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Forum: HF, Funk und Felder Funkgeräte in Gebäuden


Autor: Mathias Braun (dedi)
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Hallo Leute,

ich brauche mal kurz eure Hilfe. Ich benötige ein paar Funkgeräge, damit 
sich Leute (Sicherheitspersonal) untereinander unterhalten können. Die 
haben momentan die Motorola T7 Geräte. Allerdings sind diese Geräte in 
einem Stadion nicht zu gebrauchen. Zwar können sich dann 2-3 Leute damit 
unterhalten, aber der Rest hört nur rauschen.

Meine Idee wäre jetzt, auf die GP Serie von Motorola zu gehen, mit dem 
GP388 z.B. Das Gerät kann mit bis zu 5W senden. Allerdings steht dort 
"Funkgeräte - lizensiert". Was genau bedeutet das?

: Verschoben durch Moderator
Autor: Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne)
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Autor: Mathias Braun (dedi)
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BOS Funk scheidet hier ja wohl aus, da der Sicherheitsdienst privat ist.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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In einem modernen Gebaeude bietet sich WLAN an, sofern das sowieso 
installiert ist.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Sofern das Gebäude mit Technik ausgestattet werden kann, wäre DECT eine 
Möglichkeit, denn es gibt von Aastra (früher mal DeTeWe) handoverfähige 
DECT-Radioparts, mit denen auch größere Areale abgedeckt werden können.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mathias Braun schrieb:
> BOS Funk scheidet hier ja wohl aus, da der Sicherheitsdienst privat ist.

Ist auch eher Betriebsfunk.  Das Datenblatt sagt:

136-174:l-5 W (sic, wirklich mit "L" geschrieben ;)
403-470: 1-4 W

Das ist also das "erweiterte" 2-m- bzw. 70-cm-Band.  Da sollte man bei
der BNetzA durchaus auch eine Frequenzzuteilung für Betriebsfunk
bekommen können.  Kostet natürlich Geld, sowohl einmalig für die
Beantragung als auch jährlich.  Ob sich die Sache lohnt, könnte man
ggf. in einem Experiment vorab durch ein paar Funkamateure testen
lassen.  Diese haben ebenfalls Frequenzzuteilungen in diesen Bändern,
und aktuelle Afu-Handys bringen es auch auf einige Watt.

Autor: Mathias Braun (dedi)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Da sollte man bei
> der BNetzA durchaus auch eine Frequenzzuteilung für Betriebsfunk
> bekommen können.  Kostet natürlich Geld, sowohl einmalig für die
> Beantragung als auch jährlich.

Aber bekommt man die Lizenz pro Unternehmen oder müssen die Mitarbeiter 
auch ein Sprechfunkzeugnis o.ä. besitzen?

Jörg Wunsch schrieb:
> Diese haben ebenfalls Frequenzzuteilungen in diesen Bändern,
> und aktuelle Afu-Handys bringen es auch auf einige Watt.

Mal so eine Frage nebenbei:
http://www.swissmodell.ch/pulsar/yaesu_vx5_handy.htm
Ist ein Afu-Handy eigentlich weltweit erreichbar?

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

Lizenz bekommst du pro Unternehmen.
Du zahlst eine Gebühr für die Freqeunz und dann nocheinen EMV Beitrag 
der sich nach der (ungefähren) Menge der Funkgeräte richtet.

Gehe mal so Pi*Daumen von ca. 150Eur. einmalige Kosten aus und so ca. 
40-100 Euro Jährlich für eine Betriebsfunkfrequenz mit ca 10 
Handfunkgeräten... Habe die Kosten nicht mehr ganz genau im Kopf

Gruß
Carsten

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mathias Braun schrieb:

> ... oder müssen die Mitarbeiter
> auch ein Sprechfunkzeugnis o.ä. besitzen?

Sprechfunkzeugnisse gibt es nur für öffentlichen Funkbetrieb, also
Seefunk und Flugfunk.  Wenn deine Firmenmitarbeiter auf dem internen
Funknetz keine Funkdisziplin auf die Reihe bekommen, schneidest du
dich ja nur ins eigene Fleisch. ;-)

> Mal so eine Frage nebenbei:
> http://www.swissmodell.ch/pulsar/yaesu_vx5_handy.htm
> Ist ein Afu-Handy eigentlich weltweit erreichbar?

Nein, natürlich nicht, ist ja auch "nur" VHF/UHF.  Die hat im
Wesentlichen quasioptische Ausbreitung.  Je niedriger die Frequenz
dabei, um so größer ist die Chance, dass es doch mal gelegentlich
eine Ionosphärenreflektion gibt, gerade auf 50 MHz passiert das im
Sommer häufig, auf 144 MHz allerdings nur sehr selten, und dann
sollte man wohl auch eine ordentliche Antenne dran haben, damit man
mit den Signalen was anfangen kann.  In solchen Fällen sind Reichweiten
bis in den Mittelmeerraum oder zu den Kanarischen Inseln drin.

