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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ist Überqualifizierung wirklich tödlich?


Autor: intellekt901 (Gast)
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Hallo zusammen,

heutzutage wird in den Medien ja ein eklatanter Fachkräftemangel (Unwort 
des Jahres 2010) propagiert. Warum ist es dann heutzutage schädlich 
"zuviele" Ausbildungen/Studien gemacht zu haben? Weil man zu teuer 
ist?Oder sich gleich was Neues suchen könnte? Oder viell. sogar der 
zukünftige Boss könnte angst haben, dass ich ihn irgendwann mal 
überhole..

Ich für meinen Teil hab den Dipl Ing, bin 29, arbeite in einer 
Entwicklungsbude im Ausland. Und will später meinen nebenberuflichen 
Master machen (an einer renommierten Hochschule). Irgendwann nach 
einiger Berufserfahrung will ich dann noch eine Promotion schreiben - 
aber wenn dann nur eine Industriepromotion. Weil ich bin kein reiner 
Theoretiker und auch kein reiner Praktiker. So ne gute Mischung aus 
beiden.

So, was würdet ihr halten von so ner hervorragend qualifizierten Person? 
(Das Alter lassen wir jetz mal weg)..

Autor: intellekt901 (Gast)
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Ich weiß nicht warum ich das mache evtl mein Ehrgeiz der mich so 
antreibt, oder auch als Selbstverwirklichung.. wo ist mein Limit? Bis 
wieweit kann ich gehen? Ich weiß es nicht. Das Diplom war jetzt nicht so 
die große Herausforderung. Schon auch etwas aber ich hätts mir schwerer 
vorgestellt.
Die andere Frage ists, ob es sich lohnt den ganzen Urkunden wie Master 
und Doktor noch nachzujagen oder ob es besser ist, die ganze Energie in 
den Job zu stecken..

Autor: Juri Parallelowitsch (Gast)
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intellekt901 schrieb:
> Weil ich bin kein reiner
> Theoretiker und auch kein reiner Praktiker.

Normal weiß jeder genau was von beiden er ist.

Weder ein reiner Praktiker - keinen Beruf gelernt? Und auch kein reiner 
Theoretiker - aha die Mathematik nicht verstanden.

Und das Studium ist dir leicht gefallen - dann bist du vermutlich 
eigentlich ein geborener Künstler z.B. mit Gedächnisleistungen wo 
unsereiner neidisch wird.

Denk mal drüber nach. Nach ein paar Jahren triffst du sonst auf Leute 
die sich wie ich thinktank nennen und wo alle (mit Leichtigkeit) 
auswendig gelernten Brockhause und das schnellste Wicki-googeln nicht 
weiterhilft.

Allein die Fähigkeit zum Denken - und die ist sehr mathematiklastig - 
ist dann quasi dein Schwimm-Skill - kriegst du das nicht hin, wirst 
irgendwo (Im Einkauf oder der QS) bis zur Rente geparkt.

Wenn du aber ein geborener Künstler bist, dann ändere deinen Weg.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Irgendwann sollte man schon versuchen, seine Befriedigung im Job zu 
suchen. Nach dem Doktor ist in der Regel spätestens Schluss mit 
fachlichen Herausforderungen. Ok, man kann natürlich noch haufenweise 
andere Abschlüsse per Fernstudium sammeln..

Überqualifiziert ist man nur dann, wenn man nicht fähig ist, die 
"niedere" Arbeit auszuführen. Ein Ingenieur kann schließlich nicht 
automatisch Elektroinstallationen ausführen, ist also für diesen Beruf 
also nicht unbedingt tauglich. Dazu kommt natürlich noch der Preis: Man 
ist beispielsweise dann überqualifiziert, wenn man als Doktor ein 
entsprechendes Gehalt verlangt; die Arbeit aber auch ein "einfacher" 
Ingenieur für den passenden Tarif erledigen kann.

Als Bachelor, der im Fernstudium den Master gemacht hat und nebenbei 
einschlägige Berufserfahrung gesammelt hat und auch nicht mehr Gehalt 
verlangt als ein normaler Bachelor, wird sicherlich Vorteile haben.

Autor: intellekt901 (Gast)
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Juri Parallelowitsch schrieb:
> Weder ein reiner Praktiker - keinen Beruf gelernt? Und auch kein reiner
> Theoretiker - aha die Mathematik nicht verstanden.

Naja sagen wir mal so, ich hatte das bei meiner Diplomarbeit bemerkt - 
ich liebte es zB nen Algorithmus zu entwickeln zB für ein Programm und 
das dann auch wirklich in der Praxis eingesetzt wird - erfolgreich.
Ich mag es, Theorie und Praxis zu verbinden.Ich glaube ich wär am besten 
in der industriellen Forschung aufgehoben. Momentan arbeite ich eher nur 
praktisch (also in Projekten in der Automatisierungstechnik)
E-Technik Klausur 1 zB war einfach. Gut ich hatte jetzt zB nur ne 3, 
aber ich lernte auch nur 2 Tage dafür. Man hat ja eh 3 Versuche oder 4 
damals, und ich dachte tja versuch ichs halt spaßhalber. Dann hab ichs 
"leider" geschafft was ich mir nicht gedacht habe. Hätte ich 1-2 Wochen 
gelernt wärs viel. ne 1 oder 2 gewesen. Na egal. Heute interessiert das 
fast keinen. Das gleiche Spiel zB bei der Mathe Klausur 2 mit Partiellen 
Differentialgleichungen und Gausschen Glockenkurven.. auch nur 2 Tage 
gelernt weil ich mir gedacht habe ich versuchs mal und auch ein 3er. Ich 
war ja auch ein bisschen faul. Da hätten sicher bessere Noten 
rausgeschaut.

