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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Reihenschaltung Kondensatoren an 230V laden


Autor: Burton (Gast)
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Hallo Leute,

da meine Mechatronik-Studium schon etwas zurückliegt benötige ich mal 
eure Unterstützung:

Ich möchte eine Reihenschaltung von 6 ELKOS mit 2,7V Nennspannung (--> 
Summe 16,2V) und 350F (--> Summe 70F) möglichst schnell und günstig 
laden.
Zur genaueren Definition:
Schnell = unter 3 Minuten
Günstig = Komponenten unter 10-30 Euro

Ein 12V-Netzteil scheidet aus, da Netzteile welche die erforderlichen 
Ströme liefern zu teuer sind.
Alternative Idee war, die 230V AC gleichzurichten und direkt 
anzuschließen. Allerdings müsste hier der erforderliche Bremswiderstand 
um den Strom "im Zaum" zu halten (ca. 10A) eine Leistung von knapp 3kW 
aushalten müssen.

Habt ihr noch andere Ideen?

Grüße,
Matthias

Autor: Philipp (Gast)
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Autobatterie? netzteil? Aber bitte nicht am netz mit widerstand. nimm 
doch ein netzteil, das muss ja garnicht soviel strom liefern können. Auf 
welche Spannung beabsichtigst du die Kondies zu laden? Welchen zweck 
sollen die teile denn erfüllen. Zum laden an einer Entsprechenden 
stromversorgung benütigst du nur eine moderat große 
induktivität(ringkern+ fettes kabel)

Autor: Philipp (Gast)
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Ein ATX-computernetzteil bleibt bei mitllerer leistung im rahmen deines 
budgets und ist für dich gesünder als am netzt zu laden und bringt etwa 
den gleichen strom wie das netz und du musst nicht 95% verheitzen.die 
12V schiene lässt sich auf bis zu 15V aufbohren

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Burton schrieb:
> 2,7V Nennspannung (-->
> Summe 16,2V)

Burton schrieb:
> Alternative Idee war, die 230V AC gleichzurichten und direkt
> anzuschließen.

Bist du dir das sicher ???

Hast du schonmal ein Computernetzteil ausprobiert? Also lt. Datenblatt 
liefert meines 45A bei 12V. Inwiefern diese Werte realistisch sind ist 
was anderes aber es reicht für dich noch aus.

Die dauer des Ladvorgang lässt sich über trivialste Formel ausrechnen. 
Dazu gehe man auf Wikipdia.de, suche nach Kondensator und begutachte die 
Formeln.

Worüber ich mir eher Sorgen machen würde ist eine Sicherungsvorrichtung. 
Mit dem was du da bauen willst ist nicht zu spaßen. Das ist ein halber 
Defibrilator und hat die unangenehme Eigenschaft bei richtigem Hinlangen 
dem Herzen das stolpern beizubringen. Du kannst dir ja mal ausrechenen 
(Formeln bei Wikipedia) wie lange der Entladevorgang am menschlichen 
Körper (Widerstand des Körpers raussuchen) von Arm zu Arm braucht. Über 
die Zeit kannst du dann die Joul ausrechnen mit denen es auf dich 
einhagelt.
Zusätzlich würde ich die Kondensatoren irgendwo einbauen wo sie wenn sie 
in die Luft fliegen nicht dir das Elektrolyt in die Augen spritzen.

Achja mit dem Zeug kann man gut schweißen ...

Autor: ich (Gast)
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Beim laden von Ultra-Caps ist Vorsicht geboten! Durch die 
Kapazitätstoleranzen teilt sich die Spannung ungleichmäßig auf. Du musst 
auf jeden Fall irgendeine symetrierung vorsehen.

Das Laden übernimmt ab besten eine geschaltene Stromquelle

Autor: Burton (Gast)
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Hallo Leute,

vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen!

Dass mit Supercaps Vorsicht geboten ist, ist mir bewusst. Ich habe 
bereits die letzten 2 Jahre an der Entwicklung eines solchen Systems 
mitgearbeitet, allerdings primär an der Systemintegration, nicht an der 
elektrischen Verschaltung.
Dabei kam mir meine momentane Idee.

Ich muss zugeben an PC-Netzteile habe ich noch gar nicht gedacht, habe 
lediglich diverse Netzteile bei den großen Elektronik-Lieferanten 
begutachtet und die waren deutlich drüber.

Die Berechnung der Ladezeit ist mir natürlich bekannt, ich wollte euch 
nur grob meine Anforderungen umreißen.

Eine Symmetrierung habe ich auch im Sinn. Wie setze ich die am 
einfachsten um? Ich hätte nun jeweils parallel geschaltete hochohmige 
Widerstände als Spannungsteiler genommen.

Grüße,
Matthias

Autor: Floh (Gast)
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Burton schrieb:
> Eine Symmetrierung habe ich auch im Sinn. Wie setze ich die am
> einfachsten um? Ich hätte nun jeweils parallel geschaltete hochohmige
> Widerstände als Spannungsteiler genommen.

Ist auch so geläufig. Meist werden die Widerstände gleich noch zum 
sicheren Entladen dimensioniert, so dass die Kondensatoren nach einer 
bestimmten Zeit gefahrlos leer sind.

Apropos interessehalber: Wofür sind die Kondensatoren und woher hast du 
die?
:-)

Autor: Arno H. (arno_h)
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Lehrmann Michael schrieb:
>
> Worüber ich mir eher Sorgen machen würde ist eine Sicherungsvorrichtung.
> Mit dem was du da bauen willst ist nicht zu spaßen. Das ist ein halber
> Defibrilator und hat die unangenehme Eigenschaft bei richtigem Hinlangen
> dem Herzen das stolpern beizubringen.

Wie tief müssen die Elektroden bei 16 V eingestochen werden?

Arno

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