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Forum: Offtopic Eigenbau Neonröhre ---> Elektrodenmaterial?


Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Hallo
Ich hab heute netterweise von meinem Chemielehrer glasrohre (0,8-1 cm 
Durchmesser) bekommen. Da ich schon immer von Gasentladungslampen 
fasziniert war, will ich mir jetzt eine selber bauen. Einen 
einfüllstutzen für das Gas bekomme ich denk ich mal hin (arbeite nicht 
das erste mal mit Glas). Jetzt kommt meine Frage: Welche 
Elektrodenmaterial kann so ins Glas eingeschmolzen werden, dass die 
Verbindung luftdicht ist? Ich hattte Kupfer da, dann noch so eine 
Metallstange aus einem DVD Laufwerk. Ich hätte auch Eisennägel da, die 
ich schleifen könnte. Sollen die Elektroden vorher angeraut werden (z.B. 
mit Schleifpapier)?

MFG
Thomas

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Thomas S. schrieb:

>Da ich schon immer von Gasentladungslampen
>fasziniert war, will ich mir jetzt eine
>selber bauen.

Die Durchführung von Elektroden durch Glas könnte etwas kniffelig sein. 
Bei Röhrensockeln gab es da früher schon mal Probleme mit 
Undichtigkeiten, aber die haben ja auch Hochvakuum. Der 
Temperaturausdehnungskoeffizient beider Materialien spielt da eine 
Rolle.

Beim Füllgas hab ich noch in Erinnerung, daß es einen ganz bestimmten 
Druck braucht. Und mit der Hochspannung kennst du dich hoffentlich auch 
aus...

Auf "Jogis Röhrenbude" oder der "HTS-Homepage" könnte es Links zu 
solchen Themen geben, gib diese Begriffe mal z.B. bei Google ein, da 
mußt du einfach mal etwas weiter suchen.

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Danke für den Tipp. Mit HV kenn ich mich aus. Die Röhre soll zwar 
funktionieren, aber hauptsächlich will ich Erfahrungen sammeln. Es ist 
egal, ob sie nur schwach rot glimmt, oder ob sie schon bei wenig 
Leistung richtig leuchtet. Villeicht sollte ich mein Punktschweißgerät 
(ebenfalls eigenbau) ausgraben, und an einem dünnen Draht ne ordentliche 
Elektrode schweißen. Dann müsste der Temperaturausdehnungskoeffizient 
kaum eine Rolle mehr spielen (glas ist ja je nach dicke etwas 
verformbar).

MFG
Thomas

Autor: Andreas H. (kupferblau)
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Das  Selbermachen von Neonelektroden kannst du vergessen, das wird 
nichts.

Du brauchst spezielle Drähte für die Stromdurchführung 
(Kupfermanteldraht), die Materialien für die Elektroden selber müssen 
entgast sein, sonst hat deine Röhre gerade mal zehn Minuten Lebensdauer.

Für Neonsysteme gibt's fertige Elektroden zu kaufen, die man nur mehr an 
das Glasrohr anschmelzen muss:

http://www.eurocom-inc.com/Eurocom/Neon_Products.html

Die professionellen Neonglasbläser machen schon seit fünfzig Jahren 
keine Elektroden mehr selber, die werden heute nur mehr als 
Halbfabrikate maschinell erzeugt.

Das Auspumpen und Befüllen mit Neongas ist ohne entsprechende Ausrüstung 
ebenso zum Scheitern verurteilt. Die Elektroden müssen im Vakuum entgast 
und formiert werden, das Glasrohr muss unter Vakuum mit mehreren hundert 
°C erhitzt werden, um auch das Glas zu entgasen.

Die Elektroden müssen beim Ausheizvorgang im Vakuum auf helle Rotglut 
gebracht werden. Normalerweise macht man das mit sehr hohem Strom mit 
einem sehr leistungsstarken Hochspannungstrafo, dabei wird auch 
gleichzeitig das Glasrohr ausgeheizt.

Wenn du in deiner Nähe eine Neonwerbefirma hast, frag' dort mal höflich, 
ob du beim Pumpprozess zusehen darfst, vielleicht geben sie dir ja auch 
ein paar Elektroden ab, wenn du dich unbedingt selbst als Neonglasbläser 
versuchen willst.

Du kannst ja damit argumentieren, dass du eine Hausarbeit zu dem Thema 
schreiben willst und dich möglichst praxisnah informieren willst.

Autor: Warren Spector (jcdenton)
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Finger hat sich mal ne Röhre selbst gebaut, für sein Röntgengerät meine 
ich. Da gabs auch einige Rückschläge in Sachen Dichtigkeit. Eventuell 
kannst du da bissel Know-How abgraben.

Is aber schon ewig her, das ich das gelesen habe.

http://www.fingers-welt.de/

kannst ja selbst mal rumschnüffeln.

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Das Rötglühen der Elektroden müsste ich mit nem 200W Induktionsofen 
hinkriegen. Ist keine Herausforderung für mich.Wie gesagt: Das Projekt 
dient zum sammeln von Erfahrungen. Ich könnte auch das Glas ohne 
Elektroden versehen mit neon befüllen. Dann bräuchte ich nur HF HV von 
z.B. ner Teslaspule, um die Röhre zum Leuchten zu bringen. Villeicht 
probier ich´s erstmal mit ner simplen Glimmlampe-dafür verschwende ich 
bei einem FAIL auch nicht so viel Glas.

Autor: Johnny B. (johnnyb)
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Man könnte für den ersten Versuch mal eine alte FL-, oder Neonröhre 
zerdeppern und die Elektroden daraus ausschlachten.

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Die Idee hatte ich auch. Ich hab aber erstmal was besseres zu tun (22 
printtrafos verkabeln)

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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So, Printtrafos sind verkabelt-weiter gehts. Ich habe eine U förmige 
Elektrode aus Kupfer ins Glas eingeschmolzen. Das erste mal ist das glas 
gesprungen (vermutlich wegen zu starken Temoperaturschwankungen (habs in 
der kalten Garage probiert). Das 2. mal scheint es zu funktionieren, Die 
dichtigkeit hab ich unter Seifenwasser bei einem Druck von ???(hab mit 
dem Mund reingepustet) getestet-keine bläschen :D. Vorher hab ich jedoch 
das kupfer in nem Lichtbogen erhitzt, um es "ausgasen" zu lassen. Reicht 
das so oder muss man das Ausgasen unter Vakuum machen?

MFG
Thomas

Autor: Falk Brunner (falk)
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http://www.hcrs.at/

Elektrotechnikseiten -> Geisslerröhre

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Cool! Der 40W MW sender ist mein nächstes projekt! Die Röhre ist 
fertig!Sie muss nur noch befüllt werden. Bilder kommen später.

Autor: Günther N. (guenti)
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Lies mal das Buch über den begnadeten Erfinder "Dietrich Drahtlos".Es 
wäre möglich das er sich mal mit ähnlichen Projekten befasst hat.
http://www.elektronik-bastelbude.de/Drahtlos/drahtlos.htm

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
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Hallo Thomas,

nur so geht das: Machen!
Das ist die richtige Einstellung.
( Aber immer aufpassen mit der Hochspannung ! :)

Grüße Bernd

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