Dafür Programmieren (C/Java)oder Programmierprojekte od. Diplomarbeit 
fast nur Einsen..

Stefan L. schrieb:
> Man
> ist beispielsweise dann überqualifiziert, wenn man als Doktor ein
> entsprechendes Gehalt verlangt; die Arbeit aber auch ein "einfacher"
> Ingenieur für den passenden Tarif erledigen kann.

Autor: Juri Parallelowitsch (Gast)
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Naja ich würde es einfach verschweigen. Ich arbeite schon seit einiger 
Zeit nicht mehr als 'klassischer' Ing. Meine Arbeit ist es strategisch 
über zukünftige Probleme nachzudenken und Lösungen vorzudenken (daher 
thinktank, so nennen mich meine Kollegen die nicht verstehen was ich 
mache).
Dafür bezahlt man mich.

Geht die Firma insolvenz arbeite ich sicher zunächst wieder als 
Entwickler bis die Leute normal nach einem Jahr erkennen das ich besser 
als thinktank mit eigenem Büro arbeiten sollte, weil so mehr Wert 
geschöpft werden kann.

Bricht auch das weg - das arbeiten als Entwickler - na dann arbeite ich 
einfach in meinem 1. Beruf als Elektriker.

Wenn die mich da nicht haben wollen, weil ich zu hohe Forderungen stelle 
oder dem Bauleiter ständig sage das er Unsinn erzählt - was sicher 
normal ist; arbeite ich in meinem Freiberuf - ich habe 5 Berufe, 
deswegen kann ich auch nie arbeitslos werden.

Überqualifiziert kann man sein - allein das Brot zwingt zur Arbeit - man 
passt sich einfach an um seine Miete bezahlen zu können - ich habe das 
alles durch auf meinem Weg - vom arbeiten am Fließband über Studium bis 
zum thinktank - wo du Sprechzeiten definieren kannst und alle 
respektieren das.
Bei mir ist Sprechstunde 1500 - 1600 jeden Tag - zu anderen Zeiten will 
ich bitte ungestört meine Arbeit machen.

Autor: zocc (Gast)
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Als Ueberqualifizierter sollte man allenfalls etwas weiter denken als 
eine simple Anstellung. Man sollte sich in einem Netzwerk bewegen 
koennen, und den Leuten als temporaerer Problemloeser bekannt sein, 
sowohl auch an einer projektbezogenen Firma teilhaben koennen, ohne auf 
eine Firma fokusiert zu sein.

Autor: Backflow (Gast)
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>Autor: Juri Parallelowitsch (Firma: DIS CORP.) (thinktank)
>Datum: 26.11.2010 21:13

>Meine Arbeit ist es strategisch über zukünftige Probleme nachzudenken
>und Lösungen vorzudenken (daher thinktank, so nennen mich meine Kollegen
>die nicht verstehen was ich mache).

>Dafür bezahlt man mich.

....

>Geht die Firma insolvenz arbeite ich sicher zunächst wieder als
>Entwickler ...

Trotz Deiner enormen strategischen Weitsicht gehen die Frmen, die Du an 
Deiner Genialität teilhaben läßt, in die Pleite?!

Du solltest Deine komplexe mathematische Modelle mal auf 
Vorzeichenfehler überprüfen.

Autor: zocc (Gast)
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Es gibt viele Gruende weshalb Firmen implodieren, das Geschaftsmodell 
ist eher der Ausloeser wie die Technik. Als technischer Berater hat man 
leider darauf keinen Einfluss.
Die Leute denken eine Geschaeftsphilosophie in einem Gebiet wuerde in 
einem Anderen auch passen.

Autor: Backflow (Gast)
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>Als technischer Berater hat man leider darauf keinen Einfluss.


Juri hält sich aber für einen strategischen Vordenker.

Autor: WT (Gast)
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Juri Parallelowitsch schrieb:
> intellekt901 schrieb:
>> Weil ich bin kein reiner
>> Theoretiker und auch kein reiner Praktiker.
>
> Normal weiß jeder genau was von beiden er ist.
>
> Weder ein reiner Praktiker - keinen Beruf gelernt? Und auch kein reiner
> Theoretiker - aha die Mathematik nicht verstanden.

Naja, man kann in der Tat beides sein, sowohl praktisch veranlagt als 
auch theoretisch veranlagt und interessiert sein. Aber trotzdem keines 
von beidem richtig.

intellekt901 schrieb:
> Warum ist es dann heutzutage schädlich
> "zuviele" Ausbildungen/Studien gemacht zu haben? Weil man zu teuer
> ist?Oder sich gleich was Neues suchen könnte?

Schädlich ist es eigentlich nicht, es muss allerdings Sinn machen und 
bis zum Dr. weiter zu machen ist jetzt nichts unübliches.
Normalerweise ist es nicht schädlich sich weiterzubilden.
Ob du dann eine entsprechende Stelle findest ist wieder eine andere 
Frage, es kann sich jobmäßig und finanziell lohnen, muss aber nicht.
Den Dr. hast du dann trotzdem und bist dann vielleicht "normaler" 
Abteilungsleiter mit Dr. Abschluss. (nur als Beispiel), kann aber auch 
sein, dass du auch eine andere Stelle findest was "noch besser" ist.

Autor: Bernd Wiebus (berndwiebus) Benutzerseite
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Hallo intellekt901.

"Überqualifiziert" ist schlicht ein Euphemismus für "Mit dem stimmt 
irgend was nicht".

Der Grund ist, der Personalchef sieht jemanden,  der einen Job machen 
will, der nach den Papieren zu urteilen für den Betreffenden ein paar 
Nummern zu klein ist.

