Hallo
ich bin als Dienstleister in Form der Arbbeitnehmerüberlassung bei einem
grosssen Konzern tätig und komischwerweise habe ich hier kaum rechte,
die die festangestellten haben. Das fängt schon an, dass mein essen dem
normalpreis entspreciht, während die festangestellten einen rabat von
55% bekommen. Desweiteren darf ich zu diversen meetings nicht mit.
Frage: Ist das rechtens? Darf ich dagegen klagen und gegebenfalls
schadensersatz verlangen? Hat jemand was ähnliches erlebt?
Ich dachte bislang die rechte bei einer arbeitnehmerüberlassung seine
die gleichen wie bei festanstellung?
Ich finde dies eine Frechheit und sittenwidrig und absolut gegen die
menschliche Würde. Sind wir etwas Tiere, haufen Vieh, dass man an der
langen leine Hält.???!
Sorry aber musste dampf ablassen
Gruss
Ein genervter Ingenieur, der ständig übelegt alles hinzuschmeissen,
wegen dieser verdammten ungerechtigkeit und auszuwandern.
> Das fängt schon an, dass mein essen dem normalpreis entspreciht,> während die festangestellten einen rabat von 55% bekommen.
Anscheinend gibt die Firma den internen einen Essens-Zuschuss. Du bist
aber nicht verpflichtet, das Essen aus dieser Kantine zu beziehen. Du
kannst dir auch selbst irgendwelche Verpflegung mitbringen.
> Desweiteren darf ich zu diversen meetings nicht mit.
Das kenne ich. Das hängt von der Firma ab: eine so, die andere so. Ist
ziemlich nervig. Dann muß man halt von jemanden, der mitwar, die
nowendigen Infos einfordern.
Sieh es mal so: Auf ded Einen Seite hast du eine gewisse
Rechte-Reduktion, auf der anderen Seite auch eine Pflichten-Reduktion.
Du nimmst NICHT an Mitarbeiter-Bewertungs-Gesprächen Teil, brauchts dich
NICHT in Abteilungspolitische Querelen einzubringen, kannst die
"internen" vorschieben wenn etwas ist was du nicht machen möchtest
(Gründe dazu lassen sich imemr finden) etc.
> Ist das rechtens?
Ja
> Darf ich dagegen klagen und gegebenfalls schadensersatz verlangen?
kannst du. du kannst auch dagegen klagen daß die Sonne gelb ist. hat den
selben Effekt.
> eine Frechheit und sittenwidrig und absolut gegen die> menschliche Würde. Sind wir etwas Tiere, haufen Vieh, dass man an der> langen leine Hält.???!
Hä? Irgendwie must du mächtig Frust haben ....
@IchUndDu
Willkommen in der Welt der Dienstleister und Zeitarbeiter.
Du hast die Freiheit, du darfst kündigen, du darfst auswandern, du
darfst dich ärgern, (...) du musst es aber nicht.
Horst Rubbelspecht schrieb:> ... indem man etwas naturwissenschaftliches studiert und nicht> Germanistik. Mann solche wie Du gehen mir echt total auf den S...
Ja und? Deswegen wird man wohl grad noch wissen, was "Namenwörter" und
Tunwörter" sind,oder?;)
Fühlst du dich wohl deswegen irgendwie angegriffen?!
Mein Beileid.
@ Stasi: Nomen est omen....
Na also ich weiß ja nicht, aber wenn man, als "Hochqualifizierter" sich
nicht mal richtig ausdrücken kann, bzw. nicht mal mit irgendwelchen
nichtigen Problemen kommt, was soll man da erwarten?
Ohne etwas zu verallgemeinern, aber wenn der TE was aufm Kasten hätte
wär er bestimmt nicht bei ´ner Zeitarbeitsfirma,oder?
Ich mein vielleicht bin ich da etwas konservativ, aber wenn, dann will
ich doch was "gescheites".
