Hallo,
vorhin in der Frühstückspause war wiedermal ein Gau-Szenario Thema an
der Reihe.
Es geht um eine Platine auf der 3 Stück LM317 angebracht sind.
Der erste ist für 24 auf 12V und der zweite für 12V zu 5V.
Beschaltung usw. gemäß Referenz und auch alt bewährt und viele Jahre in
gebrauch.
Vor dem ersten LM317 ist noch eine Diode gegen die Verpolung.
Was würde aber Passieren wenn die Schaltung nun mit 24 Volt Wechselstrom
statt Gleichstrom betrieben werden würde?
Ausprobieren wollte ich es jetzt nicht, da die Platine ein paar Euro
kostet.
Es soll auch in der Praxis nicht mit Wechselstrom eingesetzt werden.
Es geht nur um die Theoretische Frage, bis ich hoffentlich bald mal eine
Defekte Platine zum testen in die Finger bekomme.
Was meint Ihr was passiert?
Geht der erste LM317 beim Testen drauf?
@ Neugier (Gast)
>Vor dem ersten LM317 ist noch eine Diode gegen die Verpolung.
Die bei Wechselstrom als Einweggleichrichter wirkt. Wenn dort am 1.
LM317 noch ein fetter Elko sitz passt das, wenn nicht dann nicht. Kaputt
geht dabei aber nichts.
MFG
Falk
Die Diode hält die böse negative Spannung von der Schaltung fern. Das
ständige an- und abschalten der LM317 sorgt aber für erheblich höhere
leistungsaufnahme. je nach stromaufnahme an den beiden spannungen 12 und
5V köpnnte eine glättung per kondensator schon ausreichen.
Neugier schrieb:> Vor dem ersten LM317 ist noch eine Diode gegen die Verpolung.
da gibt es 2 Schaltmöglichkeiten: In Serie mit dem Eingang des LM317.
oder in Sperrichtung zw. Eingang und GND.
Im ersten Fall passiert das oben ausgibig Diskutierte.
Im zweiten löst die hoffentlich vorhandene Sicherung aus oder ein Teil
der Platine verbrutzelt .-)
Hier ist eine Beispielschaltung aus dem Datenblatt von National Semi-
konduktor zur Amplitudenbegrenzung von Wechselspannung.
Das geht in Natura auch gut.
MfG Paul
>Hier ist eine Beispielschaltung aus dem Datenblatt von National Semi->konduktor zur Amplitudenbegrenzung von Wechselspannung.>Das geht in Natura auch gut.>MfG Paul
Werden da die LM's nicht zur Hälfte reverse betrieben? Wenn ja, dann
eigentlich lt. demselben DB nicht zulässig, da Input-Output-Voltage
Difference +40, -0,3V.
Und wenn die LM's so toll die reverse Spannung+Ströme abkönnen, warum
wird in vielen Schaltungen (auch im DB) immer noch eine Reversediode zum
Schutze des LM's eingesetzt?
>Und wenn die LM's so toll die reverse Spannung+Ströme abkönnen, warum>wird in vielen Schaltungen (auch im DB) immer noch eine Reversediode zum>Schutze des LM's eingesetzt?
Lies dazu im Datenblatt nach!
>Das ständige an- und abschalten der LM317 sorgt aber für erheblich höhere>leistungsaufnahme.
Wieso denn das?
Kai Klaas
>>Und wenn die LM's so toll die reverse Spannung+Ströme abkönnen, warum>>wird in vielen Schaltungen (auch im DB) immer noch eine Reversediode zum>>Schutze des LM's eingesetzt?>Lies dazu im Datenblatt nach!
Dann ist die Angabe -0.3V bei den Max.Ratings absolut fehl am Platze,
wenn die mit 15A Reverse-Surge-Tragfähigkeit prahlen, und diese interne
Diode auch noch im Reversemode für "übliche" Dauerströme nutzen. Zumal
nirgends spezifiziert ist, wie hoch der Dauerstrom überhaupt sein darf.
Irgendwie inkonsequent das DB.
Da wäre es wohl besser gewesen, wenn die für Reversebetrieb den max. I
angeben würden - wie bei einer Diode halt.
Hauptsache irgendwas schreiben, kann ja auch dummes Zeug sein........