Warum will der Das? Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:

Er kriegt keinen besseren Job weil:
Der Bewerber könnte einen versteckten Mangel haben. Z.B. Alkoholismus, 
psychische Probleme, Gesundheit.
Das ist unberechenbahr und gefährlich. Da nimmt man lieber einen 
anderen.
Im Zweifel eventuell sogar lieber einen Anfänger, weil man davon 
ausgeht, das dieser "normal" ist.

Der Bewerber könnte einen offenen Mangel haben. Z.B. Alkoholismus, 
psychische Probleme, Gesundheit.
Wer jemanden mit gesundheitlichen Peroblemen einstellt, läuft Gefahr, in 
nicht mehr loszuwerden, wenn er einen Behindertenausweis bekommt.
Besser von vorneherein nicht einstellen.....

Der Bewerber könnte einfach "Spass" an der neuen Aufgabe haben. Ein 
erfolgreicher Geschäftsmann ist aber darum erfolgreich, weil er unter 
"Spass" haben nur Geldverdienen versteht. Etwas anderes versteht er 
nicht, und ordnet darum "Spass" unter Spinner und "psychische Probleme" 
ein.
Geschäftsleute, die das anders sehen, sind im allgemeinen nicht so 
erfolgreich, das sie jemanden einstellen können.

Der Bewerber hat andere Gründe. z.B. die Firma in der er arbeitete, 
wurde zugemacht, oder er ist aus familiären oder politischen Gründen 
soweit umgezogen, daß er eine neue Stelle braucht.
D.H. er macht das ganze gezwungenermassen, und wird unzufrieden sein und 
darum werden sich bald Alkoholismus und psychische Probleme einstellen.
Einen Frustrierten einzustellen ist genauso gefährlich, wie einen 
Alkoholiker einzustellen.
Eine Alternative wäre, wenn er eine Möglichkeit hätte, in der neuen 
Firma Karriere zu machen. Meistens würde er aber dabei mit den vorhanden 
Seilschaften in Konflikt kommen. Wenn das nicht ausdrücklich erwünscht 
ist, stellt man ihn besser nicht ein.
Wenn es erwünscht ist, und er schafft es nicht, sich gegen die 
Seilschaften durchzusetzten (wobei das auch sehr viel mit sozialer 
Kompetenz zu tun hat), fält er wieder unter die Frustrierten.
Wer die Stelle wechseln will, weil er sich zu alt und den Problemen 
nicht mehr gewachsen fühlt, zählt auch als frustriert.

Und wer aus familiären Gründen die stelle Wechseln will, zählt auch 
wieder als "Spinner".
Gleiches gilt für Leute, die keinen Spass an Führungsaufgaben haben, und 
das gild auch für NERDs.


> heutzutage wird in den Medien ja ein eklatanter Fachkräftemangel

Es gibt keinen "Fachkräftemangel", in dem Sinne, weil genug Leute 
herumlaufen, die dem Papier nach gut genug qualifiziert sind. Das 
Problem sind die Feinheiten. Siehe oben. Hinzu kommt noch, das oft 
extreme Spezialisten für eine spezielle Sache gesucht werden, aber viel 
andere Spezialisten für ein anderes Problem arbeitslos sind. Es kommt 
also auch auf Details in der Qualifikation an. Den einen Spezialisten 
auf ein anderes Problem umzuqualifizieren, hat sich als nicht besonders 
effizient herausgestellt. "Umschüler" ist ja zum Schimpfwort geworden. 
Darum wird es vom Arbeitsamt auch nur noch in Einzelfällen bezahlt.

> des Jahres 2010) propagiert. Warum ist es dann heutzutage schädlich
> "zuviele" Ausbildungen/Studien gemacht zu haben? Weil man zu teuer
> ist?

Das kommt oft hinzu, daß Betriebsräte knatschig reagieren, wenn man 
"Überqualifizierte" zu einem Tariflohn, der der tatsächlich ausgeführten 
Tätigkeit entspricht, einstellt. Aber genauso, wenn man sie 
"überbezahlt".
Generell kann man sagen, das Betriebsräte eher Leute mit einer 
Meisterausbildung protegieren, als Leute mit einem Hochschuldiplom.


> Oder sich gleich was Neues suchen könnte?

Das kommt hinzu. Erfahrung ist nicht nur gut. Erfahrung kann auch ein 
Klotz am Bein sein, wenn sie z.B. veraltet ist, aber nicht aufhört, in 
meinem Kopf herumzuspuken....
Ausserdem merke ich deutlich, das bei mir die Lernleistung für neues ab 
40 rapide nachgelassen hat....:-(


> Oder viell. sogar der
> zukünftige Boss könnte angst haben, dass ich ihn irgendwann mal
> überhole..

Wenn es eine kleinere Firma ist, kann das eigentlich nur passieren, wenn 
er ins Koma fällt.....wenn es ein Großkonzern ist, könnte das eher 
passieren.

> So, was würdet ihr halten von so ner hervorragend qualifizierten Person?

Das sind nur grobe Rahmen. Wie oben angedeutet, es kommt halt auf die 
Deails an. Und sieh zu, daß Du mit Deiner Promotion bald anfängst. Je 
älter Du wirst, umso schwerer könnte es Dir fallen. Das muss nicht bei 
jedem so sein, aber bei mir wäre es so. Und wenn es bei Dir auch so 
wäre, wäre es zu spät, wenn Du es merkst.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: Juri Parallelowitsch (Gast)
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Backflow schrieb:
> Trotz Deiner enormen strategischen Weitsicht gehen die Frmen, die Du an
> Deiner Genialität teilhaben läßt, in die Pleite?!
>
> Du solltest Deine komplexe mathematische Modelle mal auf
> Vorzeichenfehler überprüfen.