Die Möglichkeit, weltweite Funkkontakte zu erreichen, gibt's auf
Kurzwelle, wo Ionosphärenreflektionen die Norm sind.  Allerdings
schwanken dabei die Ausbreitungsbedingungen täglich, jährlich sowie
mit der Sonnenaktivität (die prinzipiell einem 11jährigen Zyklus
unterliegt), man kann also nie jeden Teil der Welt damit zu einer
Zeit erreichen.

Autor: Dimitri Roschkowski (Firma: port29 GmbH) (port29) Benutzerseite
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Jörg Wunsch schrieb:
> Die Möglichkeit, weltweite Funkkontakte zu erreichen, gibt's auf
> Kurzwelle, wo Ionosphärenreflektionen die Norm sind.  Allerdings
> schwanken dabei die Ausbreitungsbedingungen täglich, jährlich sowie
> mit der Sonnenaktivität (die prinzipiell einem 11jährigen Zyklus
> unterliegt), man kann also nie jeden Teil der Welt damit zu einer
> Zeit erreichen.

Ich bin jetzt kein Amateurfunker (interessiere mich aber doch schon 
dafür). Muss man bis zum Zielort seine Wellen selbst übertragen? Gibt es 
keine Repeater oder ähnliche Einrichtungen, die ein Signal verstärken?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Dimitri Roschkowski schrieb:
> Muss man bis zum Zielort seine Wellen selbst übertragen?

Ist zumindest das, was am meisten Spaß macht. ;-)

> Gibt es
> keine Repeater oder ähnliche Einrichtungen, die ein Signal verstärken?

Es gibt Repeater, im Deutschen auch "Relais[station]" genannt.
Klassisch für FM-Funk auf VHF und UHF, teilweise auch auf 29 MHz
(oberes Ende der Kurzwelle).  Da ist ein festes Kanalraster dafür
vorgesehen, und man kann in entsprechenden Karten die Standorte
finden (die man natürlich in der Regel irgendwo erhöht vorsieht,
damit eine möglichst große Funksicht erreicht wird).

Mittlerweile gibt's auch einen Versuch, ein digitales Sprachfunksystem
zu etablieren (namens D-STAR), bei dem die Repeater dann auch via
Internet gekoppelt werden können.  Aus Sicht der Befürworter bietet
es ein modernes System mit besserer Sprachqualität als FM, aus Sicht
der Kritiker ist es künstlich an einen bestimmten Codec-Hersteller
angebunden worden, der darauf den Markenschutz hat, wird dadurch nur
von einem Hersteller (ICOM) serienmäßig in Funkgeräte eingebaut, und
selbst in diesen ist die Bedienbarkeit sehr viel umständlicher als die
Benutzung einfacher FM-Relais.  Die Relaisabdeckung ist noch nicht
sehr groß, was wiederum natürlich auch daran liegt, dass es praktisch
ein Herstellermonopol für die entsprechende Technik gibt, das sich im
Preis widerspiegelt ...  Die Möglichkeit, dabei am Ende auch komplett
nur via Internet zu kommunizieren, ist dann erst recht umstritten,
weil natürlich Leute, die Amateurfunk als Funk betreiben
möchten, darin ein komplettes Abgleiten in VoIP sehen — das man
wiederum auch ohne das Etikett "Amateurfunk" sowieso schon haben kann.

Dann gibt's auch noch Repeater auf Amateurfunk-Satelliten.  Die decken
natürlich jeder nur ihren aktuellen Überflugbereich ab.

Der sportliche Ehrgeiz besteht aber im Wesentlichen schon darin, dass
man seinen Partner "mit eigener Kraft" erreicht, egal auf welchem
Wege — und wenn's über den Mond ist. ;-)

Autor: Matthias (Gast)
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Jörg Wunsch schrieb:
> modernes System mit besserer Sprachqualität als FM

Jörg, hast du dir mal D-Star angehört?
Ich bekomme dabei Ohrenkrebs.

Ich habe bisher nichts schlechteres gehört als diesen Icom D-Star Mist.

Von den Problemen bei Mobilbetieb und der schlechten Repaetertechnik von 
ICOM will ich hier erst gar nicht anfangen.
( Rauschglocke des Tx, Entkopplung, RG58 im S/E Einschub etc. )

Autor: blaa (Gast)
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Ich kann Euch nur die Motorola GP-Serie empfehlen.
Welches Modell hängt eigentlich nur von den Anforderungen ab, die ihr 
habt.
Erwähnenswert wären da z.B. die GP340.
Ansonsten kann man auch Kenwood empfehlen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias schrieb:
> Jörg, hast du dir mal D-Star angehört?

Nö, habe leider keinen D-Star-Repeater in Reichweite.  Hätte es schon
gern mal benutzt, um mir ein eigenes Urteil bilden zu können (und
zwar am Funkgerät, nicht irgendwie via Internet).

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