Und meiner Meinung nach sind Leute, die in selbiges Horn blasen, doch
keinen deut besser....
Viele Grüße,
Sven
IchUndDu schrieb:> Ich finde dies eine Frechheit und sittenwidrig und absolut gegen die> menschliche Würde. Sind wir etwas Tiere, haufen Vieh, dass man an der> langen leine Hält.
Ich hab mich darüber auch schon geärgert. Wenn man es rein Rechtlich
Sieht, gibt es das antidiskriminierungsgesetz, das besagt, dass man eben
nicht anders behandelt werden darf, man dürfte auch nicht
'gekennzeichntet' werden -meistens haben externe anderen Ausweis od.
Ausweis mit Kennzeichnung od. Farbbalken -auch Säuferbalken genannt ;).
Es Muss in jedem Betrieb einen Antidiskriminierungsbeauftragten geben.
Du kannst Dich ja mal an den wenden.
Wg. den Meetings: Es gibt auch Meetings in denen die Internen nicht
teilnehmen dürfen - z.B. wenn sich die externe Firma abspricht. Oder
wenn sich der Vorstand des Konzerns trifft ;)
@Sven W. alias Schlaumeier
Na wieviele Fehler hab ich gemacht? Müßten jede Menge sein, du darfst
sie alle behalten >:->
IchUndDu schrieb:> 55% .> Desweiteren darf ich zu diversen meetings nicht mit.
-Wenn ich in einer Fremdfirma esse, bekomme ich auch oft den Gastpreis.
-Ob man jedes Meetig braucht??
-Der Anstand gebietet es jedoch, bei Weihnachtsfeiern usw. auch an
Kollegen zu denken, was leider in zunehmender Geiz-ist-geil-Gesellschaft
öfter "vergessen" wird!
oszi40 schrieb:> -Der Anstand gebietet es jedoch, bei Weihnachtsfeiern usw. auch an> Kollegen zu denken, was leider in zunehmender Geiz-ist-geil-Gesellschaft> öfter "vergessen" wird!
Im Konzern? Also echt nicht. Im Gegenteil, ich hab schon Abteilungen
erlebt die zur weihnachtsfeier der externen Firma nicht gegangen sind.
"Die Chefs halten so auch nicht zu uns -wir werden verheizt- und da muss
man nicht auf Anweisung fröhlich sein"
Auch Weihnachtsfeiern der internen -die einen sonst in den A* treten-
wurden verweigert. Ebenso sonstige Events wie Biergarte, Cartrennen usw.
Es ist dann schon aufgefallen, dass die externen der Firma X NIE dabei
sind, und das hat wohl auch die Teamleiter bischen zum Nachdenken
gebracht. Man muss keine heile Welt spielen wo kein ist. Da kann man nur
Stromberg zitieren:
"Büroalltag ist Krieg"
Weihnachtsfeiern sind (oft) nicht zum feiern da. Man zeigt sich, macht
etwas Smalltalk, den Stinkefinger in der Tasche, ... .
Manche werden gesprächiger, nach 1-2-3-... Gläschen Glühwein.
Das Verhältnis zu den Stammkollegen und anderen Externen kann sich
verbessern. Nett quatschen, keine heile Welt spielen.
Ich bin auch zu Feiern von meinen Ex-Zeitarbeitsfirmen nicht
hingegangen, weil sich für mich daraus kein Vorteil ergibt oder ich eh
froh bin den Großteil der Kollegen nicht zu sehen.
Das man zu diversen Meetings nicht eingeladen wird, kann einem auch als
Interner passieren.
IchUndDu schrieb:> Frage: Ist das rechtens? Darf ich dagegen klagen und gegebenfalls>> schadensersatz verlangen? Hat jemand was ähnliches erlebt?>>>> Ich dachte bislang die rechte bei einer arbeitnehmerüberlassung seine>> die gleichen wie bei festanstellung?