Bei den Vorzeichen ist was dran und Kommastellen werden auch gern mal 
falsch geschrieben. Das kann man mehr oder weniger durch 
Plausibilitätsprüfungen abfangen.

Problematisch ist immer folgende Situation:

Du durchdenkst ein Scenario und entwirst einen Plan der natürlich auch 
Schwachstellen hat.

Diesen Plan legst du den Entscheidern vor und diskutierst darüber.

Da sitzen dann auch Strategen mit am Tisch, von der Finanzplanung über 
Einkauf und Personaler usw.

Dann findet der Prozess der Meinungsbildung statt.

Leute die keine Ahnung haben, machen immer folgendes: Sie suchen eine 
Schwachstelle und beschäftigen sich nur damit und erklären damit das 
Gesamtkonzept für unbrauchbar. Wir nennen diese Leute 'the linear 
brains'
- die machen ordentliche Arbeit aber können eben nur linear denken.
Jetzt erkläre Jemandem der linear denkt ein nichtlineares Problem - man 
geht dann irgendwann weg und denkt: Kann man mit so einem begrenztem 
Denkvermögen ein Studium schaffen? Ja - es geht offensichtlich.

Hast du nun Leute die entweder einfach solange Verzögerungstaktik 
betreiben bis dein Plan nicht mehr funktionieren kann weil bestimmte 
Eingangsvorraussetzungen obsolet geworden sind oder die Versprechungen 
machen die sie nicht halten können weil sie sich nur wichtig machen 
wollen - scheitert der besste Plan.

Das passiert ständig weil man mit Menschen arbeitet die an das 
offensichtliche glauben und mit linear logisch richtigen und plausiblen 
Argumentationsketten überzeugt werden.

Was nun viele Menschen nicht verstehen ist die Tatsache das etwas was 
plausibel und logisch ist, deshalb nicht richtig sein muss.

Das wäre so wenn wir in einer monokausalen Welt leben würden - dem ist 
aber nicht so.

Machmal ist es so das man warten muss bis das Schiff absäuft und 
Schieflage bekommt. Bis zu dem Zeitpunkt gibt es immer Leute die glauben 
nicht das das eindringende Wasser ein Problem ist welches die Pumpen 
nicht bewältigen können. Erst wenn der eigene Tisch schief steht werden 
solche Leute überzeugt.

Das Schiff fährt gegen einen Eisberg und bekommt ein Leck.
Wasser dringt ein.
Die Lenzpumpen pumpen das Wasser aus dem Schiff.
Der Entscheider ruft im Maschinenraum an und fragt nach der Lage.
Maschinist meldet das die Pumpen das Wasser auspumpen, da 
'offensichtlich' der Wasserspiegel sinkt.
Das ist aber nur in seinem Beobachtungsbereich so.
In Wirklichkeit dringt das Wasser bereits in den Laderaum ein und die 
integrale Wassermasse im Schiff steigt entgegen der Aussage des 
Maschinisten.
Der Entscheider glaubt nun der Meldung des Maschinisten und erst wenn 
das Schiff schief liegt wird die Theorie durch eine neue Information 
widerlegt.

Das ist die normale Praxis in allen Krisenmanagementprozessen.

Autor: Faktenschreiber (Gast)
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Man kann viel dazu schreiben, das einzige was heute scheinbar noch
zählt insbesondere bei größeren Firmen ist zB dieses Statement
eine Telekom Manager

Er möchte maximal 30000 Euro zahlen für Fackkräfte wie Ings etc

Ich denke ,damit ist fast alles gesagt . Für 30K ist ein Studium
uninteressant bei der Kostenstruktur von heute

Dieser Sachverhalt wird auch noch durch die vielen auf den überlaufenen
Unis auch noch bestärkt.

Autor: Marc2410 (Gast)
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Faktenschreiber schrieb:
> Er möchte maximal 30000 Euro zahlen für Fackkräfte wie Ings etc
>
> Ich denke ,damit ist fast alles gesagt . Für 30K ist ein Studium
> uninteressant bei der Kostenstruktur von heute
>
> Dieser Sachverhalt wird auch noch durch die vielen auf den überlaufenen
> Unis auch noch bestärkt.

Sogar wenn man zB 2 Diplomstudien abgeschlossen zählt das dann nur als 
eines beim Gehalt? Ein Kollege von mir hat zB 2 Diplomstudien 
abgeschlossen (Maschbau und Informatik), hat auch einige Praktika.
Aber würd dieser Manager auch ihm nur 30000 zahlen ?

Autor: oszi40 (Gast)
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> hat zB 2 Diplomstudien
> abgeschlossen (Maschbau und Informatik), hat auch einige Praktika.
> Aber würd dieser Manager auch ihm nur 30000 zahlen ?

ja je nach Einsatz. Es kommt auf die Stelle an.
Wenn er sich als Küchenhilfe bewirbt, dann auch viel weniger.

Autor: Foo (Gast)
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intellekt901 schrieb:
> E-Technik Klausur 1 zB war einfach. Gut ich hatte jetzt zB nur ne 3,
> aber ich lernte auch nur 2 Tage dafür. Man hat ja eh 3 Versuche oder 4
> damals, und ich dachte tja versuch ichs halt spaßhalber. Dann hab ichs
> "leider" geschafft was ich mir nicht gedacht habe. Hätte ich 1-2 Wochen
> gelernt wärs viel. ne 1 oder 2 gewesen. Na egal. Heute interessiert das
> fast keinen. Das gleiche Spiel zB bei der Mathe Klausur 2 mit Partiellen
> Differentialgleichungen und Gausschen Glockenkurven.. auch nur 2 Tage
> gelernt weil ich mir gedacht habe ich versuchs mal und auch ein 3er. Ich
> war ja auch ein bisschen faul. Da hätten sicher bessere Noten
> rausgeschaut.

Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber das kann auch ein Zeichen von 
Selbsttäuschung sein. Natürlich möchten wenige Leute zugeben "ich hab 
3er geschrieben, weil ich's einfach nicht kapier und das Thema so 
komplex ist". Natürlich ist es einfacher zu sagen "ich hab nur wenig 
gelernt, deswegen eine 3". Denn dann ist die Schuld schön weggeschoben: 
Man kann es ja eigentlich, aber man hat nur nicht gelernt.

Das eigene Gewissen hat man damit sehr elegant beruhigt.

Was dabei übersehen wird: Nicht genug für eine Klausur zu lernen ist ein 
klares Versagen deinerseits. Niemand anderen trifft die Schuld daran.

Im Beruf fragt auch niemand mehr danach, was du könntest, wenn du 
lernen würdest, da ist interessant, was du kannst. Durch diese Noten 
hast du demonstriert, dass du nicht so viel kannst wie jemand, der in 
den Grundlagenfächern Einser geschrieben hat.

> Dafür Programmieren (C/Java)oder Programmierprojekte od. Diplomarbeit
> fast nur Einsen..
Also in Lieblings-Fächern oder in Sachen, wo man sich den Prof selbst 
aussuchen kann, Einser. Nicht ungewöhnlich, würde ich sagen.

Autor: Backflow (Gast)
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>Diesen Plan legst du den Entscheidern vor und diskutierst darüber.

Ich dachte als angehender Business-Unit-Leiter gehörst Du zu den 
Entscheidungsträgern?!

Nach Deiner Schilderung dient Deine Tätigkeit offenbar eher als
Alibi Deiner "Entscheider", irgendwie keine tolle Perspektive bei Deiner 
Intelligenz.

Autor: Der WiXXer (Gast)
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Hey Juri.

> Wir nennen diese Leute 'the linear brains'

Das letztemal daß mich jemand so "beschimpft" hat, war, als mich ein 
Scientologe erfolglos von seiner Angelegenheit überzeugen wollte.

Seitdem bin ich stolz darauf, ein "linear brain" zu sein. ;-)


Und ich bin Intelligenzlern gegenüber sehr misstrauisch geworden. Mag ja 
sein, daß sie viel mehr draufhaben als wir alle. Aber ich denke mir 
auch, sie werden ihre Intelligenz nur zu ihrem eigenen Vorteil nutzen 
und alle anderen damit schädigen.

Von einer Elite hat keiner was, ausser der Elite selber. Also Weg damit.

Autor: zocc (Gast)
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>Man kann viel dazu schreiben, das einzige was heute scheinbar noch
>zählt insbesondere bei größeren Firmen ist zB dieses Statement
>eine Telekom Manager
>
>Er möchte maximal 30000 Euro zahlen für Fackkräfte wie Ings etc
>
>Ich denke ,damit ist fast alles gesagt . Für 30K ist ein Studium
>uninteressant bei der Kostenstruktur von heute


Nein. Das ist leider die falsche Schlussfolgerung. Die Richtige ist, 
dass der Laden's nicht mehr lange macht. Weil's fuer 30k nur 
Demotivivierte oder Bodensatz gibt. Bye - bye.

Ich kenne auch solche Laeden. Die stellen nur Studienabgaenger ein. Nach 
ein paar Jahren muessen sie gehen. Kann man machen. Die Studienabgaenger 
koennen aber nichts, machen immer dieselben Anfaengerfehler. Die muessen 
jeden trivialen Scheiss selbst erarbeiten. Schoen fuer sie, denn sie 
lernen etwas. Mit etwas Aelteren ginge der Laden aber schneller 
vorwaerts, und die Studienabgaenger wuerden schneller mehr lernen. Was 
soll's ? Muss ja nicht sein.

Ich kenne auch Laeden wo den Leuten explizit zuwenig bezahlt wird. Die 
Leute interessieren sich dann mehr fuer ihre eigenen Dinge, machen 
Arbeiten fuer sich selbst, eigene Projekte. Kann man machen. Was soll's 
? Dafuer sind die Leute guenstig.

Ich bin auch grad an so'ner Position. Ein Projekt wir immer so 
eingeteilt, dass ich Teile davon fuer mich auch gebrauchen kann. Die 
Leute finden es ueberhaupt nicht seltsam, dass ich alles mit meinem 
privaten Notebook mache. Die Firma spart so an Lizenzen.

Was ich damit sagen will, ... nur nicht den Kopf haengen lassen wenn's 
mal zuwenig Lohn ist. Anpassen.

Autor: Faktenschreiber (Gast)
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Moin ,

diese Notenfixiertheit kann zu einem gewissen Grad als Kontraproduktiv
gesehen werden...  ich zB hat auch 2 Fächer , die mich die 1, gekostet
haben .

Nur , Was hätte man machen sollen bei der eher ungünstigen 
Klausurtermine
Man kann nicht eine Horrorklausur wie pysikalische Chemie für die man 
Dinge wie Maxwell usw extra lernen muß ,was net mal in der Matheklausur 
gefragt wurde, schleifen lassen , nur um irgend ein BO Auswendiglernfach 
ins
Kleinste zu verinnerlichen
Bei mir hätte dies effektiv 2 (!) Semester gekostet - wofür ?
Bzgl IT liegt natürlich auch genug vor von Scheim bis zu kompletten
Roboter /Lagersteuerungen ... Resonanz . Natürlich negativ - warum
Grund 1  : zu alt mit 38 ...... noch Fragen

das heißt, selbst wenn du was kannst ,heißt das noch lange nicht, daß 
dies
relevanten Leute/Vorgesetzte auch so sein  .  Stichwort H.Mell der 
Vorgesetzte hat immer recht .
( btw würde ich derart handeln , wäre mein Laden schon längst pleite, 
man
muß die Leutz auch mal machen lassen , den keiner will seinen 
Verantwortungsbereich gegen zB Onkel Hartz eintauschen  )

Wenn  ein typischer Personaler damit ein Problem hat und das waren
net wenige vor meinen (Zwangs-) Unternehmertum, wie ich rausbekam,
dann zeigt das , das einige bzgl Ihrer
Auswahlkriterien sich Jahrzehnte in der Analphase befinden , so im
Sinne der kleine Finger ist mittlererweile länger als der Effenberg....

