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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Mein erster Vertrag


Autor: eralaner (Gast)
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Nabend,

ich (Dipl ING (FH)) habe meinen ersten ERA Vertrag vor mir zu liegen 
(EG11 in Baden-Württemberg). Es wird allerdings in keiner Zeile eine 
Neuverhandlung nach einer Probezeit (3 Monate) genannt. Daher meine 
Frage:

Sollte ich das versuchen in meinen Vertrag einzubringen.

1. eine Neubewertung der ERA Stufe durchzuführen nach x Monaten (x=12?)
2. eine Verhandlung über den flexiblen Anteil alle 6 Monate 
durchzuführen

Das wäre mein Einstiegsvertrag. Oder soll ich lieber ruhig bleiben und 
mich erst nach einem Jahr melden (dann aber mit Betriebsrat).

mfg
der jubelnde

Autor: hahahoho (Gast)
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eralaner schrieb:
> mfg
> der jubelnde

Das Jubeln bleibt dir noch im Halse stecken.
Willkommen im Hamsterrad.

Autor: Michael (Gast)
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Nur 3 Monate Probezeit für eine Ingenieursstelle?

Warum soll denn nach x Monaten eine Neubewertung durchgeführt werden? 
Hast Du erfahren, welche Zielgruppierung die Stelle hat?

Autor: Gert P. (Gast)
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BW-Info http://www.bw.igm.de/tarife/
Die Verwaltungsstelle kennt ihre Pappenheimer oft gut.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Nach Ablauf der Probezeit müsste die Leistungszulage wirksam werden, in 
der untersten Stufe beträgt diese 5%. Das heißt Du bekommst dann 
automatisch mehr Lohn. Weiß nicht was es da noch zu verhandeln geben 
soll, mit gerade mal drei Monaten Berufserfsahrung wird Dich kein 
Arbeitgeber höher einstufen.

Autor: 2,71828183 (Gast)
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Erst mal Glückwunsch zum Angebot.
Wie Michael schon schrieb, hängt die ERA-Einstufung nicht von Deiner 
Qualifikation sondern von den Erfordernissen der Stelle ab. Die 
Einstufung erfolgt anhand eines Bewertungsbogens und muss zudem vom 
Betriebsrat abgesegnet werden. Für Bewerber, die frisch von der Uni 
kommen, ist damit der Hebel an der Einstufung etwas zu ändern in meinen 
Augen gleich null. Später mag die Sache anders aussehen.
Ausserdem wird man Dir sagen, dass es nach ca. 12 Monaten automatisch 
eine Gehaltserhöhung gibt.

Mir wurde nach ERA Niedersachsen eine Einstufung nach EG 7 angeboten, 
die ja nun deutlich von der einer "ingenieur-würdigen" Einstufung 
entfernt ist und ich konnte mir den ganzen Mist von oben anhören. An den 
Leistungsprämien konnte ich noch etwas drehen, aber im Prinzip hieß es 
fressen oder sterben. Ich habe mich dann für das zweite entschieden.

Mein Tipp: Bloß nicht gierig werden und lieber nach zwei Jahren auf eine 
besser eingestufte Stelle wechseln.

Autor: eralaner (Gast)
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2,71828183 schrieb:
> Ausserdem wird man Dir sagen, dass es nach ca. 12 Monaten automatisch
> eine Gehaltserhöhung gibt.

Wo steht das? Im Manteltarifvertrag?


bye

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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>aber im Prinzip hieß es fressen oder sterben.
>Ich habe mich dann für das zweite entschieden.
Ganz was neues, das Tote hier schon posten.
Ist es zu langweilig im Jenseits?

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Gratulation zum Vertrag. Eine Gehaltserhoehung ist unueblich. Generell 
unueblich. Wenn eine Gehaltserhoehung von aussen kommt, waere sie schon 
lange faellig gewesen.
Mach diese Stelle bis sie nicht mehr spannend ist, dann wechseln. 
Nachverhandeln macht keinen Sinn, lohnt nicht. Was sollen 2% mehr, oder 
50 euro ? Allerdings sollte man mind 2 Jahre irgendwo bleiben. Beim 
Wechsel kann man dann jedes Mal 30-50% mitnehmen. Es kann schon 10 Jahre 
dauern bis man oben ist. Viel Wichtiger ist aber was man in den 10 
Jahren alles gelernt hat. Also nicht einschlafen, da man's ja erreicht 
hat.  Man hat's nie erreicht.

Autor: Mechatroniker (Gast)
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Sicher das dies keine Entwicklungstufe ist?

Ich wurde damals (2008), nach der Uni, mit Era 14 (BW) auf eine Era 15 
Stelle eingestellt. Nach der Probezeit gab es die Leistungszulage und 
ein Jahr später wurde ich auf Era 15 angehoben (jeweils nach einem 
gespräch mit dem Chef).

ERA 11 ist schon etwas niedrig.

Autor: Mechatroniker (Gast)
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Sollte natürlich EG 14 und 15 sein.  Und ein s fehlt auch noch

Autor: Michael (Gast)
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Mechatroniker schrieb:
> Sollte natürlich EG 14 und 15 sein.  Und ein s fehlt auch noch

In welcher Branche?

