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Forum: Markt RFID Etiketten (Aufkleber)


Autor: Nabil Sayegh (lilalinux)
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Aloha,

kennt jemand eine guenstige Quelle fuer RFID Aufkleber?
(z.B. 13.56MHz, bin aber auch fuer andere Vorschaege offen)

Ich wuerde gerne alle meine Akten und Briefe mit RFID Aufklebern 
versehen, dafuer darf allerdings der Preis pro Aufkleber max 0,10EUR 
betragen (bei einer Abnahmemenge von 1000 Stueck).

Die Quelle darf auch ruhig aus dem Ausland/China kommen. Leider findet 
man bei alibaba und co. keine Preis und muss muehsam jeden Haendler 
einzeln kontaktieren, deswegen wollte ich mal fragen, ob sich jemand 
schon die Arbeit gemacht hat.

: Verschoben durch Moderator
Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Servus,

also RFID davon würde ich dir in erster Instanz mal abraten. Wie du 
zweifelsohne festgestellt hast ist das etwas zu teuer und eigentlich 
auch aufwändig. Ich kann dir nur den sog. QR-Code empfehlen. Der ist 
inzwischen relativ weit verbreitet und soweit bekannt frei von 
Lizenzgebühren. Er wird inzwischen vielfach auf Plakten verwendet, da 
der Anwender mit der Handykamera den Code abfotografieren kann und eine 
entsprechende Software dann z.B. die dahinterliegende Internetadresse im 
Webbrowser öffnet.

Von den Datenmengen her kann man sich auch nicht beklagen:

Der maximale Informationsgehalt eines QR-Codes (177×177 Elemente, 
Fehlerkorrektur-Level „L“) beträgt 23.624 Bit (2.953 Byte). Damit lassen 
sich laut Hersteller 7.089 Dezimalziffern, 4.296 alphanumerische Zeichen 
oder 1.817 Kanji-/Kana-Zeichen kodieren.

Der Micro-QR-Code mit einer Größe zwischen 11×11 und 17×17 Elementen 
nimmt bis zu 35 Ziffern auf bei einer Randbreite von mindestens 2 
Elementen.

Quelle
http://de.wikipedia.org/wiki/QR-Code

Die größe des QR-Codes ist maßgeblich von der Fehlerkorrektur und dem 
Informationsgehalt beeinflusst.

Der MicroQR scheint für dich recht gut geeignet zu sein. Mit 35 Ziffern 
kannst du 10^35 verschieden Codes erstellen. Sollte für's erste reichen.

Zur Dekodierung: Es gibt eine Open-Source (!) QR-Library. Diese kann man 
problemlos in nahezu jede Programmiersprache einbinden. Beispiele werden 
mitgeliefert. Bei mir wird so alles digitalisiert, eingeordnet, mit 
Stichworten und Daten (Plural von Datum) versehen. Mein VB.net Anwendung 
erstellt mir eine HTML in die der generierte QR-Code (das kann die 
Library auch) eingebunden ist und zusätzlich wird eine Kennummer unter 
dem Code angebracht. Sollte der Code aus welchen Gründen auch immer 
nichtmehr leserlich sein kann ich mittels dieser Kennummer den 
entsprechenden Datenbankeintrag finden.

Im Moment wird so einfach auf jede Rechnung noch ein QR-Code 
draufgedruckt oder ein Zusatzblatt mit abgeheftet. Im Zukunft ist ein 
Ettikettendrucker geplant ...

Autor: Nabil Sayegh (lilalinux)
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Das Problem bei QR-Codes ist, dass sie nicht effizient mit einem 
Lesegeraet durchforstet werden koennen :-)

Ich wollte deswegen RFIDs nehmen, um mit einem Lesegeraet auf einen 
Schlag einen ganzen (oder auch mehrere) Aktenordner oder Kartons zu 
scannen.