Btw ich bin auch doppelter Ing - mit DEM Profil sollte man zB bei Airbus
etc arbeiten - nur dort antwortet man ja net mal auf Bewerber  und 
typische
Konzerne die sich für zukunftsorientiert halten sind ähnlich 
positioniert.

Deswegen ist die BRD total abhängig von Ländern ,die noch in den 80ern
stehen ... wie lange geht das gut ?

Wenn man so liest wieviel Jugend heute studiert , also in 2-4 Jahren 
voll
in eine Probelmatik reinschlittert , die sich CDO / CDS usw Fälligkeit 
nennt ( was a priori erst mal nix mit Technik zu tun haben scheint )
wo sollen die denn hin ?

Bei nüchterner Betrachtung allein heute :

Ich sehe keinen Fachkräftemangel - oder gibst 90000 Euro Einstiegsgehalt 
?
Ich sehe keinen in Zukunft
Ich sehe zuviel Verbands- und Politschönschwätz inkl angebl 
Vollbeschäftigung
Ich sehe ein zuviel an Konsumparolen ( net nur weil Advent ist )

Das ist zu auffällig und eher höchstverdächtig .
Als Unternehmer ist man entweder excessiv verschuldet ( to much to fail 
)
oder investiert nur nach nachhaltig positiven Kontostand...

Autor: Marc2410 (Gast)
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Wieso postet ihr immer "H. Mell" nie gehört - was ist das für ein Idiot? 
Bin aus Österreich.

Und ob doppelt studiert oder nicht - selbst einige Politiker haben es 
bis nach oben geschafft mit abgebrochenem Studium oder einige haben gar 
nicht studiert - heutzutage sagt ein Studium alleine gar nix mehr aus - 
leider.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Faktenschreiber schrieb:

>diese Notenfixiertheit kann zu einem gewissen Grad
>als Kontraproduktiv gesehen werden...  ich zB hat
>auch 2 Fächer , die mich die 1, gekostet haben .

Diese Notenfixiertheit auf Einser ist und bleibt mir bis heute ein 
Rätsel. Wir hatten Fächer, wie Mathe, in denen es unter ca. 50 Studenten 
mal eine einzelne Eins oder Zwei gab. Der Großteil lag bei 4,0, 
Aussiebquote 60%. Für meine 4 in Mathe, mußte ich 16 Seiten A4 astrein 
gerechnete Aufgaben vorlegen. Ohne einen einzigen Fehler. Jede Aufgabe 2 
Seiten, also 8 Aufgaben von insgesamt 16. Die Einser, hatten in den 90 
Minuten einen ganzen Schreibblock voll geschrieben. Das ist manchmal 
Irrsinn. Ich kann gar nicht so schnell schreiben, wie ich möchte...

Bei TET war es ähnlich, da traf man Leute, die das Studium schon 5 Jahre 
früher begannen. Weil alle eine Riesenpanik vor TET hatten. Mehr als vor 
Mathe. Und da machte ich wiederum eine 1,0, habe mit 42 die halb so 
alten Spezies glatt abgehängt.

Meine Noten, streuten extrem. Schnitt 2,5.

Autor: Gästchen (Gast)
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Das Problem ist nicht dass jemand über- oder unterqualifiziert ist, das 
ist völliger Quatsch, dazu lernen kann jeder was oder mit der Zeit 
Aufgabengebiet erweitern falls wirklich überqualifizeirt. Das Problem 
ist eher das Überangebot der Fachkräfte dass man versucht mit 
fadenscheinigen Ausreden Leute auszusieben. Heute hat die Industrie den 
Luxus einen Man zu finden der sein ganzes Leben lang nur eine einzige 
superenge Fachrichtung gemacht hat. Und dann noch hinterher darüber zu 
meckern schafft nur Industrie. Wenn es eine Person wäre, wäre es ein 
Kokser.

Autor: wurst (Gast)
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Überqualifikation im Sinne von deutlich mehr und höherer Qualifikation, 
als die zu besetzende Stelle erfordert, kann insbesondere für einen 
unbefristeten Vertrag ein Einstellungshemmnis sein, da sich die 
Bezahlung größtenteils an der Stelle orientiert und weniger an den 
Qualifikationen, die der Bewerber zusätzlich mitbringt. Früher oder 
später wird man sich demnach nach nem neuen Job umschauen, zum einen 
weil der Überqualifizierte mehr Geld haben will und zum anderen weil er 
verblödet.

Autor: Peter (Gast)
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Du bist jetzt 29!!

Studium fertig, und überlegst direkt weiter zu machen?

Ich bin jetzt 28 und mit E-Technik durch! Jetzt hab ich nen tollen Job 
mit guter bezahlung. Was ich aber jetzt wirklich machen werde ist: Die 
Welt sehen!! Habe in meinem neuen Job nämlich 45 freie Tage im Jahr!!
Habe bis jetzt nur was für die Schule gemacht!

Wenn ich mich jetzt mit der selben Energie in den Job werfe, bin ich in 
spätestens 25 Jahren tot. Darauf habe ich keinen Bock!!

Also, take it easy!! Und mach jetzt erst mal nen ruhigen!!