Evtl. ist die Stelle des Threaderstellers nicht so hoch eingruppiert?

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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A...aha Soooo. schrieb:
> Mach diese Stelle bis sie nicht mehr spannend ist, dann wechseln.
> Nachverhandeln macht keinen Sinn, lohnt nicht. Was sollen 2% mehr, oder
> 50 euro ? Allerdings sollte man mind 2 Jahre irgendwo bleiben. Beim
> Wechsel kann man dann jedes Mal 30-50% mitnehmen.

Bitte was? Dreißig bis fünfzig Prozent Gehaltssteigerung? Gib mir bitte 
mal die Nummer von Deinem Dealer, der hat echt verdammt guten Stoff :)

Autor: Mechatroniker (Gast)
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Halbleitertechnik

Autor: Mechatroniker (Gast)
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Michael schrieb:
>
> In welcher Branche?
>
> Evtl. ist die Stelle des Threaderstellers nicht so hoch eingruppiert?

Feinwerktechnik und Optik für die Halbleiterindustrie

Autor: Michael (Gast)
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Mark Brandis schrieb:
> Bitte was? Dreißig bis fünfzig Prozent Gehaltssteigerung? Gib mir bitte
> mal die Nummer von Deinem Dealer, der hat echt verdammt guten Stoff :)

Normalerweise sind bei einem Wechsel meiner Meinung nach 10-15% drin, in 
Boomzeiten auch mal 20%..

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Dann muss man schon unersetzlich sein und das auch genau wissen.
Ansonsten wäre das maßlose Selbstüberschätzung.

Autor: Klaus2 (Gast)
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"Sollte natürlich EG 14 und 15 sein.  Und ein s fehlt auch noch"

Dann sag mir mal, wer das zum Einstieg bezahlt, und wieso. Denn selbst 
die >200k-Mann Unternehmen in BaWü (und da gibt es ja nicht viele) 
bezahlen nach Tarif max EG13 für Greenhorns.

Klaus.

Autor: Mechatroniker (Gast)
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Klaus2 schrieb:
> Dann sag mir mal, wer das zum Einstieg bezahlt, und wieso. Denn selbst
> die >200k-Mann Unternehmen in BaWü (und da gibt es ja nicht viele)
> bezahlen nach Tarif max EG13 für Greenhorns.

Aha, und die kennst alle Unternehmen und ihre Einstiegsverträge. Auch 
bei ERA spielt noch eine Menge Verhandlungsgeschick mit. Wenn eine Firma 
dich will bezahlen sie auch gut.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Mechatroniker schrieb:
> Aha, und die kennst alle Unternehmen und ihre Einstiegsverträge. Auch
> bei ERA spielt noch eine Menge Verhandlungsgeschick mit. Wenn eine Firma
> dich will bezahlen sie auch gut.

Für einen Einsteiger mit Diplom oder Master ist EG15 tatsächlich sehr 
viel, wir reden hier nicht von jemandem mit Berufserfahrung und auch 
nicht von jemandem mit Promotion, oder?

Autor: Mechatroniker (Gast)
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Unis Absolvent mit 1.3 in 11 Semester, ein paar Praktika, 
Auslandsaufenthalte und gearbeitet als Werkstudent/Hiwi
Einstellung als Entwicklungsingenieur (müßte es sogar als Tarifbeispiel 
geben)

Autor: Michael (Gast)
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Mechatroniker schrieb:
> Unis Absolvent mit 1.3 in 11 Semester, ein paar Praktika,
> Auslandsaufenthalte und gearbeitet als Werkstudent/Hiwi
> Einstellung als Entwicklungsingenieur (müßte es sogar als Tarifbeispiel
> geben)

Und jetzt arbeitest Du noch immer in EG15 mit 13,25 Monatsgehältern 
oder?
Das dürften bei einem 35h dann um die 65k sein.. Das ist recht gut.

Autor: Mechatroniker (Gast)
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Michael schrieb:

>
> Und jetzt arbeitest Du noch immer in EG15 mit 13,25 Monatsgehältern
> oder?
> Das dürften bei einem 35h dann um die 65k sein.. Das ist recht gut.

Nicht ganz, habe jetzt einen 40h Vertrag und somit etwas mehr (+14%).
Arbeite aber gerade daran eine neue Eingruppierung zu bekommen.

Ich habe jetzt auch mal in den Tarifbeispielen geschaut und EG 11 ist 
bei uns in Richtung Zeichner oder Laborassistent. Der Threadersteller 
soll mal seine Jobbezeichnung posten.

Autor: Michael (Gast)
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@Mechantroniker:

Ich denke, dass deine Branche

>Feinwerktechnik und Optik für die Halbleiterindustrie>

recht speziell ist und es daher nicht so viele Fachleute gibt wie in 
anderen, beliebteren Branchen(Automotive, etc.)
Deshalb kannst du wohl auch so viel verlangen. Bei den OEMs gibt es zig 
gute Bewerber, so dass die Einstiegsgehältern niedriger sind, auch wenn 
sie im Vergleich zum Mittelstand ohne Tarifbindung wieder recht hoch 
sind.

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