Ein Kollege berichtete mir von einer Spam, in der 1 Mio. RFID Etiketten 
fuer 4ct (pro Stueck) angeboten wurden. Leider findet er die Mail nciht 
mehr und es waeren auch zu viele, aber ich halte 10ct fuer einen 
machbaren Preis bei 1000 Stueck.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Nabil Sayegh schrieb:
> Das Problem bei QR-Codes ist, dass sie nicht effizient mit einem
> Lesegeraet durchforstet werden koennen :-)

Mit einer halbwegs verünftigen Kamera bekommt man 30 Bilder / Sekunde 
hin. Ich weiss ja nicht wie du durchforsten willst (Fließband o.Ä.) aber 
ich garantiere dir, dass ein bezahlbarer RFID-Leser (du willst ja keine 
10k€ für einen RFID-Leser aus dem Industriebereich nehmen) mit 
Sichereheit 2 Sekunden und mehr pro Scan brauchen wird. Musst halt 
hochrechnen wie lange das dan dauert. 30 Bilder / Sekunde sind auch mit 
einem normalen Desktopcomputer zu dekodieren.

Ich weiß noch nicht ganz was für dich effinzient heitß. Also wenn du 
meinst - die Akten hängen da und der Scanner fährt drüber - dann darfst 
du aber von 5 Sekunden pro Lesevorgang träumen. Zusätzlich ist die 
Lesedistanz auf max. 5cm möglich. Das ist ziemlich kräftig und nimmt mit 
Kartondeckeln auf Akten usw. zunehmend ab während die Lesezeit sich 
weiter erhöht.

Ich nehme an du willst keine tausende von Euros für ein vernünftiges 
Lesegerät ausgeben ...

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Nabil Sayegh schrieb:
> Ich wollte deswegen RFIDs nehmen, um mit einem Lesegeraet auf einen
> Schlag einen ganzen (oder auch mehrere) Aktenordner oder Kartons zu
> scannen.

Naja dann müssen halt auch Aufkleber auf den Karton - alle auf eine 
Seite. Mit der normalen Fotokamera hingehen. Im Kartenslot steckt 
anstelle einer normalen SD/Compact-Flash-Karte eine Sende-Karte (gibt's 
zu kaufen) und am Computer ein Empfangs-SD-Karte im Kartenleser. Du 
gehst an den Karton machst ein Foto in hoher Auflösung und ein paar 
Sekunden später weißt du ob die Akte drin ist oder nicht.

Autor: Nabil Sayegh (lilalinux)
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Du kennst also keine guenstige Quelle fuer RFID Etiketten?

Autor: Martin (Gast)
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@Lehrmann

Bist du wirklich so borniert? Es werden RFID-Etiketten gesucht!

Autor: RFIDi (Gast)
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Nackte RFIDs (Texas Instruments/ohne Kleber)
habe ich mal bei Spoerle/Arrow bezogen.
Konfektioniert gibt es die in D z.B. bei 3M.
Die preisguenstigeren (Philips) lagen da bei ca. 30 Ct/Stck.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Ich glaube, der TE will folgendes:

Man gibt in ein Lesegerät die ID eines gewünschten Dokumentes ein und 
fährt dann alle Kartons, Papierstapel, Aktenodner ab, bis das Gerät 
"piep" macht.
Dann weiß man wenigstens, wo man ungefähr suchen muss - also so eine Art 
Schlüsselfinder für 1000de von Schlüsseln.

Hierzu muss man garnicht wissen, wo das Dokument liegt, sondern nur, 
welche ID es hat. Wenn also jemand (zB Mama oder Ehefrau) das Zimmer den 
Schreibtisch aufräumt, kann man immer noch alles wiederfinden ;-)

Ok, wer Ordnung hält, braucht kein teures RFID.

Autor: Nabil Sayegh (lilalinux)
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@RFIDi
Das wuerde schon passen, das Etikett kann ich selbst hinzufuegen :-)

@Christian
Genau so hab ich mir das vorgestellt.
Kennst Du Dich da aus? Kann man mit allen RFIDs so ne "Heuhaufen" Suche 
machen?
Oder geht das nur mit manchen?

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Nabil Sayegh schrieb:
> Kennst Du Dich da aus?