Was bringt am Ende die Kohle und Karriere wenn ich noch nie die schönen 
Dinge auf unserem Planeten gesehen habe!

Falls ihr anders denkt! AUch nicht schlimm!!
Viel Spaß bei der Arbeit!!

Autor: oszi40 (Gast)
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Peter schrieb:
> Was bringt am Ende die Kohle und Karriere wenn ich noch nie die schönen
> Dinge auf unserem Planeten gesehen habe!

-Wie sagte wohl Goethe schon: Das Wichtigste, was man von einer Reise 
mitbringt, ist die heile Haut. Bei Arbeit ist das ähnlich.

-Weitere Ziele: Baum pflanzen, Haus bauen, Kind zeugen ...
-Es gibt Sachen, die man im Alter nicht nachholen kann.

Autor: intellekt901 (Gast)
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Peter schrieb:
> Du bist jetzt 29!!
>
> Studium fertig, und überlegst direkt weiter zu machen?
>
> Ich bin jetzt 28 und mit E-Technik durch! Jetzt hab ich nen tollen Job
> mit guter bezahlung. Was ich aber jetzt wirklich machen werde ist: Die
> Welt sehen!! Habe in meinem neuen Job nämlich 45 freie Tage im Jahr!!
> Habe bis jetzt nur was für die Schule gemacht!
>
> Wenn ich mich jetzt mit der selben Energie in den Job werfe, bin ich in
> spätestens 25 Jahren tot. Darauf habe ich keinen Bock!!
>
> Also, take it easy!! Und mach jetzt erst mal nen ruhigen!!

Hmm stimmt du meinst also ich soll nen Gang runterschalten?

Du hast schon recht, ich bin 29 und will noch weiter studieren.. eh 
irgendwie Unsinn oder?
>
> Was bringt am Ende die Kohle und Karriere wenn ich noch nie die schönen
> Dinge auf unserem Planeten gesehen habe!
>
> Falls ihr anders denkt! AUch nicht schlimm!!
> Viel Spaß bei der Arbeit!!

Ja du hast Recht. Ich werd mal etwas Geld verdienen und dann nach Cuba 
fliegen und Spaß haben :)

Autor: Daniel (Gast)
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Das selbe hab ich mir nach meinem Diplom auch überlegt.
War dann zu der Zeit in einer Klitsche angestellt, in der
ich für 40k im Jahr am Tag effektiv 2h ... 3h arbeiten musste.
Den restlichen Tag wurde über irgendwelchen Mist aus der
aktuellen Elektronik Praxis, etc. diskutiert und Kaffee
en masse getrunken. Ein Jahr lang war das auch ganz
schön, jeder war mit meinen effektiv 3h voll auf zufrieden
und ich hatte gegenüber dem Studium absolut 0 Stress.
Nachdem das Jahr rum war wurde mir aber schnell klar,
dass mir soviel Untätigkeit auf die Dauer die Laune
vermiest. Also ... 3 2 1 für den Master an der lokalen
Hochschule angemeldet und bisher sehr zufrieden...

Autor: Juri Parallelowitsch (Gast)
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Der WiXXer schrieb:
> Das letztemal daß mich jemand so "beschimpft" hat, war, als mich ein
> Scientologe erfolglos von seiner Angelegenheit überzeugen wollte.
>
> Seitdem bin ich stolz darauf, ein "linear brain" zu sein. ;-)

Na nee - am Ende werden alle Menschen WiXXer sein - aber wie kommt es 
dazu das du mit Scientolgen redest?

Die sind hochgeschult nach den modernsten Methoden - und die sind 
übrigens 'linear brainer'.

So einen Thethan 10 würde ich doch in 10 min mental vernichten - allein 
mit Giganten reden die gar nicht. Das merken die schon beim 
Einstellungsgespräch - da werden nur Dummies zugelassen.

Treffen die auf einen wirklichen IQ der ihrer Ideologie vollständig 
überlegen ist - wird leider nur gemauert.

Autor: Der WiXXer (Gast)
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Hey Juri.

>> Das letztemal daß mich jemand so "beschimpft" hat, war, als mich ein
>> Scientologe erfolglos von seiner Angelegenheit überzeugen wollte.
>> Seitdem bin ich stolz darauf, ein "linear brain" zu sein. ;-)

> aber wie kommt es
> dazu das du mit Scientolgen redest?

Ich war auf dem Nachhauseweg von der Arbeit. Ich bin nicht so fruchtbar 
schlau wie Du, und deshalb meistens ziemlich erschöpft. Irgendwie sieht 
man mir das dann an. Ich werde dann oft spontan von irgendwelchen 
religiösen Typen angesprochen, die meinen, ich sei leichte Beute, weil 
ich wohl irgendwie verzweifelt wirke. ;-)

Naja, ich war etwas unkonzentriert, und da hat Sie mich zu einer Tasse 
Kaffee an einen Stand eingeladen. Jedenfalls hab ich erstmal Kaffee 
getrunken und Kuchen gegessen, wärend Sie mir erzählte, was man mit der 
Kraft seines Geistes alles anstellen kann.
Ich war etwas skeptisch. Aber ich war etwas erschöpft und ausserdem habe 
ich gegenüber hüpchen Mädels erstmal eine gewisse "Beißhemmung". Ich 
bekam mehr Kaffee und Kuchen, und wurde etwas zugequatscht. Jedenfalls 
weckte der Kaffee wieder meine Lebensgeister, und ich meinte, daß ich 
als abgehalfterter Dipl.-Ing. statt in ihre Kurse besser in die 
Ausbildung zum Taxifahrer oder in einen Würstchenstand investiere.