Hallo Ichund du,
Ja, das ist rechtens. und nein, eine Arbeitnehmerüberlassung bedeutet
nicht, dass du genau so behandelt wirst. Das wäre sogar für das
Unternehmen an das du 'verliehen' wurdest fatal. Wenn keine eindeutige
Trennung mehr vorhanden ist, könntest du auf Übernahme bei diesem
Unternehmen klagen. Wenn du zum Beispiel auf Abteilungsmeetings etc. mit
eingeladen wirst und auch sonst wie ein Mitarbeiter der Firma behandelt
wirst.
IchUndDu schrieb:> Ich finde dies eine Frechheit und sittenwidrig und absolut gegen die>> menschliche Würde. Sind wir etwas Tiere, haufen Vieh, dass man an der>> langen leine Hält.???!
Den Abschnitt kannst du nicht ernst meinen, oder?
oszi40 schrieb:> IchUndDu schrieb:>> 55% .>> Desweiteren darf ich zu diversen meetings nicht mit.
....Interna...?!
> -Wenn ich in einer Fremdfirma esse, bekomme ich auch oft den Gastpreis.
Richtig, bist ja in dem Fall auch Gast und kein ^eigener^ Mitarbeiter.
> -Ob man jedes Meetig braucht??
Eben, bzw. wenn halt irgendein Meeting nur intern ist, für ^eigene^
Mitarbeiter und man ja in dem Fall auch ne Fremdfirma vertritt.
Magna Ingenius schrieb:
...
> Na wieviele Fehler hab ich gemacht? Müßten jede Menge sein, du darfst> sie alle behalten >:->
Ja und, wenn ich in den Raum werfe, dass es schon seltsam ist, dass man
als Ingenieur etc. nicht fähig ist, zu schreiben wie man´s in der Schule
gelernt hat, und Du damit ein Problem hast, dann hast´s eben Du... aber
ist ja eigentlich auch zweitrangig.
Mich wunderts eben nur dass man´s deswegen "nur" zu ner Leiharbeitsfirma
schafft und sich dann aufregen muss wie hier geschehen.
Schade allerdings, dass sich der TO leider nicht mehr meldet, falls es
euch schon aufgefallen ist;)
Grüße,
Sven
IchUndDu schrieb:> Ein genervter Ingenieur, der ständig übelegt alles hinzuschmeissen,> wegen dieser verdammten ungerechtigkeit und auszuwandern.
Dann wander doch aus. Aber was macht dich so sicher, dass es dir dann
besser geht? Nur weil man in D Ingenieur ist, wird man auf dem
restlichen Terra wie eine Gottheit verehrt? Oder wie muss man sich das
vorstellen?
Na das mit den Meetings hat 2 Gründe:
Es geht um den Einsatz der Leiharbeiter - wer wird verlängert, wer
nicht.
Und man will vermeiden das brisante Informationen 'raussickern'.
Bei einigen Technologien wo man ein Jahr Vorsprung hat, kann man nicht
Jeden einweihen.
IchUndDu schrieb:>Das fängt schon an, dass mein essen dem normalpreis>entspreciht, während die festangestellten einen rabat>von 55% bekommen.
Da wäre das erste, und zwar das allererste, was ich tun würde, die
Verpflegungsbetriebe zu meiden. Es fehlt komplett die Wertschätzung des
Mitarbeiters. Dann sollen sie nicht auch noch an mir verdienen. Bei 55%
Rabatt für die anderen, zahlst du mehr als den doppelten Preis. Wenn
dann jemand fragt, kann man es ja erklären, und vielleicht noch nach
einer Verbesserung fragen. Das Thema ist aber durchaus verbreitet, kein
Einzelfall.
Wenn man ohnehin den Normalpreis zahlt, dann sucht man sich doch lieber
nach Feierabend ein schönes Lokal. So machte es mal jemand, der mir in
einer Firma begegnete, und ein Pensionszimmer am Arbeitsort hatte.
