 
Das hat dann nichts mit heisser Luft und Blendwerk zu tun.

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