Darauf fühlte Sie sich wohl etwas veräppelt, wurde "sauer" und nannte 
mich ein "linear brain". ;-)

> Die sind hochgeschult nach den modernsten Methoden - und die sind
> übrigens 'linear brainer'.

Mag sein, daß sie hochgeschult sind, aber alleine schon das uralte 
Rasiermesser des Ockham sagt mir, daß das schierer Humbug ist. ;-)
Ausserdem trifft Deine Einschätzung wohl nur auf die unteren Ränge zu. 
Die oberen Ränge mögen gewissenlos sein, und geschickte Demagogen, aber 
kreativ werden sie auch sein.

> So einen Thethan 10 würde ich doch in 10 min mental vernichten

Solange er mir nicht im Weg rumsteht, mach ich mir nicht die Mühe dazu. 
;-)


"Intelligenz" hat verschiedene Standbeine. Ein mathematisch logisches, 
ein kreatives, ein breites allgemeinwissen und eine gute Fachausbildung 
zählen dazu. Leider braucht es auch Konzentration und Ausdauer. Und mit 
den beiden letzterem habe ich leider nicht behebbare Probleme, und bei 
der Mathematik habe ich Jahrzehnte an Trainingsrückstand. Sonst wären 
wir wohl Konkurenten. So muss ich Dir den Vortritt lassen.

Autor: Paul (Gast)
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"Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen."

Von Johann Wolfgang von Goethe

Genieß Dein Leben, steige aus der aufgeschwatzten Titelmühle aus.

Autor: Ich (Gast)
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@Paul
Aber ohne Moos nichts los.
Die Kunst ist eine gesunde Mischung zu finden.

Autor: Paul (Gast)
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>Aber ohne Moos nichts los.

Wenn er weiter Titel erwirbt, hat er am wenigsten Moos. So geht er 
Schema F arbeiten und legt das Hauptaugenmerk auf die Freizeit (mit 
Reisen).

Autor: intellekt901 (Gast)
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Paul schrieb:
> Wenn er weiter Titel erwirbt, hat er am wenigsten Moos. So geht er
> Schema F arbeiten und legt das Hauptaugenmerk auf die Freizeit (mit
> Reisen).

Genauso ist es.

Ich habe mir eben mal gedacht nach dem Studium wirds auch Zeit mal zu 
arbeiten und Geld zu verdienen und ne eigene schöne Whg zu haben mit der 
Freundin.

Jetz komm ich halt drauf dass ich irgendwann auf jeden Fall mich noch 
akademisch auf ner Uni weiterbilden möchte.. am liebsten so 'n Doktor 
solls schon sein (ist jetz nicht als Spaß gemeint).

Will ja mein theoretisches Potential ummünzen in einen Doktor-Grad.

Irgendwie als Selbstverwirklichung. Sicher ich könnte nächstes Jahr 
schon Senior Entwickler sein, aber ich will halt mehr..immer mehr.. 
schon kranker Ehrgeiz

Ich muss austeigen (psychisch) aus diesem Titelwahn und aus dem "Ich 
krieg nicht genug - will immer mehr" Wahn..

sicher meine Freundin sagt auch ob ich denn spinne.. hab nen guten Job, 
nen Diplom und sie will dass ich erwachsen werde und nen ordentlichen 
Job nachgehe und mich dort einsetze .. sie meint auf die Dauer nur 
akademische Grade zu sammeln bringt gar nix ohne Berufserfahrung - dann 
auch noch ohne Moos halt nix mehr los..

Autor: intellekt901 (Gast)
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Hab mir halt gedacht ich geh jetzt mal die nächsten Jahre arbeiten ,Geld 
verdienen, mal leben und schöne Reisen machen mit der Freundin..

Autor: Paul (Gast)
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>Will ja mein theoretisches Potential ummünzen in einen Doktor-Grad.

und

>Ich muss austeigen (psychisch) aus diesem Titelwahn und aus dem "Ich
>krieg nicht genug - will immer mehr" Wahn..

passeen irgendwie so gar nicht zusammen.

Autor: intellekt901 (Gast)
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Paul schrieb:
>>Will ja mein theoretisches Potential ummünzen in einen Doktor-Grad.
>
> und
>
>>Ich muss austeigen (psychisch) aus diesem Titelwahn und aus dem "Ich
>>krieg nicht genug - will immer mehr" Wahn..
>
> passeen irgendwie so gar nicht zusammen.

Tja ich bin halt zwischen 2 Welten hin- und hergerissen.

Will ja arbeiten und vernünftig sein und auch mal Geld verdienen, 
arbeiten gehen jeden Tag (!) 8-9 h oder mehr, mir nen schönen Urlaub 
leisten mit der Freundin leben können und nicht nur streiten..

Auf der anderen Seite würd ich auch gern wieder alleine in nen kleinen 
Studentenzimmer hocken, dafür die Freiheit genießen heute auf die Uni zu 
gehen oder auch nicht, an meiner Promotion arbeiten, mir die Zeit frei 
einzuteilen - nur so schöne Urlaube od neue (technische) Spielsachen 
sind halt dann nicht soo leicht drin..

Ich hab halt jetzt bis 27 eher fast nur studiert und wenn im Sommer 
gejobbt oder neben der Uni ein paar Projekte- kann mich da ganz schwer 
an den harten Arbeitsalltag gewöhnen irgendwie :(

Bin halt eher Theoretiker ;) Andere arbeiten eben schon jahrelang in 
meinem Alter..

Autor: Mitarbeiter (Gast)
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intellekt901 schrieb:
> Bin halt eher Theoretiker ;) Andere arbeiten eben schon jahrelang in
> meinem Alter..

Ach, was solls.

Wir haben in der Firma Haufen Leute, die sind schon ü40, und sind immer 
noch nur Theoretiker. Die tun nur so als ob sie arbeiten...

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