Den Betriebsrat fragen, halte ich für einen schlechten Witz. Der ist
wohl vom Vorstand geimpft, und dein Betriebsrat ist der Dienstleister.
Du sollst da Dienst leisten, dienen. Aufmucken = Blut spucken!
>Desweiteren darf ich zu diversen meetings nicht mit.
Das wäre für mich eher ein Grund zur Freude. Dann hat man sich über die
Inhalte der Meetings auch nichts vorzuwerfen, wenn jemand mit einem
Thema von dort an einen heran tritt.
Ja, ich kenne solche Dinge auch. Als ich nach ein paar Tagen in einer
für mich fremden Branche (Entwicklung Automatisierung), wo ich über DL
verliehen war, nicht so schnell voran kam wie die jahrelang erfahrenen
Kollegen, raunzte mich der vorgesetzte Mitarbeiter an. Ich sagte dann,
er solle mir lieber erklären, wie ich besser voran komme. Einarbeitung
gab es auch nicht. Sie stellten mit mir gleichzeitig auch einen
Freelancer an, und verglichen mich fortan mit dem! Das war schon etwas
heavy. Den ganzen Tag alkoholisiert waren sie alle auch, das nur
nebenbei bemerkt. Yep, und am nächsten Tag nach der Bemerkung war ich
draußen, ich wußte es genau an diesem Moment. Es war mir immerhin eine
gute Lehre, nix fachfremdes ohne Einarbeitung mehr anzupacken.
Man wird so alt wie eine Kuh,
und lernt doch immer noch dazu! ;-)
Sven W. schrieb:>Ohne etwas zu verallgemeinern, aber wenn der TE was>aufm Kasten hätte wär er bestimmt nicht bei ´ner>Zeitarbeitsfirma,oder?
Das ist doch mal eine nette Aussage. Mann, was hatte ich in den
Coachings vom Amt für klasse Mitstreiter dabei, deren Firmen z.B. den
Bach runter gingen. Da viele von denen schon Ü50 waren, da ist es mit
schnellen oder gar sofortigen Lösungen gerade mal Essig...
Hallo IchundDu,
die Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) ist schon eine verflixte Kiste.
Im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) findet sich an mehreren Stellen
der Gleichbehandlungsgrundsatz wieder. Danach müssen überlassene AN die
selben Arbeits- und Lohnbedingungen erhalten wie die vergleichbaren
festangestellten AN des Entleihers. Nennt sich "equal pay / equal
treatment Grundsatz"
Das heißt, alle Leiharbeitnehmer (LAN) müss(t)en nicht nur den gleichen
Stundenlohn, sondern auch die gleichen Kantinenpreise, Firmenwagen,
Betriebskindergarten, Mehrurlaub, Zuschläge, Gratifikationen etc.
erhalten.
So der gerechte Grundgedanke der Leiharbeit.....
A B E R !!
Der equal pay Grundsatz gilt dann nicht, wenn im Leiharbeitsverhältnis
ein Tarifvertrag Anwendung findet. So will es das AÜG selbst. Und das
wird bei dir der Fall sein. In der Zeitarbeitsbranche herrscht nämlich
zu über 90% Tarifdeckung! (Klar warum)Die Anwendung der Tarifverträge
werden dabei einzelvertraglich vereinbart. Du musst also nicht mal in
der Gewerkschaft sein, um von deren Ergüssen gesegnet zu werden
Es gibt derzeit 3 große Zeitarbeits- TV die im Vergleich mit den Metall-
der Elektro-TV wesentlich schlechtere Arbeitsbedingungen vorsehen.