Nö, habe ich nur mal irgendwo gelesen. Dabei handelte es sich aber um 
Industriescanner für Kartons auf Paletten.

Autor: Andreas (Gast)
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24ct - http://www.rfid-in-china.com/2009-03-09/info_3085.html

Allerdings noch nie da gekauft, aber eine interessante Auswahl

Autor: RFIDi (Gast)
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> Kann man mit allen RFIDs so ne "Heuhaufen" Suche machen?

Sobald es kollidiert wird es langsam.
Sehr langsam.

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Nabil Sayegh schrieb:
> Ich wollte deswegen RFIDs nehmen, um mit einem Lesegeraet auf einen
> Schlag einen ganzen (oder auch mehrere) Aktenordner oder Kartons zu
> scannen.

Kann mir kaum vorstellen, dass Du das zuverlässig hinkriegst.
Wäre es nicht sinnvoller, alle Dokumente einzuscannen (als Bild und 
OCR)?
Dann kannst Du sogar nach Text suchen und Dir alles am PC anschauen.
Brauchst Du dann wirklich mal das eingelagerte Original, musst Du halt 
suchen. Oder Du legst es jeweils nach Datum sortiert ab, dann hast Du 
wahrscheinlich alles rel. schnell gefunden.

Autor: Nabil Sayegh (lilalinux)
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Wenn die Industrie vorhat das an Supermarktkassen einzusetzen, sollte es 
meinen Anspruechen genuegen :-)
Moeglicherweise ist die Zeit noch nicht ganz reif fuer den Heimeinsatz, 
aber man kann ja schonmal ein wenig damit rumspielen ;-)

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Nabil Sayegh schrieb:
> Wenn die Industrie vorhat das an Supermarktkassen einzusetzen, sollte es
> meinen Anspruechen genuegen :-)

In der Industrie funktioniert das auch. Wir sind am überlegen, ob wir 
unser Lagersystem auf RFID umstellen/erweitern. Somit müssen eingehende 
Paletten nicht mehr einzeln mit dem Laserscanner bearbeitet werden, 
sondern können direkt aus dem LKW geholt und ins Hochregallager gestellt 
werden. Die Lagerverwaltungssoftware weiß somit automatisch, was wo 
hingestellt wurde.

Die Technik kostet aber so viel, dass ich das privat nicht machen 
möchte.
Ich Ordne die Dokumente gleich in entsprechende Order oder scanne sie 
zusätzlich vorher ein. Bisher fehlt jedoch die Muße, jedes Dokument mit 
Ordnernummer und Reiter in eine Datenbank aufzunehmen.

Ich behaupte auch mal, dass eine "professionelle" 
Dokumentenmanagement-Software günstiger ist, als ein industireeller 
RFID-Reader.

Autor: RFIDi (Gast)
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Christian H. schrieb:
> Die Technik kostet aber so viel, dass ich das privat nicht machen
> möchte.

UHF kostet noch reichlich Knöpfe.

Tut es 13,56 MHz nicht bei euch?

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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RFIDi schrieb:
> Tut es 13,56 MHz nicht bei euch?

Keine Ahnung. Ich bin da nicht beteiligt.
Und mir der Technik kenne ich mich nicht wirklich aus.

Bei uns (in der Firma) war es gedacht, dass entweder eine komplette 
Europalette durch einen Scanner gefahren wird oder nur einzelne Kartons.

Für mich privat tut RFID noch nichts zur Sache (höchstens für die 
Katzenklappe, aber auch das ist eher Zukunftsmusik).

Autor: RFIDi (Gast)
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Ah ja. Ok.

Autor: Nabil Sayegh (lilalinux)
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Die RFIDs wurden reshipped (diesmal mit HongKong Post) und kamen heute 
an, der Laden ist also als Serioes anzusehen.

Gruss

Autor: Nabil Sayegh (lilalinux)
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Der letzte Post war fuer diesen Thread gemeint: 
Beitrag "Re: RFID EM4100 und EM4102"

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