Andrew Taylor schrieb:> Neugier schrieb:>>> Vor dem ersten LM317 ist noch eine Diode gegen die Verpolung.>>>> da gibt es 2 Schaltmöglichkeiten: In Serie mit dem Eingang des LM317.>> oder in Sperrichtung zw. Eingang und GND.>>>>>> Im ersten Fall passiert das oben ausgibig Diskutierte.>> Im zweiten löst die hoffentlich vorhandene Sicherung aus oder ein Teil>> der Platine verbrutzelt .-)
>Dann ist die Angabe -0.3V bei den Max.Ratings absolut fehl am Platze,
Immer wenn 0,3V als maximale anlegbare Sperr-Spannung angegeben wird,
will man damit sagen, daß dort ein Silizium-pn-Übergang sitzt, parasitär
oder absichtlich prozessiert, der nicht strombegrenzt ist. Bei hohen
Temperaturen kann der eben schon bei 0,3V Spannung soviel Strom leiten,
daß er sich immer weiter aufheizt, dabei immer weniger Flußspannung
abfällt und dadurch immer mehr Strom fließen kann, wenn der nicht extern
auf ungefährliche Werte begrenzt wird. Genau diese ungefährliche
Stromstärke, die maximal fließen darf, wird oft aber nicht spezifiziert,
sodaß man einen solchen Eingang dann auch nicht mit einer
Strombegrenzung schützen kann.
Schau dir beispielsweise das Datenblatt des TS912 an, ein CMOS-OPamp.
Hier darf Spannung an den Eingängen die Supply Rails nicht mehr als 0,3V
übersteigen. Zusätzlich wird dort aber angegeben, daß der Eingangsstrom
50mA nicht überschreiten darf. Da in einen normal funktionierenden
CMOS-OPamp so gut wie überhaupt kein Strom in die Eingänge fließt, kann
sich dieser Maximalstrom nur auf Überspannungen an den Eingängen und die
dann ins Spiel kommenden internen pn-Übergänge an den Eingängen
beziehen.
Wie ließt sich also eine solche Datenblattangabe? "Wenn der
Eingangsstrom nicht begrenzt wird, darf die Spannung an den Einängen die
Supply Rails nur bis maximal 0,3V übersteigen. Wird zusätzlich der
Eingangsstrom begrenzt, ist der Spannungsabfall über den fraglichen
pn-Übergängen dagegen nebensächlich, weil eben nicht mehr die Gefahr
eines zu hohen Eingangsstroms besteht.
Kai Klaas
Ofant schrieb:> Das hat Paul Baumann bereits getan...> Mehr hätte ich auch nicht dazu gesagt.> Wer lesen kann u.s.w.
Da scheint es eher dir an Intelligenz zu mangeln.. Was passiert, wenn
man bei einem Eingang, der eine Diode in Sperrrichtung hat, die Polung
vertauscht? Als Tipp; die Diode ist dann nicht mehr in Sperrrichtung..
@Kai Klaas,
das ist mir schon alles klar. Nur hinkt der Vergleich mit dem TS912
etwas. Während die Schutzdioden eben aus Schutzgründen existieren, und
eigentlich nicht dafür gedacht sind, als "normale Dioden" benutzt zu
werden (was man aber eigentlich machen könnte, vor allem wenn die 50mA
angegeben sind), ist die Diode im LM einfach nur eine unspezifizierte,
eigentlich parasitäre Diode, die aber im DB bewußt in der
Beispielschaltung ausgenutzt wird. Wenn aber dort so eine Schaltung
angeboten wird, sollte man aber auch paar Spezifikationen dieser Diode
erwarten können (was letztendlich vorrangig der (Dauer-)Strom wäre). Das
ist das, was ich als inkonsistente DB-Gestaltung bezeichne.
Man kann zwar sicherlich den max. Strom abschätzen, aber eigentlich soll
man sowas auf Fakten aufbauen, nicht auch Schätzungen, wenn man es
einigermaßen sicher und vorhersagbar machen will.
Sobald man mehr zu der vorhandenen Diode veröffentlicht, wird sie von
Anwendern beachtet und benutzt. Das wird man nicht wollen. Aber die
Ersteller des Datenblattes scheinen das Teil eben besser zu kennen.
Diese Diode wird eben nicht den Spitzenstrom aushalten, der über den
Ausgangselko bei einem eingangsseitigen Kurzschluss über sie fließt. Der
geregelte Kurzschlussstrom des jeweils anderen 317 scheint nach der
Schaltung nicht tödlich zu sein. Bei einem anderen Hersteller muss das
dann wieder nicht zutreffen.
Aber ich gebe Dir Recht, sinnvoll wäre
1.: eine Angabe dazu
oder
2.: Die Verwendung von 2 externen Dioden im Schaltplan
Interessierter schrieb:> Ofant schrieb:>> Das hat Paul Baumann bereits getan...>> Mehr hätte ich auch nicht dazu gesagt.>> Wer lesen kann u.s.w.>> Da scheint es eher dir an Intelligenz zu mangeln.. Was passiert, wenn> man bei einem Eingang, der eine Diode in Sperrrichtung hat, die Polung> vertauscht? Als Tipp; die Diode ist dann nicht mehr in Sperrrichtung..
Eben. Genau das schrieb ich ja bereits.
Andrew Taylor schrieb:> Eben. Genau das schrieb ich ja bereits.
Soviel dann wieder zum Thema
Ofant schrieb:> Wer lesen kann u.s.w.
Bleibt doch mal locker Leute, bald ist Weihnachten ;)