Neuerdings gibt es in den Branchen einen Mindestlohn, der hat aber eher
protektionistischen Hintergrund (ab Mai 2011 dürfen alle EU-Bürger
ohne Erlaubnis bei uns schaffen) und liegt wohl so um die 7,50 EUR. Wird
dich als Ingenieur auch nicht glücklich machen.
zwei der großen TV sind mit dem DGB geschlossen. Angeblich wurde der DGB
damit erpresst, dass - sollte der DGB keine derartigen
Schweinetarifverträge schließen - der Gleichheitssatz aus dem AÜG
verschwindet. Nun demonstriert der DGB selber für "Gleichen Lohn für
gleiche Arbeit" - ein Witz!
Nun steht er im AÜG, aber wird durch Tarifverträge ansgeschaltet.
Offensichtliches Ziel der Regierung Schröder war wohl die Schaffung
eines Niedriglohnmarktes. Und alle folgenden Regierungen haben sich die
Finger nicht mehr am AÜG schmutzig gemacht, und schieben den schwarzen
Peter geschickt von sich.
Das Antidiskriminierungsgesetz hilft die hier nicht weiter. Dazu
müsstest du wegen Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Behinderung
etc. schlechter behandelt werden.
Hilft nur eins: Fordere von deinem AG eine bessere Bezahlung. So massiv
dürfte der Überhang an fähigen und arbeitslosen Ingenieuren nicht sein.
Gruß
Markus
Wilhelm Ferkes schrieb:> Das ist doch mal eine nette Aussage. Mann, was hatte ich in den> Coachings vom Amt für klasse Mitstreiter dabei, deren Firmen z.B. den> Bach runter gingen. Da viele von denen schon Ü50 waren, da ist es mit> schnellen oder gar sofortigen Lösungen gerade mal Essig...
Da kann ich Wilhelm nur zustimmen.
Der besste Profi kann gezwungen sein bei einem Dienstleiter zu arbeiten.
Firma Insolvent und Ü40 reicht da oft schon aus.
Eines darf man dabei nicht vergessen: Was du kannst und wer du bist
hängt ganz von deiner Firma ab, wo man dich kennt.
Bist du erst mal arbeitslos bist du einer von 100 Bewerbern, den man
nicht kennt und der auf dem Papier alles behaupten kann.
Ist nicht böse gemeint, aber die Personaler werden mit Blendern
konfrontiert.
Kann er nun wirlich was oder ist er ein Blender? Kriegt man nicht so
einfach raus.
Danke Markus! Das sagt alles..
Auf die infantilen Individuen, die meinen, jeden meiner einzelnen Worte
unter die Lupe nehmen zu müssen, gehe ich erst gar nicht ein. Wie
penibel kann man eigentlich sein?! Aber vielleicht es liegt es einfach
daran, dass gewisse Leute, durch solche oberflächlichen Antworten von
ihren Unfähigkeiten ablenken wollen oder gar zum ersten Mal in den
Genuss kommen, mal was zu kritisieren, nee..nee.. jaja, es sind doch
immer die selben. Die Charaktere sieht allein an manchen Antworten.
GRUSS
IchUndDu schrieb:> Ich dachte bislang die rechte bei einer arbeitnehmerüberlassung seine> die gleichen wie bei festanstellung?
Ja, das propagieren sie. Aber wenn die Rechte gleich wären, gäbe es auch
keine Zeitarbeit.
Ich war mal bei Manpower - da haben sich die Arbeitnehmer gegenseitig
als "Leihdödel" angeredet.
Aber es gab auch schöne Bezeichnungen, so war ich mal in einer
Plastikfabrik in der die meissten Bandarbeiter Frauen waren und die
haben sich immer gefreut und gesagt: Ah, da kommen wieder die
"Powermänner".
Ich konnte die Arbeitskleidung nicht leiden (diese blauen Latzhosen mit
Hosenträgern, Größe XXL) also hab ich mir einen roten Pilotenoverall
gekauft (viel bequemer) und komme auf eine Großbaustelle, treffe den
Bauleiter und der fragt nur: Sind sie der Spezialist den ich angefordert
habe?
Ich wusste gar nicht was los war und sagte nur: Ja, der bin ich.
Dann durfte ich eine SPS Konfiguration machen und die anderen Leihdödel
mussten Kabel ziehen. Das war sehr witzig, weil man die Aufgaben nicht
neu verteilt hat. Die haben mich ein bisschen gehasst dafür.
Aber es gab auch üble Jobs. Ich liege grad nach der Nachtschicht im Bett
und es klingelt das Telefon. Mein Chef ist dran und fragt ob ich nicht
Lust hätte eine Sonderschicht zu machen. (Hab so mein Studium
finanziert).
Also fahre ich los, mitten im Schneetreiben und soll in ein Kleberwerk
fahren 50 km entfernt - ein Schiff würde dort warten.
Der Meister empfängt mich mit der Frage: Wissen Sie was sie hier machen
sollen? Nein. Schwere Handarbeit - können Sie das?
Ich denke schon.
Dann musste ich 7 h lang ohne Pause Säcke (25 kg) voller Kleber von
einer Palette auf ein Fließband werfen - mir sind gefühlt die Arme
abgefallen.
Wäre doch mal was für einen neuen Thread: Eure miesesten Jobs als
Leiharbeiter.
@Juri:
LOL
Aber sehr interessant.
Mein Betreuer bei der Agentur sagte mir auch schon, ich sollte mal
irgendwas beliebiges machen, einfach um wieder unter die Leute zu
kommen, und auch beliebige Aufgaben zu sehen.
>Dann musste ich 7 h lang ohne Pause Säcke (25 kg) voller>Kleber von einer Palette auf ein Fließband werfen - mir sind>gefühlt die Arme abgefallen.
Danach hast du dich aber wenigstens etwas wie Arnie (Schwarzenegger)
gefühlt, oder?
Aber ohne Scherz: Sowas müßte es einmal im Monat für den Ingenieur
geben. Eine kleine Jobrotation in der Firma, und nur solange man möchte.
Das beseitigt viele Probleme des Bewegungsapparates, durch Sitzen u.ä..
>Wäre doch mal was für einen neuen Thread: Eure miesesten>Jobs als Leiharbeiter.
Sowas gab es vor ein paar Monaten schon hier, allerdings ohne
Leiharbeit. Das war ganz amüsant. Wenn ich noch etwas Lust und Laune
habe, suche ich den Thread. Oder es eröffnet jemand einen neuen.
Apropos Manpower Professional Engineering: Die haben versucht mich zu
erreichen, habe noch nicht geantwortet.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Apropos Manpower Professional Engineering: Die haben versucht mich zu> erreichen, habe noch nicht geantwortet.
Manpower arbeitet nach amerikanischem Vorbild - hoch flexibel -
einstellen und entlassen nach Bedarf. Man wird durchaus verheizt aber
man kommt auch gut rum und erlebt Erstaunliches.
Also ich möchte meine Zeit als Leihdödel nicht missen - hab eine Menge
gelernt.
Juri Parallelowitsch schrieb:>Manpower arbeitet nach amerikanischem Vorbild - hoch>flexibel - einstellen und entlassen nach Bedarf.
Also genau wie viele unbekanntere andere Dienstleister auch. An meinem
Wohnort haben sie eine Filiale, aber da ist der Professional-Bereich
nicht mit drin.
>Man wird durchaus verheizt aber man kommt auch gut rum>und erlebt Erstaunliches.
Genau deswegen werde ich wohl das Thema noch mal neu angehen. Aber nur
in meinem Aktionsradius, nur was mir gefällt, auch wenn die Jobs nicht
so passen, und keineswegs in 500km Entfernung. Ich weiß aber, wie die
alle ticken.
Ich möchte mich mal wieder etwas amüsieren, natürlich auch das eine oder
andere arbeiten, vielleicht Fließband ohne den Kopf anzustrengen, auch
wenn es nicht die fette Kohle gibt. Und zu verlieren, hab ich ja
schließlich rein gar nichts.